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Analyse:Rir/Fragment 019 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 1-20
Quelle: Bigdeli 2010
Seite(n): 10, Zeilen: 7ff.
Entwicklung des MMF:

Schon 1896 wurde die MPA (Mycophenolsäure), der zu Grunde liegende Wirkstoff von MMF, aus Maisbrühekulturen isoliert. (Gosio B 1896). Zum Ende der 1960er Jahre wurde die Eigenschaft von MMF, die Proliferation von Krebszellen durch die Unterdrückung der IMPDH (Inosinmonophosphat-Dehydrogenase) entdeckt. (Franklin TJ 1969). Die Bioverfügbarkeit der MPA war jedoch schlecht und die Forscher Allison und Eugui entwickelten seinen Morpholinoäthylester, den man als Vorstufenmedikament eines Immunsuppressivums einsetzen konnte. (Allison AC 2000)

Die Notwendigkeit ein neues Immunsuppressivum zu entwickeln war auch dadurch gegeben, dass Ciclosporin A nephrotoxisch ist und 40% der Transplantatempfänger unter dieser Therapie Transplantatabstoßungen zeigten. Allison und Eugui versuchten eine Substanz mit einer reversiblen zytostatischen Wirkung, also eine gezielte Hemmung des Wachstums von Lymphozyten, zu finden. Die Substanz sollte keine nephrotoxischen, leberschädigenden oder andere schädigende Wirkungen aufweisen. Es wurde nach einem Reaktionsweg gesucht, dessen Hemmung selektiv B- und T-Lymphozyten beeinflussen sollte. Man entdeckte die IMPDH, das Enzym, das durch die MPA inhibiert werden sollte (Allison AC 2000).

Die Arbeitsgruppe um Randall Morris in Stanford untersuchte als Erste die immunsuppressive Wirkung von MMF. Hans Werner Sollinger prägte den weiteren Verlauf von MMF erheblich. Dass MMF entwickelt wurde und heute als Immunsuppressivum erhältlich ist, ist hauptsächlich ihm zu verdanken (Sollinger HW 1996).


Allison, AC.: Immunosuppressive drugs: the first 50 years and a glance forward. Immunopharmacology. 2000; 47: 63.

Franklin TJ, Cook JM. The inhibition of nucleic acid synthesis by mycophenolic acid. Biochem J. 1969; 113(3): 515-24.

Gosio B. Richerche batteriologiche e chemiche sulle alterazoni di Mais. Riv D’Igiene Sanita Pub Ann. 1896; 7: 825-68.

Sollinger HW. From mice to man: the preclinical history of mycophenolat mofetil. Clin Transplantation. 1996; 10 (1 Pt 2):85-92.

1.2.3 Geschichte

Bereits 1896 wurde die MPA, der eigentliche Wirkstoff von MMF aus Maisbrühekulturen isoliert [32]. Ende der 1960er entdeckte man die Eigenschaft der Substanz, das Wachstum von Krebszellen durch die Hemmung der IMPDH zu unterdrücken [28]. Da die Bioverfügbarkeit der MPA aber zu wünschen übrig ließ, machten sich die Forscher Allison und Eugui an die Entwicklung seines Morpholinoäthylesters, um es als Vorstufenmedikament eines immunsuppressiven Präparats einsetzten zu können [3]. Ihre Motivation zur Entwicklung einer neuen immunsuppressiven Substanz beruhte auf der Tatsache, dass CsA erstens nephrotoxisch wirkte, und zweitens 40% der transplantierten Patienten trotz der CsA-Therapie Abstoßungskrisen aufwiesen. Deshalb suchten Allison und Eugui nach einer Substanz mit einer reversiblen zytostatischen Wirkung, d. h. die selektive Hemmung des Wachstums von Lymphozyten. Des Weiteren sollte die Substanz weder nephrotoxische, hepatotoxische, mutagene oder andere limitierende Eigenschaften aufweisen. So begannen die beiden Forscher mit der Suche nach einem metabolischen Reaktionsweg, dessen Hemmung selektiv B- und T-Lymphozyten beeinflussen sollte. Ihre Suche führte sie schließlich zur IMPDH, das Zielenzym, welches durch die MPA gehemmt werden sollte [3]. Kurz danach untersuchte die Arbeitsgruppe um Randall Morris in Stanford als Erste die immunsuppressive Wirkung von MMF [68]. Der weitere Werdegang der Substanz ist stark von dem Namen Hans Werner Sollinger geprägt. So haben wir die Entwicklung von MMF als Immunsuppressivum bis zur Registrierung hauptsächlich ihm zu verdanken [100].


3. Allison AC, Eugui EM. Mycophenolate mofetil and its mechanisms of action. Immunopharmacology. 2000; 47 (2-3): 85-118.

28. Franklin TJ, Cook JM. The inhibition of nucleic acid synthesis by mycophenolic acid. Biochem J. 1969; 113(3): 515-24.

32. Gosio B. Richerche batteriologiche e chemiche sulle alterazoni di Mais. Riv D’Igiene Sanita Pub Ann. 1896; 7: 825-68.

100. Sollinger HW. From mice to man: the preclinical history of mycophenolat mofetil. Clin. Transplantation. 1996; 10 (1 Pt 2):85-92.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Der Titel der Arbeit von Gosio ist selbst in gekürzter Form in beiden Arbeiten identisch falsch wiedergegeben. Dieser lautet korrekt: Ricerche batteriologiche e chimiche sulle alterazioni del mais. Contributo alla etiologia della pellagra.

Als Quelle könnte auch Land (2006) gedient haben. (Dort findet sich ebenfalls die fehlerbehaftete Titelangabe für Gosio (1896).)

Sichter
(Graf Isolan)

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