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Ank/Fragment 009 02

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 2 ff.
Quelle: Rowbotham 1997
Seite(n): 12, 13, Zeilen: 12: 18 ff.; 13: 1-14
Bei moderaten Fließraten produziert die Glandula parotis die Hälfte der gesamten Speichelmenge. Bei hohen Fließraten dagegen kann sie für zwei Drittel der Gesamtspeichelproduktion sorgen [FERGUSON, 1975; JENKINS, 1978; SCHNEYER und LEVIN, 1955].

Aufgrund ihres langsamen Zellturnovers könnte man annehmen, daß die Speicheldrüsen eher strahlenresistent reagieren. Die Veränderungen der Speichelquantität und -qualität kurz nach Bestrahlungsbeginn [LESLIE und DISCHE, 1994; Moss et al., 1979; MOSSMAN et al., 1981] zeigen jedoch, daß diese Gewebe zumindest hinsichtlich ihrer Funktion akut radiosensibel reagieren [BEUMER et al., 1979a]. Dabei ist unklar, ob dies ein direkter Effekt der Bestrahlung auf die sekretorischen und duktalen Zellen ist, oder ob die Hyposalivation sekundär durch eine Schädigung der feinen vaskulären Strukturen mit darauffolgender verstärkter Permeabilität der Kapillaren und entzündlicher Infiltrationen mit interstitiellem Ödem verursacht wird [RUBIN und Doku, 1976]. Zu Beginn der Bestrahlungsbehandlung entwickelt sich ein Ödem, das durch die Infiltration des interlobulären Gewebes mit Lymphozyten und Plasmazellen gekennzeichnet ist. Im weiteren Verlauf degeneriert das Epithel der Azini, und das interstitielle Gewebe fibrosiert zunehmend. Seröse azinäre Zellen scheinen durch die Strahlungsenergie stärker in Mitleidenschaft gezogen zu werden als muköse und duktale Zellen [DREYER et al., 1989; RUBIN und CASARETT, 1968; SEIFERT und GEIER, 1971].

STEPHENS et al. (1989) kamen nach In-vivo-Untersuchungen mit Primaten zu der Schlußfolgerung, daß die akute Schädigung der Funktion der Speicheldrüsen eher direkt aus dem Untergang der serösen azinären Zellen resultiere, als daß sie das Ergebnis inflammatorischer Prozesse sei. Diesen Autoren zufolge ist die zytoplasmatische Membran die erste Station, an der die Strahlung ihre destruierende Wirkung entfaltet. Die Lokalisation des Bestrahlungsfeldes ist hinsichtlich der direkten Auswirkungen auf die Speicheldrüsen von Bedeutung. Abhängig davon ergibt sich eine rapide Abnahme der Speichelfließrate nach Stimulation auf Werte unter 0,5 ml pro Minute innerhalb der ersten Behandlungswoche. Danach nimmt die Fließrate langsam weiter auf 5% der ursprünglichen Fließrate vor der Radiatio ab [DREIZEN et al., 1976 und 1977b; ENEROTH et al., 1971; SHANNON et al., 1977a; WESCOTT et al., 1978].

Darüber hinaus hängt die Abnahme der Speichelskeretionsrate auch von [Alter und Geschlecht sowie der Aktivität der Speicheldrüsen vor der Bestrahlung ab [ENEROTH et al., 1972a; MIRA et al., 1981].]

Bei moderaten Fließraten sorgt die Glandula Parotis für die Hälfte der insgesamt produzierten Speichelmenge Bei hohen Fließraten dagegen kann sie für zwei Drittel der Gesamtspeichelproduktion sorgen (SCHNEYER und LEVIN, 1955; FERGUSON, 1975. JENKINS, 1978).

Aufgrund ihres langsamen Zellturnovers könnte man annehmen, daß die Speicheldrüsen eher strahlenresistent reagieren Die Veränderungen der Speichelquantität und -qualität kurz nach einer Bestrahlung zeigen jedoch, daß diese Gewebe akut radiosensitiv reagieren, zumindest, was ihre Funktion angeht (BEUMER et al, 1979 a). Dabei ist unklar, ob dies ein direkter Effekt der Bestrahlung auf die sekretorischen und duktalen Zellen ist oder sekundär durch eine Schädigung der feinen vaskulären Strukturen, die verstärkte Permeabilität der Kapillaren und die entzündlichen Infiltrationen mit interstitiellem Ödem bedingt ist (RUBIN und DOKU, 1976). Zu Beginn der Betrahlungsbehandlung entwickelt sich ein Ödem und die Infiltration des interiobularen Gewebes mit Lymphocyten und Plasmazellen. Im weiteren Verlauf degeneriert das Epithel der Acini, und es entwickelt sich eine Fibrosierung des interstitiellen Gewebes. Seröse azinäre Zellen scheinen durch die Strahlungsenergie stärker in Mitleidenschaft gezogen zu werden als muköse und duktale Zellen (RUBIN und CASARETT, 1968; SEIFERT und GEIER, 1971; DREYER et al, 1989). Bei dem Vergleich von In-vivo- und In-vitro-Ergebnissen zogen STEPHENS et al (1989) bei ihren Experimenten mit Primaten den Schluß, daß die akute Schädigung der Funktion der Speicheldrüsen eher direkt aus dem Untergang der serösen azinären Zellen resultiere, als daß sie das Ergebnis inflammatorischer

[Seite 13]

Prozesse sei und damit letztlich auf die Schädigung des vaskulären Systems zurückzuführen sei.

Diesen Autoren zufolge ist die cytoplasmatische Membran die erste Station, an der die Strahlung ihre destruierende Wirkung entfaltet. Weiterhin geben andere Studien mit Tierversuchen Grund zu der Annahme, daß der Grad der Sekretion der serösen Zellen kurz vor der Bestrahlung eine große Rolle bei der Erklärung der Strahlensensibilität dieser Zellen spielt (NORBERG und FORSBERG, 1987; VISSINK et al., 1991). Die Lokalisation des Bestrahlungsfeldes ist bei den direkten Auswirkungen auf die Speicheldrüsen von Bedeutung. Abhängig davon ergibt sich eine rapide Abnahme der Speichelfließrate nach Stimulation auf Werte unter 0,5 ml pro Minute innerhalb der ersten Behandlungswoche. Danach nimmt die Fließrate langsam weiter auf 5 % der ursprünglichen Fließrate vor der Behandlung ab (ENEROTH et al., 1971; DREIZEN et al., 1976 und 1977 b, SHANNON et al., 1977 a; WESCOTT et al., 1978). Weitere Abhängigkeiten dieses Vorgangs bestehen auch bezüglich des Alters, Geschlechts und der Aktivität der Speicheldrüsen vor der Bestrahlung (ENEROTH et al., 1972 a; MIRA et al., 1981).

Anmerkungen

Die Quelle ist nicht angegeben.

Ank fügt drei Literaturangaben hinzu.

Teile des Fragments finden sich in ähnlicher Form auch in der im Vergleich zur Dissertation Rowbotham später erschienenen Quelle Dornfeld (1998).

Sichter
(Langerhans123), WiseWoman

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