Fandom

VroniPlag Wiki

Ank/Fragment 038 01

< Ank

31.268Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Share

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.


Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Rowbotham 1997
Seite(n): 24, 25, Zeilen: 24: 29 ff., 25: 1-3, 16-35
2.4 Ansätze zur Prävention und Therapie der „radiogenen Karies“

Die Maßnahmen zur Behandlung von im Kopf-/Halsbereich bestrahlten Patienten sollten drei Phasen umfassen. Diese betreffen die Zeiträume vor, während und nach der Bestrahlungstherapie [LOWE, 1986]. Alle im Bestrahlungsfeld gelegenen Organe müssen dabei berücksichtigt werden. Dazu gehören neben dem Zahnsystem die stark in Mitleidenschaft gezogenen Speicheldrüsen und die Mundschleimhaut sowie die mastikatorische Muskulatur und der Alveolarknochen. Aber auch eine effiziente Mundhygiene sowie die zahnärztliche Behandlung können erschwert sein, so daß häufig eine umfassende interdisziplinäre Betreuung bei der (zahn-)medizinischen Sanierung angezeigt ist [HAYWARD et al., 1969; JANSMA et al., 1992a].

2.4.1 Xerostomie

Obwohl die fraktionierte Bestrahlung die Folgen einer Radiatio auf die Speicheldrüsen etwas einschränkt, gibt es bisher keine zuverlässige Methode, die Strahlung so zu beherrschen, daß diese Nebenwirkungen vollkommen ausgeschlossen werden könnten. Versuche, die Speicheldrüsen abzuschirmen oder mittels eines chirurgischen Eingriffs zeitweilig aus dem Bestrahlungsfeld zu enfernen sowie durch den Einsatz pharmakologischer Substanzen weniger strahlenempfindlich zu machen, wurden unternommen [CONGER et al., 1985; EPSTEIN, 1990; EPSTEIN et al., 1985; GOLDBERG, 1986; SODICOFF et al., 1979; STEPHENS et al., 1989], aber deren klinischer Nutzen bleibt bis zum jetzigen Zeitpunkt fraglich. Die Behandlung hat daher eher palliativen Charakter und kann in die Verabreichung stimulierender und symptomatisch wirksamer Substanzen eingeteilt werden [VISSINK, 1985]. Notwendige Voraussetzung für die Wirksamkeit von speichelstimulierenden Medikamenten ist ein funktionsfähiges Parenchym, das nicht oder nur wenig in Mitleidenschaft gezogen wurde. Da nur selten sämtliche großen und kleinen Speicheldrüsen durch die Bestrahlung vollständig funktionsunfähig werden [GREENSPAN, 1990], sind diese Bemühungen oft erfolgreich.

Die Stimulation erfolgt entweder gustatorisch oder mastikatorisch. Besteht gleichzeitig eine Mukositis, sollten sauer schmeckende Mittel trotz ihrer guten Wirksamkeit nicht verschrieben werden. Süß schmeckende Mittel sind weniger wirksam und können sogar das Empfinden von Mundtrockenheit hervorrufen [JONGKEES, 1982]. Kaugummi übt zusätzlich mastikatorische Reize aus und kann zu erhöhten Speichelfließraten beitragen [JENKINS und EDGAR, 1989]. Grundsätzlich sind zuckerfreie Speichelstimuli vorzuziehen.

2.3 Prävention und Behandlung der radiogenen Karies in drei Phasen (JANSMA et al., 1992)

Die Behandlung von im Kopf- und Hals- Bereich [sic] bestrahlten Patienten sollte drei Phasen umfassen. Diese betreffen die Zeiträume vor, während und nach der Bestrahlungstherapie. Alle im Bestrahlungsfeld gelegenen Organe müssen dabei berücksichtigt werden. Dazu gehören neben dem Zahnsystem die stark in Mitleidenschaft gezogenen Speicheldrüsen und die Mundschleimhaut sowie die mastikatorische Muskulatur und der Alveolarknochen. Diese wurden besonders im Zusammenhang mit der Hyposalivation genannt, welche gravierenden Einfluß ausübt. Aber auch die wirksame Mundhygiene sowie die Behandlungen des Zahnarztes

[Seite 25]

können behindert werden, so daß die medizinische Betreuung umfassend sein muß. Beispielsweise sei erwähnt, daß die Strahlenschädigung der Muskulatur zur eingeschränkten Fähigkeit der Mundöffnung führen kann.

[...]

2.3.2 Xerostomie

Obwohl die hyperfraktionierte Bestrahlung die Folgen einer Radiatio auf die Speicheldrüsen etwas einschränkt, gibt es bisher keine zuverlässige Methode, die Strahlung so zu beherrschen, daß diese Nebenwirkungen vollkommen ausgeschlossen werden könnten. Versuche, die Speicheldrüsen abzuschirmen oder mittels eines chirurgischen Eingriffs zeitweilig aus dem Bestrahlungsfeld zu enfernen, sowie durch den Einsatz pharmakologischer Substanzen weniger strahlenempfindlich zu machen, wurden unternommen (SODICOFF et al., 1979; EPSTEIN et al., 1985; CONGER et al., 1985; GOLDBERG, 1986; STEPHENS et al., 1989; EPSTEIN, 1990), aber deren klinischer Nutzen bleibt bis zum jetzigen Zeitpunkt fraglich. Die Behandlung hat daher eher palliativen Charakter und kann eingeteilt werden in die Verabreichung stimulierender und symptomatisch wirksamer Substanzen (VISSINK, 1985). Notwendige Voraussetzung für die Wirksamkeit von Speichel stimulierenden Medikamenten ist funktionsfähiges Parenchym, das nicht oder wenig in Mitleidenschaft gezogen wurde. Selten wird das Gewebe aller großen und kleinen Speicheldrüsen durch die Bestrahlung vollständig funktionsunfähig (GREENSPAN, 1990). Die Stimulation erfolgt entweder gustatorisch, taktil oder auch durch pharmakologisch wirksame Substanzen. Besteht gleichzeitig eine Mukositis, sollten sauer schmeckende Mittel trotz ihrer guten Wirksamkeit nicht verschrieben werden (JONGKEES, 1982). Süß schmeckende Mittel sind weniger wirksam und können sogar das Empfinden von Mundtrockenheit hervorrufen (JONGKEES, 1982). Kaugummi übt zusätzlich mastikatorische Reize aus. Grundsätzlich sind zuckerfreie Speichelstimuli vorzuziehen.

Anmerkungen

Die Quelle ist nicht angegeben.

Ank fügt drei Literaturangaben hinzu.

Das Fragment findet sich in ähnlicher Form auch in der im Vergleich zur Dissertation Rowbotham später erschienenen Quelle Dornfeld (1998).

Sichter
(Langerhans123), WiseWoman

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki