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Analyse:Sf/Befunde

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Textübernahmen Bearbeiten

Gleich die erste Seite der untersuchten Arbeit enthält einige kurze Textfragmente aus einer Dissertation von der TU Darmstadt von 1999 (Gelbrich 1999). Im Kapitel 2 wurden bisher nur wenige sporadische Textübernahmen von anderen Autoren nachgewiesen, so z.B. auf den Seiten 4, 6 und 18.

Zu Beginn von Kapitel 3 wurde nahezu die gesamte Seite 29 aus anderen Quellen übernommen.

Ab Kapitel 5 werden experimentelle Ergebnisse beschrieben.

  • Hierbei ist festzustellen, dass die experimentellen Daten zu einem beträchtlichen Anteil aus der Quelle Leipner 2002 stammen. So findet man z.B. auf den Seiten 70, 73, 74, 76, 98 Tabellen, die weitgehend identische Daten wie in der Quelle Leipner 2002 enthalten. Die Tabellen wurden häufig graphisch leicht verändert und an einigen Stellen durch weitere experimentelle Werte ergänzt.
  • In den folgenden Kapiteln gibt es zahlreiche Abbildungen, die mit den Abbildungen in der Quelle Leipner 2002 identisch sind. Hervorzuheben sind dabei insbesondere die spektroskopischen Daten auf den Seiten 98, 99 und 153, die den Charakter von "Fingerprints" besitzen und nicht zufällig ein zweites Mal erzeugt worden sein können. Das Gleiche gilt für die rasterelektronenmikroskopischen Aufnahmen auf Seite 131 (siehe Illustration weiter unten).
  • Weiterhin wurden bei den Abbildungen auch Fehler aus der Quelle mit übernommen, so z.B. in Abbildungen 8.8 (Seite 154) und Abb. 3.1 (Seite 29). Auf Seite 154 besitzen die Reaktionspfeile kleine Kästen am Ende anstatt Pfeilspitzen. Eine solche Darstellung ist in der chemischen Fachliteratur völlig unbekannt. Auf Seite 29 erkennt man ganz rechts ein grundlos zu groß gezeichnetes O-Atom.

Die Dissertation Leipner 2002 wurde zwei Jahre von der untersuchten Arbeit an der gleichen Universität verteidigt. Es ist zu vermuten, dass der Autor der untersuchten Arbeit und die Verfasserin der als Quelle genannten Dissertation zusammen gearbeitet haben. Trotzdem ist festzuhalten, dass eine eindeutige Abgrenzung eigener und fremder experimenteller Ergebnisse in der untersuchten Habilitationsschrift nicht erfolgt ist. Erschwerend kommen die wörtlichen Textübernahmen und Übersetzungsplagiate in den einleitenden Kapiteln hinzu.

Struktur der ArbeitBearbeiten

Da es sich bei der untersuchten Arbeit um eine Habilitationsschrift handelt, weicht die Struktur vom üblichen Aufbau einer Dissertation ab. Das ist legitim. führte aber bei der Analyse der Arbeit zu einiger Verwirrung. Deshalb an dieser Stelle eine kurze Übersicht über den Aufbau der Arbeit.

  Inhalt
 Kapitel 1 Einleitung
 Kapitel 2 bis 4     Grundlagenteil, es werden Sachverhalte aus der Literatur beschrieben, soweit sie zum Verständnis der Arbeit notwendig sind.
 Kapitel 5 bis 8Ergebnisse der Arbeit. Hier werden die neu gewonnenen wissenschaftlichen Ergebnisse vorgestellt.
Dazu wurden experimentelle Arbeiten ausgeführt und die gewonnenen Ergebnisse interpretiert.
 Kapitel 9 Zusammenfassung
 Kapitel 10   Anlagen, hier findet man unter anderem einen rudimentären experimentellen Teil.

Textübernahmen aus nicht zitierten Quellen wurden bisher in folgenden Abschnitten der Arbeit gefunden:

  • kurze wörtliche Übernahmen in Kapitel 1, Seite 1 der Arbeit
  • Kapitel 2
  • Kapitel 3

In den Kapiteln 5 bis 8 gibt es umfangreiche Übernahme experimenteller Ergebnisse aus der Quelle Leipner 2002. Dies ist an identischen Abbildungen und identischen Daten in Tabellen leicht nachzuvollziehen. Im Einzelnen wurden experimentelle Daten aus dieser Quelle in folgenden Unterkapiteln verwendet:

  • Kapitel 5.2
  • Kapitel 5.4
  • Kapitel 6.2
  • Kapitel 7.1
  • Kapitel 7.2
  • Kapitel 7.3
  • Kapitel 8.2
  • Kapitel 10.1

Beispiele zur Illustration von Text- und Bildübernahmen Bearbeiten

Nachfolgend einige Beispiele für Text- und Bildübernahmen aus anderen Arbeiten.

Seite 29 der untersuchten Arbeit ist nahezu vollständig aus anderen Quellen zusammengesetzt worden. Gelb markiert sind Textübernahmen aus Klemm et al. 1998, blau markiert ist ein Absatz aus Krässig 1993 und rosa markiert eine übernommene Abbildung aus Leipner 2002.

Fischer S29 colour.png














Ein Beispiel für die extensive Übernahme experimenteller Daten aus der Quelle Leipner 2002. Die gelb markierten Abbildungen mit spekroskopischen Daten der untersuchten Verbindungen findet man in identischer Weise in der zwei Jahre zuvor erschienen Dissertation. Siehe auch Fragmente 101_01 und 101_08.

Fischer S101.png














Die REM-Aufnahmen auf Seite 131 wurden vollständig aus der Quelle Leipner 2002 übernommen. Dabei wurde die Reihenfolge verändert und die Bildunterschriften variiert.

Fischer S131.png









Weitere AnmerkungenBearbeiten

Die letzte Seite der untersuchten Arbeit enthält folgende Erklärung (wörtliches Zitat):

"Hiermit versichere ich, dass ich die vorliegende Arbeit ohne unzulässige Hilfe Dritter und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt habe; die aus fremden Quellen direkt oder indirekt übernommenen Gedanken sind als solche kenntlich gemacht. Die Arbeit wurde weder im Inland noch im Ausland in gleicher oder ähnlicher Form einer Prüfungsbehörde vorgelegt."


Weitere Links:

  • Habilitationsordnung der TU Freiberg [1]
  • Richtlinie zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis und zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg [2]

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