Fandom

VroniPlag Wiki

Analyse:Un

31.354Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Fragmente (Plagiat, gesichtet)

Kein Fragment



Fragmente (Plagiat, ungesichtet)

69 Fragmente

[1.] Analyse:Un/Fragment 011 11 - Diskussion
Bearbeitet: 26. October 2012, 10:24 Klgn
Erstellt: 26. October 2012, 10:00 (Klgn)
Bernhart 1922, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 11-16
Quelle: Bernhart 1922
Seite(n): 7, Zeilen: 20-29
Gedanklich wenigstens kann man Mystik unterscheiden als gelebtes Erfahrenes, als Ereignis und Zustand des Bewußtsein und als Spekulation, als ein Nachdenken, Reflektieren, das entweder von jenen Erlebnissen ausgeht, über sie als ihren Stoff handelt oder aber im Gang der Erwägung Erkenntnisse findet, Sätze aufstellt, Schlüsse zieht. So aufgefaßt, umfaßt der Begriff Mystik Praxis und Theorie; Nötig ist vor allem, Mystik als Gelebtes, Erfahrenes, als Ereignis und Zustand des Bewußtseins abzusondern von der Mystik als Lehre, Spekulation, als einem Nachdenken, Reflektieren, das entweder von jenen Erlebnissen ausgeht, über sie als ihren Stoff handelt oder aber, nicht an die Voraussetzung solchen Lebens geknüpft, im Gang seiner Erwägung Erkenntnisse findet, Sätze aufstellt, Schlüsse zieht, die auf die Behauptung hinauslaufen, daß Leben jener Art möglich, wünschenswert, ja notwendig sei. So umfaßt der Begriff Mystik Praxis und Theorie 2.
Anmerkungen

Aus der Einleitung "Mystik und Philosophie" von Bernhart; im Literaturverzeichnis von Un und FN 3, S.48, Bernhard [sic].

Sichter

[2.] Analyse:Un/Fragment 013 18 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2012, 18:46 Klgn
Erstellt: 24. October 2012, 18:44 (Klgn)
Dempf 1960, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 18-22
Quelle: Dempf 1960
Seite(n): 34, Zeilen: S. 34: 42-46 ; S. 35: 1-3
Jahrhunderte hindurch haben Eckharts Predigten ihre Wirkung in der abendländischen Mystik ausgeübt. Sie sind der Anstoß zu großen Frömmigkeitsbewegungen gewesen, weil durch die bewundernswerte Sprachbegabung Eckharts das hohe mystische Gut der scholatischen Spekulation auch dem Laien und dem Volk zugänglich gemacht worden ist. Jahrhunderte hindurch haben Eckharts Predigten auch unter fremdem Namen ihre Wirkung in der abendländischen Mystik ausgeübt. Sie sind hauptsächlich der Anstoß zu jener großen Frömmigkeitsbewegung gewesen, die wir die Deutsche Mystik nennen, weil durch die bewundernswerte

S. 35

Sprachbegabung des Meisters das hohe mystische Gut der scholastischen Spekulation auch den Laien und dem Volke zugänglich gemacht worden ist.

Anmerkungen
Sichter

[3.] Analyse:Un/Fragment 014 29 - Diskussion
Bearbeitet: 23. October 2012, 14:31 Klgn
Erstellt: 23. October 2012, 14:31 (Klgn)
Fragment, Kunisch 1960, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 29-32
Quelle: Kunisch 1960
Seite(n): 126, Zeilen: 104-107 (FN 66)
Die tragenden theologischen Voraussetzungen für Eckharts Darstellung der Gottesgeburt in der Seele sind die Trinitätslehre Augustins und die neuplatonische Vorstellung der Emanation, des Ausgangs und Wiedereingangs der Kreatur aus Gott als der ersten Ursache.14

14 Vgl. J. KOCH , Platonismus im Mittelalter, Krefeld 1950, S. 21 ff.

66 Die tragenden theologischen Voraussetzungen sind die Trinitätslehre Augustins, der zu Eckharts Lieblingsautoren gehört, und die neuplatonische Vorstellung der Emanation, des Ausgangs und Wiedereingangs der Kreatur aus Gott als der ersten Ursache [...].
Anmerkungen
Sichter

[4.] Analyse:Un/Fragment 016 30 - Diskussion
Bearbeitet: 12. November 2012, 19:29 Klgn
Erstellt: 20. October 2012, 10:01 (Klgn)
Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: S. 30-34; S. 31
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 62, Zeilen: 25-
Seine Untersuchung ist allerdings heute unbrauchbar geworden; denn sie liegt vor SPAMERS Aufsatz über die Textüberlieferung und vor DENIFLES Veröffentlichung der Auszüge aus den lateinischen Schriften Eckarts, d. h., sie liegt vor der Entstehung der eigentlichen Echtheitsfrage. So nimmt Kramm alles zu seiner Zeit für Eckhart in Anspruch [genommene Gut als ein Ganzes und versucht von einem aus diesen Schriften gewonnenen System aus die einzelnen Termini bei Eckhart zu erklären.] KrammsAbhandlung über Meister Eckeharts Terminologie von 1884 ist unbrauchbar geworden.2) Sie liegt vor Spamers Aufsatz über die Textüberlieferung und vor Denifles Veröffentlichung der Auszüge aus den lateinischen Schriften Eckeharts, das heisst sie liegt vor der Entstehung der eigentlichen Echtheitsfrage und vor der klaren Erkenntnis der Einfügung des eckehartischen Denkens in die ganze lateinisch-christliche Philosophie. So nimmt er auch alles zu seiner Zeit für Eckehart in Anspruch genommenes Gut als ein Ganzes und versucht von

S. 32

einem aus diesen Schriften gewonnenen System aus die einzelnen Termini zu erklären, [...]

Anmerkungen

Wird fortgesetzt in Analyse:Un/Fragment 017 01

Sichter

[5.] Analyse:Un/Fragment 017 01 - Diskussion
Bearbeitet: 20. October 2012, 10:29 Klgn
Erstellt: 20. October 2012, 10:14 (Klgn)
Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 17, Zeilen: 1-4; 11-13; 19-20
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 62, Zeilen: S.62: 32-33; S.63: 1-4; 5-10; 11-14
[So nimmt Kramm alles zu seiner Zeit für Eckhart in Anspruch] genommene Gut als ein Ganzes und versucht von einem aus diesen Schriften gewonnenen System aus die einzelnen Termini bei Eckhart zu erklären. Der Autor versucht, Eckhart als den Erfinder philosophischer Begriffe hinzustellen [...].

Für unsere Untersuchung müssen Kramms Darlegungen, die immerzu Echtes mit Zweifelhaftem oder Unechtem vermischen, beiseite bleiben. [...]

Robert RATTKE 19 versucht in seiner Arbeit die Abstraktbildungen auf "-heit" bei Meister Eckhart und seinen Jüngern zusammenzustellen. [...]

Diese Arbeit kann uns aber nur geringe Dienste tun, da sie nur zum allerkleinsten Teil erschienen ist.

So nimmt er auch alles zu seiner Zeit für Eckehart in Anspruch genommenes Gut als ein Ganzes und versucht von

S. 63

einem aus diesen Schriften gewonnenen System aus die einzelnen Termini zu erklären, und so will er Eckehart trotz aller beabsichtigten Einstellung auf das Sprachliche doch mehr als den Erfinder philosophischer Begriffe darstellen [...].

Für unsere Untersuchung müssen seine Darlegungen, die immerzu Echtes mit Zweifelhaftem oder Unechtem vermischen und dort sicher stehende Einsichten über Eckehart als Voraussetzung annehmen, wo wir uns erst in aller Vorsicht neue Anschauungen zu gewinnen suchen müssen, beiseite bleiben.

[...] Die Zusammenstellung der Abstraktbildungen auf -heit bei Meister Eckhart und seinen Jüngern von R a t t k e1) kann uns nur geringe Dienste leisten, weil sie nur zum allerkleinsten Teile erschienen ist

Anmerkungen

Fortsetzung von Analyse:Un/Fragment 016 30

Sichter

[6.] Analyse:Un/Fragment 020 07 - Diskussion
Bearbeitet: 27. October 2012, 16:02 WiseWoman
Erstellt: 27. October 2012, 14:45 (Klgn)
Fragment, Kunisch 1936, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 7-11
Quelle: Kunisch 1936
Seite(n): 38, Zeilen: 5-8
Die Arbeit von Theophora SCHNEIDER23 ist aus der Schule Jost TRIERS hervorgegangen. Wir haben es also mit einer Wortfeldforschung zu tun, die nicht Einzelwörter untersucht, sondern die Wörter in ihrem Neben und Miteinander im Wortfeld „in ihrer Sinnbezogenheit zum Sprachganzen“. 24

23 Th. SCHNEIDER OSB, Der intellektuelle Wortschatz Meister Eckharts, Berlin 1935.

24 J. TRIER, Der deutsche Wortschatz im Sinnbezirk des Verstandes, Heidelberg 1931.

Die vorliegende Arbeit ist aus der Schule JOST TRIERS hervorgegangen. Wir haben es also mit Wortfeldforschung zu tun1, die nicht Einzelwörter untersucht, sondern die Wörter in ihrem Neben- und Miteinander im Wortfeld, 'in ihrer Sinnbezogenheit zum Sprechganzen' (S. 7).

1 Von den Arbeiten J. TRIERS vgl. besonders: ‘Der deutsche Wortschatz im Sinnbezirk des Verstandes’, Bd. 1, 1931 (bespr. von WITTE, Anz. 51 [1932] S. 26 ff.); ‘Deutsche Bedeutungsforschung’, in: Germanische Philologie, Festsehr. für BEHAGEL (1934) S. 173—200.

Anmerkungen

Kann auch als BauernOpfer gewertet werden, siehe Analyse:Un/Fragment 020 21

Sichter

[7.] Analyse:Un/Fragment 020 21 - Diskussion
Bearbeitet: 27. October 2012, 14:27 Klgn
Erstellt: 27. October 2012, 14:24 (Klgn)
BauernOpfer, Fragment, Kunisch 1936, SMWFragment, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 21-27
Quelle: Kunisch 1936
Seite(n): 40, Zeilen: 11-14; 33-37
Es zeigt sich auch deutlich, daß die Blickrichtung auf das Wortfeld eine starke Einengung bedeutet und zu einem Übersehen wichtiger Tatsachen und Zusammenhänge führen kann.26 Die Starrheit in der Auffassung vom Sinngefüge der Sprache, die sich das Wortfeld als ein unverrückbares, scharf getrenntes Gefüge von Begriffen denkt, läßt ein Wesentliches der Mystikersprache aus; ihre Beweglichkeit, ihre Neigung zu Häufung und Variation.

25 Vgl. die Besprechung von Theoph. Schneiders Buch von H. KUNISCH, in: H. f. d. H. 55 (1936), S. 38-42.

26 H. KUNISCH , a.a.O., S. 4

Hier zeigt sich deutlich, daß die Blickrichtung auf das Wortfeld und die in ihm vor sich gehenden Beziehungen eine starke Einengung bedeuten und zu einem Übersehen wichtiger Tatsachen und Zusammenhänge führen kann.

[...]

Die Starrheit in der Auffassung vom Sinngefüge der Sprache, die sich das Wortfeld als ein unverrückbares, scharf getrenntes Gefüge von Begriffen denkt, läßt ein Wesentliches der Mystikersprache aus: ihre Beweglichkeit, ihre Neigung zu Häufung und Variation.

Anmerkungen
Sichter

[8.] Analyse:Un/Fragment 029 01 - Diskussion
Bearbeitet: 25. October 2012, 13:28 Klgn
Erstellt: 25. October 2012, 13:28 (Klgn)
Fragment, Guardini 1959, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 1-5
Quelle: Guardini 1959
Seite(n): 30, Zeilen: 30-33
Das Göttliche ist nicht das Welthafte, sondern etwas Eigenes; es vermag sich aber in jedem Element der unmittelbaren Weltwirklichkeit auszudrücken und darin gegenständlich zu werden in Dingen, Vorgängen, Ordnungen und Worten. Dieses ist nicht das Welthafte, sondern etwas Anderes und Eigenes; es vermag sich aber in jedem Element der unmittelbaren Weltwirklichkeit auszudrücken und darin gegenwärtig zu werden, in Dingen, Vorgängen, Ordnungen, Werten.
Anmerkungen

Aus der Zusammenfassung von Guardini.

Sichter

[9.] Analyse:Un/Fragment 033 13 - Diskussion
Bearbeitet: 20. October 2012, 08:51 Klgn
Erstellt: 20. October 2012, 08:51 (Klgn)
Fragment, Mensching 1937, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 13-15
Quelle: Mensching 1937
Seite(n): 143, Zeilen: 17-20
Das Geheimnis liegt darin, wie es möglich ist, daß eine endliche und scheinbar so flüchtige Größe wie das religiöse Wort dauernde Gestalt, Träger und Mittler ewiger Kraft sein kann. Das Geheimnis aber liegt darin, wie es möglich ist, daß eine endliche und scheinbar so flüchtige Größe wie das Wort dennoch Gestalt, Träger und Mittler ewiger Kraft sein kann.
Anmerkungen
Sichter

[10.] Analyse:Un/Fragment 039 13 - Diskussion
Bearbeitet: 2. November 2012, 20:22 Klgn
Erstellt: 2. November 2012, 20:06 (Klgn)
Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Tschirch 1957, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 13-15
Quelle: Tschirch 1957
Seite(n): 260, Zeilen: S. 260: 4-7; S. 277
Freilich, religiöse Inhalte können nur durch die Sprache vermittelt werden. Aber in welcher Weise wirkt sich diese Tatsache auf die beiden beteiligten Größen aus? Die Religion formt zwar an der Sprache, aber wie wirkt sich die Gesamtsprache ihrerseits auf die Welt religiöser Vorstellungen aus? Religiöse Inhalte können nicht anders denn durch Sprache vermittelt werden — an dieser Tatsache ist nichts Erstaunliches. Dem nachdenklichen Betrachter aber erhebt sich die Frage, in welcher Weise sich diese Tatsache auf die beiden beteiligten Größen auswirkt.

S. 277

[... ] wie die sprachliche Ausdrucksgestalt ihrerseits auf die Welt religiöser Vorstellungen gewirkt, sie geformt hat.

Anmerkungen
Sichter

[11.] Analyse:Un/Fragment 040 06 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2012, 13:41 Klgn
Erstellt: 22. October 2012, 13:40 (Klgn)
Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, Weisgerber 1957, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 6-8
Quelle: Weisgerber 1957
Seite(n): 174, Zeilen: 27-30
Keine Religion, die über „Erlebnis“ und Einzelmensch hinauswill, kann auf einen Grundbestand an sprachlich formuliertem Besitz verzichten, der in Lehre und Kult in mannigfacher Weise wirksam erscheint. Keine Religion, die über „Erlebnis“ und Einzelmensch hinaus will, kann auf einen Grundbestand an sprachlich formuliertem Besitz verzichten, der in Lehre, Kult und Leben in mannigfaltigster Weise wirksam erscheint.
Anmerkungen

__

Sichter

[12.] Analyse:Un/Fragment 041 29 - Diskussion
Bearbeitet: 30. October 2012, 17:34 Klgn
Erstellt: 27. October 2012, 11:02 (Klgn)
BauernOpfer, Cassirer 1958, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 29-33
Quelle: Cassirer 1958
Seite(n): 300, Zeilen: 31-34
Das religiöse Bewußtsein bleibt eben dadurch gekennzeichnet, daß in ihm der Konflikt zwischen dem reinen Sinngehalt, den es in sich faßt, und zwischen dem bildhaften Ausdruck ebendieses Gehaltes niemals zur Ruhe kommt, sondern daß er in allen Phasen seiner Entwicklung stets aufs neue hervorbricht.45

45 E. CASSIRER, a.a.O., II, S. 300ff. Zum Begriff der Analogie sei hier noch eine Äußerung von Cassirer erwähnt: „Kein Ding und kein Ereignis bedeutet mehr schlechthin sich selbst, sondern es ist zum Hinweis auf ein ‚Anderes‘, ‚Jenseitiges‘ geworden. In dieser strengen Scheidung des ‚abbildlichen‘ und des ‚urbildlichen‘ Seins dringt das religiöse Bewußtsein erst zu der ihm eigenen und eigentümlichen Idealität durch... “ a.a.O. II, S. 301.

Demgegenüber bleibt das religiöse Bewußtsein dadurch gekennzeichnet, daß in ihm der Konflikt zwischen dem reinen Sinngehalt, den es in sich faßt, und zwischen dem bildlichen Ausdruck ebendieses Gehalts niemals zur Ruhe kommt, sondern daß er in allen Phasen seiner Entwicklung stets

S. 301

aufs neue hervorbricht.

Anmerkungen
Sichter

[13.] Analyse:Un/Fragment 042 09 - Diskussion
Bearbeitet: 12. November 2012, 19:32 Klgn
Erstellt: 20. October 2012, 09:14 (Klgn)
Fragment, Mensching 1948, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 9-13
Quelle: Mensching 1948
Seite(n): 132, Zeilen: 23-27
Doch alle höheren Religionen zeigen das nachweisbare Bedürfnis zur Spekulation zum Zweck der Selbstklärung, der Verteidigung und der Vererbung des religiösen Besitzes. Es ist das Bedürfnis, den Inhalt des Glaubens zu fixieren und auf eine prägnante Formel zu bringen. Alle höheren Religionen zeigen das unabweisbare Bedürfnis zum Zweck der Selbstklärung, der Verteidigung und der Vererbung des religiösen Besitzes, den Inhalt des Glaubens ihrer Gemeinschaft zu fixieren und auf eine prägnante Formel zu bringen.
Anmerkungen
Sichter

[14.] Analyse:Un/Fragment 045 11 - Diskussion
Bearbeitet: 2. November 2012, 19:14 Klgn
Erstellt: 2. November 2012, 19:14 (Klgn)
Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Tschirch 1957, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 11-24
Quelle: Tschirch 1957
Seite(n): 288, Zeilen: 35-46
Das Beziehungsverhältnis ziwschen [sic] Religion und Sprache — um dies abschließend zu sagen - stellt sich als ein nicht leicht zu durchschauendes Widerspiel beider Größen dar. Die Religion hat von den frühesten Zeiten an den verschiedensten sprachlichen Erscheinungsformen bedeutsame Kennzeichen aufgeprägt und fährt damit bis in die Gegenwart hinein fort. Und die Sprache beeinflußt die Religion, indem sie die religiösen Vorstellungen und Inhalte dem in der eigenen Sprache verfestigten Weltbild annähert und anverwandelt; ja, sie führt auf neue religiöse Vorstellungen und Inhalte einfach auf Grund der Tatsache, daß jedem Wort ein lebendiger, ein wirkender Inhalt innewohnt. So beeinflussen sich Religion und Sprache als lebendige Ausdrucksformen des menschlichen Geistes zwar unmerklich, aber in dauernder Folge wechselseitig. Dadurch werden beide unaufhörlich bewegt und verändert, beide lebendig erhalten. Das Beziehungsverhältnis zwischen Religion und Sprache stellt sich also als ein nicht leicht zu durchschauendes Widerspiel zwischen beiden Größen dar. Die Religion hat von den frühesten Zeiten an den verschiedensten sprachlichen Erscheinungsformen bedeutsame Kennzeichen aufgeprägt und fährt damit im Grunde bis in die Gegenwart hinein fort. Und die Sprache verändert jede von einem anderen Volk übernommene Religion, indem sie deren Vorstellungen und Inhalte dem in der Prägeform der eigenen Sprache verfestigten Weltbild annähert und anverwandelt; ja sie schafft neue religiöse Vorstellungen und Inhalte einfach auf Grund der Tatsache, daß jedem Wort ein lebendiger, und das heißt: ein wirkender Sinn innewohnt. So beeinflussen sich Religion und Sprache als lebendige Ausdrucksformen des menschlichen Geistes zwar unmerklich, aber unentrinnbar in dauernder Folge wechselseitig. Dadurch werden beide unaufhörlich bewegt und verändert, beide lebendig erhalten.
Anmerkungen
Sichter

[15.] Analyse:Un/Fragment 048 16 - Diskussion
Bearbeitet: 21. October 2012, 13:18 Klgn
Erstellt: 21. October 2012, 13:18 (Klgn)
Fischer 1960, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 16-22
Quelle: Fischer 1960
Seite(n): 55, Zeilen: S. 55: 22-27 ; S. 56: 1-2
Wenn z. B. Eckhart als Vertreter der deutschen Mystik betrachtet wird, so ist wohl anzunehmen, daß man ihm diesen Titel auf Grund seiner deutschen Schriften zuerkannte. Nun wird aber der Ausdruck vom „Mystiker Eckhart“ - das gleiche gilt für TAULER und SEUSE - weitergegeben, ohne dabei zu unterscheiden, ob man ihm damit persönlich mystische Erfahrungen zuerkennt oder ob wir bei ihm eine Theorie der mystischen Theologie zu erwarten haben. Wenn Eckhart als der Vertreter der deutschen Mystik betrachtet wird, so ist wohl anzunehmen, daß man ihm diesen Titel auf Grund seiner deutschen Predigten insbesondere zuerkannte, so daß sich die Grundzüge dieser Mystik in den Predigten wiederfinden ließen. Meistens wird der Ausdruck vom Mystiker Eckhart weitergegeben, ohne dabei zu unterscheiden, ob man damit ihm

S. 56

persönlich mystische Erfahrungen zuerkennt oder ob wir bei ihm eine Theorie der mystischen Theologie zu erwarten haben225.

Anmerkungen
Sichter

[16.] Analyse:Un/Fragment 048 23 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2012, 17:02 WiseWoman
Erstellt: 24. October 2012, 16:59 (Klgn)
BauernOpfer, Dempf 1960, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 23-30
Quelle: Dempf 1960
Seite(n): 40, Zeilen: 35-46
Der Philosoph und Theosoph Franz von BAADER hatte durch seine Kenntnis Jakob BÖHMES einen besonderen Blick für die überragende Bedeutung Meister Eckharts. Daher veranlaßte er den Germanisten Franz PFEIFFER zur Herausgabe der erhaltenen mittelhochdeutschen Predigten Meister Eckharts. So lagen denn endlich wieder seit 1857 eigene Schriften Eckharts vor. Die neueste kritische Untersuchung dieser Ausgabe hat die in Anbetracht des Überlieferungszustandes sehr achtungswerte Leistung Pfeiffers bestätigt.4

4 Vgl. A. DEMPF, Meister Eckhart, Freiburg 1960 (Herder-Bücherei Nr. 71), S. 40.

Der aber, der das entscheidende Verdienst hat, das romantische und das germanistische Interesse miteinander verbunden zu haben, ist der Philosoph und Theosoph Franz von Baader. Er hatte nämlich durch seine Kenntnis Jakob Böhmes und der ganzen esoterischen Tradition einen besonderen Blick für die überragende Bedeutung Meister Eckharts und veranlaßte den Germanisten Franz Pfeiffer zur Herausgabe der erhaltenen mittelhochdeutschen Predigten Eckharts. So lagen denn endlich wieder seit 1845, oder eigentlich erst seit 1857, eigene Schriften Eckharts vor. Die neueste kritische Untersuchung dieser Ausgabe hat die in Anbetracht des Überlieferungszustandes sehr achtenswerte Leistung Pfeiffers bestätigt.
Anmerkungen
Sichter

[17.] Analyse:Un/Fragment 052 30 - Diskussion
Bearbeitet: 23. October 2012, 07:48 Klgn
Erstellt: 23. October 2012, 07:42 (Klgn)
Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, Zirker 1923, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 30-32
Quelle: Zirker 1923
Seite(n): 11, Zeilen: 10-12
Der Mystiker wird nicht müde, die Unfaßlichkeit des höchsten Wesens zu bekennen, aber er wird ebensowenig müde, nach dieser Erkenntnis zu streben. Der Mystiker wird nicht müde, die Unfaßlichkeit des höchsten Wesens zu betonen, und wird ebensowenig müde, nach dieser letzten Erkenntnis zu streben: [...]
Anmerkungen

__

Sichter

[18.] Analyse:Un/Fragment 052 34 - Diskussion
Bearbeitet: 21. October 2012, 09:11 Klgn
Erstellt: 21. October 2012, 09:11 (Klgn)
BauernOpfer, Fragment, Quint 1953, SMWFragment, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 34-39
Quelle: Quint 1953
Seite(n): 54, Zeilen: 33-37
Das spekulative Denken der Mystik ist sowohl auf ein erkenntnismäßiges Erfassen der mystischen Einigung in der Reflektion über das in der „unio mystica“ betätigte Denk-Schauen wie auch auf den Erkenntnisprozeß, der zur „unio mystica“ hinführt, gerichtet; sie ist also sowohl ein Spekulieren über die mystische Schau wie ein Spekulieren zu ihr hin.18

18 J. QUINT, Mystik und Sprache, a.a.O., S. 54.

Das spekulative Denken der Mystik ist sowohl auf ein erkenntnismäßiges Erfassen der mystischen Einigung in der Reflexion über das in der unio mystica betätigte Denk-Schauen wie auch auf den Erkenntnisprozeß, der zur unio mystica hinführt, gerichtet, sie ist also sowohl ein Spekulieren über die mystische Schau wie ein Spekulieren zu ihr hin.
Anmerkungen
Sichter

[19.] Analyse:Un/Fragment 053 03 - Diskussion
Bearbeitet: 30. October 2012, 16:14 Klgn
Erstellt: 30. October 2012, 16:11 (Klgn)
Fragment, Kramm 1884, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 3-6
Quelle: Kramm 1884
Seite(n): 11, Zeilen: 12-15
Die Eigentümlichkeit Eckharts, im diskursiven Denken gerade der Sprache eine so hervorragende Bedeutung zuzusprechen, hat ihre Berechtigung. Das Wort setzt die Idee in gangbare Münze um. Die eigentümlichkeit Eckeharts im discursiven denken gerade dem w o r t e , der s p r a c h e eine so hervorragende bedeutung zuzusprechen, hat, wie wir gesehen, berechtigung; das wort sezt den begriff in gangbare münze um;
Anmerkungen
Sichter

[20.] Analyse:Un/Fragment 053 16 - Diskussion
Bearbeitet: 26. October 2012, 10:33 Klgn
Erstellt: 26. October 2012, 10:33 (Klgn)
BauernOpfer, Bernhart 1922, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 16-25
Quelle: Bernhart 1922
Seite(n): 11, Zeilen: 13-22
Ist Philosophie immer ein Versuch zur Lehre von der Erkenntnis und Wertung der Welt zur Erklärung des jeweils verlässigsten Befundes der menschlich zugänglichen Wirklichkeit, so will der Mystiker etwas anderes und mehr: mit dem Ganzen der menschlichen Ausstattung, auch ihren alogischen Gaben und Kräften, Wille, Gefühl, Affekt und Phantasie, die Welt nicht nur erklären, sondern zur vitalen, tiefer und eigentlicher, als logische Erkenntnis sie je vermitteln kann, besitzenden Gemeinschaft mit allem außer ihm gelangen.19

19 J. Bernhard [sic], a.a.O., S. 11.

Ist Philosophie immer ein Versuch zur Lehre von der Erkenntnis und Wertung der Welt, zur Erklärung des jeweils verlässigsten Befundes der menschlich zugänglichen Wirklichkeit, so will der Mystiker etwas anderes und mehr: mit dem Ganzen der menschlichen Ausstattung, auch ihren alogischen Gaben und Kräften, Wille, Gefühl, Affekt und Phantasie die Welt nicht nur erklären, sondern zur vitalen, tiefer und eigentlicher, als logische Erkenntnis sie je vermitteln kann, besitzenden Gemeinschaft mit allem außer ihm gelangen.
Anmerkungen

Wörtliches Zitat ohne Anführungszeichen/Hervorhebungen.

Sichter

[21.] Analyse:Un/Fragment 056 01 - Diskussion
Bearbeitet: 20. October 2012, 19:23 WiseWoman
Erstellt: 20. October 2012, 19:22 (WiseWoman)
Fragment, Quint 1953, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 56, Zeilen: 1
Quelle: Quint 1953
Seite(n): 64, Zeilen: 6-7
[Die] Mystiker sind von der Kraft- und Machtfülle des Wortes durchdrungen. Und doch ist Eckehart, der spekulative Geistmystiker, vom Adel, von der Kraft- und Machtfülle des Wortes tief durchdrungen
Anmerkungen

Sehr klein, aber schon in der Besprechung Quint 1964 bemerkt.

Sichter

[22.] Analyse:Un/Fragment 061 13 - Diskussion
Bearbeitet: 21. October 2012, 09:49 Klgn
Erstellt: 20. October 2012, 09:30 (WiseWoman)
Fragment, Quint 1953, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 61, Zeilen: 13-19
Quelle: Quint 1953
Seite(n): 49, Zeilen: 11-19
[...] dann bleibt dennoch die wichtige Frage: Inwieweit kann das mystische Sein und Geschehen in der Sprache seinen Ausdruck und seine Aussage finden? Die Beantwortung dieser Frage hängt nicht nur von dem richtigen Verständnis der Mystik ab, sondern auch von der Vorstellung, die wir vom Wesen der Sprache, ihrer Funktion im Zusammenhang mit der menschlichen Existenz und ihrer Leistungsmöglichkeit haben. Die Frage, die in unserm Zusammenhang vordringlich interessiert, ist nun, ob und wie dieses mystische Geheimnis [...] im Medium der Sprache Ausdruck oder Aussage finden kann oder nicht. Die Beantwortung dieser Frage aber hängt von der Vorstellung und dem Begriff ab, den wir vom Wesen der Sprache, ihrer Funktion im Zusammenhang der menschlichen Existenz und ihren Leistungen und Leistungsmöglichkeiten haben.
Anmerkungen

Schon in der Besprechung Quint 1964 bemerkt

Sichter

[23.] Analyse:Un/Fragment 063 31 - Diskussion
Bearbeitet: 13. November 2012, 21:36 Klgn
Erstellt: 13. November 2012, 21:36 (Klgn)
Fragment, Kunisch 1959, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 63, Zeilen: 31-33
Quelle: Kunisch 1959
Seite(n): 252, Zeilen: 16-18
Die Erfahrung, daß man von Gott nichts Bestimmtes aussagen kann, zwingt den Mystiker, in Bildern und Vergleichen das Übernatürliche „sichtbar“ zu machen. Die Erfahrung, daß man von Gott nichts Bestimmtes aussagen kann, zwingt den Mystiker, in Bildern und Vergleichen das Unaussprechliche sichtbar zu machen1.
Anmerkungen
Sichter

[24.] Analyse:Un/Fragment 063 37 - Diskussion
Bearbeitet: 20. October 2012, 15:55 WiseWoman
Erstellt: 20. October 2012, 15:46 (Klgn)
Fragment, Kirmße 1930, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 63, Zeilen: 37-41
Quelle: Kirmße 1930
Seite(n): 7, Zeilen: 2-7
Die mystische Aussage ist vorwiegend metaphorisch. Metapher und Bild sind Kennzeichen der mystischen Sprache. Mit immer neuen Metaphern und Allegorien sucht der Mystiker die „mystische Welt“ darzustellen. Die sprachschöpferische Kraft der Mystiker wird gerade hier zur vollen Entfaltung gereizt. Für den Mystiker ist die Sprache ein unzureichendes Mittel, sein seelisches Erleben adäquat darzustellen. Seine Worte bleiben nur Bilder und Gleichnisse. Mit immer neuen Metaphern und Allegorien sucht er das mystische Erlebnis in seinen Hörern anzuregen. Die sprachschöpferische Kraft des Mystikers wird so zur Entfaltung gereizt.
Anmerkungen
Sichter

[25.] Analyse:Un/Fragment 066 08 - Diskussion
Bearbeitet: 30. October 2012, 17:26 Klgn
Erstellt: 27. October 2012, 10:44 (Klgn)
BauernOpfer, Cassirer 1958, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 8-11
Quelle: Cassirer 1958
Seite(n): 303, Zeilen: 8-11
Alle Vernunft des Menschen ist als ein passives Vernehmen auf die Hilfe des Sinnlichen angewiesen. So ist immer notwendig zwischen dem menschlichen Geist und dem Wesen der Dinge als ein Mittleres die Welt der Bilder und Zeichen eingeschaltet.54

54 E. CASSIRER, Philosophie der symbolischen Formen, a.a.O., Bd. 2, S. 303.

Alle "Vernunft" des Menschen ist als ein passives "Vernehmen" auf die Hilfe des Sinnlichen angewiesen. So ist immer und notwendig zwischen dem menschlichen Geist und dem Wesen der Dinge als ein Mittleres die Welt der Bilder und der Zeichen eingeschaltet.
Anmerkungen
Sichter

[26.] Analyse:Un/Fragment 074 26 - Diskussion
Bearbeitet: 23. October 2012, 07:34 Klgn
Erstellt: 23. October 2012, 07:34 (Klgn)
Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, Zirker 1923, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 74, Zeilen: 26-27
Quelle: Zirker 1923
Seite(n): 6, Zeilen: 30-32
Jede geistige Bewegung gebiert aus sich heraus neue Wörter, um ihrem Denken, Fühlen und Wollen Ausdruck zu verleihen. Jede geistige Bewegung gebiert aus sich heraus neue Wörter, um ihrem neuen Denken, Fühlen und Wollen Ausdruck zu verleihen.
Anmerkungen

__

Sichter

[27.] Analyse:Un/Fragment 079 03 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2012, 13:02 Klgn
Erstellt: 22. October 2012, 13:01 (Klgn)
Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, Weisgerber 1957, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 3-5
Quelle: Weisgerber 1957
Seite(n): 175, Zeilen: 32-36
Mit der Sprachbegabung ist dem Menschen das Tor zur Welt des Geistigen geöffnet, und dies ist auch der Weg, auf dem der menschliche Geist die Verbindung zum reinen Geist, mit Gott verwirklichen kann. Das kann im weitesten Sinne gefaßt sein, würde aber im Grunde auf den Schluß hinauslaufen, daß das mit der Sprachbegabung dem Menschen geöffnete Tor zur Welt des Geistigen auch ein Weg ist, auf dem der menschliche Geist die Verbindung zum reinsten Geist spüren und verwirklichen kann.
Anmerkungen

Un verschleiert/modifiziert die Gedanken seines Doktorvaters - ohne Nachweis.


Hinweis: Auf S. 30 findet sich eine ähnliche Stelle - mit Anführungszeichen und Fußnote:

„Mit der Sprachbegabung ist dem Menschen das Tor zur Welt des Geistigen, auch zum reinen Geist, eröffnet.“13


13 L. WEISGERBER , Die Muttersprache im Aufbau unserer Kultur, Düsseldorf 1957, S. 175.

Die Seitenangabe ist korrekt, das von Un wiedergegebene Zitat jedoch stimmt nicht mit dem Text von Weisgerber überein.

Sichter

[28.] Analyse:Un/Fragment 080 25 - Diskussion
Bearbeitet: 23. October 2012, 07:55 Klgn
Erstellt: 23. October 2012, 07:55 (Klgn)
Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, Zirker 1923, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 80, Zeilen: 25-28
Quelle: Zirker 1923
Seite(n): 4, Zeilen: 33-37
Welche Gefühlsschwingungen für einen Mystiker und seine Zeitgenossen mit diesem oder jenem Wort verbunden waren, läßt sich wohl kaum feststellen und kann daher vielleicht nur annähernd nachgeprüft werden. Welche Gefühlsschwingungen für einen Mystiker und seine Zeitgenossen mit einem Wort verbunden waren, das läßt sich von uns nur ahnend nachfühlen.
Anmerkungen

__

Sichter

[29.] Analyse:Un/Fragment 081 29 - Diskussion
Bearbeitet: 20. October 2012, 19:56 WiseWoman
Erstellt: 20. October 2012, 19:33 (WiseWoman)
Fragment, Quint 1928, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 81, Zeilen: 29-35
Quelle: Quint 1928
Seite(n): 673, Zeilen: 21-31
Mit einem ungemein großen Erkenntnisenthusiasmus sucht Eckhart die mystische Intuition dem rationalen Erfassen zugänglich zu machen. Keiner seiner Zeitgenossen hat die Höhe und Kühnheit seiner Spekulation erreicht. Bei seinen beiden größten Schülern, Tauler und Seuse, tritt die Spekulation gegen die praktische Ethik und lyrische Gefühlsinbrunst bedeutend zurück (Kunisch). aber erst Eckehart ist der konstruktive Geist, der mit einem ungemeinen Erkenntnisenthusiasmus die mystische Intuition dem rationalen Erfassen zugänglich zu machen strebt. Keiner seiner Zeitgenossen und Schüler hat die Höhe und Kühnheit seiner Spekulation erreicht: "er ist der geistigste unter den Mystikern" 1). Die verwegene Kühnheit seines Denkens ließ ihn mit der Kirche in Konflikt geraten, der 1329 nach seinem Tode zur Verurteilung einer Reihe seiner Lehrsätze führte. Bei seinen beiden größten Schülern, Tauler und Seuse, tritt die Spekulation gegen die praktische Ethik und lyrische Gefühlsinbrunst bedeutend zurück.

1) Karrer, O., Meister Eckehart, München 1923, S. 26.

Anmerkungen

Schon in der Besprechung Quint 1964 bemerkt.

Sichter

[30.] Analyse:Un/Fragment 082 26 - Diskussion
Bearbeitet: 19. October 2012, 08:12 Klgn
Erstellt: 19. October 2012, 08:12 (Klgn)
Fragment, Kunisch 1929, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 82, Zeilen: 26-33
Quelle: Kunisch 1929
Seite(n): 93, Zeilen: 14-23
Eckhart ist derjenige Mystiker, dessen Sprache am feinsten und subtilsten ist. Das läßt sich nicht einfach damit erklären, daß Eckhart als Lehrer der Pariser Schule den größten Zusammenhang mit der Scholastik hat. Eckharts ganzes Wesen ist vornehm, zurückhaltender als das der anderen Mystiker. Seine Predigt steigt weniger zu den Hörern hinab als die TAULERS. Er hat nicht dessen liebenswürdige Ironie. Eckhart ist der Hohe, Ferne. Seine Sprach- und Stilmittel sind sorgfältiger und geschliffener als die Taulers. Eckhart ist derjenige der Mystiker, dessen Sprache am feinsten und subtilsten ist. Das läßt sich nicht einfach damit erklären, daß Eckhart als Lehrer der Pariser Schule den größten Zusammenhang mit der Scholastik habe. Eckharts ganzes Wesen ist vornehmer, zurückhaltener als das der anderen Mystiker. Seine Predigt steigt weniger zu den Hörern hinab als die Taulers. Er hat nicht dessen liebenswürdige Ironie. Eckhart ist der Hohe, Ferne. Als Redner ist er nicht so eindringlich wie Tauler, aber seine Sprach- und Stilmittel sind sorgfältiger und geschliffener.
Anmerkungen

_

Sichter

[31.] Analyse:Un/Fragment 083 02 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2012, 14:53 Klgn
Erstellt: 22. October 2012, 14:53 (Klgn)
Fragment, Lücker 1950, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 83, Zeilen: 2-4
Quelle: Lücker 1950
Seite(n): 23, Zeilen: 5-7
Scharf scheidet er daher zwischen dem Symbol, dem äußeren Zeichen, und der inneren Wahrheit, auf die es eigentlich ankommt. Scharf scheidet Eckhart zwischen dem Symbol, dem äusseren Zeichen und der inneren Wahrheit, auf die es eigentlich ankommt 1).
Anmerkungen

__

Sichter

[32.] Analyse:Un/Fragment 085 03 - Diskussion
Bearbeitet: 23. October 2012, 08:17 Klgn
Erstellt: 23. October 2012, 08:17 (Klgn)
Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, Zirker 1923, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 85, Zeilen: 3-5
Quelle: Zirker 1923
Seite(n): 15, Zeilen: 9-11
Das ererbte Wortmaterial an Stamm-, Vor- und Nachsilben wird von Eckhart in reichster Mannigfaltigkeit und kühner Komposition zusammengebracht [...]. Dagegen ist das ererbte Material an Stamm-, Vor- und Nachsilben in reichster Mannigfaltigkeit und kühner Komposition zusammengebracht.
Anmerkungen

__

Sichter

[33.] Analyse:Un/Fragment 086 12 - Diskussion
Bearbeitet: 20. October 2012, 16:32 Klgn
Erstellt: 20. October 2012, 16:32 (Klgn)
Fragment, Heer 1956, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 86, Zeilen: 12-15
Quelle: Heer 1956
Seite(n): 27, Zeilen: 35-38
Es ist verständlich und in jeder Weise berechtigt, wenn Eckhart nicht genug Worte finden und erfinden kann, um den Ort der Seele, in dem die Gottesgeburt geschieht, zu benennen. Es ist verständlich und in jeder Weise berechtigt, wenn Eckhart, im Überschwang des Herzens und der Sprache, nicht genug Worte finden und erfinden kann, um den Ort der Seele, in dem die Gottgeburt geschieht, zu benennen, mit Namen zu umkreisen: [...]
Anmerkungen
Sichter

[34.] Analyse:Un/Fragment 090 03 - Diskussion
Bearbeitet: 28. October 2012, 16:03 Klgn
Erstellt: 28. October 2012, 15:52 (Klgn)
Fragment, SMWFragment, Schneider 1935, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 90, Zeilen: 1-5
Quelle: Schneider 1935
Seite(n): 77, Zeilen: 14-18
[Die höfischen Sprachmittel, auf denen] Eckharts Wortschatz zum Teil aufgebaut ist, sind Ausdruck eines gemeinschaftsgebundenen und gemeinschaftsbezogenen Denkens (vgl. das Buch von J. Trier, Anm. 24 in der Einleitung). Eckharts Sprache ist die Sprache einer subjektivistischen und primär geistig-abstrakten Sehweise. Die höfischen Worte sind Ausdrücke eines gemeinschaftsgebundenen und gemeinschaftsbezogenen Denkens; Eckharts Sprache ist die Sprache einer subjektivistischen Sehweise.
Anmerkungen

Text der Quelle: im Original Hervorhebung durch Spationierung/Sperrung.

Sichter

[35.] Analyse:Un/Fragment 091 40 - Diskussion
Bearbeitet: 28. October 2012, 15:23 Klgn
Erstellt: 28. October 2012, 15:23 (Klgn)
Fragment, SMWFragment, Schneider 1935, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 91, Zeilen: 40-42
Quelle: Schneider 1935
Seite(n): 8, Zeilen: 11-14
Die Gliederung des sprachlichen Raumes, die bauliche Ordnung der Sprache ist nichts anderes als das sprachgebundene Beobachten, Beurteilen und Inbeziehungsetzen von Sachverhalten. Denn gerade die Gliederung des sprachlichen Raumes, die bauliche Ordnung der Sprache ist nichts anderes als das sprachgebundene Beobachten, Beurteilen und Inbeziehungsetzen von Sachverhalten.
Anmerkungen
Sichter

[36.] Analyse:Un/Fragment 094 32 - Diskussion
Bearbeitet: 21. October 2012, 14:20 WiseWoman
Erstellt: 21. October 2012, 14:16 (WiseWoman)
Fragment, Quint 1953, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 94, Zeilen: 32-36
Quelle: Quint 1953
Seite(n): 57, Zeilen: 33-36
Es liegt dieser Methode die Annahme zugrunde, daß der Aufbau des Weltbildes einer Sprache und damit auch ihre innere Sprachform [...] im geordneten Ganzen eines Wortfeldes greifbar und erkennbar werde. Es liegt dieser Methode die Annahme zugrunde, daß der Aufbau des Weltbildes einer Sprache und damit auch ihre innere Sprachform in der Ausgliederung ihres Wortschatzes in eine Summe von Wortfeldern greifbar und erkennbar werde.
Anmerkungen

Schon in der Besprechung Quint 1964 bemerkt.

Sichter

[37.] Analyse:Un/Fragment 098 10 - Diskussion
Bearbeitet: 23. October 2012, 15:15 Klgn
Erstellt: 23. October 2012, 15:15 (Klgn)
BauernOpfer, Fragment, Kunisch 1960, SMWFragment, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen: 10-14
Quelle: Kunisch 1960
Seite(n): 135, Zeilen: 117-121 (FN 96)
Für Eckhart sind die paradoxen Äußerungen entsprechender Ausdruck eigener Erfahrung. Sie stehen bei ihm nicht fremd in einem andersgearteten Ganzen. Eckharts Paradoxie ist seinem Empfinden und Sprechen wesensgemäß.26

26 H. KUNISCH, Offenbarung und Gehorsam. Versuch über Eckharts religiöse Persönlichkeit, in: Eckhart-Festschrift, a. a. O., S. 135.

Diese Sektierer versuchen ihre Not mit dunklen und paradoxen Äußerungen der Bibel und Theologie zu einer dunklen Lehre zu formen. Für Eckhart sind sie genau entsprechender Ausdruck eigener Erfahrung. Sie stehen bei ihm nicht fremd in einem anders gearteten Ganzen. Eckharts Paradoxie ist seinem Empfinden und Sprechen wesensgemäß.
Anmerkungen
Sichter

[38.] Analyse:Un/Fragment 098 37 - Diskussion
Bearbeitet: 23. October 2012, 15:29 Klgn
Erstellt: 23. October 2012, 15:29 (Klgn)
Fragment, Kunisch 1960, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen: 37-41
Quelle: Kunisch 1960
Seite(n): 138, Zeilen: 10-16
Meister Eckhart hat in der Sprache das Äußerste an Steigerung und Zuspitzung geleistet und nichts davon zurückgenommen, als sie ihm zum Verhängnis wurde. Für unser heutiges Ohr, das durch einige Jahrhunderte geistigen und religiösen Sprechens geübt ist, ist sie von hoher Schönheit. So können wir uns nur schwer einen Begriff davon machen, [wie ungewohnt sie den damaligen Hörern gewesen sein muß.] Schon seine Sprache ist Ausdruck dafür. Er hat in ihr Äußerstes an Übertreibung und Zuspitzung geleistet und nichts davon zurückgenommen, als sie ihm zum Verhängnis wurde. Für unser heutiges Ohr, das durch einige Jahrhunderte geistigen und religiösen Sprechens geübt ist, ist sie von hoher Schönheit. Wir können uns schwer einen Begriff davon machen, wie ungewohnt sie den damaligen Hörern gewesen sein muß.
Anmerkungen

Wird fortgesetzt in Analyse:Un/Fragment 099 01

Sichter

[39.] Analyse:Un/Fragment 102 32 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2012, 15:46 Klgn
Erstellt: 22. October 2012, 15:46 (Klgn)
Fragment, SMWFragment, Schmoldt 1954, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 32-35
Quelle: Schmoldt 1954
Seite(n): 12, Zeilen: 11-16
Als Dominikaner und Professor an der Hochschule von Paris bedient er sich der Termini der lateinischen Schulsprache. Das Denken, das im lateinischen Wortbereich seinen Niederschlag findet, äußert sich in dem von der Scholastik seit Jahrhunderten geformten Wortmaterial. Als Dominikaner und Magister an der Hochschule von Paris bedient sich Eckhart der technischen Termini der lateinischen Schulsprache. Das Denken, das im lat. Wortbereich seinen Niederschlag findet, äußert sich in dem von der Scholastik seit Jahrhunderten geformten Wortmaterial.
Anmerkungen

__

Sichter

[40.] Analyse:Un/Fragment 108 04 - Diskussion
Bearbeitet: 20. October 2012, 13:08 Sotho Tal Ker
Erstellt: 20. October 2012, 10:48 (Klgn)
BauernOpfer, Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 108, Zeilen: 4-; 11-15
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 57, Zeilen: 2-; 19-24
Die Wege des antik-christlichen Denkens waren, als Eckhart auftrat, schon in zwei Sprachen, in der griechischen und in der lateinischen, bis zu Ende gegangen. Jede Regung des Gedankens und jede Schwingung des Herzens waren bereits durch das im Laufe der Jahrhunderte herangereifte lateinische Wort aufgenommen worden. [...]

Wir müssen versuchen einen Einblick zu gewinnen, wie Eckharts Worte sich einfügen in den ganzen Sprachbau des antikchristlichen Geistes, vor allem, wie sie sich einbetten in die lateinische Sprache, die ihm alle die Gehalte vermittelte, die eine lange Reihe großer Geister in ihr gefaßt und bewahrt hatte.1


1 R. FAHRNER, a.a.O., S. 57.

Die Wege des antik-christlichen Denkens waren, als Eckehart auftrat, schon in zwei Sprachen, in der griechischen und in der lateinischen, bis zu Ende begangen. In einer ununterbrochenen Entwicklung war seit Platon das griechische, seit Cicero das lateinische Wort dazu herangereift, jeder Regung des Gedankens und jeder Schwingung der Seele, die diesem geistigen Reiche überhaupt angehörten, Ausdruck und sprachliche Gestalt zu verleihen. [...]

So wird es eine Aufgabe der Forschung sein, zu zeigen, wie Eckeharts Worte sich einfügen in den ganzen Sprachbau des antik-christlichen Geistes, vor allem wie sie sich einbetten in die lateinische Sprache, die ihm alle die Gehalte vermittelte, die jene lange Reihe grösser Geister in ihr gefasst und bewahrt hatte.

Anmerkungen
Sichter

[41.] Analyse:Un/Fragment 112 29 - Diskussion
Bearbeitet: 19. October 2012, 16:53 Klgn
Erstellt: 19. October 2012, 16:53 (Klgn)
Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 29-38
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 57, Zeilen: S. 57:28-31 ; S.58: 1-7
Wenn man Meister Eckharts sprachschöpferisches Gestalten zu einem nicht geringen Teil auf den Einfluß des Lateinischen zurückführt, so ist doch der ganze Sprachraum, in dem sich seine Neuschöpfungen vollziehen, deutscher Prägung, denn wenn auch der deutsche Wortkörper in vielen Wandlungen den Gehalt des lateinischen Wortes zu tragen bekommt, so sind doch seine Bestandteile schon im deutschen Sprachraum mit bestimmten Gehalten verknüpft, von denen sie keineswegs frei werden, wenn sie den Gehalt des lateinischen Wortes übernehmen. Sind doch oft die deutschen Wörter gerade als Träger des neuen, vom Lateinischen her empfangenen Gehaltes zu ganz anderen Bedeutungsverbindungen und Bedeutungsschattierungen bereit und fähig, als sie der lateinische Terminus in seinem Sprachraum je eingehen und darstellen könnte. Sind doch der deutsche Wortkörper, der den Gehalt des lateinischen Wortes zu tragen bekommt, oder seine Bestandteile schon im deutschen Sprachraum mit bestimmten Gehalten und Bedeutungen

S. 58

verknüpft, von denen sie keineswegs frei werden, wenn sie den Gehalt des lateinischen Wortes übernehmen, und sind doch oft die deutschen Worte gerade als Träger des neuen, vom Lateinischen her empfangenen Gehaltes zu ganz anderen Bedeutungsverbindungen und Bedeutungsschattierungen bereit und fähig, als sie der lateinische Terminus, den sie nun wiedergeben, in seinem Sprachraum je eingehen und darstellen könnte.

Anmerkungen
Sichter

[42.] Analyse:Un/Fragment 113 06 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2012, 07:42 Klgn
Erstellt: 22. October 2012, 07:42 (Klgn)
BauernOpfer, Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 113, Zeilen: 4-15
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 58, Zeilen: 7-20
Die wichtigsten Neuprägungen Eckharts werden sich der Erklärung durch den lateinischen Terminus überhaupt entziehen. Man hat wenig getan, wenn man neben das neue Wort „überbilden“ (DW V 21,9) das lateinische Wort „transformare“ stellt, denn es zeigt sich, daß „überbilden“ bei Eckhart nicht nur für „hinüberbilden“, „umbilden“ gebraucht wird, sondern auch ein „über etwas darüber bilden“ aussagen kann. Der Mensch kann nicht nur in Gott „überbildet“ werden, er kann auch mit Gott oder von Gott „überbildet“ , d. h., mit göttlicher Form bekleidet werden, eine Möglichkeit des inhaltlichen Unterschiedes, dem das lateinische Wort nichts zur Seite zu stellen hat. Der inhaltliche Umfang des deutschen „über“ reicht eben weiter als der des lateinischen „trans“.13

13 Vgl. R. FAHRNER, a.a.O., S. 58.

Man hat wenig getan, wenn man neben das neue Wort überbilden das lateinische Wort „transformare“ stellt. Denn es zeigt sich, dass überbilden nicht nur für „hinüberbilden, umbilden“ gebraucht wird, sondern auch ein „über etwas darüber bilden" bezeichnen kann. Der Mensch kann nicht nur i n Gott überbildet werden, er kann auch m i t Gott oder von Gott überbildet, das heisst mit göttlicher Form bekleidet werden, eine Möglichkeit des Bedeutungsunterschiedes, der das lateinische Wort nichts zur Seite zu stellen hat Der Bedeutungsumfang des deutschen „über“ reicht eben weiter als der des lateinischen „trans“.1)

Manche neuen Worte und oft gerade die wichtigsten und stärksten Prägungen werden sich der Erklärung durch den lateinischen Terminus in gewissem Sinne überhaupt entziehen.

Anmerkungen

__

Sichter

</div>

</div>
[43.] Analyse:Un/Fragment 113 15 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2012, 09:15 Klgn
Erstellt: 22. October 2012, 09:14 (Klgn)
Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 113, Zeilen: 15-20
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 59, Zeilen: 3-9
Man wird schließlich auch beachten müssen, daß ein deutsches Wort, in dem mehrere lateinische Termini zusammenfallen, wie etwa bei „glich“ (DW I 30, 4) (aequalis, similis), zwar an inhaltlicher Bestimmtheit einbüßt, zugleich aber auch an Fähigkeit gewinnt, die mannigfachsten Beziehungen einzugehen, und dadurch besonders schwierige mystische Spekulationen aussagen kann. Man wird schliesslich beachten müssen, dass ein deutsches Wort, in dem mehrere lateinische Termini zusammenfallen (wie etwa „aequalis“ und „similis“ in dem deutschen gelich), nicht nur an Klarheit und Schärfe seines Bedeutungsumfanges einbüsst, sondern zugleich auch an Fähigkeit gewinnt, die mannigfaltigsten Beziehungen einzugehen und besonders schwierige Gedankengänge zu bezeichnen.
Anmerkungen

__

Sichter

[44.] Analyse:Un/Fragment 113 21 - Diskussion
Bearbeitet: 20. October 2012, 12:09 Klgn
Erstellt: 20. October 2012, 12:05 (Klgn)
Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 113, Zeilen: 21-28
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 61, Zeilen: 10- 16; 27-31
Nicht nur, daß ein mystisches Sein oder Geschehen benannt wird, steht hier zur Betrachtung, sondern wie es benannt wird, wie das neue Wort seinen Inhalt darstellt, was an Wirklichkeitsgehalt, was an Vorstellungs- und Bildgehalt in Eckharts neuen Wortprägungen zum Ausdruck kommt, soll erkannt werden. Eine solche Betrachtung aber wird niemals Eckharts lateinischen Wortschatz zum Ausgangspunkt nehmen können, geht es doch gerade darum, zu zeigen, was die deutschen Wörter in sich, in ihrem eigenen Sprachraum vermögen und beinhalten. Nicht d a s s ein äusseres oder inneres Sein benannt wird, steht hier zur Betrachtung, sondern w i e es benannt wird, wie der neue Wortkörper seinen Gehalt darstellt, wie das neue Wort seinen S i n n ausdrückt, was an Wirklichkeitsgehalt, was an Vorstellungs- und Bildgehalt und was an Begriffsgehalt Eckehart in seinen neuen Prägungen zu fassen und in ihnen lebendig zu erhalten weiss, soll erkannt werden.

[...]

Eine solche Betrachtung wird die lateinischen und griechischen Termini zur Erklärung der neuen deutschen Worte nicht verwenden dürfen, da sie ja gerade zeigen soll, was die deutschen Worte in sich, in ihrem eigenen Sprachkreis vermögen und bedeuten.

Anmerkungen
Sichter

[45.] Analyse:Un/Fragment 114 25 - Diskussion
Bearbeitet: 23. October 2012, 16:04 Klgn
Erstellt: 23. October 2012, 16:04 (Klgn)
BauernOpfer, Fragment, Koch 1960, SMWFragment, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 114, Zeilen: 25-30
Quelle: Koch 1960
Seite(n): 16, Zeilen: 25-31
Meister Eckhart hat nicht grundsätzlich gegen die Benutzung von Predigtnachschriften protestiert, sondern nur ihre Unzuverlässigkeit betont und sie im einzelnen kritisiert. Seine Verteidigung ging von dem Gedanken aus, daß die Kommissare ihn nicht verstanden hätten, und so bemühte er sich, ihnen sein „System“ klarzulegen.15

15 J. KOCH, in: Eckhart-Festschrift, S. 15ff.

Meister Eckhart hat denn auch nicht grundsätzlich gegen die Benutzung von Predigtnachschriften protestiert, sondern zwar ihre Unzuverlässigkeit betont und sie im einzelnen kritisiert, aber im großen und ganzen seine Gedanken in den ihm vorgelegten Sätzen wiedergefunden. Im übrigen aber ging seine Verteidigung von dem Gedanken aus, daß die Kommissare ihn nicht verstanden hätten, und so bemühte er sich, ihnen sein „System“ klarzulegen.
Anmerkungen
Sichter

[46.] Analyse:Un/Fragment 116 08 - Diskussion
Bearbeitet: 20. October 2012, 11:48 Klgn
Erstellt: 20. October 2012, 11:48 (Klgn)
Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 116, Zeilen: 8-
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 60, Zeilen: 1-
Von keiner dieser Übertragungen kann man sagen, daß sie den Inhalt des mittelhochdeutschen Wortschatzes wirklich träfe. Die neuen deutschen Wörter Meister Eckharts sind eben keine Übersetzungen lateinischer Termini, so daß die lateinische Sprache sie ohne Hindernis sogleich wieder in sich hätte aufnehmen können, vielmehr sind die deutschen Wortneubildungen im mystischen Bereich von Eckhart sprachlich gefaßte neue Sehweisen, für die es in der lateinischen Sprache keinen angemessenen sprachlichen Ausdruck gibt. Von keiner dieser Übertragungen kann man sagen, dass sie den Sinn des deutschen Wortes wirklich träfe.1) Dies mag zum Teil auf die Ungeschicklichkeit oder Lässigkeit der Zensoren zurückzuführen sein, zum ändern Teil ist es aber wohl in der Tatsache begründet, dass die neuen deutschen Worte eben nicht in d e m Sinne Übertragungen lateinischer Termini waren, dass die lateinische Sprache sie ohne Hindernis sogleich wieder in sich hätte aufnehmen können, sondern dass die neuen Worte vielmehr einen wohl aus einer reichen lateinischen Sprachwelt empfangenen Gehalt doch in einem neuen Elemente und damit sogleich in einem neuen Grade und in einer neuen Art ausdrücken.
Anmerkungen
Sichter

[47.] Analyse:Un/Fragment 125 17 - Diskussion
Bearbeitet: 21. October 2012, 09:24 Klgn
Erstellt: 21. October 2012, 09:24 (Klgn)
Fragment, Quint 1953, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 17-20
Quelle: Quint 1953
Seite(n): 72, Zeilen: 28-31
Das mystische Denken sucht die Kreatur nicht in concreto, sondern im Abstrakten, in der Idee zu fassen und durch die in der jeweiligen Sprache vorgegebenen Abstraktionsmittel zur Aussage zu bringen. Das aber heißt für das mystische Denken, die Kreaturen nicht in concreto, sondern in abstracto, eben in ihrer Idee fassen und durch die in der jeweiligen Sprache vorgegebenen Abstraktionsmittel zur Aussage bringen.
Anmerkungen
Sichter

[48.] Analyse:Un/Fragment 125 22 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2012, 22:11 WiseWoman
Erstellt: 22. October 2012, 22:06 (WiseWoman)
Fragment, Quint 1928, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 22-25
Quelle: Quint 1928
Seite(n): 687f, Zeilen: 37-39; 1-2
Für Eckhart galt es, erstmalig eine Welt fremder Abstraktionen durch das Wort zu erfassen, und es blieb ihm gar keine andere Möglichkeit, als sich den noch fast ganz im Konkreten steckenden Wortschatz gefügig zu machen. Für Eckehart galt es eben, erstmalig eine Welt fernster Abstraktionen durch das Wort zu erfassen, und es blieb ihm gar keine andere Möglichkeit, als sich dazu den noch fast ganz im Konkreten steckenden Wortschatz gefügig zu machen.
Anmerkungen

Schon in der Besprechung Quint 1964 bemerkt.

Sichter

[49.] Analyse:Un/Fragment 125 33 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2012, 22:29 WiseWoman
Erstellt: 22. October 2012, 22:13 (WiseWoman)
Fragment, Quint 1928, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 33-35
Quelle: Quint 1928
Seite(n): 691, Zeilen: 20-24
Der sinnliche Faktor hat bei Eckhart nicht die Aufgabe, die Abstraktheit des Gedankens zu mildern, im Gegenteil — die Spannung wird verstärkt. Der sinnliche Faktor hat bei Eckehart nicht die Aufgabe, die Abstraktheit des zu deutenden Gedankens zu mildern, im Gegenteil: die Spannung zwischen Konkretem und Abstraktem wird durch ihre Zusammenstellung nur noch verstärkt, [...]
Anmerkungen

Schon in der Besprechung Quint 1964 bemerkt.

Sichter

[50.] Analyse:Un/Fragment 128 19 - Diskussion
Bearbeitet: 25. October 2012, 18:44 Klgn
Erstellt: 25. October 2012, 18:44 (Klgn)
Fragment, Rattke 1906, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 19-21
Quelle: Rattke 1906
Seite(n): 23, Zeilen: 11-13
Die Komposita mit ,,-heit“ werden von Eckhart immer dann verwendet, wenn es darum geht, Natur, Eigenschaft und Eigentümlichkeit des ersten Wortes zum Ausdruck zu bringen. Die Komposition mit -heit wird verwandt, um Natur, Eigenschaft und Eigentümlichkeit des ersten Wortes zum Ausdruck zu bringen [..].
Anmerkungen
Sichter

[51.] Analyse:Un/Fragment 128 37 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2012, 08:04 Klgn
Erstellt: 22. October 2012, 08:03 (Klgn)
Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: S. 128: 37-39, S. 129: 1
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 76, Zeilen: S. 76: 31-34; S. 77: 1
Wenn auch Eckhart keines der Wortbildungsmittel für sich allein gebraucht, so scheint es doch wichtig zu sein, welches Mittel er besonders auswählt und am meisten und leichtesten gebraucht, um neue Wörter [zu prägen.] Und doch, wenn auch keiner der Sprachereuerer eines der Wortbildungsmittel für sich allein in Anspruch nehmen kann, es scheint wichtig zu bleiben, welche Mittel ein jeder besonders auswählt und am meisten und leichtesten gebraucht, um neue

S. 77

Ausdrücke zu erzeugen.

Anmerkungen

Wirt fortgesetzt in Analyse:Un/Fragment 129 01

Sichter

[52.] Analyse:Un/Fragment 129 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2012, 08:12 Klgn
Erstellt: 22. October 2012, 08:12 (Klgn)
Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 129, Zeilen: 1-6
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 77, Zeilen: 22-30
[prägen.] Dabei muß man beachten, wie die innere Struktur der Neu- und Umbildungen beschaffen ist, d. h., wir müssen zu erkennen suchen, wie der Ausdruckswille beschaffen ist und von welcher Art der Gehalt ist, der zum Ausdruck drängt. Entscheidend wird auch sein, welche einzelnen Anlässe wir aufzeigen können, die diese oder jene Neubildung bewirkten. Ganz anders und viel reicher sprechen die Worte und Zeugnisse zu uns, wenn wir die Frage auf die innere Art der vermuteten Neubildungen richten und zu erkennen trachten, wie der Ausdruckswille beschaffen ist, dem sie dienen, und von welcher besonderen Art der Gehalt ist, der zum Ausdruck drängt Denn es ist wohl wichtig, d a s s ein Spracherneuerer diese oder jene Möglichkeiten der Neubildung benützt, noch viel wichtiger aber ist es, w i e und in welchem Sinne er sie benützt und mit welchem Erfolge.
Anmerkungen

Fortsetzung von Analyse:Un/Fragment 128 37

Sichter

[53.] Analyse:Un/Fragment 129 13 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2012, 22:24 WiseWoman
Erstellt: 22. October 2012, 22:19 (WiseWoman)
Fragment, Quint 1928, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 129, Zeilen: 13-16
Quelle: Quint 1928
Seite(n): 684, Zeilen: 21-27
Meister Eckhart erhebt die ganze Welt des konkreten Einzelseins durch das Suffix "-heit" in eine Welt des ideellen Seins und durch das Suffix "-unge" die Welt des konkreten Geschehens in eine Welt des ideellen Geschehens. Und so überwindet er sie denn, indem er, das Maß der Scholastik stark überschreitend, die ganze Welt konkreten Einzelseins in eine des idealen Seins erhebt durch das Suffix -heit und die ganze Welt konkreten Einzelgeschehens in eine idealen Geschehens durch das Suffix -unge.
Anmerkungen

Schon in der Besprechung Quint 1964 bemerkt.

Sichter

[54.] Analyse:Un/Fragment 129 23 - Diskussion
Bearbeitet: 23. October 2012, 08:15 WiseWoman
Erstellt: 23. October 2012, 08:09 (WiseWoman)
Fragment, Quint 1928, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 129, Zeilen: 23-28
Quelle: Quint 1928
Seite(n): 685; 684, Zeilen: 28-30;
Die "-heit"- und "-unge"-Bildungen zeigen uns, daß bei Meister Eckhart die Entkonkretisierung des Seins der des Einzelgeschehens parallel läuft. Schlechthin alle sprachlichen Elemente, die zum Ausdruck eines bestimmten Seins oder Geschehens dienen (vorwiegend die Adjektive), werden von Eckhart durch die beiden Suffixe "-heit" und "-unge" entkonkretisiert. [S. 685]

Dieser radikalen Entkonkretisierung des Seins läuft bei Eckehart eine ebenso durchgreifende Entkonkretisierung alles Einzelgeschehens parallel.

[S. 684]

Schlechthin alle sprachlichen Elemente, die zur Bezeichnung eines bestimmten Seins dienen, werden von Eckehart durch -heit entkonkretisiert

Anmerkungen

Schon in der Besprechung Quint 1964 bemerkt.

Sichter

[55.] Analyse:Un/Fragment 142 09 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2012, 17:39 Klgn
Erstellt: 22. October 2012, 17:39 (Klgn)
Fragment, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schmoldt 1954, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 9-10
Quelle: Schmoldt 1954
Seite(n): 34, Zeilen: 1-2
Das Hauptanliegen der mystischen Spekulation ist das Suchen nach der Einheit von Gott und Seele. Das Hauptanliegen der mystischen Spekulation ist das Suchen nach der Einheit von Gott und Seele.
Anmerkungen

__

Sichter

[56.] Analyse:Un/Fragment 144 20 - Diskussion
Bearbeitet: 30. October 2012, 16:05 Klgn
Erstellt: 30. October 2012, 16:05 (Klgn)
Fragment, Kramm 1884, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 144, Zeilen: 20-22
Quelle: Kramm 1884
Seite(n): 6, Zeilen: 8-10
Es ist beachtlich, wie es Eckhart gelingt, mit der bisher noch ungeübten deutschen Sprache umzugehen und die feinen Nuancierungen im menschlichen Seelenleben sprachlich zu fixieren. anderseits dürfte es jedenfals von höchstem interesse sein zu erfahren, mit welchem glücke Eckehart mit der bisher noch ungeübten spräche ringt, um die feineren nüancierungen im menschlichen denken und erkennen sprachlich zu fixieren, und so der deutsch redenden philosophie den weg ebnet.
Anmerkungen
Sichter

[57.] Analyse:Un/Fragment 144 27 - Diskussion
Bearbeitet: 23. October 2012, 08:21 WiseWoman
Erstellt: 23. October 2012, 08:18 (WiseWoman)
Fragment, Quint 1928, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 144, Zeilen: 27-30
Quelle: Quint 1928
Seite(n): 693, Zeilen: 24-27
Ein Weg, die Bestimmtheit und Unzugänglichkeit des Einzelbegriffs zu überwinden und zu Aussagen über das in der Mystik allgemein Geltende zu gelangen, führt über die Variation der Begriffe. Ein Weg nun, die Beschränktheit und Unzulänglichkeit des Einzelbegriffes zu überwinden und zu Aussagen über das Absolute zu gelangen, führt über die häufende Variation.
Anmerkungen

Schon in der Besprechung Quint 1964 bemerkt, mit Betonung der Unterschied "Unzugänglichkeit" vs. "Unzulänglichkeit"

Sichter

[58.] Analyse:Un/Fragment 147 05 - Diskussion
Bearbeitet: 12. November 2012, 19:36 Klgn
Erstellt: 20. October 2012, 11:21 (Klgn)
BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Weisgerber 1954, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 5-9
Quelle: Weisgerber 1954
Seite(n): 225, Zeilen: 16-20
Die deutsche Vorliebe für den substantivierten Infinitiv ist bekannt, und es gibt wenig Sprachen, die mit solcher Leichtigkeit verbal geprägte Sprachmittel ins Substantivische überführen, dabei aber diesem Substantiv sehr vieles von den Eigenarten des Verbs belassen.35

35 L. WEISGERBER, Weltbild II, S. 225.

Die deutsche Vorliebe für den substantivierten Infinitiv ist bekannt, und es gibt wenige Sprachen, die mit solcher Leichtigkeit verbal geprägte Sprachmittel ins Substantivische überführen, dabei aber diesem Substantiv sehr vieles von den Eigenarten des Verbs belassen.
Anmerkungen
Sichter

[59.] Analyse:Un/Fragment 147 13 - Diskussion
Bearbeitet: 25. October 2012, 11:38 Klgn
Erstellt: 20. October 2012, 11:11 (Klgn)
Fahrner 1929, Fragment, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 13-15
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 79, Zeilen: 14-16
Die Substantivierung des Infinitivs tritt sinngemäß dann ein, wenn sich unmittelbar auf eine Tätigkeit oder auf ein Leiden selbst eine besondere Aufmerksamkeit richtet. Die Substantivierung des Infinitivs 1) tritt sinngemäss ein, wenn sich unmittelbar auf eine Tätigkeit oder auf ein Leiden selbst eine besondere Aufmerksamkeit richtet.
Anmerkungen

__

Sichter

[60.] Analyse:Un/Fragment 148 09 - Diskussion
Bearbeitet: 23. October 2012, 08:31 WiseWoman
Erstellt: 23. October 2012, 08:23 (WiseWoman)
Fragment, Quint 1953, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 9-15
Quelle: Quint 1953
Seite(n): 74, Zeilen: 3-7
So finden wir des öfteren bei Eckhart den substantivierten Infinitiv und die "-unge"-Bildungen nebeneinander:

daz înbilden neben înbildunge,
daz vernihten neben vernihtunge,
daz gebern neben geberunge,
daz würken neben würkunge.

[...] daß fast durchgängig substantivierter Infinitiv und entsprechende -unge Bildung gleichwertig und gleichsinnig nebeneinander stehen, etwa: in einem waren zuo nemen83 und zuonemunge an gnâden84 , so aber weiter auch etwa daz înbilden neben înbildunge, daz vernihten neben vernihtunge, daz gebern neben geberunge, daz würken neben würkunge, daz wonen neben wonunge usf.
Anmerkungen
Sichter

[61.] Analyse:Un/Fragment 148 22 - Diskussion
Bearbeitet: 28. October 2012, 14:02 Sotho Tal Ker
Erstellt: 28. October 2012, 12:27 (Klgn)
Fragment, SMWFragment, Schneider 1935, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 22-27
Quelle: Schneider 1935
Seite(n): 72, Zeilen: 19-23
Die Substantivierung des Infinitivs in der höfischen Sprache ist gleichsam die Gestaltwerdung des im Verbum niedergelegten Begriffs durch ein einmaliges Tun bestimmter Personen,36 während bei Meister Eckhart die Allgemeinheit des Tuns und Handelns, abgesehen von der Verwirklichung in einer bestimmten Person, durch den substantivierten Infinitiv ausgedrückt wird.

36 Im Parzival heißt es z. B.: die sîn rîten gesâhen, al die wîsen im des jâhen, dâ füere kunst und ellen bî. - Parzival (hrsg. von Lachmann), 175, 7-9.

Die Substantivierung des Infinitivs in höfischer Sprache ist gleichsam die Gestaltwerdung des im Verbum niedergelegten Begriffs durch "ein bestimmtes einmaliges Tun bestimmter Personen", während der Eckehartsche substantivierte Infinitiv von der Gebundenheit an die konkrete Verwirklichung im Menschen absieht113.

113 Fahrner S. 78 ff. Fahrners Ausführungen über die substantivierten Infinitve sind in sich sehr gut. Es fehlt der Durchblick auf das Sprachganze.

Anmerkungen

Vgl. auch Analyse:Un/Fragment 147 13

Sichter

[62.] Analyse:Un/Fragment 149 03 - Diskussion
Bearbeitet: 19. October 2012, 18:28 Klgn
Erstellt: 19. October 2012, 18:11 (Klgn)
BauernOpfer, Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 149, Zeilen: 3-10
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 115, Zeilen: 15-22 (Übernahme)
Eckhart will auf Grund seiner Einsicht in das geistige Wesen und in die geistige Aufgabe des Menschen die höchste und erhabenste Art des Menschseins - nämlich seine Berufung zur Gnade Gottes - durch die mannigfache sprachliche Differenzierung des substantivierten Infinitivs nahebringen. Diese geistige Betrachtungsweise ist mit Meister Eckhart zum erstenmal in deutscher Sprache hervorgetreten oder doch zum erstenmal in diesem Umfang, in dieser Tiefe und so das ganze Lebenswerk eines Menschen beherrschend erschienen.37

37 R. FAHRNER, a.a.O., S. 115.

Nicht ein engerer sittlicher Wille treibt ihn, die Menschen brav und rechtschaffen, durch die Gefahren der irdischen Versuchungen dem ewigen Lohne im Jenseits zuzuführen und Handlungen und Zustände daraufhin zu betrachten, was sie dazu helfen und schaden können, sondern ihn treibt die höchste Sittlichkeit zu dem Verlangen, aus der Einsicht in das geistige Wesen und in die geistige Aufgabe des Menschen die höchste und erhabenste Art des Menschseins zu erkennen und zu vollbringen.

Diese geistige Betrachtungsweise ist mit Eckehart in deutscher Sprache zum ersten Male hervorgetreten oder doch zum ersten Male in diesem Umfange, in dieser Tiefe und so das ganze Lebenswerk eines grossen Menschen beherrschend, erschienen.

Anmerkungen
Sichter

[63.] Analyse:Un/Fragment 150 12 - Diskussion
Bearbeitet: 19. October 2012, 17:06 Klgn
Erstellt: 19. October 2012, 17:06 (Klgn)
Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 150, Zeilen: 12-16
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 89, Zeilen: 1-7
Auch dort, wo ein Possessivpronomen bei dem substantivierten Infinitiv steht und auf die nähere Verbindung mit einem bestimmten Menschen oder mit bestimmten Umständen hinzudeuten scheint, finden wir dieselbe Allgemeinheit der Aussage, und wir können auch hier die Art der Eckhartschen Substantivierung des Infinitivs erkennen: [..] Aber auch dort, wo ein Possessiv- oder Demonstrativpronomen bei dem substantivierten Infinitiv steht und auf die nähere Verbindung mit einem bestimmten Menschen oder mit bestimmten Umständen hinzudeuten scheint, finden wir bei genauerem Zusehen dieselbe Allgemeinheit der Betrachtung und wir können an diesen Ausnahmen die gemeinsame Art der eckehartischen Substantivierungen noch deutlicher erkennen.
Anmerkungen
Sichter

[64.] Analyse:Un/Fragment 150 19 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2012, 09:00 Klgn
Erstellt: 22. October 2012, 09:00 (Klgn)
Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 150, Zeilen: 19-26
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 90, Zeilen: 16-23
Aber auch hier beinhaltet der substantivierte Infinitiv nicht einen bestimmten einmaligen Vorgang, sondern ein immer wieder und für jeden Menschen neu zu erwartendes oder zu erhoffendes Geschehen. Damit ist ein wichtiges Merkmal gewonnen, und Eckharts substantivierter Infinitiv kann in seiner inhaltlichen Dynamik von allen anderen Fällen getrennt werden, in denen bei Eckhart für einen ganz bestimmten und einmaligen Vorgang die einfache Form des Verbums gewählt wird. Die Substantivierung deutet auch an diesen Stellen nicht auf einen bestimmten einmaligen Vorgang, sondern auf ein immer wieder und für jeden Menschen neu zu erwartendes, zu forderndes oder zu hoffendes Geschehen.1)

Damit ist ein wichtiges Merkmal gewonnen, und Eckeharts neue Substantivierungen sind von allen den Fällen getrennt, in denen einfach für einen ganz bestimmten und einmaligen Vorgang die nominale Form des Verbums gebraucht wird.

Anmerkungen

__

Sichter

[65.] Analyse:Un/Fragment 150 28 - Diskussion
Bearbeitet: 19. October 2012, 16:22 Klgn
Erstellt: 19. October 2012, 15:55 (Klgn)
BauernOpfer, Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 150, Zeilen: S. 150: 28-32; 36-41; S. 151: 1-3
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 111, Zeilen: S. 111: 6-10; S. 117: 36-36; S. 118: 1-13
Der eigentliche Grund aber für eine Infinitivsubstantivierung allgemeinerer Art ist dann gegeben, wenn sich nicht nur Beobachtung und Umschau, sondern eine wirkliche Betrachtung auf die Tätigkeit oder den Zustand richtet, die das Verbum bezeichnet.40

Welche mystischen Vorgänge werden nun bei Meister Eckhart durch den substantivierten Infinitiv ausgedrückt?

Es ist die Betrachtung der Welt im Menschen, der göttliche Kreislauf, der sich einmal durch den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist in der Gottheit selbst schließt und der sich in einem völlig entsprechenden Lauf durch Schöpfer, Schöpfung und Rückkehr des Geschaffenen in Gott noch einmal rundet, der ewig ruhende, unbewegte, undenkbare Grund Gottes, der alles Sein und Wirken trägt und in jedem Augenblick erhält, endlich der Mensch, der irdische Gottessohn, sein Hervorgehen aus der [Gottheit, seine innere Befreiung bis zur geistigen Armut, sein Einigbleiben und Wiedereinigwerden mit Gott - das sind die Gegenstände, auf die Meister Eckhart sein Denken wendet, und die er zu „Worten“ versucht.41]



40 R. FAHRNER, a.a.O., S. 111.

41 R. FAHRNER, a.a.O., S. 117f.

Der eigentliche Grund aber für eine Infinitivsubstantivierung allgemeinerer Art ist dann gegeben, wenn sich nicht nur Beobachtung und Umschau, sondern eine wirkliche B e t r a c h t u n g auf die Tätigkeit oder den Zustand richtet, die das Verbum bezeichnet.


S. 117

Vielmehr ist Eckeharts Betrachtung auf die g e i s t i g e W e l t im Menschen und über dem Menschen gerichtet. Der göttliche Kreislauf, der sich einmal durch Vater, Sohn und Liebesgeist

S. 118

in der Gottheit selbst schliesst und der sich in einem völlig entsprechenden Lauf durch Schöpfer, Schöpfung und Rückkehr des Geschaffenen in Gott noch einmal rundet, der ewig ruhende, unbewegte, undenkbare und unaussprechliche schwebende Abgrund, der dennoch alles Sein und Wirken trägt und in jedem Nu erhält, endlich der Mensch, der irdische Gottessohn, sein Hervorgehen aus der Gottheit, sein geistiger Wille, der zwischen hoch und gemein, zwischen göttlich und ungöttlich zu scheiden hat, seine innere Befreiung bis zu jener geistigen Armut, in der er sein höchstes Wesen vollbringt, endlich sein Einigbleiben und wieder Einigwerden mit Gott und mit dem Ewigen auch im Jetzt und Hier seiner irdischen Laufbahn — das sind die Gegenstände, auf die Eckehart sein Denken wendet.

Anmerkungen

__

Sichter

[66.] Analyse:Un/Fragment 153 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2012, 09:29 Klgn
Erstellt: 22. October 2012, 09:29 (Klgn)
Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 1-4
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 108, Zeilen: 20-22
Mit dem substantivierten Infinitiv „gebenne“ ist der Ausdruck für einen ganz bestimmten Vorgang innerhalb der Dreifaltigkeit gefunden und zugleich für die grundlegende Wirkungsart Gottes überhaupt. Mit dem Worte gebären ist der Ausdruck für einen ganz bestimmten Vorgang im Ringe der Dreieinigkeit gefunden und zugleich für eine grosse Wirkungsart der Gottheit überhaupt.
Anmerkungen

__

Sichter

[67.] Analyse:Un/Fragment 155 04 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2012, 11:54 Klgn
Erstellt: 19. October 2012, 18:21 (Klgn)
BauernOpfer, Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 155, Zeilen: 4-11; 19
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 92, Zeilen: S. 92: 2-5; 17-21; S. 94: 1-2
Durch diese Ausdrucksweise gelingt es Eckhart, sowohl die notwendigerweise immer erneute Tätigkeit wie auch den dadurch erreichten Seelenzustand auszudrücken. Hier ist noch deutlicher das Ergebnis des Abkehrens, der Zustand des Abgeschiedenseins mit der Tätigkeit selbst verbunden.43 So entsteht ein doppelgesichtiger Ausdruck, der die durch ein Tun erreichte und zugleich dasselbe Tun immer wieder aus sich erzeugende innere Lage darstellt.

[...] Noch ein zweiter Ausdruck geht aus demselben Gedanken hervor.


43 R. FAHRNER, a.a.O., S. 92.

Der Ausdrucksweise „sich in ein ewiges Abkehren versetzen“ gelingt es, sowohl die notwendigerweise immer erneute Tätigkeit wie auch den dadurch erreichten Zustand zu bezeichnen, [...] 1)

Noch deutlicher ist hier das Ergebnis des Abkehrens, der Zustand des Abgeschiedenseins, mit der Tätigkeit selbst verbunden. So entsteht ein doppelgesichtiger Ausdruck, der die durch ein Tun erreichte und zugleich dasselbe Tun immer wieder aus sich erzeugende innere Lage vollkommen darstellt.

S. 94

Und noch ein zweiter Ausdruck geht aus demselben Gedanken hervor.


1) R. 21 f.

Anmerkungen

__

Sichter

[68.] Analyse:Un/Fragment 156 17 - Diskussion
Bearbeitet: 20. October 2012, 13:06 Sotho Tal Ker
Erstellt: 19. October 2012, 16:35 (Klgn)
BauernOpfer, Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 156, Zeilen: 17-20
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 98, Zeilen: 18-23
Das „Zunehmen“ wird als Ausdruck für die rechte Art, sich in Welt und Werke einzulassen, gebraucht. Alle Dinge verwandelt sich der Mensch, indem er Gott in ihnen begreift, in einen hohen fördernden Besitz und wächst so unablässig an seinem eigenen Tun.44

44 R. FAHRNER, a.a.O., S. 98.

Das Zunehmen wird überhaupt der Ausdruck für die rechte Art sich in Welt und Werke einzulassen. Alle Dinge verwandelt sich der Mensch, indem er Gott in ihnen begreift, in einen hohen fördernden Besitz und wächst so unablässig an seinem eigenen Tun.2)

2) R. 12, 29 - 13, 2; 14, 1—10.

Anmerkungen
Sichter

[69.] Analyse:Un/Fragment 177 15 - Diskussion
Bearbeitet: 20. October 2012, 12:38 Klgn
Erstellt: 20. October 2012, 12:22 (Klgn)
Fahrner 1929, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 177, Zeilen: 15
Quelle: Fahrner 1929
Seite(n): 144, Zeilen: 30-37
Eckharts Mystik und Sprache bilden eine unzertrennliche Einheit. Das Wort geht bei ihm mit derjenigen Unmittelbarkeit des Erlebens hervor, die wir nur bei den großen Meistern der Sprache kennen und die zuletzt allein über Wert und Dauer neuer Sprachschöpfungen entscheidet. Aber die wenigen Linien, die wir zeichnen konnten, lassen doch darüber keinen Zweifel mehr offen, dass sich in Eckeharts Sprache Wort und Gehalt, von einem starken Geiste ineinander gefügt, auf das innigste verschmelzen, dass aus dem Sinn das Wort mit derjenigen Unmittelbarkeit hervorgeht, die wir nur an den Meistern der Sprache kennen und die zuletzt allein über Wert und Dauer eines sprachlichen Gebildes entscheidet.
Anmerkungen

"Schlusswort" von Un, "Ergebnisse"/Schlusswort von Fahrner 1929. Beide Arbeiten enden mit demselben Wort: "entscheidet".

Sichter

</div>

Fragmente (Verdächtig / Keine Wertung)

3 Fragmente

[1.] Analyse:Un/Fragment 010 18 - Diskussion
Bearbeitet: 12. November 2012, 19:43 Klgn
Erstellt: 25. October 2012, 12:24 (Klgn)
Fragment, KeineWertung, Krebs 1921, SMWFragment, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 18-26
Quelle: Krebs 1921
Seite(n): 36, Zeilen: 12-24
Mystisch im Sinne der Kirche ist das Erfahren oder Erleben einer von der Gnade bewirkten Vereinigung der Seele mit Gott, bei welcher durch die Gaben des Geistes, insbesondere durch die Gaben des Verständnisses und der Weisheit, die Erkenntnis der göttlichen Wahrheiten bis zum einfachen Wahrnehmen oder Schauen der Wahrheit vertieft und geklärt, die Liebe zu Gott und den Menschen wunderbar vermehrt und entflammt, oft zu großen, heldenmütigen Entschlüssen entflammt, und die Freude in Gott bis zu einem Vorverkosten der Himmelsseligkeit gesteigert wird.3

3 E. KREBS, Grundfragen der kirchlichen Mystik, Freiburg i. Br. 1921, S. 36. Diese umfangreiche Definition nach Krebs ist hier deshalb übernommen, weil sie nicht nur das Wesentliche der Mystik dartut, sondern eine kurzgefaßte Lehre und Wertung der Mystik enthält.

Mystikim Sinne der Kirche ist das Erfahren oder Erleben einer von der Gnade bewirkten Vereinigung der Seele mit Gott, bei welcher durch die Gaben des Geistes, insbesondere durch die Gaben des Verständnisses und der Weisheit, die Erkenntnis der göttlichen Wahrheiten bis zum einfachen Wahrnehmen oder Schauen der Wahrheit vertieft und geklärt, die Liebezu Gott und den Menschen wunderbar vermehrt und entflammt, oft zu großen, heldenmütigen Entschlüssen entflammt, und die Freudein Gott bis zu einem Vorverkosten der Himmelsseligkeit gesteigert wird.
Anmerkungen

Längeres Zitat ohne Anführungszeichen, aber "erklärende" Anmerkung in den Fußnoten. Daher kein "BauernOpfer", sondern "KeineWertung".

Sichter

[2.] Analyse:Un/Fragment 021 30 - Diskussion
Bearbeitet: 12. November 2012, 19:51 Klgn
Erstellt: 6. November 2012, 16:34 (Klgn)
Fragment, KeineWertung, Nix 1956-57, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Unfertig

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 30-39
Quelle: Nix 1956-57
Seite(n): 312, Zeilen: S. 312: ; S. 313
Die Grundtendenz Schmoldts, Eckharts deutschen Wortschatz vom Lateinischen her zu deuten, kann man in keiner Weise billigen. Die deutschen Wörter, die Eckhart verwendet, haben schon im Raum der deutschen Muttersprache ihre bestimmten Gehalte besessen, von denen sie keineswegs frei werden, wenn sie zur Wiedergabe lateinischer Wörter dienen. Eckharts deutscher Wortschatz mag zweifellos von der lateinischen Sprachwelt her beeinflußt sein, doch was an Inhalt, an Vorstellungs- und Bildgehalt in den deutschen Wortprägungen ist, sind jene neuen Elemente, die im Weltbild der deutschen Sprache wurzeln und im lateinischen Terminus keine adäquate Entsprechung haben. [Zudem werden sich manche und oft die wichtigsten Neuprägungen bei Eckhart einer Erklärung aus dem Lateinischen überhaupt entziehen - etwa „blozheit“ (DW I 87, 9), „brant“ (DW I 331, 7), „bürgelîn“ (DW I 28, 5), „unwesen“ (DW I 145, 6), für die uns eine annähernde Entsprechung im Lateinischen fehlt.] Die Grundtendenz SCHMOLDTS, Eckharts deutschen Wortschatz vom Lateinischen her zu deuten, können wir in keiner Weise billigen, und zwar vor allem aus zwei Gründen:

1. Die deutschen Wörter, die Eckhart für seine Lehre verwendet, haben schon im Raum


S. 313

der deutschen Muttersprache ihre bestimmten Gehaltebesessen, von denen sie keineswegs frei werden, wenn sie zur Wiedergabe lateinischer Wörter dienen. Sprachverschiedenheit ist ja nicht eine Verschiedenheit von „Schällen und Zeichen“, sondern (nach W. VON HUMBOLDT) eine Verschiedenheit der Weltansichten selbst. Eckharts deutscher Wortschatz mag zweifellos von der lateinischen Sprachwelt her beeinflußt sein, doch was an Inhalt, an Vorstellungs- und Bildgehalt in den deutschen Wortprägungen Eckharts offenbar wird, sind jene neuen Elemente, die im Weltbild der deutschen Sprache wurzeln und im lateinischen Terminus keine adäquate Entsprechung haben.

2. Manche und oft gerade die wichtigsten Neuprägungen bei Eckhart werden sich der Erklärung aus dem Lateinischen überhaupt entziehen — etwa die Kernworte Eckhartscher Mystik wie dankbarkeit, liphaftigkeit, plosheit usw., denen auch eine annähernde Entsprechung im Lateinischen fehlt.

Anmerkungen

Keine Wertung, da Autoplag.

Sichter

[3.] Analyse:Un/Fragment 039 10 - Diskussion
Bearbeitet: 30. October 2012, 17:43 Klgn
Erstellt: 30. October 2012, 17:30 (Klgn)
Cassirer 1958, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Un, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 10-12
Quelle: Cassirer 1958
Seite(n): 303, Zeilen: 4-6
Sprache und Religion sind aufeinander bezogen und aufs innigste miteinander verknüpft, so daß man sagen muß, ohne Sprache kann es keine ausreichend gefestigte Religion geben. Sprache und Religion sind dadurch aufeinander bezogen und aufs innigste miteinander verknüpft, daß sie sich aus ein und derselben geistigen Wurzel herleiten:
Anmerkungen

Siehe auch Analyse:Un/Fragment 066 08

Sichter


Fragmente (Kein Plagiat)

Kein Fragment



Fragmente (Verwaist)

13 Fragmente

[1.] Analyse:Un/Fragment 012 05 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2012, 18:24 WiseWoman
Erstellt: 24. October 2012, 18:16 (Klgn)
Dempf 1960, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Unfertig, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 5-17
Quelle: Dempf 1960
Seite(n): 27, Zeilen: S. 27; S. 31
Die erste datierte Schrift Eckharts ist „Die Reden der Unterscheidung“ . Es sind dies mystische Unterweisungen in kleinen Abschnitten, die im wesentlichen überliefertes Gedankengut bringen. Eckhart hat, wie er selber am Anfang dieses Traktats sagt, diese Reden als Prior von Erfurt vor der Klostergemeinschaft gehalten (vgl. DW V 185, 1-6). Aus der Zeit von Eckharts praktischer Tätigkeit als Ordensprovinzial von Sachsen stammt sein bedeutendstes deutsches Werk „Das Buch von der göttlichen Tröstung“, das er der Königin Agnes von Ungarn gewidmet hat. Es ist wohl das menschlich schönste und schlichteste Buch Meister Eckharts und gehört mit zu den wertvollsten Werken der mittelhochdeutschen Literatur.

In seinem Trostbuch hat Eckhart am deutlichsten, aber auch am verwegensten seine neuen Gedanken ausgesprochen.

Die erste, glücklicherweise datierte Schrift sind „Die Reden der Unterscheidung“, ein kleines, deutsches Werk von 1298. Es sind dies mystische Unterweisungen in kleinen Abschnitten, die zwar schon eine reife Erfahrung des mystischen Lebens bei dem fast Vierzigjährigen zeigen, aber doch im wesentlichen nur überliefertes Gedankengut bringen und den eigenen Lehren des Meisters nur erst leise vorangehen.

S. 31

Nun folgt in der Zeit seiner praktischen Tätigkeit als Ordensprovinzial von Sachsen wiederum ein mystisches Werk, „Das Buch von der göttlichen Tröstung“, der Königin von Ungarn gewidmet, wahrscheinlich von 1308, mittelhochdeutsch, das am besten von Josef Bernhart (Deutsche Mystiker: Meister Eckhart) übersetzt wurde. Es ist wohl das menschlich schönste und schlichteste Büchlein des Meisters, die gegebene Einführung in sein Werk.

[...]

denn in ihm hat Eckhart am deutlichsten und schroffsten seinen neuen Gedanken ausgesprochen, [...]

Anmerkungen

__

Sichter

[2.] Analyse:Un/Fragment 024 03 - Diskussion
Bearbeitet: 25. October 2012, 19:33 Klgn
Erstellt: 25. October 2012, 19:30 (Klgn)
BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Unfertig, Weisgerber 1955

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 3-
Quelle: Weisgerber 1955
Seite(n): 249, Zeilen: S. 249; S. 250; S. 253
Die Sprachwissenschaft sieht ihre Aufgabe darin, zu erforschen, wie diese geistige Welt zwischen Mensch und „Gegenständen“ durch die Kraft der menschlichen Sprachfähigkeit gesetzt ist und wird. Energetische Sprachauffassung ist im Grunde die Konsequenz aus der Tatsache, daß die Sprachfähigkeit eine Kraft ist, über die der Mensch verfügt zur Gestaltung menschlichen Lebens. Dementsprechend sind alle Erscheinungsformen des Sprachlichen primär als Wirkungsweisen menschlicher Sprachkraft anzusehen. Betätigung der Sprachfähigkeit bedeutet Bahnen eines sprachlichen Zugangs zur Welt.38

[...]

Auch bei Eckhart bedeutet dieses Worten nicht ein äußerliches Beilegen von Lauten, sondern ein vollgültiges Verwandeln in Sprache.


36 L. WEISGERBER, Der Begriff des Wortens in: Corolla linguistica (Festschrift für Ferdinand Sommer), Wiesbaden 1955, S. 251.

[...]

38 38 L. WEISGERBER , ebd., S. 250.

Das besagte, daß mit der Feststellung des Bestandes einer sprachlichen Zwischenwelt die eigentliche Arbeit erst beginnt: zu erforschen, wie diese geistige Welt zwischen Mensch und „Gegenständen“ durch die Kraft der menschlichen Sprachfähigkeit gesetzt wird.

[...]

S. 250

Energetische Sprachauffassung ist im Grunde die Konsequenz der Tatsache, daß die Sprachfähigkeit eine Kraft ist, über die der Mensch verfügt zur Gestaltung eines menschlichen Lebens. Dem entsprechend sind alle Erscheinungsformen des Sprachlichen primär als Wirkungsweisen menschlicher Sprachkraft anzusehen. Betätigung der Sprachfähigkeit bedeutet Bahnen eines sprachlichen Zugangs zur Welt.

[...]

S. 253

Aber er ist unserem Problem nahe verwandt, insofern dieses (ge)worten nicht als äußerliches Beilegen von Lauten, sondern als ein vollgültiges Verwandeln in Sprache gemeint ist.

Anmerkungen
Sichter

[3.] Analyse:Un/Fragment 028 19 - Diskussion
Bearbeitet: 25. October 2012, 14:03 Klgn
Erstellt: 25. October 2012, 14:03 (Klgn)
BauernOpfer, Fragment, Guardini 1959, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Unfertig

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 19-
Quelle: Guardini 1959
Seite(n): 13, Zeilen: S. 13; 14; S. 15
In der religiösen Erfahrung kommt etwas zum Bewußtsein, was zwar an Weltdingen und Lebensvorgängen zur Gegebenheit gelangt, sich aber als etwas charakterisiert, was anders ist als diese. Das zeigt sich auch darin, daß der Erfahrende eine eigentümliche Verlegenheit empfindet, wie er das Aufgefaßte ausdrücken kann. Man darf die Kluft zwischen dem Natürlichen und Übernatürlichen aber nicht als unüberbrückbar ansehen, andernfalls hätte eine Aussage über übernatürliche Gegebenheiten überhaupt keinen Sinn. Das Numinose steht zum Welthaften in einem Doppelverhältnis. Es unterscheidet sich von ihm als anders, bezieht sich aber doch wiederum auf es als verwandt. Es hebt sich von ihm ab als „Nicht-Welt“, so daß von dem, was „Welt“ heißt, kein unmittelbarer Zugang zu ihm führt, vielmehr eine Kluft dazwischenliegt - andererseits gibt die echte religiöse Erfahrung das Bewußtsein, daß im Numinosen der letzte Grund des Welthaften liegt.6 Aus dieser grundsätzlichen Verschiedenheit von Natur und Übernatur ergibt sich die Besonderheit der religiösen Sprache. Der religiöse Inhalt ist mit Vorstellungen und Begriffen, die aus der Erfahrung der Weltdinge stammen, nicht geradehin auszudrücken.7

6 R. GUARDINI, Die religiöse Sprache, in: „Die Sprache“ (hrsg. von der bayrischen Akademie der schönen Künste), München 1959, S. 15.

7 R. GUARDINI, a.a.O., S. 14.

S. 13

In der religiösen Erfahrung kommt etwas zu Bewußtsein, das zwar an Weltdingen und Lebensvorgängen zur Gegebenheit gelangt, sich aber sofort als etwas charakterisiert, das anders ist als diese. Und das nicht nur so, wie eine Realität der empirischen Welt sich von einer zweiten unterscheidet - etwa eine Pflanze von einem Kristall - sondern anders gegenüber der Welthafligkeit als solcher. Das zeigt sich sofort darin, daß der Erfahrende eine eigentümliche Verlegenheit empfindet, wie er das Aufgefaßte ausdrücken könne.

S. 15

Das Numinose steht zum Welthaften in einem Doppelverhältnis. Es unterscheidet sich von ihm als anders; bezieht sich aber doch wiederum auf es als verwandt. Es hebt sich von ihm ab als „Nicht-Welt“, so daß von dem, was „Welt“ heißt, kein unmittelbarer Fortgang zu ihm führt, vielmehr eine Kluft dazwischen liegt - andererseits gibt die echte religiöse Erfahrung das Bewußtsein, daß im Numinosen der letzte Grund des Welthaften liegt, und erst von ihm her jener endgültige Sinn kommt, den die Idee des „Heils“ meint.

S. 14

Die echte religiöse Erfahrung ist also nicht verschwommen, sondern durchaus bestimmt - derart, daß sie, etwa wiederkehrend, sofort und schon in ihrer leisesten Andeutung wiedererkannt wird. Ihr Inhalt ist aber mit Vorstellungen und Begriffen, die aus der Erfahrung der Weltdinge stammen, nicht geradehin auszudrücken.

Anmerkungen

__

Sichter

[4.] Analyse:Un/Fragment 039 21 - Diskussion
Bearbeitet: 2. November 2012, 20:32 Klgn
Erstellt: 2. November 2012, 20:30 (Klgn)
BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Tschirch 1957, Un, Unfertig

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 21-
Quelle: Tschirch 1957
Seite(n): 278, Zeilen: -
Die Sprache vermittelt dem Menschen Lebenserfahrungen und Erkenntnisse der Generationen vor ihm, Ergebnisse der Denkarbeit, der geistigen Durchdringung und Bewältigung der Welt. Durch das, was den Menschen die Sprache lehrt, wird sein Blick in eine Weite und Tiefe gelenkt, auf Tatbestände und Vorgänge aufmerksam gemacht, die kennenzulernen die bloße Erfahrung eines einzelnen Menschenlebens niemals ausgereicht hätte noch ausreichen würde. Durch die Sprache werden uns somit auch die Beziehung zum Religiösen, religiöse Erfahrungen und religiöse Sehweisen in einer bestimmten Form gegeben. Der Mensch wächst dank dem übernommenen religiösen Sprachschatz auch in eine bestimmte „religiöse Form“ hinein. Damit wird die Muttersprache für jeden Menschen zu einer schicksalhaften Macht, der er sich nicht entziehen kann.41 Die Sprache zwingt den Menschen mit zwar völlig unmerklicher, aber unentziehbarer Gewalt die ihr eigentümliche Spiegelung der Schicksale, Welterfahrung und Weltauffassung auf.42

41 F. TSCHIRCH, Religion und Sprache, in: Solange es „Heute“ heißt. Festgabe für Rudolf Hermann, Berlin 1957, S. 278.

42 F. TSCHIRCH, a.a.O., S. 278.

Die Sprache, die er von seinen Eltern überkommt, hebt ihn in einem Nu auf die Stufe der Welterkenntnis, die sie jeweils erreicht hat und in sich ausspricht; spielend vermittelt sie ihm die Lebenserfahrungen und Erkenntnisse all der Generationen vor ihm, die in ihr gestapelt sind, reicht ihm, als wäre es nichts, die Ergebnisse der Denkarbeit und der geistigen Durchdringung und Bewältigung der Welt durch eben diese Generationen vor ihm dar, die sich selbst der geistig bedeutendste Mensch während eines erfüllten Lebens bei angestrengtester Bemühung niemals auch nur annähernd hätte erarbeiten können. Durch das, was ihm die Sprache bietet, wird sein Blick in eine Weite und eine Tiefe gelenkt, auf Tatbestände und Vorgänge aufmerksam gemacht, die kennenzulernen die bloße Erfahrung eines einzelnen Menschenlebens niemals ausgereicht hätte und ausreichen würde.

Diesen in der Sprache angesammelten - hier ist der Superlativ wirklich am Platz - ungeheuren, aufs äußerste konzentrierten Schatz an Erfahrungen und Erkenntnissen übernimmt jeder Mensch in den frühen Jahren der Kindheit, da er seine Muttersprache lernt. Gerade in diesem Alter hat er dem von sich aus schlechterdings nichts entgegenzusetzen; vielmehr wächst er damit in ein geschichtlich bedingtes, fertig ausgeformtes Gefäß hinein und bemüht sich gerade darum - Eltern und Erzieher lassen ihm keine Wahl -, genau so zu sprechen, wie sie sprechen. Was er von sich aus anders sagt, ist "falsch“ und wird von ihm schon deswegen gemieden, weil er darin von den anderen nicht verstanden wird. Damit erweist sich die Muttersprache für jeden Menschen als eine schicksalhafte Macht, der er sich weder entziehen will (weil er nichts davon weiß) noch entziehen kann (weil er sonst unverstanden bliebe - die Wortkunststücke des Expressionismus haben es bewiesen); sie zwingt ihm mit zwar völlig unmerklicher, aber unentziehbarer Gewalt die ihr eigentümliche Spiegelung der Schicksale, Welterfahrung und Weltauffassung seines Volkes bis in weiteste Urzeiten zurück auf und läßt ihm keinen Raum zum "eigenen Wort“ 86

Anmerkungen

__

Sichter

</div>

</div>
[5.] Analyse:Un/Fragment 048 40 - Diskussion
Bearbeitet: 23. October 2012, 16:29 Klgn
Erstellt: 23. October 2012, 16:28 (Klgn)
BauernOpfer, Fischer 1960, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Unfertig

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 40-41
Quelle: Fischer 1960
Seite(n): 126, Zeilen: 104-107, Fn 66
In der Einleitung zum ersten Band (im ersten Band der „Deutschen Mystiker“ bringt Pfeiffer das Leben Hermann [von FRITZLARS und dreizehn Predigten von Nikolaus von STRASSBURG) äußert sich Pfeiffer auch über die Bedeutung des Inhalts der von ihm herausgegebenen Texte.] In der Einleitung zum ersten Band äußert sich Pfeiffer auch über die Bedeutung des Inhalts der von ihm herausgegebenen Texte. Vorsichtig bezeichnet er die Verfasser als „die sogenannten Mystiker“235.
Anmerkungen

Wird in Analyse:Un/Fragment 049 01 fortgesetzt.

Sichter

[6.] Analyse:Un/Fragment 049 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. October 2012, 16:31 Klgn
Erstellt: 23. October 2012, 14:45 (Klgn)
BauernOpfer, Fischer 1960, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Unfertig

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 1-18
Quelle: Fischer 1960
Seite(n): 56, Zeilen: S. 56; S. 57; S. 58
[In der Einleitung zum ersten Band (im ersten Band der „Deutschen Mystiker“ bringt Pfeiffer das Leben Hermann] von FRITZLARS und dreizehn Predigten von Nikolaus von STRASSBURG) äußert sich Pfeiffer auch über die Bedeutung des Inhalts der von ihm herausgegebenen Texte. Sehr vorsichtig bezeichnet er die Verfasser als „die sogenannten Mystiker“.5 Auch Heinrich DENIFLE äußert sich sehr zurückhaltend über die „sogenannten deutschen Mystiker“.6 Eckhart selbst ist im Gebrauch des Wortes „mysticus“ sehr vorsichtig. Er beschränkt sich darauf, es im selben Sinn wie die Literatur seiner Zeit zu verwenden, insbesondere zur Kennzeichnung des „sensus mysticus“ der Heiligen Schrift.7

Ehe wir bei Eckhart von Mystik sprechen, muß man sich daran erinnern, daß ihm die Geheimnisse des Glaubens und auch ihre theologische Darlegung keine abstrakten Theorien waren, sondern tägliche Erkenntnis. Und für die wissenschaftlichen Werke Eckharts hat zu gelten, daß alle seine Thesen ihren systematischen Ort im Aufbau der Summe der Theologie einnehmen, wie er dies selbst programmatisch in seinem „Opus tripartitum“ formuliert hat.8


5 F. PFEIFFER, Deutsche Mystiker des Mittelalters, 1. Band, Leipzig 1845, S. IX. Der 2. Band von Pfeiffer, der die deutschen Werke Meister Eckharts enthält, erschien 1857 (zitiert als „Pf.“ mit Seiten- und Zeilenangabe).

6 H. DENIFLE, Meister Eckharts lateinische Schriften und die Grundanschauung seiner Lehre, in: Archiv für Literatur und Kirchengeschichte des Mittelalters, Band 2 (1886), S. 647 (nachfolgend zitiert ALKG).

7 H. FISCHER, in: Eckhart-Festschrift, a.a.O., S. 57.

8 LW I, S. 148 ff.

S. 56

In der Einleitung zum ersten Band äußert sich Pfeiffer auch über die Bedeutung des Inhalts der von ihm herausgegebenen Texte. Vorsichtig bezeichnet er die Verfasser als „die sogenannten Mystiker“235.

S. 57

Auch H. Denifle äußert sich sehr vorsichtig über die „sogenannten deutschen Mystiker“237.

[...]

Eckhart selbst ist im Gebrauch des Wortes „mysticus“ sehr zurückhaltend. Er beschränkt sich fast darauf, es im selben Sinn wie die Literatur der Zeit zu verwenden, insbesondere zur Kennzeichnung des „sensus mysticus“ der Heiligen Schrift;

S. 58

Ehe also von einem „intuitus mysticus“ bei Eckhart gesprochen werden darf, wäre daran zu erinnern, daß ihm die Geheimnisse des Glaubens und auch ihre theologische Darlegung keine abstrakten Theorien waren, sondern tägliche Erkenntnis. Und für die wissenschaftlichen Werke Eckharts hat zu gelten, daß alle seine Thesen ihren systematischen Ort im Aufbau der Summe der Theologie einnehmen, wie er das programmatisch selbst formuliert hat246.

Anmerkungen

Fortsetzung von Analyse:Un/Fragment 048 40

Sichter

[7.] Analyse:Un/Fragment 060 12 - Diskussion
Bearbeitet: 13. November 2012, 21:11 Klgn
Erstellt: 13. November 2012, 21:09 (Klgn)
BauernOpfer, Fragment, Kunisch 1959, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Unfertig

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 60, Zeilen: 12-18
Quelle: Kunisch 1959
Seite(n): 250, Zeilen: 0
Die deutschen Mystiker setzen die neuplatonische apophatische (negative) Theologie des Dionysius Areopagita fort, die alle Eigenschaften in Gott verneint; er ist daz niht, daz niht-wesen, das ineffabile, das man nicht „geworten“ kann. Gott und die Seele in ihrem innersten Wesen sind ohne Namen, „namelös, unsprechlich, von allen namen vrî und von allen formen blöz, ledic und vrî zemâle; ez ist niht diz noch daz, noch hie noch dä.“40

40 H. KUNISCH, Spätes Mittelalter, a.a.O., S. 281.

Die deutschen Mystiker setzen die neuplatonische apophatische (negative) Theologie des Dionysius Areopagita (de coel. hier. cap. 1 u. 2; de div. nom. I 4—6; VII 3) fort, die alle Eigenschaften und Vollkommenheiten Gottes ver


[S. 251]

neint1. Nu hat dis grundelos wesen (= Gott) Dionysius in siner blosheit an gesehen und sprichet daz und öch ander lerer, daz daz einveltig, von dem geseit ist, mit allen namen blibet alzcmale ungenemmet S 328, 162. Er ist daz niht, daz nihtwesen, das ineffabiley daz ungenante, daz ungesprochen wort, das man nicht geworten kann, von dem man am besten schweigt; er hat einen namlösen namen. Gott und die Seele in ihrem innersten Wesen sind ohne namen, namelos, unsprechlich; vow namen vri und von allen formen blöz, ledic und vri zemäle; niht diz noch daz, noch hie noch da;

Anmerkungen
Sichter

</div>

</div>
[8.] Analyse:Un/Fragment 060 19 - Diskussion
Bearbeitet: 13. November 2012, 21:47 Klgn
Erstellt: 13. November 2012, 20:57 (Klgn)
Fragment, Kunisch 1959, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Unfertig, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 60, Zeilen: 19-
Quelle: Kunisch 1959
Seite(n): 251, Zeilen: 0
Ein bedeutender Teil des mystischen Wortschatzes ist negativ, dadurch allein schon hebt sich die mystische Sprache von der sonstigen mittelalterlichen Predigtweise ab. Sie bekommt etwas Gelöstes, Leichtes. Rein äußerlich gesehen, vermitteln diesen Eindruck die gehäuft auftretenden negativen Wortbildungen. Es seien einige Bildungen angeführt: niht wellen, niht wizzen, unbegriffen, unbegrîfelîcheit, unbekantheit, unbekantlich, unbekantnisse, ungebildetheit, ungelehet, Ungewohntheit, ungeschaffen, ungewordenheit, unsinnelich, unwizzenheit, unwortlich, unzîtlich, bildelôs, grundelôs, namelös, wiselös, wortelös usw.41

41 Wieweit diese Bildungen in Wortständen zusammengefaßt werden können, soll im II. Hauptteil dieser Arbeit gezeigt werden

Ein bedeutender Teil des mystischen Wortschatzes ist negativ, dadurch allein schon hebt sich mystische Sprache von der sonstigen mittelalterlichen Predigtweise ab. Sie bekommt etwas Gelöstes, Leichtes von daher; wobei es gleichgültig ist, ob einzelne Wortformen auch vor der Mystik belegt sind und wieviel daran aus der neuplatonischen Mystik 'übersetzt' ist. Äußerlich gesehen vermitteln diesen Eindruck die gehäuft auftretenden negativen Wortbildungen mit

[...] LISTE [...]

Anmerkungen
Sichter

[9.] Analyse:Un/Fragment 064 01 - Diskussion
Bearbeitet: 29. October 2012, 19:24 Klgn
Erstellt: 29. October 2012, 18:22 (Klgn)
BauernOpfer, Fragment, Lüers 1926, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Unfertig

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 1-
Quelle: Lüers 1926
Seite(n): 115, Zeilen: S. 115: 12- ; S. 94
[Versinnlichung des Geistigen auf der einen Seite, Vergeistigung des Sinnlichen auf der anderen Seite sind die bezeichnendsten Momente des] mystischen Ausdrucks, insbesondere der Metapher. Die Vergeistigung des Sinnlichen zeigen deutlich Ausdrücke wie „begrîfen“, „înbilden“, „îndruc“ auf; Ausdrücke, die durch die Mystik erst aus ihrer ursprünglich rein sinnenhaften Bedeutung in eine geistige Sphäre hineingeholt wurden. Möglich aber wird dem Mystiker die Überbrückung der beiden polaren Gegensätze des Sinnlichen und des Geistigen nur durch die Metapher. Durch den metaphorischen Gebrauch der Sprache ist es möglich, Aussagen in der Mystik zu machen, indem der herkömmliche Wortinhalt eine übersinnlich-mystische Aussage gewinnt. Durch die Metapher werden seelisch-religiöse Sachverhalte durch sinnlich-konkrete Wörter veranschaulicht. So beseitigt die Metapher eine schroff dualistische Weltanschauung, sie ist die Brücke zwischen Zeit und Ewigkeit, zwischen Natur und Übernatur.47

47 G. LÜERS, Die Sprache der deutschen Mystik des Mittelalters im Werke der Mechtild von Magdeburg, München 1926, S. 94.

Versinnlichung des Geistigen auf der einen Seite, Vergeistigung des Sinnlichen auf der anderen Seite sind die bezeichnendsten Momente des mystischen Ausdrucks. Die Vergeistigung des Sinnlichen12 zeigen deutlich Ausdrücke wie „begrîfen, înbilden, erhaben, învluz, îndruc“, Ausdrücke, die durch die Mystik erst aus ihrem ursprünglich rein sinnlichen Begriffsfeld in die geistige Sphäre hinübergetragen wurden. Möglich aber wurde dem Mystiker diese Aufhebungsanschauung der beiden polaren Gegensätze des Sinnlichen und des Geistigen nur durch den Symbolismus; der Symbolismus, dem alles Vergängliche nur ein Gleichnis ist, hebt die streng dualistische Weltanschauung auf, indem er die konträren Sphären durch den Spiritualismus zu harmonisieren versucht. [...]

S. 94

Der Symbolismus aber beseitigt alle quälende Spannung einer schroff dualistischen Welthaltung, der Symbolismus als die Brücke zwischen Zeit und Ewigkeit, Natur und Übernatur, Mensch und Gott.

Anmerkungen
Sichter

[10.] Analyse:Un/Fragment 064 30 - Diskussion
Bearbeitet: 29. October 2012, 18:55 Klgn
Erstellt: 29. October 2012, 18:41 (Klgn)
BauernOpfer, Fragment, Lüers 1926, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Unfertig

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 30-
Quelle: Lüers 1926
Seite(n): 17, Zeilen: S. 17; S. 18
Das Geistigste, Sublimste wird durch das Nichtigste, Sinnlichste ausgedrückt; dadurch zeichnet sich die Metaphorik des Mystikers ganz besonders aus, daß sie diese beiden Sphären zu überbrücken sucht. Durch die Metapher gewinnt der Mystiker die Fähigkeit der In-Eins-Setzung der polaren Gegensätze. Sagt der Mystiker „Licht“ für Gott, so spricht er von dem Verhältnis des unsichtbaren Gottes zum sichtbaren Licht, von der sichtbaren Allausbreitung des Lichts und der Allgegenwart Gottes, indem er eines für das andere setzt und im Grunde eines im anderen in Totalitätseinheit sieht: Gott ist Licht, weil Licht in Gott ist, das Licht nicht ohne Gott sein kann. Spricht der Mystiker vom „Schmecken“ (DW I 56, 2) Gottes für das Geheimnis der mystischen Einigung, so setzt er das sinnliche Wohlgefühl für das unsinnlich-übersinnliche Erfülltsein [von Wonne bei der „unio mystica“ .48]

48 G. LÜERS, a.a.O., S. 22.

Das Geistigste, Sublimste wird durch das Niedrigste, Sinnlichste ausgedrückt; dadurch zeichnet sich die Metaphorik des Mystikers ganz besonders aus, daß sie diese beiden Sphären zu überbrücken scheint, daß sie ihm nicht widersprechliche Gegenpole zu bedeuten scheinen. Und wie der Ausdruck des Geistes, so der Geist selbst: Der Mystiker besitzt die Fähigkeit der In-Eins-Setzung der polaren Gegensätze, weil er alles sub specie aeterni, prägnanter formuliert: [...]

S. 21

Sagt der Mystiker „Licht“ für „Gott“ , so spricht er von

S. 22

dem Verhältnis des unsichtbaren Gottes zum sichtbaren Lichte, von der sichtbaren Allausbreitung des Lichtes und der Allgegenwart Gottes, indem er eines für das andere setzt und im Grunde eines im anderen in Totalitätseinheit sieht: Gott ist Licht, weil Licht in Gott ist, das Licht gar nicht ohne Gott sein kann. — Spricht der Mystiker vom „Schmecken Gottes“ für das Geheimnis der mystischen Einung, so setzt er das sinnliche Wohlgefühl für das unsinnlich-übersinnliche Erfülltsein von Wonne bei der unio mystica, weiß aber letzten Grundes, daß auch diese beiden getrennten Sphären eine Einheit bilden.

Anmerkungen
Sichter

[11.] Analyse:Un/Fragment 065 08 - Diskussion
Bearbeitet: 13. November 2012, 21:42 Klgn
Erstellt: 13. November 2012, 20:14 (Klgn)
BauernOpfer, Fragment, Kunisch 1959, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Unfertig

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 65, Zeilen: 8-20
Quelle: Kunisch 1959
Seite(n): 254, Zeilen: 0
Um die Bedeutung der Metapher für die Mystiker aufzuzeigen, seien die wichtigsten Metaphern genannt, die uns im mystischen Schrifttum begegnen: abgrunt, antlütze, atem, berhaftekeit, blüejen, blôz, blôzheit, brennen, durchgründen, ein, einikeit, einvaltic, einvalticheit, enzünden, enzündunge, ergründen, ersliezen, ganster, geborn, gluot, grunt, grundelôs, gruntlich, gründen, hitze, hoch, îndruc, însliezen, kleit, lieht, lûter, lûterkeit, minne, niht, quel, smeken, spiegel, spil, swanger, tief, ursprunc, vindernisse, vüeren, vliezen, vunke, vünkelîn, wît, wonnen, wüeste usf.50 Die metaphorischen Ausdrücke sind im allgemeinen auch außerhalb der Mystik bekannt. Das Neue ist nur, daß sie in der Mystik für die Zustände und Vorgänge des mystischen Erlebens gebraucht werden und dadurch eine neue Bedeutung gewinnen. Ein Teil dieser Metaphern ist aus mystischer Tradition ererbtes Gut [...].

50 Vgl. H. KUNISCH, Spätes Mittelalter, a.a.O., S. 254.

Die metaphorischen Ausdrücke der Mystik sind im allgemeinen auch außerhalb der Mystik bekannt. Das Neue daran ist, daß sie hier metaphorisch für die Zustände und Vorgänge des mystischen Erlebens gebraucht werden und dadurch also neue Bedeutsamkeit gewinnen. Ein großer Teil dieser Metaphern ist aus mystischer Tradition ererbtes Gut, ein anderer ist von den Mystikern zum erstenmal in diesem Zusammenhang gebraucht worden. Die wichtigsten seien hier zusammengestellt1: adel (edel und Verwandtes); adelar, ar; ader; antlütze; atem; berc; blüejen (bluome); brunnen (bach, quel, rivier, runs, ursprunc, fonteine), blôz, bloet (blôzheit, bloetheit, lûter, lûterkeit, naket); brennen (viur, viurec, vunke, vünklin, ganster, entvunket, enzünden, enzündunge, gluot, hitze usw.); gebürt2 (gebern, berhaftekeit, fruhtbaere, swanger, kintbet usw.; minne3, (brût, gemahel, triuten usw.); hôch (tief, wît usw.)4; dunsterheit (vinsternisse u. ähnl.); ein (einec, einekeit, einvaltec, einvaltecheit) ; forme; grunt (abgrunt, grundelôs, gruntlich, ingruntlich, gründen, ergründen, durchgründen usw.)5; grüenen; gotvar; indruc; kleit; lieht (glast, glesten); niht; rüeren; spiegel; spil (spiln); smecken; vliezen (in-, ûzvliezen) ; wüeste (wüestenunge); wonen; wirtschaft.
Anmerkungen
Sichter

[12.] Analyse:Un/Fragment 099 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. October 2012, 15:41 Klgn
Erstellt: 23. October 2012, 15:41 (Klgn)
BauernOpfer, Fragment, Kunisch 1960, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Unfertig

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 99, Zeilen: 1
Quelle: Kunisch 1960
Seite(n): 139, Zeilen: S. 139, S. 148
[wie ungewohnt sie den damaligen Hörern gewesen sein muß.] Eckhart selbst, das beweist seine Rechtfertigungsschrift, war überzeugt, zwar Unerhörtes gesagt, doch dabei nie die Bahnen der kirchlichen Rechtgläubigkeit verlassen zu haben.27 Von daher erklärt sich die Verteidigung seiner Lehre als neuartig und ungewohnt, als schwierig und subtil, aber dennoch als wahr.28 Im Bewußtsein seiner Rechtgläubigkeit verurteilt Eckhart daher seine Gegner als unwissend, beschränkt und bösartig.29 Eckhart ist sich aber der Neuartigkeit seines sprachlichen Ausdrucks und der damit gegebenen Gefahr des Mißverständnisses wohl bewußt. So sagt er im Prolog zu seinem lateinischen Werk „opus tripartitum“ : „Nonnulla .. . primo aspectu monstruosa, dubia aut falsa apparebunt.“30

Was von Eckhart gefordert wird und was er im Gehorsam zu leisten versucht, ist das Unleistbare, den Weg aus dem Bereich des Namenlosen, Unnennbaren in die Welt des Darstellbaren, Berechenbaren zu gehen; gegen den Vorwurf der Ketzerei zu verteidigen, was Geheimnis zwischen Gott und ihm war, was Wahrheit in Gott und ihm war (Kunisch).

Von daher erklärt sich die Verteidigung seiner Lehre als neuartig und ungewohnt, schwierig und subtil, aber dennoch als wahr113, und die Verurteilung seiner Gegner als unwissend, beschränkt und bösartig114. Im „Prologus generalis“ (n. 7) sagt er, daß „nonnulla ... primo aspectu monstruosa, dubia aut falsa apparebunt“ 115.

[...]

S. 148

Was von ihm gefordert wird und was er im Gehorsam zu leisten sucht, ist das Unleistbare: den Weg aus dem Bereich des Namenlosen, Unnennbaren, das man nicht geworten kann, in die Welt des Darstellbaren, Berechenbaren zu gehen, gegen den Vorwurf der Ketzerei zu verteidigen, was Geheimnis zwischen Gott und ihm war, was Wahrheit in Gott und in ihm war.

Anmerkungen

Fortsetzung von Analyse:Un/Fragment 098 37

Sichter

[13.] Analyse:Un/Fragment 124 07 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2012, 15:29 Klgn
Erstellt: 22. October 2012, 15:29 (Klgn)
Fragment, SMWFragment, Schmoldt 1954, Schutzlevel, Un, Unfertig, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 124, Zeilen: 7-13
Quelle: Schmoldt 1954
Seite(n): 9, Zeilen: 42-50 (FN 1)
Die Frage nach der Berechtigung, die Sprache in Abstrakta und Konkreta zu gliedern, soll in diesem Zusammenhang nicht weiter erörtert werden. Alle Sprache ist sicherlich abstrakt, wenn man sie mit der erlebten Wirklichkeit vergleicht, alle Sprache ist konkret, wenn man sie dem Denkbaren an sich gegenüberstellt. Wirklich konkret wäre nur die Wirklichkeit, abstrakt wäre gleichbedeutend mit begrifflich, ein Begriff kann nicht konkret sein, denn konkret ist die Wirklichkeit.4

4 Vgl. Hans GLINZ, Die innere Form des Deutschen, 2. Aufl., Bern 1961, S. 306.

Die philosophische Frage nach der Berechtigung, die Sprache in Abstrakta und Konkreta zu gliedern, soll in diesem Zusammenhang nicht weiter beachtet werden. Ein kurzer Hinweis möge genügen: abstrakt-konkret sind keine sprachlichen Kategorien, sondern Denkmomente. Alle Sprache wäre abstrakt, wenn man sie mit der erlebten Wirklichkeit vergliche, alle Sprache wäre konkret, wenn man sie dem Denkbaren an sich gegenüberstellte. Wirklich konkret wäre nur die Wirklichkeit, abstrakt wäre gleichbedeutend mit begrifflich, ein Begriff kann nicht konkret sein, denn konkret ist die Wirklichkeit (vgl. auch Hans Glinz, Die innere Form des Deutschen, Bern 1952, S. 304. Fritz Mauthner, Wörterbuch der Philosophie, Leipzig 1924. Bd. I, S. 12 ff.).
Anmerkungen

TO DO: Prüfe: Hans GLINZ, Die innere Form des Deutschen

Sichter

</div>

Quellen

Quelle Autor Titel Verlag Jahr Lit.-V. FN
Un/Bernhart 1922 Joseph Bernhart Die philosophische Mystik des Mittelalters von ihren antiken Ursprüngen bis zur Renaissance E. Reinhardt 1922 ja ja
Un/Cassirer 1958 Ernst Cassirer Philosophie der symbolischen Formen. Zweiter Teil. Das mythische Denken Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1958 ja ja
Un/Dempf 1960 Alois Dempf Meister Eckhart Herder 1960 ja ja
Un/Fahrner 1929 Rudolf Fahrner Wortsinn und Wortschöpfung bei Meister Eckehart N. G. Elwert'sche Verlagsbuchhandlung 1929 ja ja
Un/Fischer 1960 Heribert Fischer Grundgedanken der deutschen Predigten Herder 1960 nein, da Aufsatz ja
Un/Guardini 1959 Romano Guardini Die religiöse Sprache Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1959 ja ja
Un/Heer 1956 Friedrich Heer Einleitung Fischer Bücherei 1956 ja ja
Un/Kirmße 1930 Curt Kirmße Die Terminologie des Mystikers Johannes Tauler C. u. E. Vogel 1930 ja ja
Un/Koch 1960 Josef Koch Zur Einführung Herder 1960 nein, da Aufsatz ja
Un/Kramm 1884 E. Kramm Meister Eckeharts terminologie in ihren grundzügen dargestellt. 1884 ja ja
Un/Krebs 1921 Engelbert Krebs Grundfragen der kirchlichen Mystik / dogmatisch erörtert und für das Leben gewertet von Engelbert Krebs Herder 1921 ja ja
Un/Kunisch 1929 Hermann Kunisch Das Wort "Grund" in der Sprache der deutschen Mystik des 14. und 15. Jahrhunderts Druck von Gebr. Pagenkämper 1929 ja ja
Un/Kunisch 1936 Hermann Kunisch Schneider, Theophora: Der intellektuelle Wortschatz Meister Eckeharts (Besprechung) Weidmannsche Buchhandlung 1936 nein ja
Un/Kunisch 1959 Kunisch 1959 Spätes Mittelalter (1250—1500) de Gruyter 1959
Un/Kunisch 1960 Hermann Kunisch Offenbarung und Gehorsam. Vesuch über Eckharts religiöse Persönlichkeit Herder 1960 nein, da Aufsatz ja
Un/Lücker 1950 Maria Alberta Lücker Meister Eckhart und die devotio moderna Brill 1950 ja ja
Un/Lüers 1926 Grete Lüers Die Sprache der deutschen Mystik des Mittelalters im Werke der Mechthild von Magdeburg / Ernst Reinhardt 1926
Un/Mensching 1937 Gustav Mensching Das heilige Wort. Eine religionsphänomenologische Untersuchung Röhrscheid 1937 ja ja
Un/Mensching 1948 Gustav Mensching Gott und Mensch. Vorträge und Aufsätze zur vergleichenden Religionswissenschaft Vieweg 1948 ja ja
Un/Nix 1956-57 Udo M. Nix Bücherschau: Benno Schmoldt: Die deutsche Begriffssprache Meister Eckharts 1957 nein nein
Un/Quint 1928 Josef Quint Die Sprache Meister Eckeharts als Ausdruck seiner mystischen Geisteswelt 1928 ja ja
Un/Quint 1953 Josef Quint Mystik und Sprache 1953 ja ja
Un/Rattke 1906 Robert Rattke Die Abstraktbildungen auf -heit bei Meister Eckhart und seinen Jüngern. Ein Beitrag zur Geschichte der deutschen wissenschaftlichen Prosa. Druck von E. Ebering 1906 ja ja
Un/Schmoldt 1954 Benno Schmoldt Die deutsche Begriffssprache Meister Eckharts. Studien zur philosophischen Terminologie des Mittelhochdeutschen Quelle & Meyer 1954 ja ja
Un/Schneider 1935 Theophora Schneider Der intellektuelle Wortschatz Meister Eckeharts : Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Sprachinhalts Junker & Dünnhaupt 1935 ja ja
Un/Tschirch 1957 Fritz Tschirch Religion und Sprache. Bestandsaufnahme ihres wechselseitigen Verhältnisses Evangelische Verlagsanstalt 1957 ja ja
Un/Weisgerber 1954 Leo Weisgerber Von den Kräften der deutschen Sprache Schwann 1954 ja ja
Un/Weisgerber 1955 Leo Weisgerber Der Begriff des Wortens Harrassowitz 1955 nein, da Aufsatz ja
Un/Weisgerber 1957 Leo Weisgerber Von den Kräften der deutschen Sprache, Bd. 3., Die Muttersprache im Aufbau unserer Kultur Schwann 1957 ja ja
Un/Zirker 1923 Otto Zirker Die Bereicherung des deutschen Wortschatzes durch die spätmittelalterliche Mystik Verlag der Frommannschen Buchhandlung (Walter Biedermann) 1923 ja ja


Übersicht

Typus Gesichtet ZuSichten Unfertig Σ
KP0202
VS052355
ÜP0000
BO0151025
KW0213
KeinP0000
Σ0711485

Sitemap

Kategorie:Un



Wichtige Seiten

Befunde

Alle Fragmente

Unfragmentierte Fundstellen

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki