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Analyse:Sl/Fragment 111 23

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 111, Zeilen: 23-32
Quelle: Greenspan 2007
Seite(n): 368, 369, Zeilen: 0
Daher ist es kaum verwunderlich, dass alle Umfragen dem ehemaligen Präsidenten Putin eine hohe Beliebtheit bescheinigten, während die Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit unter Präsident Jelzin meist negativ beurteilt wird. Eine Umfrage aus dem Jahr 2006196 ergab denn auch, dass über 50 Prozent der Russen materiellen Wohlstand und ökonomische Sicherheit über Freiheit und Menschenrechte stellen. Der frühere Generalsekretär der KPdSU, Gorbatschow, schreibt dazu: „Die Volkswirtschaften der größten westlichen Industrienationen benötigten viele Jahrzehnte und Jahrhunderte für ihre Entwicklung und Reifung. In Russland liegt der totalitäre Staat mit seiner zentralen Planwirtschaft weniger als zwanzig Jahre zurück, und die Reformen benötigen noch [sic!] ein bisschen mehr Zeit, sogar für uns.“197

196 Zitiert in: Greenspan, A.: Mein Leben für die Wirtschaft – die Autobiographie; Campus, Frankfurt/Main, 2007, S.368.

197 Gorbatschow, M.: Rosneft will reinforce Russian Reform, in: Financial Times, 12. Juli 2006.

[S. 368]

Putin und seine Politik erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Kritik aus dem russi-schen Volk gibt es kaum; das Chaos von Jelzins Demokratie, vor allem die politischen Fehler, die die Ersparnisse der Menschen auffraßen, hat tiefe Enttäuschung zurückgelassen. Eine Umfrage aus dem Jahr 2006 ergab, dass fast die Hälfte der Russen materiellen Wohlstand über Freiheit und Menschenrechte stellt. Demokratie und Redefreiheit genießen keinen besonderen Stellenwert. Vor die Wahl gestellt, ob sie lieber mit

[S. 369]

den demokratischen Freiheiten und der wirtschaftlichen Unsicherheit der Jelzin-Ära oder unter der beginnenden wirtschaftlichen Stabilität und der autoritären Regierung von Putin leben würden, ziehen die meisten Russen Putin vor.Das ist zwar traurig, aber kaum überraschend. Vielleicht waren wir im Westen zu naiv, als wir einen radikalen Wandel bei Menschen erwarteten, die mehr als siebzig Jahre lang durch den Kommunismus indoktriniert wurden. Wie Gorbatschow am 12. Juli 2006 in der Financial Times schrieb: »Die Volkswirtschaften der größten westlichen Industrienationen benötigten viele Jahrzehnte und Jahrhunderte für ihre Entwicklung und Reifung. In Russland liegt der totalitäre Staat mit seiner zentralen Planwirtschaft weniger als zwanzig Jahre zurück, und die Reformen benötigen ein bisschen mehr Zeit, sogar für uns.«


[Bibliografie, S. 554]

Gorbachev, Mikhail: Rosneft Will Reinforce Russian Reform, in: Financial Times, 12. Juli 2006.

Anmerkungen

S. L. gibt zwar Greenspan als (Fremd-)Quelle für ein Umfrageergebnis an, stellt aber nicht klar, wie sehr er der Quelle im umgebenden Text gedanklich und teilweise auch wörtlich folgt. Das Gorbatshow-Zitat findet sich dort in wortgleicher Übersetzung.

Den Gutachtern hätte auffallen können, dass ein Beleg eines wörtlichen Gorbatschow-Zitats in deutscher Übersetzung mit einer englischsprachigen Quelle ohne Hinweis auf den Übersetzer höchst ungewöhlich ist.

Direkt im Anschluss (Folgeseite in der Dissertation) gibt es weitere Gemeinsamkeiten mit dem Inhalt der deutschen Übersetzung der Autobiographie von Greenspan. Siehe Sl/Fragment 112 01 und Folgefragmente.

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