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Analyse:Sl/Fragment 134 06

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 134, Zeilen: 6-32
Quelle: Dronnikov 2005
Seite(n): 105, 106, 107, Zeilen: 0
In Russland gibt es derzeit 317 Verteilungsunternehmen, die Erdgas an Haushaltskunden sowie größere industrielle Endabnehmer liefern. Daneben verfügen einige große Industrieunternehmen über eigene Verteilungsnetze. Die Verteilungsnetzbetreiber sind zuständig für Bau und Betrieb der Verteilungsanlagen und den Transport des Erdgases zu den Endverbrauchern. Bis 1992 befanden sich alle Verteilungsorganisationen in Staatseigentum. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden die Verteilungsorganisationen privatisiert und mehr als 500 Aktiengesellschaften gegründet233. Bis 1998 konsolidierte sich der Sektor auf zuletzt 317 Unternehmen. Seit einigen Jahren kauft Gazprom Beteiligungen an diesen Unternehmen, derzeit hält das Unternehmen etwa 170 solcher Anteile. Im Jahr 2004 wurden alle Verteilungsnetze, die den Ferngastransportgesellschaften gehörten, in die neu gegründete Tochtergesellschaft Mezhregiongasholding eingebracht. Zusätzlich zu den Beteiligungen an den Verteilungsunternehmen betätigt sich Gazprom im Verteilungssektor durch den Bau neuer Verteilungsnetze in den Regionen Russlands, die bislang noch nicht mit Gas versorgt werden.

4.3.3 Inländischer Vertrieb

Die Organisation des inländischen Vertriebs von Erdgas unterlag seit dem Ende der Sowjetunion großen Veränderungen. Während in den ersten Jahren nach der Privatisierung Gazprom lediglich als Weiterverteiler agierte und ausschließlich Verteilungsunternehmen und industrielle große Endverbraucher belieferte, wird die Aufgabe der Verteilungsunternehmen mittlerweile weitgehend von der Gazprom-Tochtergesellschaft Mezhregiongas wahrgenommen. Während der ersten Phase dominierten einjährige Lieferverträge zu verhandelten Festpreisen. Die Endverbraucherpreise dagegen waren reguliert, allerdings konnten die Liefermenge und der Großhandelspreis zwischen Verteilungsunternehmen und Gazprom individuell vereinbart werden. Ein recht hohes Niveau der regulierten Preise bis zur Finanzkrise 1998 spiegelte die tatsächliche Ertragslage der Gasversorgungsunternehmen nicht wider, weil die Rechnungen [häufig nicht beglichen werden konnten.]


233 Präsidialerlass Nr. 1559, Moskau, Dezember 1992.

[S. 105, Z. 12-17]

Nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung gab es im Jahr 2002 in Russland 317 Verteilungsunternehmen, die über Mittel- und Niederdruckpipelines Erdgas an Kleinverbraucher (Haushalte und gewerbliche Kleinverbraucher) und an große Endverbraucher (Industrieunternehmen und Kraftwerke) lieferten bzw. durchleiteten. Neben diesen Verteilungsunternehmen verfügen auch einige große Industrieunternehmen über eigene Erdgasverteilungsnetze.

[S. 105, Z. 23-33]

Bis 1992 befanden sich alle Verteilungsorganisationen in Staatseigentum.157 In den letzten Jahren der Sowjetunion gab es regionale und lokale Staatsversorgungsunternehmen, die nicht zum Staatskonzern Gazprom gehörten. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden die Verteilungsorganisationen privatisiert. Gemäß dem Präsidialerlass Nr. 1559 vom 08.12.1992 wurden alle Gasverteilungsunternehmen in mehr als 500 unabhängige Aktiengesellschaften umgewandelt.

Häufige Zahlungsausfälle und eine insgesamt niedrige Zahlungsrate der Endverbraucher führten einen großen Teil der Verteilungsunternehmen in die Insolvenz, so dass sich die Anzahl der Verteilungsunternehmen bis 1998 auf 318 Unternehmen reduzierte.

Seit 1997 beteiligt sich Gazprom an Unternehmen der Verteilungsstufe. Im Jahr 2002 war Gazprom an insgesamt 161 Verteilungsunternehmen in Russland beteiligt, was rund die Hälf-


[S. 106 Z. 1]

te aller russischen Verteilungsunternehmen ausmacht.

[...]

[S. 106 Z. 8-10]

Im Jahr 2004 wurden alle Verteilungsnetze, die den Ferngastransportgesellschaften gehörten, in die neu gegründete 100%-ge Tochtergesellschaft von Mezhregiongas Mezhregiongasholding integriert.

[S. 106 Z. 28-32]

4 Vertrieb im Binnenmarkt

Der Erdgasvertrieb auf dem russischen Binnenmarkt befindet sich seit der Privatisierung der Erdgasindustrie in einem Strukturwandel. In den ersten Jahren nach der Privatisierung der Gaswirtschaft in 1992 setzte Gazprom ausschließlich Erdgas an den Anschlusspunkten des Ferngasnetzes und den Verteilungsnetzen ab.

[S. 107, Z. 2-6]

In der Regel wurden in dieser Zeit sowohl zwischen Gazprom und den Verteilungsunternehmen als auch zwischen den Verteilungsunternehmen und den Endverbrauchern einjährige Lieferverträge abgeschlossen. Da in dieser Zeit ausschließlich die Endverbraucherpreise staatlich reguliert wurden, konnten die Liefermenge und der Großhandelspreis zwischen Verteilungsunternehmen und Gazprom verhandelt werden.

[S. 107, Z. 26-29]

Ein relativ hohes Niveau der regulierten Erdgaspreise bis zur Finanzkrise 1998 spiegelte die tatsächliche Ertragslage der Gasversorgungsunternehmen nicht wider, weil die Erdgaslieferungen in der Regel nicht bezahlt wurden.163


157 Vgl. Krjukov, V. A. (1998), S. 231.

163 Zur Preisentwicklung in den 90er Jahren s. Abschnitt 2.2.

Anmerkungen

Einige Zahlenangaben mögen hinterfragt werden:

Zu Beginn ist von „derzeit 317 Verteilungsunternehmen“ die Rede, während es in der Vorlage heißt: „gab es im Jahr 2002 in Russland 317 Verteilungsunternehmen“. Ferner führt S. L. an: „Bis 1998 konsolidierte sich der Sektor auf zuletzt 317 Unternehmen“, wohingegen in der Vorlage dafür die Zahl „318“ genannt wird – es könnte sich dabei um einen Tippfehler handeln.

Während S. L. schreibt „Seit einigen Jahren kauft Gazprom Beteiligungen an diesen Unternehmen, derzeit hält das Unternehmen etwa 170 solcher Anteile“, heißt es in der Vorlage: „Im Jahr 2002 war Gazprom an insgesamt 161 Verteilungsunternehmen in Russland beteiligt“. Falls S. L. sich dabei auf neuere Recherchen beruft (vgl. den Hinweis in Endnote 201), wäre das Fehlen einer (neueren) Quellenangabe sowie einer Jahreszahl (einziger Hinweis auf den Erhebungszeitraum ist "derzeit") zu kritiseren. Andernfalls stellte sich die Frage, weshalb ausgerechnet diese Dinge im Gegensatz zu anderen Inhalten nicht wortgetreu übernommen bzw. unpräzise gehalten sind.

Die Ergänzung „wird die Aufgabe der Verteilungsunternehmen mittlerweile weitgehend von der Gazprom-Tochtergesellschaft Mezhregiongas wahrgenommen“ geht aus dem Folgekapitel 4.4.1 der Vorlage hervor, aus dem auf der Folgeseite weitere Übernahmen erfolgen.

(Hinweis in Endnote 201: „Soweit in deutsch- oder englischsprachigen Publikationen keine aktuelleren Daten vorlagen, sind nachfolgende russische Publikationen in Abschnitt 4.2 bis 4.4 zitiert auf Basis der Ausarbeitungen von Dronnikov, D.“)

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