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Analyse:Sl/Fragment 133 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 133, Zeilen: 1-31
Quelle: Dronnikov 2005
Seite(n): 102, 103, 104, Zeilen: 0
4.3.2 Transport und Speicherung

Der im Jahr 1989 gegründete Staatskonzern Gazprom übernahm als Rechtsnachfolger des Ministeriums für Erdgaswirtschaft die gesamte russische Gasinfrastruktur. Dazu gehörten neben den Förderanlagen auch das UGS, also die Ferngasleitungen und Speicheranlagen. Per Erlass des Präsidenten vom November 1992229 wurde die Privatisierung von Gazprom und die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft verfügt. Der Erlass sah auch vor, dass die Tochtergesellschaften, in denen das Infrastruktursystem gebündelt waren, auf Gazprom übergingen. Vor der Entscheidung über die Privatisierung erließ Präsident Jelzin im Juni 1992 eine erste Verfügung mit dem Ziel, eine Zerschlagung des UGS zu verhindern230 und unterstellte die Anlagen dem „Komitee für die Verwaltung von Staatseigentum“. Dies wurde jedoch mit dem Erlass im November zurückgenommen. Gazprom ist heute als alleiniger Eigentümer des UGS zuständig für das gesamte Ferngasnetz und für die Speicheranlagen. Abgesehen von den isolierten regionalen Transportsystemen hält Gazprom die Monopolstellung im Ferngastransport und in der Erdgasspeicherung. Auch die Organisationsstruktur innerhalb Gazproms hat sich mehrfach – häufig durch neue Vorgaben aus der Präsidialverwaltung – verändert. Organisiert sind die Aktivitäten in derzeit 19 Tochtergesellschaften. Die früheren Regionalgesellschaften von Gazprom wurden im Jahr 1997 in reine Ferngastransportgesellschaften umgewandelt231. Die seit 1997 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen zielen überwiegend auf eine Offenlegung der Kostenstrukturen innerhalb von Gazprom ab, um eine effiziente Geschäftsführung innerhalb des Konzerns und eine Grundlage für eine effiziente Preisregulierung durch die Föderale Energiekommission zu ermöglichen. Im Jahr 2004 wurden alle Verteilungsnetze, die den Ferngastransportgesellschaften gehörten, in die neu gegründete Tochtergesellschaft Mezhregiongas-Holding integriert, gefolgt von einer Auslagerung der Speichergesellschaften in die Zwischenholding Podzemgas im Jahr 2005. Trotz dieser Aktivitäten sind wegen kalkulatorischer interner Verrechnungspreise keine Aussagen über die tatsächliche Kostenstruktur des Gastransports möglich. Sowohl Durchleitungstarife als auch interne Verrechnungspreise reichen nach Angaben von Gazprom für einen kostendeckenden Betrieb der Anlagen nicht aus. Diese Einschätzung teilt die IEA232. Transportleistungen für Dritte durchzuführen, liegt somit nicht im wirtschaftlichen Interesse Gazproms, im Gegenteil: es verstärkt die Anreize zur Diskriminierung anderer Marktteilnehmer.


229 Präsidialerlass Nr. 1333, Moskau, November 1992.

230 Präsidialerlass Nr. 538, Punkt 1, Moskau, Juni 1992.

231 Präsidialerlass Nr. 426, Moskau, April1997

232 IEA: Russia Energy Survey, 2002, OECD/IEA, Paris.

[102, Z. 28]

4.2 Ferngastransport und Speicherung

[103, Z. 1-16]

Der im Jahr 1989 gegründete Staatskonzern Gazprom übernahm als Rechtsnachfolger des Staatsministeriums für Erdgaswirtschaft die gesamte russische Gasinfrastruktur (EGS). Hierin enthalten waren sowohl Förderanlagen, Ferngastransportleitungen als auch Verarbeitungs- und Speicheranlagen. Ausgenommen von der Übernahme war nur die Gasinfrastruktur in den Gebieten des Fernen Ostens und Ostsibiriens, da diese keine Verbindung an das EGS hatte. Der im Juni 1992 veröffentlichte Präsidialerlass Nr. 538 zielte darauf ab, eine Zerschlagung des EGS (Einheitlichen Systems der Gasversorgung) per Gesetz zu verhindern. Gemäß Punkt 1 des Erlasses Nr. 538 wurde das Einheitliche System der Gasversorgung als Staatseigentum bezeichnet. Für die Übergangsphase der Privatisierung des Staatskonzerns Gazprom im Jahr 1992 wurde das EGS dem Staatskomitee für die Verwaltung von Staatseigentum zugeteilt. Die daraufhin erfolgte Privatisierung der Gasindustrie geschah zeitgleich mit Inkrafttreten des Präsidialerlasses Nr. 1333 im November 1992. Der Erlass sah die Umwandlung von Gazprom in eine Aktiengesellschaft vor. Per Erlass wurde das gesamte Aktienkapital aller EGS-Unternehmen auf Gazprom übertragen. Gazprom übernahm dadurch die vollständige Kontrolle über das Ferngasnetz und alle angeschlossenen Produktions- und Speicheranlagen mit dem gesamten Dispatch-System (ZPDU).

[102, Z. 29-33]

Gazprom ist als Eigentümer des Einheitlichen Systems der Gasversorgung das einzige Unternehmen in Russland, das über das gesamte Ferngasnetz mit Abzweigleitungen und über Speicheranlagen verfügt (siehe Abschnitte 2.4.1 und 3.1.2). Abgesehen von den isolierten regionalen Ferngastransportsystemen hält Gazprom die Monopolstellung im Ferngastransport und in der Erdgasspeicherung.

[S. 103, Z. 31-33]

Interne Organisationsstruktur des Ferngastransportes innerhalb von Gazprom

Die Ferngasleitungen und Speicheranlagen von Gazprom werden derzeit von 19 Tochterunternehmen betrieben.

[S. 103, Z. 34-38]

Die Organisationsstruktur des Ferngastransportes von Gazprom basiert auf den Vorschriften zur Restrukturierung aus dem Präsidialerlass Nr. 426 vom 28.04.1997 (siehe Abschnitt 4.1.1). Im Jahr 1997 wurden die regionalen Organisationseinheiten von Gazprom in Ferngastransportgesellschaften umgewandelt.

[S. 104, Z. 6-9]

Die seit 1997 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen zielen überwiegend auf eine Offenlegung der Kostenstrukturen innerhalb von Gazprom ab, um eine effiziente Geschäftsführung innerhalb des Konzerns und eine Grundlage für eine effiziente Preisregulierung durch die Föderale Energiekommission zu ermöglichen.

[S. 104, Z. 1-5]

Im Jahr 2004 wurden alle Verteilungsnetze, die den Ferngastransportgesellschaften gehörten, in die neu gegründete Tochtergesellschaft Mezhregiongasholding integriert. Eine weitere Restrukturierung von Gazprom sieht die Zuteilung der Speicheranlangen zu einer neuen Speichertochtergesellschaft Podzemgas im Jahr 2005 vor.153

[S. 104, Z. 12-21]

Die Kalkulation der Transportentgelte sowie Ausgestaltung und Abschluss der Transportverträge obliegen ausschließlich der Holding-Gesellschaft. Da gemäß der Regierungsverordnung Nr. 1021 vom 29.12.2000 interne Verrechnungspreise für Ferngasnetzbetreiber und Verteilungsunternehmen gestattet sind, werden alle Transaktionen innerhalb der Holding Gazprom intern verrechnet. Außerdem sind alle Vermögensgegenstände der Tochterunternehmen in der Bilanz der Holding aufgeführt. Die Tochterunternehmen müssen für die Anlagennutzung Pacht an die Holding zahlen. Die tatsächliche Kostenstruktur des Gastransports kann anhand der im Geschäftsbericht veröffentlichten Pachthöhe nicht nachvollzogen werden. Deshalb sind keine Aussagen über die tatsächliche Transportkostenstruktur möglich.

[S. 104, Z. 25-29]

Sowohl Durchleitungstarife als auch interne Verrechnungspreise reichen nach Angaben von Gazprom für eine kostendeckende Instandhaltung der Ferngasnetze nicht aus.

Nach Angaben der IEA (2002) decken die regulierten Durchleitungstarife nur ein Drittel bis zwei Drittel der Transportkosten von Gazprom. 155

[S.104, Z. 31-33]

Aus diesem Grund liegt die nicht kostendeckende Durchleitung nicht im Interesse von Gazprom und verstärkt die Anreize zur Diskriminierung bei der gesetzlich vorgeschriebenen Gasdurchleitung (siehe Abschnitt 4.4).


153 Vgl. Miller, A.. (2003a), Kap. l, S. 3.

154 Vgl. Neuogonov, A. (2003).

155 Vgl. IEA (2002b), S. 121.

Anmerkungen

Über die nahezu komplette Seite werden die Textbausteine aus der Vorlage neu zusammengesetzt. Statt „EGS“, wie in der Vorlage, wählt der Verfasser die Abkürzung „UGS“.

(Man beachte im Zusammenhang auch den in Endnote 201 erfolgten Hinweis: „Soweit in deutsch- oder englischsprachigen Publikationen keine aktuelleren Daten vorlagen, sind nachfolgende russische Publikationen in Abschnitt 4.2 bis 4.4 zitiert auf Basis der Ausarbeitungen von Dronnikov, D.“)

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