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Analyse:Rir/Fragment 017 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 17, Zeilen: 1-27 (komplett)
Quelle: Land 2006
Seite(n): 173; 174, 175, 176, Zeilen: 173:li.Sp.51ff. - re.Sp. 1-12; 174:li.Sp. 18-19.37-46, re.Sp. 1-8.11-17.30-39; 175:re.Sp. 27-43.49-55; 176:li.Sp. 22-25.27-31.40-46
Glukokortikoide zeigen keine toxische Wirkung. Unerwünschte Nebenwirkungen treten in hohen, unphysiologischen Dosen auf, wie sie im Rahmen der immunsuppressiven Therapie notwendig sind. Sie limitieren leider die wiedererlangte Lebensqualität. Die Nebenwirkungen werden durch die Gabe weiterer Immunsuppressiva noch erhöht und sogar potenziert.

Es soll kurz auf die spezifischen Nebenreaktionen von Glukokortikoiden in der Transplantationsmedizin eingegangen werden (siehe auch Tabelle 1):

Bei transplantierten Patienten unter Steroidgabe zeigt sich häufig eine Gewichtszunahme nach ca. drei Monaten. Erklärt wird dies in erster Linie mit einer Appetitsteigerung. Die lediglich kosmetisch störende Komplikation des cushingoiden Aussehens ist jedoch ein Ausdruck der hohen Steroidtherapie. Der Bluthochdruck andererseits kann ein limitierender Faktor für eine erfolgreiche Organtransplantation sein.

Ein verzögertes Körperwachstum war eines der enttäuschenden Ergebnisse der Nierentransplantation bei Kindern. Dieses Phänomen ist ein multifaktorielles Geschehen, an denen die Steroide einen Mitanteil haben. Weitere unerwünschte Nebenwirkungen sind Störungen im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel. Zu berücksichtigen ist, dass es durch die Induktion einer Hyperlipidämie beim Empfänger, (Autoarteriosklerose) als auch im Transplantat (Alloarteriosklerose) zu Gefäßveränderungen kommen kann.

Grund für das Auftreten eines Steroiddiabetes mellitus ist die Induktion einer Insulinresistenz, der Glukoneogenese und der Hyperglukagonämie. Weiter werden auch die verminderte zelluläre Glukoseaufnahme und die Reduktion von Zahl und Affinität der Insulinrezeptoren diskutiert. Diese wird als Posttransplantationsdiabetes bezeichnet.

Die Nebenwirkungen am Zentralnervensystem sind aufgrund hoher Steroiddosen Stimmungsschwankungen. Das Auftreten psychiatrischer Erkrankungen wurde ebenfalls mit der Therapie in Verbindung gebracht.

Hautveränderungen sind ebenfalls typische unerwünschte Begleiterscheinungen einer Langzeitimmunsuppression. Häufig festgestellt werden: Akne, Pergamenthaut (durch Verlust des Kollagens) und Warzen.

[Seite 173]

f) Verträglichkeit - Nebenwirkungsprofil

Allgemeines: Die typischen Nebenwirkungen einer Steroidtherapie sind in vielen Fach- und Lehrbüchern beschrieben worden und jedem Arzt bekannt. Sie sollen daher im Rahmen dieses Buches lediglich der Vollständigkeit halber nochmals stichwortartig aufgelistet werden (Tab. 2.1.2). Glukokortikoide selbst haben keinen toxischen Effekt. Nur in höheren, unphysiologischen Dosen, wie sie im Rahmen einer immunsuppressiven Therapie notwendig werden, verursachen sie beim Menschen unerwünschte Nebenerscheinungen. Diese tragen zur Morbidität und Mortalität bei und können bei Langzeitgabe die durch den Transplantationserfolg wiedererlangte Lebensqualität erheblich limitieren.

[Seite 174]

Diese Probleme werden durch die Gabe weiterer immunsuppressiver Medikamente potenziert. [...]

Metabolische Nebenwirkungen: Unter diesen unerwünschten Begleiterscheinungen einer Steroidapplikation sind insbesondere Störungen im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel erwähnenswert.

Hyperlipidämie: Die Induktion einer Hyperlipidämie vermag zur Entwicklung einer Arteriosklerose beim Empfänger (Autoarteriosklerose) bzw. im Transplantat (Alloarteriosklerose) beizutragen (vgl. Abschnitt 1.5.4.4). [...]

Diabetes mellitus: Die Induktion einer verstärkten Insulinresistenz, der Glukoneogenese und einer Hyperglukagonämie tragen zur Manifestation eines Steroiddiabetes bei. Als (weitere) Mechanismen werden die verminderte zelluläre Glukoseaufnahme und die Verminderung der Zahl und Affinität der Insulinrezeptoren betrachtet. [...] In der Ära der eher diabetogen wirkenden Calcineurin-Inhibitoren (CNI) ist die Häufigkeit dieser Stoffwechselerkrankung, die inzwischen im Sinne eines eigenständigen Krankheitsbildes als „Posttransplantationsdiabetes“ bezeichnet wird, allerdings deutlich angestiegen. [...]

Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem: Allen Transplantationsmedizinern ist die euphorisierende Wirkung hoher Steroiddosen bekannt, die zum Teil mit Stimmungsschwankungen verbunden ist. Psychiatrische Erkrankungen sind bei Kortison-behandelten Transplantationspatienten beschrieben worden und scheinen insbesondere bei Patienten mit schon anamnestisch bekannter emotionaler Instabilität vorzukommen.

[Seite 175]

Obesitas, cushingoide Merkmale: Die bekannte Gewichtszunahme bei transplantierten Patienten unter Steroidtherapie macht sich zumeist erst nach 3 Monaten bemerkbar und scheint in erster Linie durch den erhöhten Appetit der Patienten bedingt zu sein. Das cushingoide Aussehen war (!) eine typische Folge hochdosierter Steroidtherapie, an der man in früheren Zeiten jeden Transplantierten sofort erkennen konnte. Die kosmetisch unangenehme Komplikation, die von den Transplantationsmedizinern vergangener Zeiten gern als klinischer Parameter einer Therapieüberwachung verwendet wurde, verschwand rasch, wenn die Dosen unter die - allerdings interindividuell schwankende - Cushingschwelle von 7,5 mg Prednisolonäquivalent pro Tag reduziert wurden. [...]

Bluthochdruck: Die Hypertonie nach erfolgreicher Organtransplantation ist inzwischen als ein für das Wohl des Patienten entscheidender Schicksalsfaktor entlarvt worden, der auf lange Sicht nicht nur das Überleben des Empfängers, sondern auch das des Spenderorgans ernsthaft gefährdet.

[Seite 176]

Eingeschränktes Körperwachstum: Verzögertes Wachstum, verbunden mit Zwergwuchs, ist eine der großen Enttäuschungen der Nierentransplantation bei Kindern. [...] Sicherlich handelt es sich hier um ein multifaktorielles Geschehen, an dem jedoch die Langzeitverabreichung von Steroidpräparaten nach Transplantation einen entscheidenden Anteil hat. [...]

Hautveränderungen: Unterschiedliche Hautveränderungen gehören zu den typischen Komplikationen unter jeder Langzeit-Immunsuppression. Auffallend unter Steroidbehandlung sind Akne, Warzen und die charakteristische dünne, zerbrechliche Haut durch Verlust an Kollagen.

Anmerkungen

Ein missglücktes Exzerpt, das weitgehend dicht - häufig bis zur wörtlichen Übereinstimmung - an der hier ungenannt bleibenden Quelle bleibt. Übernahmen bleiben gänzlich ungekennzeichnet.

Man beachte die Aussage von Land, dass die aufgeführten Tatsachen "jedem Arzt bekannt" seien.

Sichter
(Graf Isolan)

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