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Analyse:Sl/Fragment 126 15

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 15-32
Quelle: Dronnikov 2005
Seite(n): 45, 56, 57, 58, Zeilen: 0
Von geringerer ökonomischer, jedoch hoher politischer Relevanz sind die Exporte in die GUS-Staaten. Vertragsbeziehungen sind nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang der Neunzigerjahre entstanden. Zuvor war Gazprom und die Vorgängerinstitution, das Ministerium für Erdgaswirtschaft, im Besitz der Versorgungsinfrastruktur auch in den GUS-Staaten. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat Gazprom also plötzlich nicht nur eine signifikante Kundenzahl verloren, sondern auch die Kontrolle über die Transitinfrastruktur nach Ost- und Westeuropa sowie die Gasvorkommen in Zentralasien. Bis heute sind die Geschäfte mit den GUS-Staaten für russische Exporteure unsicherer und weniger profitabel.

Die Zahlungsmoral für Gaslieferungen lässt – teils aus ökonomischen, teils aus politischen Gründen – nach wie vor zu wünschen übrig, bis Anfang der 2000er-Jahre wurden als Gegenleistungen für Gaslieferungen gar Tauschgeschäfte vorgenommen (sog. Bartergeschäfte). Anders als bei den Exporten nach Europa dominieren bei der Versorgung der GUS-Staaten einjährige Verträge zu Festpreisen. Diese werden in einigen Fällen zwischen den Regierungen abgeschlossen, nicht zwischen Energieunternehmen. Schon deshalb ist die Preisgestaltung häufig stärker politisch geprägt als an den aktuellen Marktpreisen orientiert. Einer Publikation von Gazprom aus dem Jahre 2003 läßt sich beispielsweise entnehmen, dass Moldawien im Jahr 2002 einen Gaspreis von 80 US-Dollar pro 1000 m3 bezahlt hat, während im gleichen Zeitraum der Preis für Weißrussland bei nur 30 US-Dollar lag222.


222 Gazprom: Spravka po voporosam eksportnyh postavok OAO Gazprom; www.gazprom.ru, 2003.

[S. 56, Z. 31-37]

Der Gasmarkt der GUS-Staaten ist nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 entstanden. Vor 1991 befand sich das gesamte sowjetische Erdgasversorgungsystem vollständig im Eigentum des Staatkonzerns Gazprom.105 Mit dem Zerfall der Sowjetunion ergaben sich für Gazprom neue Eigentumsverhältnisse, weil die neuen Staaten der GUS Vermögensanteile von Gazprom auf ihrem Territorium als ihr Eigentum erklärten. Neben dem Kontrollverlust über lukrative Erdgasfördergebiete in Zentralasien erfolgte auch der Kontrollverlust über den Gastransit nach Ost- und Westeuropa durch Weißrussland, Moldawien und durch die Ukraine. 106

[S. 57, Z. 5-11]

Derzeit zeichnet sich der GUS-Gasabsatzmarkt immer noch durch eine Reihe von Faktoren aus, die ein lukratives Gasgeschäft für die russischen Gasexporte in den neunziger Jahren verhindert haben und immer noch für den Gashandel mit GUS-Staaten entscheidend sind. Dazu gehören vor allem die Zahlungsausfalle und Bartergeschäfte. Aufgrund der Transformationsprozesse nach Auflösung der Sowjetunion gerieten viele Unternehmen in den ehemaligen sowjetischen Republiken in den neunziger Jahren in wirtschaftliche Schwierigkeiten, die insbesondere auch für die Gaslieferanten häufige Zahlungsausfälle zur Folge hatten.

[S. 45, Z. 8-14]

Zwischen dem europäischen und GUS-Absatzmarkt bestehen deutliche institutionelle und wirtschaftliche Unterschiede. Der russische Gasexport nach Europa basiert im Wesentlichen auf langfristigen Verträgen. [...] Der GUS-Absatzmarkt ist aufgrund der volkswirtschaftlichen Transformationsprozesse in diesen Ländern durch eine wesentlich geringere Liquidität und überwiegend einjährige Verträge geprägt.


[S. 58, Z. 5-13]

Die Verträge von Gazprom basieren in der Regel auf bilateralen Staatsabkommen zwischen der russischen Regierung und den Regierungen der jeweiligen Länder. Die Preise sind in der Regel Festvertragspreise und zum Großteil nicht nur durch die Kosten, sondern durch die politischen Beziehungen zwischen den jeweiligen Ländern bedingt. Beispielsweise bezog Moldawien von Gazprom 2,1 Mrd. m3 Erdgas im Jahr 2002 und zahlte einen Gaspreis von 80 US-$/Tsd. m3, gemäß dem bilateralen Staatsabkommen von 29.11.2001. Demgegenüber bezog Weißrussland von Gazprom 10,2 Mrd. m3 im Jahr 2002 zum Gaspreis von 30 US-$/Tsd. m3, gemäß dem Staatsabkommen von 12.04.2002, der den regulierten russischen Großhandelspreisen in der Region West entspricht. 109

[S. 58, Z. 26-30]

Die aufgeführten unterschiedlichen Lieferbeziehungen zwischen Gazprom und den Transitländern verdeutlichen, dass Gazprom auf die Transitkapazität dieser Länder angewiesen ist. Unabhängig von ökonomischen Anreizen, das Erdgas in diesen Ländern abzusetzen, ist Gazprom gezwungen, diese Länder mit Erdgas zu versorgen, um die politischen Risiken der Erdgasversorgung der europäischen Länder auszuschließen.



105 Zur Restrukturierung und Privatisierung von Gazprom siehe Abschnitt 4.2.

106 Vgl. PetroStudies Co. (1998), S.2lff.

109 Gazprom (2003e).


[Aus Literaturverzeichnis]

Gazprom (2003e): Spravka. Postavki gasa na vnutrennij rynok Rossii i v gosudarstva SNG i Baltii, in http://www.gazprom.ru/artivles/article5356.shtml vom 03.08.2003.

Gazprom (2003ef): Spravka po voporosam eksportnyh postavok OAO Gazprom in: http://www.gazprom.ru/artivles/article5354.shtml vom 20.08.2003.

Anmerkungen

Der Verfasser lässt weitgehend im Unklaren, woher er seine Informationen bezieht und vermeidet konsequent weiterhin die Einbindung wörtlicher Zitate. Inhaltlich liegt er weiterhin sehr nahe an der Vorlage. Für die an Gazprom gezahlten Preise von Moldavien und der Ukraine wird eine andere russische (!) Quelle als in der Vorlage referenziert. Diese Quellenangabe befindet sich im Literaturverzeichnis der Vorlage direkt darunter – ein Übertragungsfehler liegt nahe.

Dazu beachte man auch den in Endnote 201 erfolgten Hinweis: „Soweit in deutsch- oder englischsprachigen Publikationen keine aktuelleren Daten vorlagen, sind nachfolgende russische Publikationen in Abschnitt 4.2 bis 4.4 zitiert auf Basis der Ausarbeitungen von Dronnikov, D.“

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