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VroniPlag Wiki

Analyse:Un/Fragment 064 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 1-
Quelle: Lüers 1926
Seite(n): 115, Zeilen: S. 115: 12- ; S. 94
[Versinnlichung des Geistigen auf der einen Seite, Vergeistigung des Sinnlichen auf der anderen Seite sind die bezeichnendsten Momente des] mystischen Ausdrucks, insbesondere der Metapher. Die Vergeistigung des Sinnlichen zeigen deutlich Ausdrücke wie „begrîfen“, „înbilden“, „îndruc“ auf; Ausdrücke, die durch die Mystik erst aus ihrer ursprünglich rein sinnenhaften Bedeutung in eine geistige Sphäre hineingeholt wurden. Möglich aber wird dem Mystiker die Überbrückung der beiden polaren Gegensätze des Sinnlichen und des Geistigen nur durch die Metapher. Durch den metaphorischen Gebrauch der Sprache ist es möglich, Aussagen in der Mystik zu machen, indem der herkömmliche Wortinhalt eine übersinnlich-mystische Aussage gewinnt. Durch die Metapher werden seelisch-religiöse Sachverhalte durch sinnlich-konkrete Wörter veranschaulicht. So beseitigt die Metapher eine schroff dualistische Weltanschauung, sie ist die Brücke zwischen Zeit und Ewigkeit, zwischen Natur und Übernatur.47

47 G. LÜERS, Die Sprache der deutschen Mystik des Mittelalters im Werke der Mechtild von Magdeburg, München 1926, S. 94.

Versinnlichung des Geistigen auf der einen Seite, Vergeistigung des Sinnlichen auf der anderen Seite sind die bezeichnendsten Momente des mystischen Ausdrucks. Die Vergeistigung des Sinnlichen12 zeigen deutlich Ausdrücke wie „begrîfen, înbilden, erhaben, învluz, îndruc“, Ausdrücke, die durch die Mystik erst aus ihrem ursprünglich rein sinnlichen Begriffsfeld in die geistige Sphäre hinübergetragen wurden. Möglich aber wurde dem Mystiker diese Aufhebungsanschauung der beiden polaren Gegensätze des Sinnlichen und des Geistigen nur durch den Symbolismus; der Symbolismus, dem alles Vergängliche nur ein Gleichnis ist, hebt die streng dualistische Weltanschauung auf, indem er die konträren Sphären durch den Spiritualismus zu harmonisieren versucht. [...]

S. 94

Der Symbolismus aber beseitigt alle quälende Spannung einer schroff dualistischen Welthaltung, der Symbolismus als die Brücke zwischen Zeit und Ewigkeit, Natur und Übernatur, Mensch und Gott.

Anmerkungen
Sichter

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