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Analyse:Sl/Fragment 112 22

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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 22-32
Quelle: Greenspan 2007
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Ähnlich wie in den Förderländern des Nahen Ostens bedeutet die holländische Krankheit mittelfristig nicht unbedingt ein großes Problem für Volkswirtschaften, solange sie ein kontinuierliches Wachstum des Pro-Kopf-Einkommens aus Energieexporten sicherstellen können. Sowohl die Preise als auch die Produktionsmengen haben jedoch wirtschaftlich und technologisch bedingte Grenzen, die ab einem gewissen Zeitpunkt zu Stagnation oder rückläufiger Wirtschaftsentwicklung führen können. Um dem entgegenzuwirken, ist es notwendig, die Mittel aus den Energieexporten, die im Staatshaushalt und im Stabilitätsfonds angesammelt werden, in zukunftsträchtige Technologien zu investieren, ggf. Beteiligungen an ausländischen Technologieunternehmen zu kaufen, die auch nach einem möglichen Rückgang der Energieexporterträge für einen kontinuierlichen Zuwachs an Mittelzuflüssen nach Russland sorgen können – die Debatte um eine mögliche russische Beteiligung an deutschen [Telekommunikationsunternehmen oder Flugzeugherstellern in Europa ist vor diesem Hintergrund einzuordnen.] [Seite 371]

Aber warum sollte sich Russland Sorgen machen, wenn es doch dank Öl und Erdgas eine funktionierende Volks-wirtschaft hat? Einige der Exporteinkünfte werden zum Import hoch-preisiger Konsumgüter aus dem Rest der Welt eingesetzt. Ist es wirklich wichtig, ob diese Güter im Ausland oder im eigenen Land hergestellt

[Seite 372]

werden? Es würde in der Tat keine Rolle spielen, wenn der durch Öl und Erdgas bedingte Wertzuwachs auch künftig zunehmen würde, etwa aufgrund einer steigenden Fördermenge und/oder steigender Preise. Doch gibt es für die Öl- und Erdgas-Ertragsmenge eine natürliche Obergrenze und die Preise können nicht nur steigen, sondern auch sinken. Die Öl- und vor allem die Erdgasvorräte gehen so schnell zur Neige, dass permanent neue Bohrungen erforderlich sind, um die Produktion konstant zu halten, von einer Steigerung ganz zu schweigen. Ohne kontinuierliche Preiserhöhungen stagniert bei gleichbleibender Fördermenge die Wertschöpfung pro Arbeitskraft. Die Investitionen in die Erschließung und Förderung sind in den letzten Jahren zurückgegangen. Wenn die Bevölkerungszahlen weiter rückläufig sind, könnte der Lebensstandard stagnieren. Um diesem Risiko zu begegnen, nutzt die russische Regierung Teile der Erträge aus dem Öl- und Erdgasgeschäft zum Erwerb von Werten, die nichts mit der Energiewirtschaft zu tun haben. Die Liste ist lang: Stahl, Aluminium, Mangan, Titan, Tanker und Flugzeuge. Dabei handelt es sich jedoch vor allem um Technologien aus dem vorigen Jahrhundert und eher um »Nationalheiligtümer« als um gewinnbringende Unternehmungen. Technologisch ist Russland noch weit vom 21. Jahr-hundert entfernt, auch wenn Präsident Putin und seine Ratgeber 2005 ehrgeizige Pläne für (natürlich staatlich kontrollierte) Sondertechnologiezonen ankündigten.

Anmerkungen

Nahtlose Anknüpfung an Fragment 112 10. Inhaltliche Gemeinsamkeiten mit der o.g. sind nicht zu übersehen und ein angemsessener Hinweis darauf wäre angebracht gewesen.

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