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Analyse:Un/Fragment 028 19

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 19-
Quelle: Guardini 1959
Seite(n): 13, Zeilen: S. 13; 14; S. 15
In der religiösen Erfahrung kommt etwas zum Bewußtsein, was zwar an Weltdingen und Lebensvorgängen zur Gegebenheit gelangt, sich aber als etwas charakterisiert, was anders ist als diese. Das zeigt sich auch darin, daß der Erfahrende eine eigentümliche Verlegenheit empfindet, wie er das Aufgefaßte ausdrücken kann. Man darf die Kluft zwischen dem Natürlichen und Übernatürlichen aber nicht als unüberbrückbar ansehen, andernfalls hätte eine Aussage über übernatürliche Gegebenheiten überhaupt keinen Sinn. Das Numinose steht zum Welthaften in einem Doppelverhältnis. Es unterscheidet sich von ihm als anders, bezieht sich aber doch wiederum auf es als verwandt. Es hebt sich von ihm ab als „Nicht-Welt“, so daß von dem, was „Welt“ heißt, kein unmittelbarer Zugang zu ihm führt, vielmehr eine Kluft dazwischenliegt - andererseits gibt die echte religiöse Erfahrung das Bewußtsein, daß im Numinosen der letzte Grund des Welthaften liegt.6 Aus dieser grundsätzlichen Verschiedenheit von Natur und Übernatur ergibt sich die Besonderheit der religiösen Sprache. Der religiöse Inhalt ist mit Vorstellungen und Begriffen, die aus der Erfahrung der Weltdinge stammen, nicht geradehin auszudrücken.7

6 R. GUARDINI, Die religiöse Sprache, in: „Die Sprache“ (hrsg. von der bayrischen Akademie der schönen Künste), München 1959, S. 15.

7 R. GUARDINI, a.a.O., S. 14.

S. 13

In der religiösen Erfahrung kommt etwas zu Bewußtsein, das zwar an Weltdingen und Lebensvorgängen zur Gegebenheit gelangt, sich aber sofort als etwas charakterisiert, das anders ist als diese. Und das nicht nur so, wie eine Realität der empirischen Welt sich von einer zweiten unterscheidet - etwa eine Pflanze von einem Kristall - sondern anders gegenüber der Welthafligkeit als solcher. Das zeigt sich sofort darin, daß der Erfahrende eine eigentümliche Verlegenheit empfindet, wie er das Aufgefaßte ausdrücken könne.

S. 15

Das Numinose steht zum Welthaften in einem Doppelverhältnis. Es unterscheidet sich von ihm als anders; bezieht sich aber doch wiederum auf es als verwandt. Es hebt sich von ihm ab als „Nicht-Welt“, so daß von dem, was „Welt“ heißt, kein unmittelbarer Fortgang zu ihm führt, vielmehr eine Kluft dazwischen liegt - andererseits gibt die echte religiöse Erfahrung das Bewußtsein, daß im Numinosen der letzte Grund des Welthaften liegt, und erst von ihm her jener endgültige Sinn kommt, den die Idee des „Heils“ meint.

S. 14

Die echte religiöse Erfahrung ist also nicht verschwommen, sondern durchaus bestimmt - derart, daß sie, etwa wiederkehrend, sofort und schon in ihrer leisesten Andeutung wiedererkannt wird. Ihr Inhalt ist aber mit Vorstellungen und Begriffen, die aus der Erfahrung der Weltdinge stammen, nicht geradehin auszudrücken.

Anmerkungen

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