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Analyse:Zdt/Fragment 013 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 1-19
Quelle: Bleutge 1985
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[Demzufolge muss ein Gutachter den Gutachterauftrag in wesentlichen] Teilen persönlich vorbereiten, bearbeiten und abschließen30. Dies folgt aus dem Wesen des Gutachterauftrags, das auf dem Vertrauen basiert, das der Auftraggeber der Person des Gutachters entgegenbringt. Dieses besondere Vertrauensverhältnis erfordert den Einsatz des Gutachters dergestalt, dass er und nicht seine Hilfskraft die Gutachterleistung höchstpersönlich erbringt. Allerdings bedeutet das nicht, dass der Gutachter bei der Vorbereitung des Gutachtens überhaupt keine Hilfskräfte hinzuziehen kann31. In dem heutigen spezialisierten Berufsalltag kommen Gutachter sogar ohne qualifizierte Mitarbeiter nicht mehr aus. Falls der Gutachter für sein Gutachten Hilfskräfte herangezogen haben sollte, muss er allerdings im Gutachten kenntlich machen, welche Vorarbeiten von seiner Hilfskraft durchgeführt wurden und in welchem Umfang diese im Einzelnen tätig geworden sind. Dabei darf er auf keinen Fall Feststellungen und Entwürfe seiner Hilfskräfte ungeprüft übernehmen32. Die Inanspruchnahme von Hilfskräften darf die Eigenverantwortlichkeit des Gutachters nicht in Frage stellen, d.h. das Gutachten darf bei Einschaltung von Hilfskräften den Charakter einer persönlichen Stellungnahme des Gutachters nicht verlieren33. Aus diesem Grund muss er die Schlussfolgerungen aus den von den Hilfskräften gesammelten Tatsachen und durchgeführten Voruntersuchungen selbst ziehen und dabei sein Fach- und Erfahrungswissen insbesondere dort einsetzen, wo sich Ermessens- und Beurteilungsspielräume ergeben34.

30 DÖBEREINER/v. KEYSERLINGK, Rdnr. 44, 45.

31 BLEUTGE, S. 1186.

32 DÖBEREINER/v. KEYSERLINGK, Rdnr. 51.

33 ROEßNER, S. 240.

34 BLEUTGE, S. 1186.

Er muß insbesondere die Schlußfolgerungen aus der von den Hilfskräften gesammelten Tatsachen und durchgeführten Voruntersuchungen selbst ziehen und dabei seine überdurchschnittliche Fachkunde und sein Erfahrungswissen anwenden.

Sowohl bei Privatauftrag als auch bei Gerichtsauftrag darf der Sachverständige Hilfskräfte nur insoweit einsetzen, als dadurch seine persönliche Leistung und Verantwortung nicht in Frage gestellt wird; das Gutachten darf also auch bei Einschaltung von Hilfskräften auf keinen Fall den Charakter einer persönlichen Stellungnahme des beauftragten Sachverständigen verlieren.

Auf keinen Fall darf der beauftragte Sachverständige Feststellungen, Schlußfolgerungen und Entwürfe seiner Hilfskräfte ungeprüft übernehmen.

Die Schlußfolgerungen aus den von der Hilfskraft getroffenen Feststellungen hat der Sachverständige stets selbst zu ziehen.

Der Sachverständige muß im Gutachten kenntlich machen, welche Vorarbeiten von seiner Hilfskraft durchgeführt wurden und in welchem Umfang diese im einzelnen tätig geworden ist 47.

Als Ergebnis bleibt festzustellen, daß ein Sachverständiger, sei er nun vom Gericht, von der Staatsanwaltschaft, von einer Behörde oder von privater Seite mit der Erstattung eines Gutachtens beauftragt, den Gutachtenauftrag in den wesentlichen Teilen persönlich vorbereiten, bearbeiten und abschließen muß.


47 Döbereiner-v. Keyserlingk (o. Fußn. 5), Rdnr. 51; Jessnitzer (o. Fußn. 1), S. 199; so auch § ZPO-NOVELLE § 407a ZPO-NOVELLE § 407A Absatz III der ZPO-Novelle (BR-Dr 522/84).

Anmerkungen

Quelle ist zweimal in den Fn. genannt.

Sichter
(SleepyHollow02)

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