Fandom

VroniPlag Wiki

Analyse:Um/Fragmente/Sichtung p

31.340Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

29 ungesichtete Fragmente: Plagiat

[1.] Analyse:Um/Fragment 028 15 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2014, 19:57 (Schumann)
Erstellt: 29. May 2012, 12:35 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Heuer 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 15-19
Quelle: Heuer 1977
Seite(n): 20-21, Zeilen: S.20,32-33.34-37.38 - S.21,1-3
Die Funktionen der Stadt sind zunächst "Daseinsgrundfunktionen" wie Wohnen, Arbeiten, Versorgung, Bildung, Erholung und Verkehr, die die Stadt über ein breites Angebot an privaten und öffentlichen Dienstleistungen wahrnimmt, wobei die Nachfrage nach diesen Gütern durchaus nicht nur von "Städtern“ kommt.126

[124 Vgl. Heuer, Hans, Sozioökonomische Bestimmungsfaktoren der Stadtentwicklung, Stuttgart 1977 S. 19]
126 Vgl. ebenda S. 21

[Seite 20]

Die Stadt hat eine Reihe von Aufgaben (Funktionen) zu erfüllen, [...] Sie können in den als „Daseinsgrundfunktionen des Menschen“ bezeichneten Bedarfskategorien Wohnen, Arbeiten, Versorgung, Bildung, Erholung, Verkehr und Kommunikation erfaßt werden3. Die Stadt nimmt diese Funktionen wahr, indem sie [...] ein breitgestreu-

[Seite 21]

tes Angebot an privaten und öffentlichen Gütern und Dienstleistungen zur Verfügung stellt, für das nicht nur innerhalb, sondern zu einem wesentlichen Teil auch außerhalb der Stadt eine entsprechende Nachfrage besteht.


3 Vgl. hierzu Dieter Partzsch, Art. „Daseinsgrundfunktionen“, in: Handwörterbuch der Raumforschung und Raumordnung, 2. Aufl. Hannover 1970, Sp. 424 ff. [...]

Anmerkungen

Nicht als Zitat gekennzeichnet und mit einem Verweis auf die Quelle versehen. Dennoch werden der argumentative Aufbau und eine Reihe von Originalformulierungen übernommen. Dass es sich bei "Daseinsgrundfunktionen" um einen Terminus technicus der Raumforschung und Raumordnung handelt, lässt Um diskret "unter den Tisch fallen."

Sichter
(Graf Isolan)

[2.] Analyse:Um/Fragment 032 08 - Diskussion
Bearbeitet: 3. June 2012, 16:31 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 29. May 2012, 12:58 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Heuer 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 8-10 (10-14)
Quelle: Heuer 1977
Seite(n): 40, Zeilen: 3-5 (5-9)
Zusammenfassend läßt sich festhalten, daß Stadtentwicklung das Objekt Stadt eben nicht als Zustand, sondern als Prozeß versteht.148 Stadtentwicklung kann deshalb definiert werden als das "sichtbare Ergebnis eines sozioökonomischen Wachstums- oder Schrumpfungsprozesses einer Stadt, der aus den Verhaltensweisen und sich wechselseitig beeinflussenden Entscheidungen der handelnden Akteure resultiert und einen ständigen Wandel der sozialen und wirtschaftlichen sowie der baulichen und räumlichen Struktur der Städte impliziert".149

148 Vgl. Heuer (1977) S. 40
149 Vgl. ebenda S. 40

Auch der Begriff der Stadtentwicklung erfaßt den Objektbereich „Stadt“, nur eben nicht als Zustand, sondern als Prozeß. Stadtentwicklung kann deshalb definiert werden als das sichtbare Ergebnis eines sozioökonomischen Wachstums- oder Schrumpfungsprozesses einer Stadt, der aus den Verhaltensweisen und sich wechselseitig beeinflussenden Entscheidungen der handelnden Akteure resultiert und einen ständigen Wandel der sozialen und wirtschaftlichen sowie der baulichen und räumlichen Struktur der Städte impliziert.
Anmerkungen

Eigentlich hätte der gesamte Abschnitt als Zitat gekennzeichnet werden müssen. Hier aber suggeriert der Autor durch seine Verweisstruktur und das gezielte Weglassen von Anführungszeichen an ausgesuchten Stellen, dass die "Zusammenfassung" eigener Überlegung entspränge, die auf Heuer (1977) basiere.

(Gezählt wurden hier nur, die ungekennzeichneten Stellen des Zitats. In Klammern aufgeführt: die Zeilennummern der zitierten Passage.)

Um wird unmittelbar mit einer weiteren wörtlichen Übernahme einer anderen Stelle aus Heuer (1977) an dieses Fragment anschließen, diese aber nicht kennzeichnen (vgl. Um/Fragment_032_14).

Sichter
(Graf Isolan)

[3.] Analyse:Um/Fragment 037 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2014, 20:02 (Schumann)
Erstellt: 29. May 2012, 13:58 Graf Isolan
Fragment, Heuer 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 1-13
Quelle: Heuer 1977
Seite(n): 43, 44, 45, Zeilen: S.43, 19-20.26-29; S.44, 2-4.7-13; S.45,2-5.10-11
2.1.1 RÄUMLICHE STANDORTTHEORIEN

Die Frage der unternehmerischen Standortwahl als einer privatwirtschaftlichen Entscheidung über den Ort der Produktion hat beträchliche Relevanz für die Stadtwirtschaft.2
Als eine klassische Grundlage der Standorttheorie darf Alfred Webers "Allgemeine und kapitalistische Theorie des Standorts" gelten.3 Grundlage der gewonnenen Aussagen über die wirtschaftlichen Bestimmungsgründe der räumlichen Industrieorientierung ist der Begriff des Standortfaktors im Sinne eines an den Standort gebundenen, unternehmerischen Kostenvorteils. Diese Standortvorteile existieren entweder generell oder für einen bestimmten Wirtschaftszweig speziell, es sind dies Materialpreise, Arbeitskosten und Transportkosten. Durch eine gedankliche Konstruktion wandelt Weber die Materialpreisunterschiede in Transportkostendifferenzen um und untersucht den Einfluß der Transportkosten auf die räumliche Ordnung.


[Seite 36]
[1 Vgl. Heuer (1977) S. 43]

[Seite 37]
2 Vgl. ebenda S. 43
3 Vgl. Weber, Alfred, Industrielle Standortlehre - Allgemeine und kapitalistische Theorie des Standorts in : Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen 1923

[Seite 43]

3.1 Theorien zur Erklärung der Struktur des Raumes
3.1.1 Theorie der (unternehmerischen) Standortwahl

[...]

Die privatwirtschaftliche Entscheidung, über den Ort der betrieblichen Niederlassung hat somit beträchtliche Relevanz für die ökonomische Struktur eines Raumes und damit auch einer einzelnen Stadt. [...]

[Seite 44]

[...]

Als klassischer Beitrag der traditionellen Standorttheorie gilt Alfred Webers Untersuchung „Über den Standort der Industrien“3, deren wesentliche Ergebnisse hier kurz dargestellt werden sollen4.

[...] Grundlage der deduktiv gewonnenen Aussagen über die wirtschaftlichen Bestimmungsgründe der räumlichen Industrieorientierung ist der Begriff des Standortfaktors. Er wird definiert als Kostenvorteil, „der für eine wirtschaftliche Tätigkeit dann eintritt, wenn sie sich an einem bestimmten Ort ... vollzieht“5. Weber unterscheidet deshalb zunächst grundsätzlich zwischen generellen, für jede Industrie wirksamen, und speziellen, nur für bestimmte Industriezweige relevanten Standortfaktoren.

[...]

[Seite 45]

[...] Es sind dies (1) die Materialpreise, (2) die Höhe der Arbeitskosten und (3) die Transportkosten. Durch eine gedankliche Konstruktion verwandelt Weber die Materialpreisunterschiede in Transportkostendifferenzen, [...]
Weber untersucht die Standortwahl der Industriebetriebe zunächst nur unter dem Einfluß der Transportkosten.


[Seite 44]
3 Alfred Weber, Über den Standort der Industrien, Teil 1: Reine Theorie des Standorts, Tübingen 1909.
4 Einen Überblick über die dogmengeschichtliche Entwicklung der Standorttheorie gibt die Arbeit von Meyer-Lindemann.
5 A. Weber, S. 16.

Anmerkungen

Originalpassagen von drei Seiten aus Heuer (1977) werden leicht adaptiert und "hintereinandergeklebt" - der Originalwortlaut wird nicht als solcher gekennzeichnet. Hinweise auf die eigentliche Quelle unterbleiben, stattdessen wird der Leser / die Leserin auf die in der Quelle referierte Arbeit von A. Weber verwiesen.

Sichter
(Graf Isolan)

[4.] Analyse:Um/Fragment 038 22 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2014, 20:07 (Schumann)
Erstellt: 30. May 2012, 01:23 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Heuer 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 22-28
Quelle: Heuer 1977
Seite(n): 54, 55, 56, Zeilen: 54: 36-38 ; 55: 1-3 ; 56: 8-10.11-13
Problematisch an dieser Theorie ist, daß eine gleichmäßige Verteilung der Kaufkraft unterstellt wird und infolgedessen Bevölkerungsbewegungen als eine grundlegende Komponente des Stadtwachstums vernachlässigt werden, ebenso wie Beziehungen zwischen Zentren nicht berücksichtigt werden. Dennoch liefert die Theorie Christallers Erkenntnisse über die Beziehungen der Akteure der Stadt (Produzenten) und des Umlandes (Konsumenten) und bringt somit mit dem Begriff des zentralen Ortes eine gewisse Dominanz der Stadt gegenüber ihrer Umgebung zum Ausdruck.14

[13 Vgl. Heuer (1977) S. 55]

14 Vgl. ebenda S. 56

[Seite 54]

So vermag das Modell weder etwas über die Größe der Städte auszusagen56 noch kann es deren Entstehung erklären, da eine gleichmäßige Verteilung der Kaufkraft unterstellt wird und


56 Vgl. v. Böventer, Die Struktur der Landschaft, S. 91 f.


[Seite 55]

infolgedessen die grundlegende Komponente der Entstehung und des Wachstums städtischer Siedlungen, die räumliche Bevölkerungsbewegung, vernachlässigt werden muß [FN 57].

[...]


[Seite 56]

[...] Ihr Beitrag zu einer Theorie der Stadtentwicklung besteht vor allem in dem Versuch, die Beziehungen zwischen den Akteuren der Stadt (Produzenten) und den Akteuren des Stadtumlandes (Konsumenten) zu erklären [...]. Wesentlich ist dabei der Begriff des zentralen Ortes, der eine gewisse Dominanz der Stadt gegenüber ihrer Umgebung zum Ausdruck bringt.

Anmerkungen

--

Sichter
(Graf Isolan)

[5.] Analyse:Um/Fragment 037 27 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2014, 20:04 (Schumann)
Erstellt: 30. May 2012, 13:15 Graf Isolan
Fragment, Heuer 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 27-30
Quelle: Heuer 1977
Seite(n): 49, Zeilen: 8-9, 12-15, 110-111, 113
Johann Heinrich von Thünen entwickelte in seinem 1826 erschienenen Buch "Der isolierte Staat" eine Standorttheorie mit einer im Zentrum eines isolierten Staates liegenden Stadt, die von einer kreisförmigen homogenen Fläche umgeben ist und keinerlei Beziehungen zu anderen Städten unterhält.8 Um diese Stadt liegen konzentri[sche Kreise, die in abnehmender Intensität mit zunehmender Entfernung der Stadt landwirtschaftlich bewirtschaftet werden.]

8 Vgl. von Thünen, Johann Heinrich, Der isolierte Staat, Rostock 1942 Ausgabe Stuttgart 1966 S. 1

Als eigentlicher Begründer der Raumwirtschaftstheorie kann schon Johann Heinrich von Thünen angesehen werden, [...]33 [...] Seine Ableitung der um eine räumlich konzentrierte Nachfrage (Stadt) ringförmig gelegenen Anbaugebiete landwirtschaftlicher Produkte mit zur Peripherie hin abnehmender Bewirtschaftungsintensität (sog. „Thünen-Ringe“) kann zwar die unter den zugrunde gelegten Voraussetzungen34 günstigste räumliche Anordnung der landwirtschaftlichen Produktionsstruktur erklären.

33 Johann Heinrich v. Thünen, Der isolirte Staat in Beziehung auf Landwirtschaft und Nationalökonomie, Hamburg 1826 (Neudruck in der Sammlung sozialwissenschaftlicher Meister, Jena 1930).

34 Es wird angenommen, daß es im Zentrum des isolierten Staates nur eine Stadt gibt, die von einer kreisförmigen homogenen Fläche umgeben ist, [...]. Beziehungen der Stadt zu anderen Städten bestehen nicht.

Anmerkungen

Zusammenschnitt des Originaltextes. Zum Schluss wird wieder stärker paraphrasiert. Hier erfolgt kein Hinweis auf die Quelle Heuer (1977).

Sichter
(Graf Isolan)

[6.] Analyse:Um/Fragment 040 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2014, 20:11 (Schumann)
Erstellt: 30. May 2012, 15:26 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Heuer 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 1-8
Quelle: Heuer 1977
Seite(n): 67-68, Zeilen: 67: 1.3-4.5-13.31 und 68: 4-5.5-6
Nach der Exportbasistheorie sind es die von den Basisbetrieben erzeugten Güter, die einen exogen bedingten Einkommensstrom in die Stadt leiten, der zum Import von Gütern, aber auch zur Bezahlung der nonbasic-Güter und -Dienstleistungen dient. Die im nonbasic-Bereich entstehenden Einkommen sind somit abgeleitete Einkommen, deren Höhe und Veränderung von der Entwicklung der im basic-Bereich erzielten Einkommen bestimmt wird. Die Theorie konstatiert nun über diesen Einkommenseffekt einen festen Zusammenhang (basic-nonbasic-ratio), der als städtischer Multiplikator betrachtet wird.17

17 Vgl. ebenda S. 68

[Seite 67]

[(...) sind] die von den Basic-Betrieben produzierten [...] Güter von entscheidender Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Sie leiten einen exogen bedingten, [...] Einkommensstrom in die Stadt, aus dem die notwendigen Importe bezahlt werden können. Darüber hinaus werden die in den Basic-Bereichen entstehenden Einkommen zu einem wesentlichen Teil zur Befriedigung des Bedarfs der Basic-Beschäftigten an Gütern und Diensten des Service-Bereichs verwendet und in der Stadt wieder ausgegeben. Bei den im Nonbasic-Bereich dadurch entstehenden Einkommen handelt es sich nach dieser Auffassung somit um abgeleitete Einkommen, deren Höhe und Veränderung von dem Niveau und der Entwicklung der in den „basic industries“ erzielten Einkommen abhängt121.

[...]

Die Theorie der economic base behauptet nun einen relativ festen Zusammenhang [...]

[Seite 68]

[...] („basic-nonbasic-ratio“) [...] Dieses Verhältnis wird folglich als städtischer Multiplikator benutzt, [...]

Anmerkungen

Erneut ein Zusammenschnitt der Vorlage, wobei Teile dieser Passage eins zu eins als "Textbausteine" übernommen werden.

Sichter
(Graf Isolan)

[7.] Analyse:Um/Fragment 041 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2014, 20:12 (Schumann)
Erstellt: 30. May 2012, 19:44 Graf Isolan
Fragment, Heuer 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 1-5
Quelle: Heuer 1977
Seite(n): 72, Zeilen: 10-15
Im positiven Sinn erhellt die Exportbasistheorie die entscheidende Rolle, die eine überregionale Nachfrage nach regionalen Produkten im Sinne eines positiven Wachstumsimpulses auslösen kann und dokumentiert somit die Abhängigkeit der kommunalen Wirtschaft von überkommunalen (Nachfrage-) Entwicklungen. Der praktische Erkenntniswert des Basic-Nonbasic-Konzeptes besteht vor allem darin, darauf aufmerksam gemacht zu haben, daß die überregionale Nachfrage nach regionalen Produkten starke Wachstumsimpulse auslösen kann und daß infolgedessen die interregionalen Austauschbeziehungen und die Entwicklung der Gesamtwirtschaft für die wirtschaftliche Entwicklung einer Stadt von ausschlaggebender Bedeutung sein können.
Anmerkungen

Zum Teil paraphrasierend, zum Teil wortwörtlich - auf jeden Fall nichts eigenes.

Sichter
(Graf Isolan)

[8.] Analyse:Um/Fragment 048 07 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2014, 20:28 (Schumann)
Erstellt: 31. May 2012, 23:46 Graf Isolan
Fragment, Klaus 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 7-10
Quelle: Klaus 1977
Seite(n): 94, Zeilen: 26-31
Als nächstes wären zu nennen die Fühlungsvorteile, die sich aus der räumlichen Nähe von Unternehmen, Konsumenten und öffentlichen Institutionen ergeben und auf guten Kontakt- und Informationsmöglichkeiten basieren. Diese Effekte sind zwar nur schwer quantifizierbar, [...] Unter Fühlungsvorteilen sind im wesentlichen alle diejenigen Vergünstigungen zu verstehen, die sich aus verbesserten Kontakt- und Informationsmöglichkeiten aufgrund der räumlichen Nähe von Produzenten, Konsumenten und öffentlichen Institutionen ergeben.69 Eine systematische Erfassung oder gar eine Quantifizierung der Fühlungsvorteile ist bisher nicht gelungen,
Anmerkungen

--

Sichter
(Graf Isolan)

[9.] Analyse:Um/Fragment 310 29 - Diskussion
Bearbeitet: 3. June 2012, 02:15 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 1. June 2012, 00:18 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Klaus 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 310, Zeilen: 29-31
Quelle: Klaus 1977
Seite(n): 16, Zeilen: 1-6
Stadtentwicklungsplanung umfaßt raumbezogene Stadtplanung, Planung der Ausstattung des Verwaltungsgebietes mit öffentlichen Einrichtungen und Anlagen, Organisations- und Finanzplanung.374 "Die Stadtentwicklungsplanung kann in einem weiteren Sinne als die Summe aller kommunalen Planungsaktivitäten aufgefaßt werden, die darauf abzielen, Struktur und Ablauf des städtischen sozioökonomischen Systems zu beeinflussen."375

374 Vgl. Klaus (1977) S. 16
375 Vgl. ebenda S. 16

Stadtentwicklungsplanung dagegen greift weit über diese Aufgabe hinaus. Sie umfaßt neben der raumbezogenen Stadtplanung weitere Aufgaben der kommunalen Verwaltung, wie die Planung der Ausstattung des Verwaltungsgebietes mit öffentlichen Einrichtungen und Anlagen (Infrastrukturplanung), Organisations- und Finanzplanung.4 Die Stadtentwicklungsplanung kann in einem weiteren Sinne als Summe aller kommunaler Planungsaktivitäten aufgefaßt werden, die darauf abzielen, Struktur und Ablauf des städtischen, sozio-ökonomischen Systems zu beeinflussen.5

[3 Vgl. dazu die Begründung bei F. Wagener: Von der Raumplanung zur Entwicklungsplanung. In: Deutsches Verwaltungsblatt (DVBl.), Jg. 85 (1970), S. 93 ff., sowie ders.: Zur Praxis der Aufstellung von Entwicklungsplanungen. In: Archiv für Kommunalwissenschaften, 9. Jg. (1970), Bd. I, S. 47.]
4 Vgl. ebenda, S. 49.
5 Vgl. J.J. Hesse: Stadtentwicklungsplanung: Zielfindungsprozesse und Zielvorstellungen. Stuttgart-Berlin-Köln-Mainz 1972, S. 20.

Anmerkungen

Einmal ohne Kennzeichnung der übernommenen Passagen, einmal als Zitat. "Vgl." suggeriert im ersten Fall eine Loslösung vom Original mit eigenen Formulierungen. Dass im Original an diesen Stellen auf weitere Quellen verwiesen wird, wird ignoriert.

Sichter
(Graf Isolan)

[10.] Analyse:Um/Fragment 047 05 - Diskussion
Bearbeitet: 1. June 2012, 21:41 (Graf Isolan)
Erstellt: 1. June 2012, 21:40 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Klaus 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 5-11
Quelle: Klaus 1977
Seite(n): 115-116, Zeilen: S.115,28-34 und S.116,4-5
Für die Erklärung vergangener Entwicklungen, vor allem der kommunalen Wirtschaft, bietet die Infrastruktur nützliche Ansätze, denn ein großer Teil der Infrastruktureinrichtungen wurde (und wird) in städtischen Räumen alloziert 50, die Vielfalt und Intensität der städtischen Funktionen erforderte ein hohes Maß an Infrastrukturausstattung, und weil Infrastrukturinvestitionen als wichtiger Handlungsparameter der Kommunalpolitik schnell und ausreichend eben nur in den großen Städten finanziert werden konnten, [...]

50 Vgl. ebenda S. 115

[Seite 115]

Der Begriff Infrastruktur spielt in der Stadtentwicklungsplanung eine herausragende Rolle. Dies wird sofort verständlich, wenn man bedenkt, daß

- ein großer Teil der gesamten Infrastrukturinvestitionen einer Volkswirtschaft in städtischen Räumen alloziert wird

- die Vielfalt und Intensität der städtischen Funktionen eine entsprechende Ausstattung an Infrastruktursektoren erfordert

[Seite 116]

[...]

- Infrastrukturinvestitionen einen der wichtigsten Aktionsparameter der städtischen Entwicklungspolitik darstellen.

Anmerkungen

An einer Stelle wird die Quelle angegeben, aber die Übernahme von Originalformulierungen geht darüber hinaus.

Sichter
(Graf Isolan)

[11.] Analyse:Um/Fragment 048 13 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2014, 20:29 (Schumann)
Erstellt: 2. June 2012, 19:36 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Klaus 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 13-15, 19-22
Quelle: Klaus 1977
Seite(n): 96-97, Zeilen: S.96, 9-15 und S.97, 3-7
Eine andere Unterteilung ist die in

- "localization economies", die die positiven Effekte der Anhäufung verschiedener Betriebe gleicher Branchen beschreibt [...]

- und in “urbanization economies“ oder “complementarity of activities", die die besonders vielfältigen und generellen Nutzenmöglichkeiten bedingt durch die Komplementarität vieler verschiedener Branchen, die Vielfalt und Qualität öffentlicher Einrichtungen und Infrastruktur, beschreiben.57


57 Vgl. ebenda S. 97

[Seite 96]

Eine Unterteilung von Isard trennt in77

- localization economies
- urbanization economies.

Unter localization economies sind solche Vorteile zu verstehen, die sich aus der räumlichen Nähe von verschiedenen Betrieben der gleichen Branche ergeben.78 [...]


77 Vgl. W. Isard, a. a. O., S. 172.

78 Vgl. hier und im folgenden ebenda, S. 176 ff.


[Seite 97]

Einen breiteren Bereich decken die urbanization economies ab.80 Die entsprechend vielfältigen und umfassenderen Nutzenarten sind generell bedingt durch die Komplementarität verschiedener Branchen sowie durch die »Vielfalt und die Qualität öffentlicher Einrichtungen und Transportmöglichkeiten in Städten mit hohen Einwohnerzahlen«81 [...].


80 Vgl. W. Isard, a. a. O., S. 182 ff.

81 D. Marx: Wachstumsorientierte Regionalpolitik. Wirtschaftspolitische Studien. H. 3. Göttingen 1966, S. 26. [...]

Anmerkungen

Wieder wird ein Zitat aus einer Primärquelle dem Doktorvater Klaus (1977) zugeschrieben. Vor der "zitierten" Stelle findet sich auch schon Material aus der Quelle.

Sichter
(Graf Isolan)

[12.] Analyse:Um/Fragment 112 15 - Diskussion
Bearbeitet: 2. June 2012, 22:59 (Graf Isolan)
Erstellt: 2. June 2012, 22:59 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Olk und Otto 1985, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 15-19
Quelle: Olk und Otto 1985
Seite(n): 49, Zeilen: 20-24
Die ökonomischen Krisen seit den 70er Jahren mit ihren einschneidenden Folgen für Staatshaushalt und Arbeitsmarkt brachten offensichtlich grundlegendere Strukturprobleme des wohlfahrtsstaatlichen Institutionensystems zum Vorschein, die vorher in der freundlicheren ökonomischen Umwelt verdeckt geblieben waren.170

170 Vgl. Olk/Otto in Kröger/Pankoke (1985) S. 49

Offensichtlich bringt die aktuelle ökonomische Krise mit ihren einschneidenden Folgen für den Staatshaushalt grundlegendere Strukturprobleme des wohlfahrtsstaatlichen Institutionensystems zum Bewußtsein, die bislang in einer freundlicheren ökonomischen Umwelt verdeckt geblieben sind.
Anmerkungen

stimmt weitgehend mit der Vorlage überein

Sichter
(Graf Isolan)

[13.] Analyse:Um/Fragment 113 03 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2014, 20:22 (Schumann)
Erstellt: 2. June 2012, 23:15 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Olk und Otto 1985, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 113, Zeilen: 3-7
Quelle: Olk und Otto 1985
Seite(n): 53, Zeilen: 7-12
Die überörtlichen Instanzen ziehen also nur eine bestimmte Dimension von Aufgaben an sich und nehmen im übrigen über diverse Steuerungsinstrumente (zweckgebundene Finanzzuweisungen, Rahmenplanung, gesetzliche Reglementierung) auf die für bestimmte andere "Problembereiche zuständigen dezentralen Politikinstanzen" Einfluß.175

175 Vgl. Olk/Otto In Kröger/Pankoke (1985) S. 53

[...], in dem die überörtlichen Instanzen nur bestimmte Dimensionen öffentlicher Aufgaben an sich ziehen und über indirekten Einfluß und diverse Steuerungsinstrumente (zweckgebundene Finanzzuweisungen, Rahmenplanung, gesetzliche Reglementierungen) auf die für bestimmte andere Problemaspekte zuständigen dezentralen Politikinstanzen Einfluß nehmen (vgl. zur Politikverflechtung grundsätzlich Scharpf u.a. 1976)..
Anmerkungen

Die als Zitat gekennzeichnete Passage ist kein Zitat ("Problembereiche" statt "Problemaspekte"), im Umfeld werden eine Reihe weiterer Originalformulierungen ohne Kennzeichnung übernommen.

Sichter
(Graf Isolan)

[14.] Analyse:Um/Fragment 116 01 - Diskussion
Bearbeitet: 3. June 2012, 00:02 (Graf Isolan)
Erstellt: 2. June 2012, 23:52 Graf Isolan
BauernOpfer, Feser 1985, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 116, Zeilen: 1-13
Quelle: Feser 1985
Seite(n): 78-79, Zeilen: S. 78, 11-21 - S.79, 1-3.5-6.9
Für diese Handlungsspielräume sind die längerfristigen Einnahmen und Ausgaben relevant, die neben konjunkturell bedingten Schwankungen auch strukturelle Verschiebungen zwischen den einzelnen Einnahmen- und Ausgabenarten kennzeichnen.184

3.6.1 DIE KOMMUNALEN EINNAHMEN

Die praktischen Spielräume werden insbesondere durch folgende Einnahmequellen abgedeckt, deren Rangfolge dem Prinzip der fiskalischen Äquivalenz entspricht:

(1) Leistungsentgelte (Gebühren, Beiträge, Erwerbseinkünfte),

(2) Realsteuer und steuerverbundlicher Anteil an der Lohn und veranlagten Einkommensteuer

(3) gebietskörperschaftliche (allgemeine und zweckgebundene) Finanzzuweisungen185 von den gesamten kommunalen Einnahmen entfallen auf (2) und (3) fast zwei Drittel."186


184 Vgl. ebenda S. 78

185 Vgl. ebenda S. 78/79

186 Vgl. ebenda S. 79

[Seite 78]

Für kommunale Handlungsspielräume relevant sind die längerfristigen Veränderungen der kommunalen Einnahmen und Ausgaben. Ihre Analyse seit 19701 zeigt neben konjunkturell bedingten Schwankungen auch strukturelle Verschiebungen zwischen den einzelnen Einnahmen- und Ausgabenarten.

<underline>2.1 Entwicklung und Struktur kommunaler Einnahmen</underline>

Die praktischen Spielräume des bestehenden Gemeindefinanzsystems werden insbesondere durch folgende Einnahmequellen abgesteckt, deren Rangfolge der räumlichen und zeitlichen Nähe von Leistung und Gegenleistung (Prinzip der fiskalischen Äquivalenz) entspricht:

[Seite 79]

- Leistungsentgelte (Gebühren, Beiträge, Erwerbseinkünfte),

-Realsteuer und steuerverbundlicher Anteil an der Lohn und veranlagten Einkommensteuer

- Verschuldung

- gebietskörperschaftliche Finanzzuweisungen.

Vom gesamten kommunalen Einnahmevolumen entfallen dabei auf Steuern und Zuweisungen und Gebühren durchschnittlich mehr als 70 v.H.; Steuern und Zuweisungen finanzieren die kommunalen Haushalte fast zu zwei Drittel.

Anmerkungen

--

Sichter
(Graf Isolan)

[15.] Analyse:Um/Fragment 140 06 - Diskussion
Bearbeitet: 4. June 2012, 11:48 (Graf Isolan)
Erstellt: 4. June 2012, 11:46 Graf Isolan
BauernOpfer, Brösse 1972, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 140, Zeilen: 6-12
Quelle: Brösse 1972
Seite(n): 13 und 16, Zeilen: S.13, 6-9 und S.16, 4-8
Zwar ist es nicht grundsätzlich Aufgabe der Wissenschaft, "Ziele und ihre Rangfolge zu finden und vorzuschreiben", d.h. "Werturteile zu formulieren"1, aber es ist zweifellos eine Aufgabe der Stadtforschung, kommunalpolitisch relevante Situationen zu analysieren.

Eine solche Bestandsanalyse muß der Vollständigkeit halber auch die Ziele einbeziehen, die im Untersuchungszeitpunkt oder Zeitraum bewußt und auch unbewußt vorhanden sind und/oder angestrebt werden.2


1 Vgl. Brösse, Ulrich, Ziele in der Regionalpolitik und in der Raumordnungspolitik, Berlin 1972 S. 13

2 Vgl. ebenda S. 16

[Seite 13]

[...] daß es nach dem heutigen in der westlichen Welt vorherrschenden Wissenschaftsverständnis nicht Aufgabe der logischen und empirischen Wissenschaften ist, Ziele und ihre Rangfolge zu finden und vorzuschreiben. So sieht auch die Regionalwissenschaft es nicht als ihre Aufgabe an, Werturteile zu formulieren4. Vielmehr ist ihr Anliegen, regionalpolitisch relevante Situationen zu analysieren.

[Seite 16]

Als eine Aufgabe der Regionalwissenschaft wurde die Analyse von regionalpolitisch relevanten Situationen genannt. Eine solche Bestandsanalyse muß der Vollständigkeit halber auch die Ziele einbeziehen, die im Untersuchungszeitpunkt oder -zeitraum bewußt und auch unbewußt vorhanden sind und/oder angestrebt werden.

Anmerkungen

Im vorderen Teil bereits problematisch; am Ende dann eine wortwörtliche Übernahme, die nicht als solche zu erkennen ist.

Sichter
(Graf Isolan)

[16.] Analyse:Um/Fragment 141 24 - Diskussion
Bearbeitet: 4. June 2012, 12:04 (Graf Isolan)
Erstellt: 4. June 2012, 12:04 Graf Isolan
BauernOpfer, Brösse 1972, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 141, Zeilen: 24-28
Quelle: Brösse 1972
Seite(n): 34, Zeilen: 11-13, 17-20
Diese Aussagen müssen allerdings noch eingeschränkt werden, denn der Zielbegriff als solcher ist relativ, d.h. Ziele können wiederum Mittel für übergeordnete Ziele sein, sie können daher nicht absolut bestimmt werden.10 Praktisch wird daher meist so vorgegangen, daß einige wenige hochabstrakte Formulierungen zu Zielen erklärt werden, während alles andere den Charakter von Mitteln hat.

10 Vgl. ebenda S. 34

Die Tatsache, daß in einem hierarchischen Ziel-Mittel-System der Zielbegriff relativ ist, ist bekannt: Ziele können wiederum Mittel für übergeordnete Ziele sein usw.2 [...] Praktisch wird daher meist so vorgegangen, daß einige wenige hierarchisch hochstehende Variable in einem solchen System zu Zielen erklärt werden, während alle anderen Variablen damit automatisch Mittelcharakter tragen.
Anmerkungen

--

Sichter
(Graf Isolan)

[17.] Analyse:Um/Fragment 142 21 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2014, 20:18 (Schumann)
Erstellt: 4. June 2012, 13:10 Graf Isolan
Brösse 1972, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Um, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 21-25
Quelle: Brösse 1972
Seite(n): 21, Zeilen: 14-15, 18-21
Giersch fordert von einer "rationalen Politik”, daß sie "zielbewußt und sachgerecht sein" muß. Weder "sachgerecht" noch “zielbewußt" schließen jedoch widersprüchliche Ziele im Zielsystem aus, vielmehr ist wohl die Forderung, daß diese erkannt werden und daß das "rationale Handeln" sie berücksichtigt. Giersch beispielsweise nennt eine Politik rational, wenn, "die [...]" Sie soll also "zielbewußt" und "sachgerecht" sein, was u.E. widersprüchliche Ziele im System nicht ausschließt. Gäfgen schreibt, daß die Wirtschaftspolitik gekennzeichnet ist als "möglichst rationales Handeln"22.
Anmerkungen

Hier werden Originalbausteine aus einer ungenannten aber auf der vorangegangenen und aktuellen Seite bereits mehrfach benutzten Quelle hintereinander geklebt und in neuem Gewand präsentiert. Anders als man vermuten könnte, benötigte Um hier also keine weitere Quellenrecherche, um seine Aussagen zu machen.

Sichter
(Graf Isolan)

[18.] Analyse:Um/Fragment 052 10 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2014, 20:24 (Schumann)
Erstellt: 4. June 2012, 22:19 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Um, Umweltgutachten 1978, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 10-35
Quelle: Umweltgutachten 1978
Seite(n): 522-523, Zeilen: S.522, 2; linke Spalte 1-6.10-16.25-29.52-53; rechte Spalte 1-3.5-7.12-17.29-38.41-47 und S.523, linke Spalte 1-4
2.2.1 NATIONALÖKONOMIE UND UMWELTSCHUTZ

“Die Entwicklung der Umweltpolitik in der Bundesrepublik Deutschland und der Beitrag, den die ökonomische Theorie zur Erhellung, Erklärung und Beeinflussung umweltbedeutsamer Zusammenhänge geleistet hat, stehen in einer engen Beziehung zueinander."65 In der Anfangsphase herrschte die Zuversicht, durch eine Erweiterung des Marktsystems auf Umweltgüter die umweltpolitischen Ziele in den Wirtschaftsprozeß ohne größere Friktionen eingliedern zu können. Durchaus logisch ist in diesem Zusammenhang das “Verursacherprinzip", das die ökonomische Theorie der Umweltpolitik als markt- und systemkonformen Internalisierungsmechanismus lieferte. Wegen des hohen Informationsbedürfnisses, der mangelnden Praktikabilität und großer politischer Widerstände bei Implementationsversuchen66 mußte das politische Anspruchsniveau in dieser Frage schrittweise gesenkt werden, die Politik mußte sich in Einzelfällen mit der Festlegung von Umweltqualitätszielen beschäftigen und mit der Frage, wie intensiv in den Markt einzugreifen ist. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen dazu: "Die Nationalökonomie hat sich diesen praktischen Problemen der Umweltpolitik zunächst unzureichend angenommen; allgemeine Erklärungsansätze des Umweltproblems über die Theorie der externen Effekte und der öffentlichen Güter, abstrakte Modellanalysen allokations- und verteilungstheoretischer Art und Systematisierungen von Instrumenten nach dem Kriterium der Marktkonformität und ihrer Nähe zum Verursacherprinzip überwogen in jener ersten Phase."67 Die ungünstiger werdende wirtschaftliche Entwicklung hat die Durchsetzung und den Vollzug der Umweltpolitik dann noch erheblich erschwert, in der Diskussion standen die Umweltschutzkosten im Konflikt zu Wachstums- und Beschäftigungszielen im Mittelpunkt.

Die praktische Bedeutung des Verursacherprinzips wurde dadurch zugunsten von Maßnahmen nach dem Gemeinlastprinzip geschwächt.


65 Vgl. SRU (1978) S. 522 Tz. 1691

66 Vgl. ebenda S. 522 Tz. 1693

67 Vgl. ebenda S. 522 Tz. 1695

[Seite 522]

3.1 Vorbemerkung: Nationalökonomie und Entwicklung der Umweltpolitik

1691. Entwicklung der Umweltpolitik in der Bundesrepublik Deutschland und der Beitrag, den die ökonomische Theorie zur Erhellung, Erklärung und Beeinflussung umweltbedeutsamer Zusammenhänge geleistet hat, stehen in einer engen Beziehung zueinander. Die erste Phase [...] Zugleich verbreitete sich jedoch die Zuversicht, "die umweltpolitischen Ziele ließen sich durch eine Erweiterung des Marktsystems (Umweltgüter) in den Wirtschaftsprozeß problemlos eingliedern, so daß sich ohne größere Friktionen der erwünschte qualitative Wachstumsprozeß erreichen ließe". [...]

1692. Zur gleichen Zeit lieferte die ökonomische Theorie durchaus folgerichtig mit dem sog. Verursacherprinzip ein umweltpolitisches Fundamentalprinzip, das als "Internalisierungsmechanismus" systemkonform, weil marktkonform ist; [...]

1693. [...] Es zeigte sich, daß die direkte Umsetzung des idealtypischen Verursacherprinzips wegen seines hohen Informationsbedarfes und seiner mangelnden Praktikabilität scheitern mußte; [...] Das hohe Anspruchsniveau des Verursacherprinzips mußte daher schrittweise gesenkt werden.

1694. [...] so muß die Politik im Einzelfall über die Nutzung der Umwelt durch die Festlegung von Qualitätszielen, die Auswahl geeigneter Instrumente und die Bestimmung der optimalen Eingriffsintensität entscheiden, [...]

1695. Die Nationalökonomie hat sich diesen praktischen Problemen der Umweltpolitik zunächst unzureichend angenommen, allgemeine Erklärungsansätze des Umweltproblems über die Theorie der externen Effekte und der öffentlichen Güter, abstrakte Modellanalysen allokations- und verteilungstheoretischer Art und Systematisierungen von Instrumenten nach dem Kriterium der Marktkonformität und ihrer Nähe zum Verursacherprinzip überwogen in jener ersten Phase. [...]

1696. Durchsetzung und Vollzug der Umweltpolitik wurden zudem durch die Mitte der 70er Jahre beginnende Rezession erschwert. Die ungünstige Wirtschaftsentwicklung lenkte die Aufmerksamkeit einseitig auf die Konflikte zwischen der Internalisierung von Umweltkosten und den quantitativen Wachstums- und Beschäftigungszielen, [...] Infolge dieser politischen Entwicklung [...]

[Seite 523]

kam es zu einem weiteren "Aufweichen" der Position des Verursacherprinzips in der Praxis. Das "Gemeinlastprinzip" schob sich zunehmend in den Vordergrund.

Anmerkungen

Auf dieser Seite stammt keine Formulierung des Abschnitts 2.2.1 von Um sondern alles vom Sachverständigenrat für Umweltfragen. Allerdings ist nur ein Teil als Zitat gekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan)

[19.] Analyse:Um/Fragment 064 21 - Diskussion
Bearbeitet: 5. June 2012, 02:12 (KayH)
Erstellt: 4. June 2012, 23:32 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Um, Umweltgutachten 1978, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 21-33
Quelle: Umweltgutachten 1978
Seite(n): 542, Zeilen: rechte Spalte 5-10, 12-17, 45-58
Gleiches gilt für die Subventionierung emissionsreduzierender Maßnahmen, wo die alleinige Anwendung des Gemeinlastprinzips nur dann zu den gewünschten ökologischen Konsequenzen führen wird, wenn die "Emissionsminderung in voller Höhe der spezifischen Vermeidungs- und Beseitigungskosten finanziert wird."114 Andernfalls werden gerade soviele umweltentlastende Maßnahmen durchgeführt, wie der Staat finanziert, marktliche Signale gehen wegen der Anonymität der Kostenverteilung davon nicht aus, Umwelt bleibt ein freies Gut und der Trend zur Übernutzung bleibt bestehen.115

Wegen der Abkoppelung von der Marktsteuerung bestehen die Gefahren von Fehlallokationen in ständig steigenden Mitteleinsätzen der staatlichen Träger und in der "permanenten Verletzung der Umweltqualitätsziele durch marktliche Störfaktoren.“116 Hinzu kommen "Fehlverteilungen und Strukturverzögerungen" bei der Vergabe von Subventionen oder Transfers oder bei direkter Produktion des Staates, "da [die umweltpolitischen Instanzen faktisch jede einzelne Maßnahme der Emissionsverringerung festlegen müssen (...)“.117]


114 Vgl. ebenda S. 542 Tz. 1780

115 Vgl. ebenda S. 542 Tz. 1780

116 Vgl. ebenda S. 542 Tz. 1781

[117 Vgl. ebenda S. 542 Tz. 1782]

1780. Die alleinige Anwendung des Gemeinlastprinzips wird dann zu den gewünschten ökologischen Konsequenzen führen, wenn die Emissionsminderung in voller Höhe der spezifischen Vermeidungs- und Beseitigungskosten finanziert wird. Andernfalls [...] Sie führen daher gerade soviele umweltentlastende Maßnahmen durch, wie sie durch den Staat finanziert erhalten. Marktliche Signale gehen von diesen eine anonyme Allgemeinheit belastenden Umweltschutzmaßnahmen nicht aus; Umwelt bleibt ein freies Gut. [...]

1781. Gefahren von Fehlallokationen ergeben sich daher beim Gemeinlastprinzip aus der Abkoppelung von den Steuerungsmöglichkeiten des Marktmechanismus mit der Folge

- im Zeitablauf progressiv steigender spezifischer Mitteleinsätze der öffentlichen Hände,

- permanenter Verletzung der Umweltqualitätsziele durch marktliche Störfaktoren.

1782. Hinzu treten Fehlverteilungen und Strukturverzögerungen bei der Vergabe von Subventionen und Transfers oder bei direkter Produktion des Staates, da die umweltpolitischen Instanzen faktisch jede einzelne Maßnahme der Emissionsverringerung festlegen müssen, [...]

Anmerkungen

Wieder eine fortlaufende Mixtur aus zitierten Stellen und ungekennzeichneten Passagen aus dem Umweltgutachten von 1978.

Sichter
(Graf Isolan)

[20.] Analyse:Um/Fragment 057 01 - Diskussion
Bearbeitet: 5. June 2012, 12:52 (Graf Isolan)
Erstellt: 5. June 2012, 12:49 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Um, Umweltgutachten 1978, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 57, Zeilen: 1-9
Quelle: Umweltgutachten 1978
Seite(n): 534, Zeilen: Abschnitt 3.3, linke Spalte 3-6, 17-28, 30-33, rechte Spalte 1-5
Dieses laut Bundesregierung “tragende Prinzip" der bundesdeutschen Umweltpolitik entspricht aus ökonomischer Sicht markt- und allokationstheoretischen Erwägungen: "In einer marktwirtschaftlichen Ordnung sollen grundsätzlich alle Kosten den Produkten oder Leistungen zugerechnet werden, die die einzelnen Kosten verursachen."83 Die Nichtanwendung würde Angebots- und Nachfragestrukturen und somit Preise verzerren. Umweltschädigende Güter würden zu billig angeboten und induzierten somit wieder neue Nachfrage. Damit seien Kapitalfehlleitungen und volkswirtschaftliche Leistungsminderungen verbunden.84

83 Vgl. SRU (1978) S. 534 Tz. 1755

84 Vgl. ebenda S. 534 Tz. 1755

1755. Spätestens seit der Vorlage des Umweltprogramms der Bundesregierung im Jahre 1971 muß das Verursacherprinzip als tragender Grundgedanke der deutschen Umweltpolitik angesehen werden [...] Nach der Gedankenführung des Umweltprogramms entspricht die Entscheidung zugunsten des Verursacherprinzips und gegen andere Verfahren der Kostenzurechnung markt- und allokationstheoretischen Erwägungen:

- "In einer marktwirtschaftlichen Ordnung sollen grundsätzlich alle Kosten den Produkten oder Leistungen zugerechnet werden, die die einzelnen Kosten verursachen."

- Bei Nichtanwendung des Verursacherprinzips werden Angebots- und Nachfragestrukturen verzerrt; [...] "Das bedeutet, daß Produkte und Leistungen, die mit den Kosten des Umweltschutzes nicht belastet werden, häufig zu niedrigeren Preisen angeboten werden, [...]; das kann zu einer größeren Nachfrage nach solchen Produkten führen. Damit sind Kapitalfehlleitungen und volkswirtschaftliche Leistungsminderungen verbunden." (Tz. 1759)

Anmerkungen

Erneut stammen auch die vor und zwischen den "Zitaten" stehenden Zeilen inhaltlich und in vielen Teilformulierungen bereits aus dem Umweltgutachten von 1978.

Sichter
(Graf Isolan)

[21.] Analyse:Um/Fragment 112 08 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2014, 20:22 (Schumann)
Erstellt: 5. June 2012, 15:32 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Olk und Otto 1985, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 8-14
Quelle: Olk und Otto 1985
Seite(n): 46, 75, Zeilen: S.46, 6-7, 17-19, 21-25, 29-31
Olk und Otto begegnen dieser Situation mit der These, die kommunale Ebene erfreue sich eines "Relevanzgewinnes“.168 Diese These steht vermeintlich im Widerspruch zu den oben ausgeführten Entwicklungen im Bereich der kommunalen Selbstverwaltung. Auch die Befunde der lokalen Politikforschung stehen einer zunehmenden Bedeutung kommunaler Politik entgegen, angesichts der dargelegten Entwicklungen wurden hier gar Tendenzen einer endgültigen Aushöhlung jeglicher Identität der kommunalen Ebene ausgemacht.169

168 Vgl. Olk/Otto in Kröger/Pankoke (1985) S. 46

169 Vgl. Offe, C., Zur Frage der Identität der kommunalen Ebene in Grauhan, Rolf-Richard, Lokale Politikforschung, Band 2, Frankfurt/Main 1972 S. 303

[Seite 46]

Die lokale Ebene erfreut sich (nicht nur) in der Sozialpolitikforschung seit einiger Zeit wachsendem Interesse. [...] So steht die These vom kommunalen Relevanzgewinn z.B. im offensichtlichen Widerspruch zu der lange Zeit die Debatte beherrschenden Fixierung der Sozialpolitiktheorie auf die zentralstaatliche Ebene und makro-ökonomische Umverteilungsprozesse. Auch die Grundüberzeugungen und Befunde der lokalen Politikforschung der frühen 70er Jahre stehen eigentümlich quer zu jeglichen Behauptungen einer zunehmenden Bedeutung der kommunalen Ebene. Angesichts der vielfach belegten Tendenzen einer immer engeren Einbindung der kommunalen Steuerungsapparatur in das staatliche Wachstums- und Krisenmanagement [...] wurden hier [...] sogar - konsequent weitergedacht - Tendenzen einer endgültigen Aushöhlung jeglicher "Identität der kommunalen Ebene" ausgemacht (vgl. Offe 1972).

[Seite 75]

Offe, C., 1972: Zur Frage der 'Identität der kommunalen Ebene', in: Grauhan, R.R. (Hrsg.): Lokale Politikforschung, Bd. 2, Frankfurt a.M./New York, S. 303ff.

Anmerkungen

Wieder wird eine Vorlage unter Beibehaltung von Teilen der Originalformulierung nur mit einem kursorischen Hinweis auf die ursprüngliche Quelle und unter Übernahme eines Fremdzitates "eingedampft"

Bei der Quellenangabe 168 in Um hätte es übrigens "Krüger/Pankoke" heißen müssen. Dieser Fehler wird konsequent bis in's Literaturverzeichnis beibehalten.

Sichter
(Graf Isolan)

[22.] Analyse:Um/Fragment 112 19 - Diskussion
Bearbeitet: 5. June 2012, 15:51 (Graf Isolan)
Erstellt: 5. June 2012, 15:50 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Olk und Otto 1985, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 19-21
Quelle: Olk und Otto 1985
Seite(n): 47, Zeilen: 33-37
Der Bedeutungsaufschwung kommunaler Politik wird also ursächlich auf Defizite, Strukturprobleme und Folgewirkungen zentralistischer Problemlösung bezogen.171

171 Vgl. ebenda S. 47

Der in Rede stehende Bedeutungsaufschwung der kommunalen Steuerungsebene wird hier auf systematische Ausblendungen, Strukturprobleme, Defizite und Folgewirkungen des bislang vorherrschenden Modus zentralistischer Problemlösung bezogen.
Anmerkungen

Das ist eher ein missglücktes ungekennzeichnetes Zitat als eine Paraphrase und setzt die Übernahme aus Olk und Otto (1985) fort.

Sichter
(Graf Isolan)

[23.] Analyse:Um/Fragment 029 12 - Diskussion
Bearbeitet: 9. June 2012, 21:49 (Graf Isolan)
Erstellt: 9. June 2012, 21:47 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Fürst 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 12-21
Quelle: Fürst 1977
Seite(n): 3, Zeilen: 7-13, 24, 25, 26-30
Dies wäre eine politisch-ökonomische Interpretation der Verstädterungsprozesse, die diese als Folge der Industrialisierung ansieht, d.h. auf Grund besonderer städtischer Vorteile gewinnt der Kapitalverwertungsprozeß dort eine Eigendynamik, der sich dann verfassungspolitische Entwicklungen anpassen müssen.134 Dies trifft sicher nur einen Teil der "funktionalen Triebkräfte" der Verstädterung, es gilt noch zu ergänzen durch einen - andere Herrschaftsstrukturen unterstellenden - mikro-ökonomischen Ansatz, der den Verstädterungsprozeß als Folge von Standortentscheidungen von Unternehmen und Haushalten auffaßt, die durch "Agglomerationsvorteile, Handelsvorteile sowie Innovationsvorteile" (Wachstumspoltheorie) ausgelöst werden.135

134 Vgl. Fürst, Dietrich, Die Problemfelder einer Stadt: Versuch einer systematischen Einordnung in : ders. (Hrsg) Stadtökonomie, Stuttgart 1977 S. 3

135 Vgl. ebenda S. 3

Als Interpretationsansätze der Verstädterungsprozesse lassen sich erkennen:

a) eine politisch-ökonomische Interpretation, die den Verstädterungsprozeß als Folge der kapitalistischen Industrialisierung ansieht

b) ein mikroökonomischer Ansatz, der Verstädterungsprozesse als Folge von Standortentscheidungen von Unternehmen und Haushalten betrachtet und dabei Agglomerationsvorteile, Handelsvorteile (export-base-theory) sowie Innovationsvorteile (Wachstumspoltheorie) als ökonomische Sogkräfte auffaßt.

[...]

Verstädterung [...] gewinnt aber [...] aufgrund der besonderen städtischen Vorteile für die Kapitalverwertung Eigendynamik. Diese Eigendynamik wird durch komplementäre verfassungspolitische Entwicklungen (Demokratie, Zugang der Bürger zu politischen Steuerstellen) und die zunehmende Funktionalisierung des Staates für kapitalistische Verwertungsbedingungen (Wachstumsziel) verstärkt.

Anmerkungen

Hier wird unter Beibehaltung von Originalformulierungen der ursprüngliche Text auseinandergeschnitten, gekürzt und neu ineinandergeschoben. Trotz Angabe der Quelle bleibt vollständig unklar, wie "groß" der Eigenanteil von Um ist.

Sichter
(Graf Isolan)

[24.] Analyse:Um/Fragment 132 24 - Diskussion
Bearbeitet: 13. June 2012, 10:27 (Graf Isolan)
Erstellt: 13. June 2012, 10:22 Graf Isolan
Alonso 1977, BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 132, Zeilen: 24-29
Quelle: Alonso 1977
Seite(n): 52-53, Zeilen: S.52, 43-45 - S.53, 1-3
[...] daß die Existenz negativer externer Effekte, d.h. das Auseinanderfallen der gesellschaftlichen Kosten und Nutzen und der Summe der inividuellen Kosten und Nutzen, dazu führt, daß die Städte über ein (theoretisches) Optimum hinaus wachsen können. Ein Betrieb also, der sich in einer Großstadt ansiedeln will, wird vom bestehenden (durchschnittlichen) Überbevölkerungsniveau ausgehen, nicht jedoch von zusätzlichen Problemen und Transportkosten, welche der Allgemeinheit auf Grund seiner Ansiedlung erwachsen. Die Trennung zwischen privaten und sozialen Kosten, so lautet diese Begründung, verursache ein Wachstum der Stadt über ihre optimale Größe hinaus."12

12 Vgl. Alonso, William, Zur Ökonomie der Stadtgröße in Fürst (1977) S. 52/53

[Seite 52]

Die Grenzkosten werden von der Allgemeinheit getragen; die Differenz zwischen Durchschnittskosten und Grenzkosten stellen negative externe Effekte dar. Ein Betrieb z. B., der sich in einer Großstadt ansiedeln will, wird vom bestehenden (durchschnittlichen) Übervölkerungsniveau ausgehen, nicht jedoch von zusätzlichen Proble-

[Seite 53]

men und Transportkosten, welche der Allgemeinheit aufgrund seiner Ansiedlung erwachsen. Die Trennung zwischen privaten und sozialen Kosten, so lautet diese Begründung, verursache ein Wachstum der Stadt über ihre optimale Größe hinaus.

Anmerkungen

Ein Anfang des "Zitats" ist nicht gekennzeichnet - "handwerkliche Schwäche" oder bewusst eingesetzte Irreführung des Lesers bzgl. der Autorenschaft? Im übrigen verändert Um unzulässigerweise auch noch den Wortlaut des Originals im "zitierten" Abschnitt. Letztendlich muss der Leser also raten, was von Um und was von Alonso (1977) ist.

Zur Dokumentation wurde auf beiden Seiten ein Teil des unmittelbar vorangegangenen Textes mit aufgeführt. Er wurde bei der Zeilenzählung nicht berücksichtigt.

Sichter
(Graf Isolan)

[25.] Analyse:Um/Fragment 313 12 - Diskussion
Bearbeitet: 13. June 2012, 15:18 (Graf Isolan)
Erstellt: 13. June 2012, 15:18 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Richardson 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 313, Zeilen: 12-14
Quelle: Richardson 1977
Seite(n): 69, Zeilen: 33-34, 35-37
Nachdem mehr als die Hälfte des städtischen Bodens für Wohnen gebraucht wird, hat die räumliche Verteilung der Wohnfunktionen tiefgreifende Auswirkungen auf die Struktur der Bodenpreise im Stadtgebiet. Die Preise wiederum sind aber auch Input des Maximierungskalküls.385

385 Vgl. Richardson in Fürst (1977) S. 69

[...] (wahrscheinlich wird ungefähr die Hälfte des gesamten Bodens hierfür verwendet). Deshalb und weil die Gesamtmenge des Bodens innerhalb eines Gebiets — abgesehen von äußeren Grenzveränderungen — im wesentlichen festliegt, hat die räumliche Verteilung der Wohnfunktion tiefgreifende Auswirkungen auf die Struktur der Bodenpreise im Stadtgebiet.
Anmerkungen

Wortwörtliche Übereinstimmung wurde nicht gekennzeichnet. Wieder muss man raten, wieviel und was Um selbst verfasst hat.

Sichter
(Graf Isolan)

[26.] Analyse:Um/Fragment 313 31 - Diskussion
Bearbeitet: 13. June 2012, 15:38 (Graf Isolan)
Erstellt: 13. June 2012, 15:37 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Richardson 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 313, Zeilen: 31-33
Quelle: Richardson 1977
Seite(n): 74, Zeilen: 29-32
Aus der Komplexität dieses Verflechtungssystems einander gegenseitig bedingender Standortfaktoren läßt sich zweierlei schließen:

- Es ist praktisch unmöglich, eine umfassende Theorie optimaler Standortwahl für gewachsene Städte zu entwickeln, da auf Grund der bereits erfolgten Belegung des Bodens eine suboptimale Verwendung des Bodens die Regel ist.388


388 Vgl. Richardson in Fürst (1977) S. 74

Das Konzept des optimalen Standortes läßt sich nur schwer für eine gewachsene Stadt verwenden, da die besten Standorte möglicherweise bereits belegt sind und aufgrund der Trägheit und Stabilität bei der Belegung des städtischen Bodens eine suboptimale Verwendung des Bodens die Regel ist.
Anmerkungen

Dies ist keine Schlussfolgerung von Um aufgrund von Fakten, die in Richardson (1977) dargestellt sind, sondern eine von Richardson bereits formulierte Feststellung, die zum Teil im Wortlaut übernommen wurde.

Sichter
(Graf Isolan)

[27.] Analyse:Um/Fragment 185 21 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2014, 20:31 (Schumann)
Erstellt: 21. June 2012, 09:03 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Fürst 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 185, Zeilen: 21-27
Quelle: Fürst 1977
Seite(n): 10, Zeilen: 11-18
Dabei wirken nach Fürst besonders zwei Tendenzen in Richtung der sinkenden Steuerungsfähigkeit lokaler Prozesse durch das politisch-administrative System: Wachsende Stadtgröße führt dazu, daß das politisch-administrative System größer wird und damit zunehmend heterogene Interessen zum Ausgleich gebracht werden müssen, hinzu kommt, “daß bürokratische und politische Systeme mit wachsender Größe immer weniger sensibel für Probleme ihrer Umwelt werden und inflexibler auf Probleme zu reagieren neigen.”32

32 Vgl. ebenda S. 10

Dabei wirken zwei Tendenzen in Richtung sinkender Steuerungsfähigkeit lokaler Verstädterungsprozesse durch das politisch-administrative Subsystem. Erstens führt die wachsende Stadtgröße dazu, daß das lokale politisch-administrative Subsystem größer wird und zunehmend heterogene Interessen zum Ausgleich bringen muß, was Veränderungen weg vom status quo zunehmend schwieriger macht; hinzu kommt, daß bürokratische und politische Systeme mit wachsender Größe immer weniger sensibel für Probleme ihrer Umwelt werden (s. Fürst, 1975) und inflexibler auf Probleme zu reagieren neigen.
Anmerkungen
Sichter
(Graf Isolan)

[28.] Analyse:Um/Fragment 185 30 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2014, 20:32 (Schumann)
Erstellt: 21. June 2012, 11:12 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Fürst 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 185, Zeilen: 30-34
Quelle: Fürst 1977
Seite(n): 31, Zeilen: 7-12
Als einen Grund (unter vielen) für die sinkende Steuerungsfähigkeit innerhalb der Kommunalpolitik nennt Fürst die Begrenztheit personaler und informatorischer Ressourcen und Anspruchsüberlastung, was dazu führt, daß das politisch-administrative System "mit Problemverarbeitungsmodellen arbeitet, die den neuen Ansprüchen weder von der institutionellen Reichweite noch von der konzeptionellen Kreativität her [gewachsen sind", was zur Beibehaltung tradierter Routinen und zu non-decision-making führt.33] — personale und informatorische Ressourcen stehen nur begrenzt zur Verfügung, so daß hilfsweise das lokale politisch-administrative Subsystem mit Problemverarbeitungs-Modellen arbeitet, die den neuen Ansprüchen weder von der institutionellen Reichweite (wer wird in die Problemlösung einbezogen) noch von der konzeptionellen Kreativität her gewachsen sind: Die Problemlösungen werden nach Routinen modelliert, die in früherer Zeit erfolgreich waren (Gorvine/Margulies, 1971, 269f.);
Anmerkungen

Schon vor dem eigentlichen Zitat stammen große Teile des Wortlauts aus Fürst (1977).

Sichter
(Graf Isolan)

[29.] Analyse:Um/Fragment 175 22 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2012, 00:16 (Graf Isolan)
Erstellt: 21. June 2012, 23:59 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Richardson 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 175, Zeilen: 22-24
Quelle: Richardson 1977
Seite(n): 80, Zeilen: -
Nachdem das Angebot an zentral gelegenem Grund und Boden weitgehend fix ist, wird der Preis im wesentlichen von der Nachfrage bestimmt. Der Preis für städtischen Boden und das allgemeine Niveau der Bodenrente werden ebenso wie der Preis für jede andere Ware von Angebot und Nachfrage bestimmt.9

Da das Angebot an zentral gelegenem Grund und Boden im wesentlichen festliegt, wird sein Wert von der Nachfrage nach solchem Boden bestimmt.

Anmerkungen

Die Formulierungen stammen im wesentlichen aus der Vorlage, deren Zugrundelegung hier aber unerwähnt bleibt.

Sichter
(Graf Isolan)

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki