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Ank/Fragment 027 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Rowbotham 1997
Seite(n): 16, 17, Zeilen: 16: 1 ff.; 17: 1 ff.
Neben dem unvermittelten Auftreten und der raschen Progression ist auffällig, daß überaus häufig Glattflächen (oral, vestibulär, inzisal/okklusal) von der „Strahlenkaries“ befallen werden. Gerade diese Regionen sind aber beim unbestrahlten Patienten die Bereiche des Zahnes, die auch bei mäßiger Mundhygiene relativ kariesresistent sind. Dagegen ist die Region unmittelbar unterhalb des approximalen Kontaktpunktes nach einer Bestrahlung häufig zuletzt von einer Karies betroffen. Weiterhin läßt sich beobachten, daß sich die „Strahlenkaries“ sehr häufig an den unteren Frontzähnen entwickelt. Auch dies steht im Widerspruch zum Erscheinungsbild beim unbestrahlten Patienten, bei dem diese Region sehr selten kariös erkrankt [Karmiol und Walsh, 1975]. Solche kariösen Attacken in Regionen, die normalerweise der natürlichen Selbstreinigung unterworfen sind, könnten entweder direkt durch Änderungen innerhalb der Zahnhartsubstanz bedingt sein und/oder ihre Ursache in den veränderten Eigenschaften der umliegenden bestrahlten Gewebe haben. Die starke Beeinträchtigung von Speichelquantität und -qualität führt zur Akkumulation säurehaltiger Plaque und begünstigt damit die Demineralisation der Zahnhartsubstanzen [Karmiol und Walsh, 1975].

Klinisch lassen sich post radiationem entsprechend ihrer Lokalisation drei Typen von kariösen Läsionen unterscheiden [Jansma, 1991]:

1. Ein häufig zu beobachtender Läsionstyp hat seinen Ursprung zervikal bzw. auf der Labialfläche der Inzisivi und Canini und breitet sich rapide superfiziell um die gesamte Zervikalregion herum aus. Danach unterminiert diese Karies den Schmelz, was häufig zur Fraktur der gesamten Zahnkrone mit Freilegung der Pulpa führt [Sonnabend, 1962]. Die Molarenregion ist weniger häufig von einer derartigen Fraktur betroffen. Hier tendiert die Karies dazu, sich oberflächlich über sämtliche Flächen der Zahnkrone auszubreiten. Sowohl die Transluzenz, als auch die Farbe des betroffenen Zahnes unterliegen einer Änderung [Osswald, 1962]. In einigen Fällen kann aber auch nur eine stärkere Abnutzung der Inzisalkanten und Okklusalflächen beobachtet werden, die entweder mit oder ohne Läsionen am Zahnhals vergesellschaftet ist.

2. Der zweite Läsionstyp ist durch einen generalisierten superfiziellen Defekt gekennzeichnet, der zuerst die bukkalen und danach die lingualen bzw. palatinalen Oberflächen aller Zahnkronen befällt. Der Approximalbereich ist dabei selten betroffen. Diese Läsionen beginnen meist als diffus verteilte, punktuelle Defekte, die dann weiter fortschreiten und sich zu generalisierten, oft unregelmäßigen Erosionen der Zahnoberflächen entwickeln. Häufig sind die In-[zisalkanten und die kantigen Strukturen der Okklusalflächen geschädigt [Karmiol und Walsh, 1975; Thiel, 198.9a].]

Klinisch lassen sich in diesem Zusammenhang entsprechend ihrer Lokalisation drei Typen kariöser Läsionen unterscheiden (JANSMA, 1991):

1. Häufig findet man eine Läsion, die zervikal auf der Labialfläche der Inzisivi und Canini beginnt und sich rapide superfiziell um die gesamte Zervikalregion herum ausbreitet. Danach unterminiert sie den Schmelz, was häufig zur Fraktur der gesamten Zahnkrone führt. Die Molarenregion ist weniger häufig von einer derartigen Fraktur betroffen. Hier tendiert die Karies dazu, sich oberflächlich über sämtliche Flächen der Zahnkrone auszubreiten. Die Transluzenz und Farbe des betroffenen Zahnes ändern sich, was zu gesteigerter Brüchigkeit und schließlich zum Untergang des Zahnes führen kann. Manchmal sieht man aber auch nur eine stärkere Abnutzung der Inzisalkanten und Okklusalflächen entweder mit oder ohne Läsionen am Zahnhals.

2. Der zweite Läsionstyp ist gekennzeichnet durch einen generalisierten superfiziellen Defekt, der zuerst die bukkalen und danach die lingualen oder palatinalen Oberflächen aller Zahnkronen betrifft. Die proximalen Oberflächen sind dabei nicht so stark angegriffen. Solche Läsionen beginnen meist als diffus verteilte, punktuelle Defekte, die dann weiter fortschreiten, generalisieren und sich zu generalisierten unregelmäßigen Erosionen der Zahnoberflächen entwickeln. Oft findet man auch Schäden an den Inzisalkanten und den kantigen Strukturen der Okklusalflächen. Das Resultat ist meist die Destruktion des koronalen Schmelzes und des Dentins, besonders der bukkalen und palatinalen Flächen.

[...]

Neben dem unvermjttelten Auftreten und der raschen Progression ist auffällig, daß überaus häufig Glattflächen (bukkal, labial, lingual, palatinal, inzisal, okklusal) betroffen sind. Gerade diese sind aber beim unbestrahlten Durchschnittspatienten die Stellen des Zahnes, die auch bei mäßiger Mundhygiene gegenüber kariösen Attacken am längsten standhalten. Dagegen ist die Region unmittelbar unterhalb des approximalen Kontaktpunktes beim Strahlcnpatienten oft die zuletzt betroffene. Weiterhin läßt sich beobachten, daß sich die Strahlenkaries sehr häufig an den unteren Frontzähnen entwickelt. Auch dies steht im Widerspruch zum Erscheinungsbild beim unbestrahlten Patienten, bei dem diese Region sehr selten kariös erkrankt ist (KARMIOL und WALSH, 1975). Solche kariösen Attacken in Regionen, die normalerweise der natürlichen

[Seite 17]

Selbstreinigung unterworfen sind, könnten entweder direkt durch Änderungen innerhalb der Zahnhartsubstanz bedingt sein und/oder indirekt durch die veränderten Eigenschaften der umliegenden bestrahlten Gewebe, was sich in starker Beeinflussung der Speichelquantität und -qualität äußert. Dadurch wird die Akkumulation säurehaltiger Plaque und damit die Entkalkung von Zahnoberflächen begünstigt (KARMIOL und WALSH, 1975).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Ank fügt drei weitere Literaturangaben hinzu.

Teile des Fragments finden sich in ähnlicher Form auch in der im Vergleich zur Dissertation Rowbotham später erschienenen Quelle Dornfeld (1998).

Sichter
Langerhans123

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