Fandom

VroniPlag Wiki

Analyse:Sl/Befunde

31.358Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

BefundeBearbeiten

  • In der Dissertation finden sich zahlreiche strukturelle, sinngemäße und wörtliche Textübereinstimmungen mit anderen Quellen früheren Publikationssdatums, die ohne genaue Kenntnis dieser Quelleninhalte nicht oder nur unvollständig als solche erkennbar sind.
  • Bereits vor Erstellung dieser (rezensierenden) Dokumentation ist die Dissertation universitär auf einen Plagiatsverdacht hin untersucht worden, woraufhin laut Stuttgarter Zeitung kein wissenschaftliches Fehlverhalten von Universitätsseite her festgestellt wurde. Näheres zum Universitätsverfahren siehe unten.

Fundstellen nach KapitelnBearbeiten

/*TODO: Kapitelübersicht mit Plagiatsseiten */

Herausragende FundstellenBearbeiten

  • Folgende Textfragmente erstrecken sich jeweils über die komplette Seite, wobei der Text im Vergleich zur Vorlage verändert ist: Fragment 133 01, Fragment 144 01, Fragment 145 01.
  • Fragment 059 12 (fortgesetzt in Fragment 060 01): Eine umfangreiche Textwiedergabe, wobei auf die Quelle (in diesem Fall die Frankfurter Allgemeine Zeitung) im Zusammenhang zwar verwiesen wird, daraus jedoch der Textumfang und der wörtliche Übernahmecharakter nicht hervorgehen (sog. "Bauernopfer" – Anführungszeichen, Einrückungen, Kursivsetzungen o.ä. zur Kenntlichmachung fehlen).

Herausragende QuellenBearbeiten

  • Dronnikov 2005:
    • Ähnlichkeiten innerhalb der Inhaltsverzeichnisse beider Werke deuten bereits auf eine ähnliche Textorganisation hin, siehe dazu auch Fragment 141 01.
      Ferner kündigt der Verfasser die Übernahmen aus der Quelle in Endnote 201 gewissermaßen an, wo es heißt:
      "Soweit in deutsch- oder englischsprachigen Publikationen keine aktuelleren Daten vorlagen, sind nachfolgende russische Publikationen in Abschnitt 4.2 bis 4.4 zitiert auf Basis der Ausarbeitungen von Dronnikov, D.: Der russische Erdgasmarkt zwischen Monopol und Liberalisierung, http://deposit.ddb.de/cgibin/dokserv?idn=976548615dokserv?idn=976548615".
      Die Übereinstimmungen gehen jedoch deutlich über das Gesagte hinaus: Strukturell, sinngemäß und teils wörtlich ist die Vorlage nicht nur in den besagten Teilen ausgiebig verwertet: Übereinstimmungen gibt es bereits auf der Vorseite (vor derjenigen mit der Endnote 201), und zwei betroffene Seiten liegen außerhalb der genannten Unterkapitel. Zudem sind die gemeinsamen Inhalte bei Weitem nicht nur russischen Primärquellen zuordbar. Welche Daten und Aussagen tatsächlich von Dronnikov bzw. originär aus Publikationen in russischer Sprache stammen und welche nicht, bleibt häufig unklar, denn wörtliche Übereinstimmungen mit der Arbeit von Dronnikov sind nicht durch Anführungszeichen, Einrückung, Kursivsetzung, indirekte Rede o.ä. als solche ausgewiesen,  und auch bei sinngemäßen Parallelen fehlen bis auf wenige Ausnahmen Einzelverweise auf Dronnikov. Nur vereinzelt weisen Endnoten in inadäquater Form (u.a. mit "Vgl. dazu auch") auf diese Quelle hin: Diese Verweise finden sich in den Endnoten 201, 220, 228 bzw. Fragment 115 20, Fragment 124 16, Fragment 129 01.
    • Zahlenangaben weichen bei S. L. häufig leicht von denen in der Vorlage ab: Z.B. sind sie gerundet oder aktualisiert, oder sie fließen in modifizierter Weise ein, z.B. in Form eines Quotienten der zugrunde liegenden Zahlenwerte. Der Sinn darin erscheint manchmal fragwürdig – vor allem, wenn sich bei abweichenden Angaben kein Bezug zu konkreten Jahreszahlen oder bestimmten und ggf. abweichenden Quellen erschließt und sich andere Textinhalte in der Umgebung im Gegensatz zu diesen Daten wortgetreu wiederfinden. Nicht selten sind die Jahreszahlen nur bei Dronnikov zu finden oder es findet sich eine unpräzise Angabe wie "derzeit" anstelle des bei Dronnikov genannten Erhebungszeitpunkts.
    • Häufig sind die Inhalte aus der Vorlage auch nahezu vollständig in eigenen Worten wiedergegeben und dabei stark zusammengefasst, ohne diese wesentlich zu ergänzen. Gelegentlich vermischen sich übereinstimmende Inhalte mit Ergänzungen.
      Textfragmente, die nur im geringen Maße der Vorlage folgen oder bei denen die Verwendung der Vorlage fraglich erscheint, sind in der Dokumentation als „KeineWertung“ kategorisiert.
    • Die dokumentierten Übereinstimmungen starten mit Fragment 114 01. Die Anlehnung an die Vorlage äußert sich auch im Nichtaufgreifen kontextrelevanter Inhalte:
      So heißt es in der Vorlage: „Letzteres [Erdölgas] [...] wird jedoch in dieser Arbeit nicht weiter behandelt“ bzw. „Da in dieser Arbeit ausschließlich der Erdgasmarkt analysiert wird, wird Erdölgas nicht weiter betrachtet.“
      Bei S. L. heißt es stattdessen: „Erdölgas soll bei der nachstehenden Betrachtung außen vor bleiben.“
      Während dies in der Vorlage verständlich erscheint (Thema ist der „russische Erdgasmarkt“ – eine zusätzliche Rechtfertigung ist unter Verweis auf Fußnote 19 genannt), bleibt S. L. in seiner thematisch weiter gefassten, späteren und weiter in die Zukunft gerichteten Dissertation zumindest an dieser Stelle die Erklärung  schuldig (Thema ist die „Energiepolitik in der EU und Russland“). Im Einführungskapitel führt er dazu an:
      "Daneben sind Erdgasvorkommen deutlich stärker konzentriert als selbst Ölvorkommen. Daher wird die Fragestellung der Arbeit unter besonderer Berücksichtigung des Energieträgers Erdgas diskutiert, die angerissenen Problemfelder sind in diesem Wirtschaftssektor am klarsten erkenn- und beschreibbar."
      Auf Seite 119 verweist S. L. hingegen durchaus auf die (in der Arbeit kaum aufgegriffene) zunehmende Exportbedeutung des Energieträgers "Öl" in Russland: "Lagen die Erträge aus Ölexporten bei Putins Amtsübernahme bei rund 14 Milliarden US-Dollar, so standen sie im Jahr 2005 bereits bei 140 Milliarden." (Veröffentlichungsjahr der Arbeit von S. L. ist 2010).
  • Pröfrock 2007
  • LFB 2004
    • Längerere Ausführungen zur "Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl" finden sich zusammenhängend auf einer archivierten Internetseite wieder, deren Herausgeber laut Website die "Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen" (BW) ist. Der Text ist im Internetarchiv archive.org. noch zugänglich [1]. (Der Text ist bis ins Jahr 2004 zurückverfolgbar. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass bei der Texterstellung andere Quellen verwendet wurden.)

Andere BeobachtungenBearbeiten

  • Trotz obiger Befunde werden wörtliche Zitate oft auch adäquat in An- und Abführungszeichen gesetzt: So wird auf S. 207 beispielsweise die Quelle Gaul 2006 korrekt in Anführungszeichen zitiert, während z.B. bei anderen Textübereinstimmungen mit der Quelle auf den Seiten 204 und 205 Anführungszeichen und eine Quellenangabe fehlen. Die Arbeitsweise des Verfassers ist diesbezüglich nicht konsistent.
  • Allgemein finden sich häufig Gemeinsamkeiten mit Internettexten, von denen sich die Dissertation manchmal in höherem Grad entfernt (siehe z.B. Fragmente der Quelle Zusammenfassungen der EU-Gesetzgebung 2005) und manchmal kaum (siehe z.B. Fragmente der Quelle LFB_2004 ).
  • Ein anderes Beispiel für inhaltliche Gemeinsamkeiten mit jeodch stark abweichenden Formulierungen gibt auch die Quelle Greenspan 2007.
  • Von Fußnoten wird kein Gebrauch gemacht. Stattdessen gibt es 364 Endnoten. Meistens enthalten die Quellenangaben keine Seitenzahlen.

StatistikBearbeiten

  • Es sind bislang 7 gesichtete Fragmente dokumentiert, die als Plagiat eingestuft wurden. Bei 5 von diesen handelt es sich um Übernahmen ohne Verweis auf die Quelle („Verschleierungen“ oder „Komplettplagiate“). Bei 2 Fragmenten ist die Quelle zwar angegeben, die Übernahme jedoch nicht ausreichend gekennzeichnet („Bauernopfer“).
  • Die untersuchte Arbeit hat 211 Seiten im Hauptteil.
    Die 211 Seiten lassen sich bezüglich des Textanteils, der als Plagiat eingestuft ist, wie folgt einordnen:
Plagiatsanteil Anzahl Seiten
keine Plagiate dokumentiert 211
0%-50% Plagiatsanteil 0
50%-75% Plagiatsanteil 0
75%-100% Plagiatsanteil 0
Ausgehend von dieser Aufstellung lässt sich abschätzen, wieviel Text der untersuchten Arbeit gegenwärtig als plagiiert dokumentiert ist: es sind, konservativ geschätzt, rund 0% des Textes im Hauptteil der Arbeit.


Universitäres Verfahren und Universitätsbefunde (Pressemeldungen, absteigend chronologisch)Bearbeiten

  • „Der Titel werde ihm „nicht aberkannt, da bei einer Gesamtbewertung der Arbeit die Grenzen des wissenschaftlichen Fehlverhaltens nicht überschritten wurden“, sagte eine Universitätssprecherin der Stuttgarter Zeitung. [...] Diese [die Prüfung] zog sich auch deshalb so lange hin, weil an der Universität Duisburg-Essen wegen interner Differenzen der Bearbeiter wechselte. Schon im vorigen Jahr hatte der neue Prüfer gesagt, man habe es eher mit handwerklichen Fehlern zu tun, der Titel sei nicht gefährdet.“ (Stuttgarter Zeitung, 13.11.2013, [2]).
  • "In der Vergangenheit wurde die Untersuchung, wie StZ-Recherchen ergaben, offenbar nicht gerade mit Nachdruck geführt; Grund waren auch hochschulinterne Differenzen. Erst seit im Frühjahr ein neuer Beauftragter den Fall übernahm, geht es voran. [...] man habe es eher mit handwerklichen Fehlern zu tun, so die vorläufige Einschätzung, der Doktortitel sei wohl nicht gefährdet." (Andreas Müller, Stuttgarter Zeitung, 12.06.2012, [3]).
  • "Ein politischer Weggefährte Pröfrocks, [...], steht ebenfalls unter dem Verdacht, bei seiner Doktorarbeit abgeschrieben zu haben. Diesen "anonym eingegangenen Vorwurf" prüft gegenwärtig die Universität Duisburg-Essen, wie eine Unisprecherin auf StZ-Anfrage mitteilte. Da es sich um einen "schwebenden Prozess" handele, könne man noch keine näheren Angaben machen." (Andreas Müller, Stuttgarter Zeitung, 17.07.2011, [4]).

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki