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Analyse:Pk/Fragment 053 12

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Bummelchen, Guckar
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 12-14, 17-18, 20-26, 28-32, 101-102
Quelle: Achtziger Gollwitzer 2006
Seite(n): 279, Zeilen: 1.Spalte 48-54, 58-59 + 2.Spalte 4-11, 13
Es ist davon auszugehen, dass ein Handelnder seine Wünsche und potentielle Ziele nicht isoliert, sondern in Abhängigkeit und Relation zu anderen Wünschen analysiert (vgl. Gollwitzer, 1996, S. 534). [...] Andererseits kann ein Wunsch auch durch einen anderen übergeordneten Wunsch plötzlich an Bedeutung verlieren. [...] Der damit verbundene Entscheidungsprozess dauert von Person zu Person und von Fall zu Fall unterschiedlich lang. Dabei werden erfahrungsgemäß nicht alle Fragen und Eventualitäten geklärt. Oft lassen sich bestimmte Fragen gar nicht endgültig klären und meist steht nicht einmal genügend Zeit zur Verfügung, um alle potentiell beantwortbaren Fragen zu bearbeiten.

Aus diesem Grund entstand im Rubikonmodell das Konzept der „Fazittendenz“[FN 33]. [...] Je länger und intensiver eine Person sich mit Fragen nach Folgen und Realisierbarkeit möglicher Handlungen bzw. Nicht-Handlungen auseinandergesetzt hat, desto mehr kommt diese Person zur Überzeugung, die Sachlage vollständig zu erfassen und somit zu einer höheren Fazittendenz.

[FN 33: Die so genannte Fazittendenz spiegelt die Erledigung der motivationalen Aufgaben des Abwägens wider.]

Hinsichtlich dieses Abwägens wird davon ausgegangen, dass ein Handelnder seine Wünsche und seine potenziellen Ziele nicht isoliert gegeneinander abwägt, sondern in Relation zueinander. Ein Wunsch, dessen Realisierung beispielsweise mit vielen positiven Folgeanreizen verknüpft ist, mag im Lichte eines übergeordneten anderen Wunsches plötzlich nicht mehr erstrebenswert erscheinen. [...] Die Dauer des Abwägens variiert von Fall zu Fall. Selten werden alle Fragen geklärt; [...] meist steht nicht einmal ausreichend Zeit zur Verfügung, den potenziell beantwortbaren Fragen nachzugehen.

Das Rubikon-Modell postuliert deshalb die so genannte Fazittendenz. Dieses Konzept wurde im Rubikon-Modell entwickelt, um die Erledigung der motivationalen Aufgabe des Abwägens vorhersagen zu können. Je mehr ein Handelnder positive und negative kurz- und langfristige Konsequenzen möglicher Handlungen bzw. Nicht-Handlungen gegeneinander abgewogen hat, desto mehr gelangt er zur Überzeugung, die mögliche Elaboration der anstehenden Fragen ausgeschöpft zu haben. [...] umso stärker steigt die Fazittendenz an, [...]

Anmerkungen

Stückchen für Stückchen wird das Original in Haupttext und Fußnote hinein abgekupfert. Auch wenn manchmal umformuliert wird, bleibt ersichtlich, dass dies nichts Eigenständiges ist - wo bleibt also der Verweis auf die Quelle?

Sichter
Bummelchen

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