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Analyse:Sl/Fragment 059 12

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 12-33
Quelle: FAZ 2009
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Schon im Juli 2009 unterschreiben jedoch die Türkei und vier EU-Mitgliedsstaaten, die vom Nabucco-Bau betroffen wären, ein Abkommen. Der Vertrag schafft die rechtlichen und regulatorischen Voraussetzungen, damit die Pipeline über die Grenzen der fünf beteiligten Staaten hinweg gebaut werden kann. Es werden keine festen Endpunkte für die Leitung vorgegeben, sondern vier Optionen an den südlichen und östlichen Landesgrenzen der Türkei, um Zuleitungen aus vielen Fördergebieten zu ermöglichen. Danach wären Verbindungen nach Georgien, Syrien, in den Irak und nach Iran möglich98.

Der türkische Ministerpräsident Erdogan bezeichnete die Einigung als „historischen Moment für die Energiesicherheit in Europa.“ Das Projekt sei wichtig für Freundschaft und Frieden, es zeige, dass die Türkei schon wegen der Energieversorgung ein Mitglied in der EU sein sollte. Ob diese Vereinbarung mit Zugeständnissen zu den Beitrittsverhandlungen auf EU-Seite verbunden waren, bleibt unklar. Die türkische Regierung hatte zudem im Vorfeld der Vertragsunterzeichnung gefordert, dass 15 Prozent des durch Nabucco fließenden Gases für ihren heimischen Verbrauch zur Verfügung stehen.99 Das Land bezieht den Großteil seiner Gasversorgung ebenfalls aus Russland. Im Abkommen wurde nun festgelegt, dass die Pipeline so gebaut wird, dass sie auch Gas von West nach Ost liefern kann. Damit soll die Türkei in die Lage versetzt werden, über das europäische Leitungssystem Gas aus der Nordsee, Norwegen, Libyen oder Algerien zu beziehen, falls die Lieferung russischen Gases ausfallen sollte.

Schwieriger ist nach wie vor die Befüllung der Pipeline mit den notwendigen Gasmengen. Zum Betrieb von Nabucco ist ein Mindestvolumen von acht Milliarden Kubikmetern Gas [im Jahr nötig.]


98 Busse, N.: Nabucco soll Europas Gasversorgung sichern, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.07.2009.

99 Ebenda.

13.07.2009 • Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und die Türkei haben in Ankara eine Vereinbarung über den Bau der Gaspipeline „Nabucco“ unterzeichnet. „Nabucco“ soll unter Umgehung Russlands Gas aus dem kaspischen Raum nach Europa leiten.

[...]

In Ankara wurde am Vormittag ein Regierungsabkommen zwischen der Türkei und vier EU-Staaten unterschrieben, das die rechtlichen Grundlagen für den Bau der Nabucco-Pipeline schafft.

[...]

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete die Einigung als historischen Moment für die Energiesicherheit in Europa. Das Projekt sei wichtig für Freundschaft und Frieden, fuhr Erdogan fort; es zeige, dass die Türkei schon wegen der Energieversorgung ein Mitglied in der EU sein sollte.

[...]

Das Abkommen schafft die rechtlichen und regulatorischen Voraussetzungen, damit die Pipeline über die Grenzen der fünf beteiligten Staaten hinweg gebaut werden kann. Es werden keine festen Endpunkte für die Leitung vorgegeben, sondern vier Optionen an den südlichen und östlichen Landesgrenzen der Türkei, um Zuleitungen aus vielen Fördergebieten zu ermöglichen. Danach wären Verbindungen nach Georgien, Syrien, in den Irak und nach Iran möglich.

[...]

Zum Betrieb von Nabucco ist ein Mindestvolumen von acht Milliarden Kubikmetern Gas im Jahr nötig. Aus der Kommission heißt es, diese Menge könne aus dem Feld Shah Deniz II in Aserbaidschan gewonnen werden und dann durch eine bereits existierende Leitung über Georgien in die Türkei geleitet werden.

[...]

Aus der Kommission hieß es, zwei der am Nabucco-Konsortium beteiligten europäischen Firmen bemühten sich auch um die Erschließung von Gasquellen im Nordirak, die genau die Anfangskapazität von acht Milliarden Kubikmetern erbringen würden.

[...]

Die türkische Regierung will auch, dass 15 Prozent des durch Nabucco fließenden Gases für ihren heimischen Verbrauch zur Verfügung stehen. Das Land bezieht den Großteil ihrer Gasversorgung ebenfalls aus Russland. Im Abkommen wurde nun festgelegt, dass die Pipeline so gebaut wird, dass sie auch Gas von West nach Ost liefern kann. Damit soll die Türkei in die Lage versetzt werden, über das europäische Leitungssystem Gas aus der Nordsee, Norwegen, Libyen oder Algerien zu beziehen, falls die Lieferung russischen Gases einmal ausfallen sollte.

[...]

Die Frage der Befüllung von Nabucco gilt als zentral für die Wirtschaftlichkeit der Pipeline.

Anmerkungen

Die Quelle ist zweifach durch Endnoten genannt. Der Umfang der Übernahme sowie der wörtliche Übernahmecharakter gehen daraus jedoch nicht hervor.

Sichter
Guckar

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