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Analyse:Un/Fragment 099 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 99, Zeilen: 1
Quelle: Kunisch 1960
Seite(n): 139, Zeilen: S. 139, S. 148
[wie ungewohnt sie den damaligen Hörern gewesen sein muß.] Eckhart selbst, das beweist seine Rechtfertigungsschrift, war überzeugt, zwar Unerhörtes gesagt, doch dabei nie die Bahnen der kirchlichen Rechtgläubigkeit verlassen zu haben.27 Von daher erklärt sich die Verteidigung seiner Lehre als neuartig und ungewohnt, als schwierig und subtil, aber dennoch als wahr.28 Im Bewußtsein seiner Rechtgläubigkeit verurteilt Eckhart daher seine Gegner als unwissend, beschränkt und bösartig.29 Eckhart ist sich aber der Neuartigkeit seines sprachlichen Ausdrucks und der damit gegebenen Gefahr des Mißverständnisses wohl bewußt. So sagt er im Prolog zu seinem lateinischen Werk „opus tripartitum“ : „Nonnulla .. . primo aspectu monstruosa, dubia aut falsa apparebunt.“30

Was von Eckhart gefordert wird und was er im Gehorsam zu leisten versucht, ist das Unleistbare, den Weg aus dem Bereich des Namenlosen, Unnennbaren in die Welt des Darstellbaren, Berechenbaren zu gehen; gegen den Vorwurf der Ketzerei zu verteidigen, was Geheimnis zwischen Gott und ihm war, was Wahrheit in Gott und ihm war (Kunisch).

Von daher erklärt sich die Verteidigung seiner Lehre als neuartig und ungewohnt, schwierig und subtil, aber dennoch als wahr113, und die Verurteilung seiner Gegner als unwissend, beschränkt und bösartig114. Im „Prologus generalis“ (n. 7) sagt er, daß „nonnulla ... primo aspectu monstruosa, dubia aut falsa apparebunt“ 115.

[...]

S. 148

Was von ihm gefordert wird und was er im Gehorsam zu leisten sucht, ist das Unleistbare: den Weg aus dem Bereich des Namenlosen, Unnennbaren, das man nicht geworten kann, in die Welt des Darstellbaren, Berechenbaren zu gehen, gegen den Vorwurf der Ketzerei zu verteidigen, was Geheimnis zwischen Gott und ihm war, was Wahrheit in Gott und in ihm war.

Anmerkungen

Fortsetzung von Analyse:Un/Fragment 098 37

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