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Analyse:Sl/Fragment 126 01

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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 1-12
Quelle: Dronnikov 2005
Seite(n): 48, 49, 52, Zeilen: 0
Während die Käufer das Volumenrisiko durch Take-or-Pay-Klauseln auf sich nehmen, verbleibt ein Großteil des Preisrisikos beim Produzenten.

Bemerkenswert ist dabei, dass erst kürzlich – im wesentlichen getrieben durch die neue europäische Rechtslage – sogenannte „destination clauses“ aufgehoben wurden, im wesentlichen im Zuge regulär anstehender Vertragswiederverhandlungen zwischen Gazprom und deren europäischen Kunden (so im Jahr 2002 mit Gaz de France und der polnischen PGNiG, in 2003 mit der italienischen ENI, in 2004 mit der deutschen Ruhrgas und der österreichischen OMV). „Destination clauses“ verbieten den Kunden, ihre Gasmengen beliebig weiterzuverwenden, vielmehr verpflichten sie sie zu einer Vermarktung innerhalb eines bestimmten Landes oder einer Region. Gazprom will damit verhindern, dass die Kunden durch Weiterleitung des Gases Unternehmen Konkurrenz machen, die ebenfalls Gas von Gazprom beziehen.

[S. 48, Z. 15-18]

Der größte Teil des Mengenrisikos wird vom Abnehmer getragen. Während der Gaskäufer die Nachfrage auf einem bestimmten Niveau halten muss, ist der Gasanbieter demgegenüber verpflichtet, den Abnehmern ausreichende Gasmengen bereitzustellen.

[S. 49, Z. 11-17]

Der Artikel 81 des europäischen Kartellrechts sieht eine vollständige Aufhebung des vor der Liberalisierung bestehenden Reexportverbots (sog. Gebietsschutzklauseln) und der Demarkationsabreden bei langfristigen Verträgen vor.94

Im Jahr 2002 hat Gazprom neue langfristige Verträge mit Gaz de France und dem polnischem Gasversorger PGNiG gemäß der Regelung des Artikels 81 ohne Reexportverbote abgeschlossen. Darüber hinaus wurde im Jahr 2003 das Reexportverbot im laufenden Vertrag mit der italienischen ENI aufgehoben.

[S. 52, Z. 18-19]

Es wird deutlich, dass Gazprom verstärkt an Direktabsatz ohne Einschalten von Zwischenhändlern interessiert ist,


94 Vgl. Baur, lF. (2001), S. 18ff.

Anmerkungen

Die inhaltlichen Ähnlichkeiten legen eine Anlehung an die Quelle nahe. Sinngemäß finden sich viele Aussagen auch an in anderen Textstellen innerhalb der Quelle. Der Begriff „Destination clauses“ findet sich auch im Einführungskapitel bei Dronnikov.

(Man beachte im Zusammenhang auch den in Endnote 201 erfolgten Hinweis: „Soweit in deutsch- oder englischsprachigen Publikationen keine aktuelleren Daten vorlagen, sind nachfolgende russische Publikationen in Abschnitt 4.2 bis 4.4 zitiert auf Basis der Ausarbeitungen von Dronnikov, D.“)

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