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31 gesichtete Fragmente: "Verdächtig" oder "Keine Wertung"

[1.] Ank/Fragment 115 01 - Diskussion
Bearbeitet: 26. October 2016, 18:29 (Schumann)
Erstellt: 23. March 2016, 18:37 Langerhans123
Ank, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Rowbotham 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 1-7
Quelle: Rowbotham 1997
Seite(n): 50, Zeilen: 2-6
Damit unterscheidet sich der vorgestellte Versuchsaufbau jedoch deutlich von den Modellen, bei denen Gaze- oder Stahlnetze zur Abdeckung der zu untersuchenden Probe verwendet werden [MELLBERG et al., 1986; TEN CATE, 1994; TEN CATE UND REMPT, 1986]. In diesen Fällen wird nämlich die bakterielle Zusammensetzung der Plaque beeinflußt [BORDEN et al., 1980; MARSH, 1995], so daß ein Vergleich mit den Auswirkungen "normaler" Plaque nur noch bedingt möglich ist [FEATHERSTONE und ZERO, 1992; TEN CATE et al., 1992]. Damit weicht der hier vorgestellte Versuch deutlich von anderen Modellen ab. Es hat sich gezeigt, daß Methoden, bei denen Gaze- oder Stahlnetze die Adhäsion der Plaque ermöglichen sollen, die bakterielle Zusammensetzung derart beeinflussen, daß Vergleiche mit der natürlichen Mundhöhle nur noch bedingt gezogen werden können (TEN CATE et al., 1992).
Anmerkungen

Ank fügt vier Literaturangaben hinzu.

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[2.] Ank/Fragment 078 00 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2016, 16:44 (Schumann)
Erstellt: 16. April 2016, 09:42 Langerhans123
Ank, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Rowbotham 1997, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 78, Zeilen: Abb. 18
Quelle: Rowbotham 1997
Seite(n): 43, Zeilen: Abb. 6c
Ank 78 habil.PNG

Abb. 18 Polarisationsoptische Aufnahme einer initialen Karies in unbestrahltem Schmelz (Eindeckungsmittel Chinolin, x20). Deutlich zu erkennen sind die vier klassischen Zonen der Schmelzkaries

Ank 78 source.PNG

[...]

Abbildung 6
[...]
Deutlich zu erkennen sind sowohl bei den unbestrahlten als auch bei den bestrahlten Proben die vier charakteristischen Zonen der Schmelzkaries (TZ = translucent zone, BL = body of the lesion, SL = surface layer = "intakte" Oberflächenschicht).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Die Abbildung findet sich auch in keinem der auf Seite II genannten drei Journalbeiträge.

Bei Rowbotham ist im Unterschied zu Ank (Ank leider nur in s/w-Kopie) ein Teil des rechten Bildabschnittes abgeschnitten, was darauf hindeutet, dass die Abb. beiden Verfassern vorlag; daher Einordnung unter "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123) Schumann

[3.] Ank/Fragment 079 09 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2016, 17:22 (Schumann)
Erstellt: 16. April 2016, 09:44 Langerhans123
Ank, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Rowbotham 1997, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: Abb. 20
Quelle: Rowbotham 1997
Seite(n): 43, Zeilen: Abb. 6b
Ank 79b habil.PNG

Abb. 20 Polarisationsoptische Aufnahme der aus Abb. 19 bekannten initialen Karies in bestrahltem Schmelz nach Lagerung in Wasser (x20). Die Zonenaufteilung ist deutlich zu erkennen und entspricht dem von unbestrahltem Schmelz bekannten Bild

Ank 79b source.PNG

[...]

Abbildung 6
Auswahl polarisationsmikroskopischcr Aufnahmen von Dünnschliffpräparaten (Schnitt senkrecht zur Oberfläche; Vergrößerung 65fach) (a) und (c) Schnitte identischer unbestrafter Proben; (b) und (d) Schnitte identischer bestrahlter Proben.
Deutlich zu erkennen sind sowohl bei den unbestrahlten als auch bei den bestrahlten Proben die vier charakteristischen Zonen der Schmelzkaries (TZ = translucent zone, BL = body of the lesion, SL = surface layer = "intakte" Oberflächenschicht).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Die Abbildung findet sich auch in keinem der auf Seite II genannten drei Journalbeiträge.

Da sich die Abb. 18 auf der Vorseite (siehe Fragment 078 00) in leicht anderer Form als bei Rowbotham findet und dieser Umstand darauf hindeutet, dass die Abb. beiden Verfassern vorlag, kann diese Konstellation auch für die Abb. auf den Seiten 79 und 80 nicht ausgeschlossen werden; daher konservativ Einordnung unter "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123) Schumann

[4.] Ank/Fragment 080 00 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2016, 17:23 (Schumann)
Erstellt: 16. April 2016, 09:46 Langerhans123
Ank, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Rowbotham 1997, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 80, Zeilen: Abb. 21
Quelle: Rowbotham 1997
Seite(n): 43, Zeilen: Abb. 6d
Ank 80 habil.PNG

Abb. 21 Polarisationsoptische Aufnahme der aus Abb. 19 und Abb. 20 bekannten initial kariösen Veränderung nach Eindeckung mit Chinolin (x20). Die dunkle Zone hebt sich durch die positive Lichtbrechung deutlich hervor

Ank 80 source.PNG

Abbildung 6
Auswahl polarisationsmikroskopischcr Aufnahmen von Dünnschliffpräparaten (Schnitt senkrecht zur Oberfläche; Vergrößerung 65fach) (a) und (c) Schnitte identischer unbestrafter Proben; (b) und (d) Schnitte identischer bestrahlter Proben.
Deutlich zu erkennen sind sowohl bei den unbestrahlten als auch bei den bestrahlten Proben die vier charakteristischen Zonen der Schmelzkaries (TZ = translucent zone, BL = body of the lesion, SL = surface layer = "intakte" Oberflächenschicht).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Die Abbildung findet sich auch in keinem der auf Seite II genannten drei Journalbeiträge.

Da sich die Abb. 18 auf Seite 78 (siehe Fragment 078 00) in leicht anderer Form als bei Rowbotham findet und dieser Umstand darauf hindeutet, dass die Abb. beiden Verfassern vorlag, kann diese Konstellation auch für die Abb. auf den Seiten 79 und 80 nicht ausgeschlossen werden; daher konservativ Einordnung unter "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123) Schumann

[5.] Ank/Fragment 001 06 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 14:53 (Schumann)
Erstellt: 21. October 2016, 19:22 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 1, Zeilen: 6-11, 13-19
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 1, Zeilen: 2-5, 16-22
Infolge der demographischen Entwicklung sowie der allgemein gestiegenen Lebenserwartung und dem damit verbundenen ansteigenden Risiko, an einer malignen Neoplasie zu erkranken, ist jedoch davon auszugehen, daß zukünftig die absolute Zahl der Patienten mit Indikation für eine radiotherapeutische Intervention in den höheren Altersgruppen ansteigen wird. [...]

Wegen der im Anschluß an eine Bestrahlung zu diagnostizierenden, funktionellen Unzulänglichkeiten (Sprachprobleme, Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme) sowie den äußerlich sichtbaren Folgen von operativem Eingriff und Bestrahlung im Kopf-/Halsbereich (Gesichts-/Kieferdefekte, Narben, Epilation) leidet diese Patientengruppe besonders unter einer sozialen Stigmatisierung. Die Lebensqualität der Patienten bleibt durch die Nebenwirkungen der Radiatio oft dauerhaft eingeschränkt [National Institute of Health, 1989].

[Z. 1-4]

Infolge der allgemein gestiegenen Lebenserwartung und dem damit verbundenen ansteigenden Risiko, an einer malignen Neoplasie zu erkranken, wird die absolute Zahl der Patienten mit Indikation für eine radiotherapeutische Intervention in den höheren Altersgruppen in der Zukunft ansteigen.

[Z. 16-22]

Wegen der sich im Anschluß an eine Bestrahlung einstellenden, ernsthaften funktionellen Unzulänglichkeiten (Sprachprobleme, Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme) sowie den äußerlich sichtbaren Folgen von Operation und Bestrahlung im Kopf-/HaIsbereich (Gesichts/Kieferdefekte, Narben, Epilation) leidet diese Patientengruppe besonders unter einer sozialen Stigmatisierung. Die Lebensqualität der Patienten bleibt durch die Nebenwirkungen der Radiatio, die sämtliche Organe des Oropharynx betreffen, oft dauerhaft eingeschränkt.

Anmerkungen

Aufgrund der zeitlichen Nähe von Habilitationsschrift und Quelle "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[6.] Ank/Fragment 023 05 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 19:25 (Schumann)
Erstellt: 21. October 2016, 21:20 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 5 ff.
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 6, 7, Zeilen: 6: 2 ff.; 7: 1 ff.
1.1.1 Zusammensetzung und Struktur von gesundem zervikalem Dentin

Im Gegensatz zu Schmelz, der aufgrund seiner Zusammensetzung ein kristallines Gefüge darstellt, ist Dentin als vitales Hartgewebe zu bezeichnen. Dentin ist von kanalisiertem Weichgewebe, den sogenannten Odontoblastenfortsätzen, durchzogen und enthält wesentlich mehr organische Matrix (20 Gew.%, davon entfallen etwa 50% auf das Kollagen) und Wasser (10 Gew.%) sowie weniger anorganische Substanzen als der Schmelz. Der Mineralanteil beträgt etwa 70 Gew.% (dies entspricht etwa 45 Vol.%) [SCHROEDER, 1982]. Im pulpanahen Dentin konzentrieren sich die Dentintubuli. Der Volumenanteil der Odontoblastenfortsätze ist hier größer als am peripheren Zahnbein [RIETHE, 1985].

Zwischen der Zytoplasmamembram der Fortsätze und der Kanalwand der Dentintubuli befindet sich häufig der sogenannte periodontoplastische Raum [FRANK, 1966], Dieser enthält Gewebsflüssigkeit und organische Strukturelemente, denen physiologische Aufgaben zufallen. Das peritubuläre Dentin, das im Bereich des Interglobulardentins und des Prädentins fehlt, kleidet die Kanalwand aus.

Das intertubuläre Dentin trennt die Kanälchen voneinander. Es ist weniger dicht mineralisiert und weniger röntgenopak als das peritubuläre Dentin. Zahlreiche kollagene Fasern bilden ein Flechtwerk quer zur Verlaufsrichtung der Kanälchen und umgarnen diese. Das Manteldentin ist im Vergleich zum sogenannten zirkumpulpalen Dentin weniger dicht mineralisiert und stellt die äußerste Dentinschicht dar, die parallel zur Schmelz-Dentin und Dentin-Zement-Grenze verläuft.

Im Bereich des Manteldentins entstehen während der Dentinogenese die als von Korff sehen Fasern bekannten kollagenen Fibrillenbündel, die senkrecht zur Schmelz-Dentin- und Schmelz-Zement-Grenze ziehen. Die von Ebnerschen Linien entstehen während der Mineralisation des Dentins und verlaufen im zirkumpulpalen Dentin quer zur Verlaufsrichtung der Dentinkanälchen. Sie entsprechen den Retziusstreifen des Schmelzes. Die sogenannten Owenschen Konturlinien treten als Störungen auf, die durch unterschiedliche Allgemeiner-[krankungen im Kindesalter verursacht werden.]

2.1. Zusammensetzung und Struktur von gesundem zervikalem Dentin

[...]

Im Gegensatz zu Schmelz, der aufgrund seiner Zusammensetzung ein kristallines Gefüge darstellt, ist Dentin als vitales Hartgewebe zu bezeichnen. Dentin ist kanalisiert und von Weichgewebe, den sogenannten Odontoblastenfortsätzen durchzogen. Es enthält wesentlich mehr organische Matrix (20 Gew.%, davon entfallen etwa 50% auf das Kollagen) und Wasser (10 Gew.%) sowie weniger anorganische Substanzen als der Schmelz. Der Mineralanteil beträgt etwa 70 Gew.% (dies entspricht etwa 45 Vol,%) (SCHROEDER, 1992) und setzt sich im wesentlichen aus Kalzium und Phosphor (MILLER et al., 1971) sowie geringen Mengen an Fluor, Magnesium und einer Reihe von Spurenelementen (Ag, Al, CI, Mn, Na, S, Si, Cr, Zn, Sn) zusammen (WEATHERELL und ROBINSON, 1973).

[...] In ihren Verlauf folgen sie den Dentintubuli. Der Volumenanteil der Odontoblastenfortsätze ist im pulpanahen Bereich größer als am peripheren Zahnbein (RIETHE, 1985). Zwischen der Zytoplasmamembram der Fortsätze und der Kanalwand der Dentintubuli befindet sich häufig der sogenannte periodontopla-

[Seite 7]

stische Raum (FRANK, 1966). Dieser enthält Gewebsflüssigkeit und organische Strukturelemente. [...] Das peritubuläre Dentin, das im Bereich des Interglobulardentins und des Prädentins fehlt, kleidet die Kanalwand aus.

Das intertubuläre Dentin trennt die Kanälchen voneinander. Es ist weniger dicht mineralisiert und weniger röntgenopak als das peritubuläre Dentin. Zahlreiche kollagene Fasern bilden ein Flechtwerk quer zur Verlaufsrichtung der Kanälchen und umgarnen diese. Das Manteldentin ist im Vergleich zum sogenannten zirkumpulpalen Dentin weniger dicht mineralisiert und stellt die äußerste Dentinschicht dar, die parallel zur Schmelz-Dentin und Dentin-Zement-Grenze verläuft.

Im Bereich des Manteldentins entstehen während der Dentinogenese die als von Korff sehen Fasern bekannten kollagenen Fibrillenbündel, die senkrecht zur Schmelz- Dentin- und Schmelz-Zement-Grenze ziehen. Die von Ebner´schen Linien entstehen während der Mineralisation des Dentins und verlaufen im zirkumpulpalen Dentin quer zur Verlaufsrichtung der Dentinkanälchen. Sie entsprechen den Retziusstreifen des Schmelzes. Die sogenannten Owen’schen Konturlinien treten als Störungen auf, die durch unterschiedliche Allgemeinerkrankungen im Kindesalter verursacht werden.

Anmerkungen

Durch die zeitliche Nähe zwischen Habilitationsschrift und Dissertation Einordnung unter "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[7.] Ank/Fragment 024 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 19:31 (Schumann)
Erstellt: 21. October 2016, 21:36 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 7, 11, 12, Zeilen: 7: 18 ff., 11: 18 ff., 12: 1 ff.
Diese beeinflussen im Dentin und im Schmelz die Wachstumslinien, die dann verbreitert und hypomineralisiert sind und in unregelmässiger Form auftreten. Die Breite der Konturlinien gilt als Maß für die Zeitdauer der Störung [RIETHE, 1985; SCHROEDER, 1982].

2.2.2.1 Ätiologie und Histologie der zervikalen Dentinkaries

Zervikales Dentin besitzt weniger und engere Dentinkanälchen als koronales Dentin und ist dadurch bedingt wesentlich höher mineralisiert. Dies führt zu unterschiedlichen Ausbreitungsrichtungen von Bakterien und unterschiedlichen histologischen Erscheinungsformen der Karies [SCHÜPBACH et al., 1990a und 1990b]. Koronales Dentin ist außerdem normalerweise mit einem schützenden Schmelzmantel umgeben. Dieser reagiert weniger empfindlich auf Säureangriffe als Dentin und Zement.

Der sogenannte kritische pH-Bereich von Wurzeldentin, bei dem es zur Entmineralisierung kommt, liegt nicht wie im Schmelz bei ca. 5,7, sondern zwischen 6,0 und 6,8 [HOPPENBROUWERS et al., 1987a]. Diese Unterschiede führen dazu, daß sich auch das klinische Erscheinungsbild der Wurzelkaries von der koronalen Karies unterscheidet. In gewisser Weise ist die zervikale Dentinkaries jedoch mit der Schmelzkaries vergleichbar, weil auch im Wurzelbereich während früher Stadien der Erkrankung oberflächlich eine dünne, pseudointakte Schicht auftritt, die den darunterliegenden, bereits demineralisierten Bereich überzieht (NYVAD und FEJERSKOV, 1983).

Die im zellulär-fibrillären Zement inkorporierten Bündel Sharpey’scher Fasern mit ihrer zentral wenig oder gar nicht mineralisierten Kernzone werden zu Leitpfaden, auf denen die primäre bakterielle Penetration erfolgt. Im Verlauf der zervikalen Karies dringen die Bakterien zunächst entlang der Scharpey’schen Faserbündel ein [FURSETH und JOHANSEN, 1970], unterminieren danach die einzelnen Zementschichten entlang der Wachstumslinien und gelangen schließlich ins Dentin. Da dieses Dentin im Verhältnis zur Zahnkrone weniger Kanälchen enthält, die häufig zum großen Teil bereits sklerosiert sind, penetriert die Wurzelkaries verhältnismäßig langsam in die Tiefe [SCHROEDER, 1983], Die Ausbreitung erfolgt daher primär in die Breite und es bilden sich multifokale Demineralisationsbereiche. Erst bei fortschreitendem kariösen Angriff verläuft die Karies s-förmig entlang der Dentinkanälchen, wobei bei erhaltener Vitalität eine ausgeprägte Tertiärdentinbildung stattfindet [KLIMM, 1997]. In einer solchen Läsionen lassen sich ebenfalls verschiedene Zonen beobachten -

Diese beeinflussen im Dentin und im Schmelz die Wachstumslinien, die dann verbreitert und hypomineralisiert sind und in unregelmässiger Form auftreten. Die Breite der Konturlinien gilt als Maß für die Zeitdauer der Störung (RIETHE, 1985; SCHROEDER, 1992).

[Seite 11]

2.2.3. Histologie der zervikalen Dentinkaries

Zervikales Dentin besitzt weniger und engere Dentinkanälchen als koronales Dentin und ist dadurch bedingt wesentlich höher mineralisiert. Dies führt zu unterschiedlichen Ausbreitungsrichtungen der Bakterien sowie zu unterschiedlichen histologischen Erscheinungsformen der Karies (SCHÜPBACH et al., 1990a und 1990b). Demgegenüber ist koronales Dentin normalerweise mit einem schützenden Schmelzmantel umgeben. Dieser reagiert weniger empfindlich auf Säureangriffe als Dentin und Zement.

Der sogenannte kritische pH-Bereich von Wurzeldentin, bei dem es zur Demineralisierung kommt, liegt nicht wie im Schmelz bei ca. 5,5-5,7, sondern zwischen 6,0 und 6,8 (HOPPENBROUWERS et al., 1987). Diese Unterschiede führen dazu, daß sich auch das klinische Erscheinungsbild der Wurzelkaries von der koronalen Karies unterscheidet. In gewisser Weise ist die zervikale Dentinkaries jedoch mit der Schmelzkaries vergleichbar, weil auch im Wurzelbereich während früher Stadien der Erkrankung oberflächlich

[Seite 12]

eine dünne, pseudointakte Schicht auftritt, die den darunterliegenden, bereits demineralisierten Bereich überzieht (NYVAD und FEJERSKOV, 1983).

Die im zellulär-fibrillären Zement inkorporierten Bündel Sharpey´scher Fasern mit ihrer zentral wenig oder gar nicht mineralisierten Kernzone werden zu Leitpfaden, auf denen die primäre bakterielle Penetration erfolgt. Im Verlauf der zervikalen Karies dringen die Bakterien zunächst entlang der Scharpey’schen Faserbündel ein (FURSETH und JOHANSEN, 1970), unterminieren danach die einzelnen Zementschichten entlang der Wachstumslinien und gelangen schließlich ins Dentin. Da dieses Dentin im Verhältnis zur Zahnkrone weniger Kanälchen enthält, die häufig zum großen Teil bereits sklerosiert sind, penetriert die Wurzelkaries verhältnismäßig langsam in die Tiefe (SCHROEDER, 1997). Die Ausbreitung erfolgt daher primär in die Breite und es bilden sich multifokale Demineralisationsbereiche. Erst bei fortschreitendem kariösen Angriff verläuft die Karies S-förmig entlang der Dentinkanälchen, wobei bei erhaltener Vitalität eine ausgeprägte Tertiärdentinbildung stattfindet (KLIMM, 1997), In einer solchen Läsionen lassen sich ebenfalls verschiedene Zonen beobachten:

Anmerkungen

Aufgrund der zeitlichen Nähe von Habilitationsschrift und Quelle "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[8.] Ank/Fragment 025 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 14:59 (Schumann)
Erstellt: 21. October 2016, 22:09 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 12, Zeilen: 16 ff.
• Die Kontinuität der äußersten Dentinschicht wird durch breite Spalten getrennt, die radiär bis in das äußere Dentin verlaufen. Diese Spalten sind von Mikroorganismen besiedelt. Der Hauptanteil des Dentins ist zerstört.

• An diese Zone der Destruktion schließt sich die Zone der Penetration an, wobei die Ausbreitung im intertubulären Dentin bzw. entlang der Dentinkanälchen und deren Seitenästen erfolgt.

• In der darauf folgenden Zone der Demineralisation sind vereinzelte Pionierbakterien zu erkennen. Hier ist bei fortgeschrittener Läsion die Auflösung des peritubulären Dentins zu erkennen, während das intertubuläre Dentin bei teilweise erhaltenem Kolagengerüst weitgehend demineralisiert ist.

• Bei vorhandener Vitalität der Pulpa läßt sich als Abwehrreaktion der Pulpa-Dentin-Einheit eine Zone der Sklerose beobachten, die die mikrobielle Penetration zwar behindert, aber nicht völlig ausschließt [SCHÜPBACH et al., 1990a und 1990b]. Zusätzlich wird im histologischen Bild in der Regel eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Tertiärdentinschicht beobachtet.

• Die Kontinuität der äußersten Dentinschicht wird durch breite Spalten getrennt, die radiär bis in das äußere Dentin verlaufen. Diese Spalten sind von Mikroorganismen besiedelt. Der Hauptanteil des Dentins ist zerstört.

• An diese Zone der Destruktion schließt sich die Zone der Penetration an, wobei die Ausbreitung im intertubulären Dentin bzw. entlang der Dentinkanälchen und deren Seitenästen erfolgt.

• In der darauf folgenden Zone der Demineralisation sind vereinzelte Pionierbakterien zu erkennen. Hier ist bei fortgeschrittener Läsion die Auflösung des peritubulären Dentins zu erkennen, während das intertubuläre Dentin bei teilweise erhaltenem Kolagengerüst weitgehend demineralisiert ist.

Bei vorhandener Vitalität der Pulpa läßt sich als Abwehreaktion der Pulpa-Dentin-Einheit eine Zone der Sklerose beobachten, die die mikrobielle Penetration zwar behindert, aber nicht völlig ausschließt (SCHÜPBACH et al., 1990a und 1990b). Zusätzlich bildet sich in der Regel eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Tertiärdentinschicht.

Anmerkungen

Aufgrund der zeitlichen Nähe von Habilitationsschrift und Quelle "keine Wertung".

Ein fehlerhaft geschriebenes Wort in der Dissertation ("Abwehreaktion") ist in der Habilitationsschrift richtig geschrieben ("Abwehrreaktion"), was für eine Übernahme von Dissertation zu Habilitationsschrift sprechen könnte.

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[9.] Ank/Fragment 026 01 - Diskussion
Bearbeitet: 26. October 2016, 18:07 (Klgn)
Erstellt: 21. October 2016, 22:54 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 1-11, 17-18, 20-25
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 28, Zeilen: 1-9, 14-23
2.3 Auswirkungen der Bestrahlung auf die Dentition

2.3.1 Auswirkungen auf die Zahnhartsubstanzen

Die Ursache der „Strahlenkaries“ ist bisher nicht eindeutig geklärt [ROSENBERG, 1990a]. Die meisten Autoren führen diese Kariesform auf Veränderungen im Mundhöhlenmilieu mit verminderter Speichelproduktion und vermehrtem Plaquewachstum zurück [BERNHOFT und SKAUG, 1985; FRANK et al., 1965; RUBIN und DOKU, 1976], während andere einen stärkeren Kariesbefall an Zähnen beobachten, die direkt im Strahlenfeld lagen [CASTANERA et al., 1963; DALY und DRÄNE, 1976; ENGELMEIER und KING, 1983; FINE, 1975; OSSWALD, 1962; WILDERMUTH und CANTRIL, 1953; WILLICH et al., 1988], woraus eine zusätzliche direkte Schädigung der Zahnhartsubstanzen abgeleitet wird.

[...]

Die erste sehr ausführliche Dokumentation der „Strahlenkaries“ wurde von MÜHLEMANN (1945) veröffentlicht. Basierend auf seinen klinischen Erfahrungen beschrieb er ein „eigenes, typisches Zerfallsbild, das von der üblichen Karies zu trennen ist“, da sich sowohl der klinische Verlauf des Zerstörungsprozesses als auch das histologische Bild von der bei unbestrahlten Zähnen zu beobachtenden Karies unterschieden. Bereits hier wurde auf das flächenhafte Abplatzen des Schmelzmantels und den bei bestrahlten Patienten hochgradig erweichten Dentinkern hingewiesen. Diese Phänomene wurden auf bakteriell verursachte Demineralisationvorgänge zurückgeführt. [...]

In den darauffolgenden Jahrzehnten folgten weitere vereinzelte Beschreibungen der Charakteristika der „radiogenen Karies“. Neben dem oft plötzlichen Auftreten verläuft diese Kariesform wesentlich progressiver als die sonst übliche Karies [FRANK et al., 1965] und kann sich bereits drei Monate nach Beendigung der Strahlentherapie manifestieren. In schweren Fällen kann eine zuvor völlig gesunde Dentition innerhalb nur eines Jahres weitgehend zerstört werden [DREIZEN et al., 1977a; FILJPPI und GEIGER, 1992; STOLL und DÜKER, 1985].

2.4 Auswirkungen der Bestrahlung auf die Dentition

2.4.1 Auswirkungen auf die Zahnhartsubstanzen

Die Ursache der „Strahlenkaries“ ist bisher nicht eindeutig geklärt (ROSENBERG, 1990a). Während einige Autoren diese Form der Karies auf die durch die Bestrahlung induzierte Veränderungen im Mundhöhlenmilieu mit verminderter Speichelproduktion und vermehrtem Plaquewachstum zurückfuhren (FRANK et al, 1965; RUBIN und DOKU, 1976), wird von anderen eine durch die Radiatio induzierte, direkte Schädigung der Zahnhartsubstanzen vermutet (CASTAÑERA et al, 1963; DALY und DRÄNE, 1976; ENGELMEIER und KING, 1983; FINE, 1975; OSSWALD, 1962). [...]

[...] Die erste sehr umfassende Dokumentation der „Strahlenkaries“ wurde von MÜHLEMANN (1945) veröffentlicht. Er beobachtete, daß sich sowohl der klinische Verlauf des Zerstörungsprozesses als auch das histologische Bild der Strahlenkaries von einer Karies an unbestrahlten Zähnen unterscheidet. Das Phänomen des flächenhaften Abplatzen des Schmelzmantels von einem hochgradig erweichten Dentinkern wurde von MÜHLEMANN auf bakteriell verursachte Demineralisationvorgänge zurückgeführt. Für diese Form der Karies ist neben dem oft plötzlichen Auftreten auch ein wesentlich progressiverer Verlauf (als bei der sonst üblichen Karies) charakteristisch (FRANK et al., 1965). In schweren Fällen kann eine vorher völlig gesunde Dentition innerhalb nur eines Jahres komplett verlorengehen (DREIZEN et al., 1977a).

Anmerkungen

Aufgrund der zeitlichen Nähe von Habilitationsschrift und Quelle "keine Wertung".

Ank fügt mehrere Sätze bzw. Halbsätze hinzu.

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[10.] Ank/Fragment 028 13 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 19:47 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 08:49 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 13-17, 22-33
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 30, Zeilen: 10-26
Rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen an Zähnen, die bei bestrahlten Patienten extrahiert wurden, zeigten trümmerartige Schmelz- und Dentinfrakturen, die häufig exakt an der Schmelz-Dentin-Grenze lokalisiert sind [PIOCH und MAYER, 1997]. Die Absplitterungen können teilweise so massiv sein, daß der Verlust des gesamten Schmelzmantels beobachtet werden kann [KIELBASSA und SCHILLI, 1997]. Insbesondere die Labialflächen der Frontzähne und die Okklusalflächen der Molaren sind hiervon betroffen [JONGEBLOED et al., 1988]. Diese Komplikationen wurden auch nach Ganzkörperbestrahlung beob-achtet [HANDTMANN et al., 1990].

Die bereits früher beschriebenen strahlenbedingten Veränderungen an der Schmelz-Dentin-Grenze [OSSWALD, 1962; PIETROKOVSKI und AZAZ, 1969], die sich initial in Form von lakunären Defekten manifestieren, wurden von RAAB et al. (1990) bestätigt. Dabei waren diese Defekte nicht regelmäßig mit einer Karies assoziiert. Sowohl die Frakturspalten als auch das entblößte Dentin können jedoch in der Folge mit bakterieller Plaque besiedelt werden [HANDTMANN et al., 1990; JONGEBLOED et al., 1988; PIOCH und MAYER, 1997]. Die Ursache für die häufig zu beobachtenden Frakturen liegt offensichtlich nicht in der mangelnden Frakturfestigkeit des bestrahlten Schmelzes [LEHNHARDT et al., 1994]. Vielmehr scheint für diese Komplikation wiederum die Veränderung der Schmelz-Dentin-Grenze verantwortlich zu sein. In diesem Bereich konnte nach Bestrahlung eine reduzierte Stabilität experimentell nachgewiesen werden [PIOCH et al., 1992].

Rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen an bei bestrahlten Patienten extrahierten Zähnen zeigten trümmerartige Schmelz- und Dentinfrakturen, die häufig exakt an der Schmelz-Dentin-Grenze lokalisiert sind (PIOCH und MAYER 1997). Die Absplitterungen können teilweise so massiv sein, daß der gesamte Schmelzmantel verloren gehen kann. Die strahlenbedingten Veränderungen an der Schmelz-Dentin-Grenze, die sich in Form von lakunären Defekten manifestieren, wurden bereits in früheren Veröffentlichungen beschrieben (OSSWALD, 1962; PIETROWSKI und AZAZ, 1969). Später wurden diese Untersuchungsergebnisse von RAAB et al. (1990) bestätigt. Dabei sind diese Defekte nicht regelmäßig mit einer Karies assoziert. In den meisten Fällen werden jedoch die Frakturspalten und das entblößte Dentin mit bakteriellen Plaque besiedelt (HANDTMANN et al. 1990; JONGEBLOED et al 1988; MARX 1987). LEHNHARD et al. (1994) haben nachgewiesen, daß die Ursache für die häufig beobachteten Frakturen nicht in der mangelnden Frakturfestigkeit des bestrahlten Schmelzes liegt. Vielmehr scheint für diese Komplikation wiederum der Bereich der Schmelz-Dentin-Grenze verantwortlich zu sein. Die nach einer Bestrahlung zu beobachtende oberflächliche Erweichung des Dentins sowie die reduzierte Stabilität dieser Region konnten experimentell nachgewiesen werden (KIELBASSA et al., 1997a; PIOCH et al, 1992).
Anmerkungen

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Ank fügt zwei Sätze und mehrere Literaturangaben hinzu.

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[11.] Ank/Fragment 029 09 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 19:55 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 09:05 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 9-13, 19-26, 32-35
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 31, Zeilen: 5 ff.
Die Diskussion über strahlenbedingte Veränderungen im Löslichkeitsverhalten von Zahnschmelz wird in der Literatur sehr kontrovers geführt. So ergaben In-vitro-Studien, die sich auf die Demineralisationstiefe nach Säureeinwirkung beziehen, keine Unterschiede zwischen bestrahltem und unbestrahltem Schmelz [WALKER, 1975; WIEMANN et al., 1972]. Dies wurde in Versuchen zur Säurelöslichkeit von nach der Extraktion bestrahlten Zähnen bestätigt [GRÖTZ et al., 1997b; RÖSSLER et al., 1995a; SHANNON et al., 1978a]. Experimentelle Demineralisationsversuche ergaben für bestrahlten Schmelz geringfügig erhöhte Läsionstiefen, die sich allerdings nicht signifikant von unbestrahltem Schmelz unterschieden [VOGEL et al., 1981].

Im Gegensatz zu den beschriebenen Befunden wurden signifikant niedrigere Mineralverluste bzw. Läsionstiefen nach In-vitro-Demineralisation beobachtet [JANSMA et al., 1988, JOYSTON-BECHAL, 1985; MARKITZIU et al., 1989]. JANSMA et al. (1988) folgerten aus ihren Ergebnissen an bovinem Schmelz, daß die Säurelöslichkeit nach direkter Strahlenbelastung reduziert sei.

PIOCH et al. (1991) konnten zeigen, daß die Lösungsrate von bestrahltem Schmelz im Vergleich zu unbestrahltem Schmelz geringfügig erhöht ist. Zu ähnlichen Ergebnissen kamen TEPEL et al. (1992), die zudem in ihren In-vitro-Versuchen den demineralisationshemmenden Effekt von Fluorid auf bestrahlten Schmelz aufzeigten. Die positive Wirkung einer regelmäßigen Fluoridierung konnte in In-vivo-Versuchen bei bestrahlten Patienten bestätigt werden [JANSMA et al., 1989]. Mit der longitudinalen Mikroradiographie wurde ebenfalls ein geringfügig erhöhter Mineralverlust bei bestrahlten Schmelz beobachtet [RÖSSLER et al., 1995b]. Einige Autoren vermuten eine strahlenbedingte Denaturierung der organischen Matrix des Schmelzes und des Dentins, der eine Auflösung der Mineralbestandteile folgen könnte [BIANCHI, 1943; LEIST, 1925; LÜDIN und MÜLLER, 1936; POYTON, 1968].

Strahlenbedingte Einflüsse auf das Demineralisationsverhalten der Zahnhartsubstanz werden in der Literatur sehr widersprüchlich diskutiert. Während die Säurelöslichkeit durch die Bestrahlung offensichtlich nicht beeinflußt wird (SHANNON et al, 1978b; WALKER, 1972), ist das Lösungsverhalten von bestrahltem Schmelz geringfügig erhöht (PIOCH et al., 1991; TEPEL et al., 1992). Nach einer in vitro erfolgten Demineralisation wurden signifikant niedrigere Mineralverluste bzw. Läsionstiefen beobachtet (JANSMA et al., 1988a;. JOYSTON-BECHAL, 1985; MARKITZIU et al., 1989). Dies wurde auch von JANSMA et al. (1988b) in einer Untersuchung an bovinem Schmelz beobachtet. Demgegenüber konnten ROESSLER et al. (1995b) nach wiederholter Demineralisation einen geringfügig erhöhten Mineralverlust bei bestrahltem Schmelz beobachten. Einige Autoren vermuten eine strahlenbedingte Denaturierung der organischen Matrix des Schmelzes und des Dentins, der eine Auflösung der Mineralbestandteile folgen könnte (BIANCHI, 1943; LEIST, 1925; LÜDIN und MÜLLER, 1936; POYTON, 1968).
Anmerkungen

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Stärkere Textmodifikationen, -ergänzungen und weitere Literaturangaben.

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[12.] Ank/Fragment 030 06 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 15:03 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 09:14 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 6-10
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 31, Zeilen: 18 ff.
Veränderungen an in vitro bestrahlten Zähnen ließen sich hingegen im ultrastrukurellen [sic] Bereich nachweisen. So wurden nach ionisierender Bestrahlung im Schmelz freie Radikale gefunden [CEVC et al., 1972; COLE und SILVER, 1963; GEOFFROY und TOCHON-DANGUY, 1985; ZAMPETTI und ZANOTTI, 1973]. Im ultrastrukturellen Bereich ließen sich Veränderungen an in vitro bestrahlten Zähnen nachweisen. So wurden nach ionisierender Bestrahlung im Schmelz freie Radikale gefunden (CEVC et al., 1972; COLE und SILVER, 1963; GEOFFROY und TOCHON-DANGUY, 1985; ZAMPETTI und ZANOTTI, 1973).
Anmerkungen

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[13.] Ank/Fragment 030 26 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 15:06 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 09:21 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 26-35
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 30, Zeilen: 30: 26 ff., 31: 1-4
Neben den bereits erwähnten Veränderungen der Schmelz-Dentin-Grenze wurde ähnliche Phänomene auch an der Grenzfläche zwischen Dentin und Zement beschrieben [ANNEROTH et al., 1985]. Ein prinzipiell der normalen Schmelzkaries ähnliches lichtmikroskopisches Bild wurde nach In-vitro-Demineralisation von JOYSTON-BECHAL (1985) auch bei bestrahltem Schmelz gefunden. Hier war bei den bestrahlten Schmelzproben jedoch keine „intakte“ Oberfläche zu erkennen. Das rasterelektronenmikroskopische Bild der „Strahlenkaries“ ist ebenfalls mit kariösen Läsionen bei unbestrahlten Zähnen vergleichbar [FRANK et al., 1965; HAIKEL et al., 1983; JANSMA et al., 1993; JONGEBLOED et al., 1988]. Neben den bereits erwähnten Veränderungen der Schmelz-Dentin-Grenze wurden ähnliche Phänomene auch an der Grenzfläche zwischen Dentin und Zement beschrieben (ANNEROTH et al., 1985). Bei In-vitro-Versuchen zur Demineralisation von bestrahlten Schmelzproben war keine „intakte“ Oberfläche zu erkennen (JOYSTON-BECHAL, 1985). Demgegenüber wurde nach In-vivo-Versuchen auch bei bestrahltem Schmelz (KIELBASSA et al., 1997c) ein mit der normalen Schmelzkaries vergleichbares polarisationsmikroskopisches 

[Seite 31]

Bild gefunden. Das rasterelektronenmikroskopische Bild der „Strahlenkaries“ ist ebenfalls mit kariösen Läsionen bei unbestrahlten Zähnen vergleichbar (FRANK et al., 1965; HAIKEL et al., 1983; JANSMA et al., 1993; JONGEBLOED et al., 1988; KIELBASSA et al., 1997b).

Anmerkungen

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[14.] Ank/Fragment 031 17 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 20:23 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 09:31 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 17-18, 22-28
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 32, Zeilen: 12 ff.
Die „radiogene Karies“ muß somit als ein Kombinationsschaden aufgefaßt werden, deren genaue Ätiologie bis heute nicht eindeutig geklärt ist. Auch der Stellenwert der einzelnen Schädigungsfaktoren ist weitgehend unbekannt, so daß für die mit der Bestrahlung assoziierten Zerfallsprozesse der Zahnhartsubstanzen bisher keine umfassende Erklärung gefunden wurde [WANNENMACHER, 1976]. Es handelt sich bei der „Strahlenkaries“ um eine zeitliche Raffung und andersartige Dynamik eines sonst chronisch verlaufenden Prozesses [VOGEL et al., 1982]. Die Faktoren, die nach gegenwärtigem Forschungsstand zur Entstehung der „Strahlenkaries“ beitragen, sind in Abb. 2 dargestellt. Es wird klar, daß diese Form der Karies multifaktoriell bedingt ist, wobei von den in Kapitel 1.1 beschriebenen Nebenwirkungen der Radiatio insbesondere die Auswirkungen eines verminderten Speichelflusses eine zentrale Bedeutung haben. Die „radiogene Karies“ muß somit als ein Kombinationsschaden aufgefaßt werden, deren genaue Ätiologie bis heute nicht eindeutig geklärt ist. Es handelt sich hierbei um eine zeitliche Raffung und andersartige Dynamik eines sonst chronisch verlaufenden Vorganges (VOGEL et al., 1982), bei dem der chemische Demineralisationsprozeß unter Zurückdrängung der bakteriell-proteolytischen Komponente im Vordergrund steht (MÜHLEMANN, 1945). Die Faktoren, die nach gegenwärtigen Forschungsstand zur Entstehung der „Strahlenkaries“ beitragen, sind in Abbildung 3 dargestellt. Die Strahlenkaries ist multifaktoriell bedingt, wobei von den beschriebenen Nebenwirkungen der Radiatio vor allem die Auswirkungen eines verminderten Speichelflusses eine zentrale Bedeutung haben.
Anmerkungen

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Ank fügt einen Satz hinzu; am Ende (teils wort)gleiche Schlussfolgerungen.

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[15.] Ank/Fragment 033 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 15:10 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 09:39 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 1-6, 7-10
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 34, Zeilen: 3 ff.
Von mehreren Autoren wurde eine im Verlauf der Bestrahlung einsetzende, vorübergehende Hypersensibilität der Zähne beschrieben [SCHÜLE, 1967; THIEL, 1989a]. Bei manchen Patienten trat eine zweite Periode der Überempfindlichkeit auf, der parallel zu der sich entwickelnden „Strahlenkaries“ ein Stadium heftigen Schmerzes folgte [KIMELDORF et al., 1963]. SCHÜLE (1967) stellte fest, daß gesunde Pulpen nach fraktionierter Bestrahlung in der Regel vital blieben. Diese Ergebnisse wurden von ANNEROTH et al. (1985) bestätigt, die im Anschluß an die Bestrahlung ebenfalls hypersensible Zähne beobachteten. Die Beschwerden bildeten sich jedoch auch ohne endodontische Intervention zurück. Eine im Verlauf der Bestrahlung einsetzende, vorübergehende Hypersensibilität der Zähne wurde von mehreren Autoren beschrieben (SCHÜLE, 1967; THIEL, 1989). Eine mögliche Erklärung für diese Komplikation ist der Verlust der unter normalen Bedingungen vorhandenen schützenden Speichelschicht (DALY und DRÄNE, 1972 und 1976; ENGELMEIER und KING, 1983). Bei einigen Patienten trat eine zweite Periode der Überempfindlichkeit auf, der parallel zu der sich entwickelnden „Strahlenkaries“ ein Stadium heftigen Schmerzes folgte (KIMELDORE et al., 1963). Die Beschwerden, die auch im Anschluß an die Bestrahlung auftraten (ANNEROTH et ab, 1985), bildeten sich jedoch ohne endodontische Intervention zurück.
Anmerkungen

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Sichter

[16.] Ank/Fragment 032 02 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 15:08 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 09:41 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 2-3
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 34, Zeilen: 2-3
Eine direkt strahlenbedingte Schädigung des Endodonts wird in der Literatur kontrovers diskutiert. Die direkt strahlenbedingte Schädigung des Pulpagewebes wird in der Literatur kontrovers diskutiert.
Anmerkungen

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[17.] Ank/Fragment 033 14 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 19:10 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 09:47 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 14-19, 22-25
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 34, Zeilen: 14-22
BEUMER et al. (1979b) fanden post radiationem eine Abnahme der sekreto-rischen Funktion der Odontoblasten und sahen darin eine Begründung für die Anfälligkeit gegenüber Infektionen. Demgegenüber zeigte das pulpale Gewebe von Affenzähnen der zweiten Dentition nach Bestrahlung mit bis zu 70 Gy keine histologischen Unterschiede zu unbestrahlten Zähnen [HUTTON et al., 1974; NICKENS et al., 1977]. Die Antwort des bestrahlten Endodonts auf einen sich nach der Radiatio entwickelnden Hartsubstanzdefekt scheint identisch zu sein mit der klassischen entzündlichen Reaktion einer nicht bestrahlten Pulpa auf einen kariösen Reiz [FRANK et al., 1965; KNOWLES et al., 1986]. In Tierversuchen an Schweinen, Hunden und Ratten konnten keine strahlenbedingten Veränderungen an sezernierenden Odontoblasten festgestellt werden [KIMELDORF et al., 1963]. Auch BEUMER et al. (1979b) fanden post radiationem eine Abnahme der sekretorischen Funktion der Odontoblasten. Andere Autoren konnten demgegenüber keine Veränderungen innerhalb des Odontoblastensaums feststellen (FRANK et al., 1965; HUTTON et al., 1974). In Tierversuchen an Schweinen, Hunden und Ratten konnten auch keine strahlenbedingten Veränderungen an sezemierenden Odontoblasten festgestellt werden (KIMELDORF et al., 1963). Bei der Untersuchung von Affenzähnen der zweiten Dentition, die mit 70 Gy bestrahlt wurden, fand man ebenfalls keine histologischen Unterschiede zu unbestrahlten Zähnen (HUTTON et al., 1974; NICKENS et al., 1977).
Anmerkungen

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Ank fügt einen Satz hinzu.

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[18.] Ank/Fragment 034 02 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 19:16 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 09:59 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 2-11, 15-28
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 34, 35, 39, Zeilen: 34: 23 ff., 35: 1-4, 39: 22 ff.
Einigkeit herrscht über die strahleninduzierte Schädigung der Gefäßendstromgebiete, die sich in Form von Verschluß der Kapillaren, Verdickung der Blutgefäßwände und fortschreitender Hyalinisierung und Fibrosierung äußert [BAKER, 1982]. Diese Komplikationen haben wahrscheinlich einen direkten Einfluß auf die Mikrozirkulation der Pulpa, so daß die Trophik der Zähne, die im bestrahlten Gebiet liegen, negativ beeinträchtigt ist. Folge der gestörten arteriellen Versorgung ist eine reduzierte Antikörperkonzentration, die für die gesteigerte Infektanfälligkeit mitverantwortlich sein dürfte. Eine Verdickung der Blutgefäße der Pulpa sowie eine mögliche Obliteration wurde von GOWGIEL (1960) beschrieben. Im Anschluß an die chirurgische Unterbrechung der Arteria alveolaris inferior wurde im Tierversuch eine starke Degeneration der Odontoblasten beobachtet. Etwa vier Wochen nach Störung der Zirkulation kam es zu einer hyperämischen Reaktion der pulpalen Gewebe [CASTELLI et al., 1975], KNOWLES et al. (1986) machen die gestörte arterielle Versorgung für das langfristig zu beobachtende Nachlassen der Sensibilität verantwortlich, auch wenn die neuro-histologische Untersuchung keine Veränderungen ergab. Im Gegensatz zu oben gesagtem sehen Moss et al. (1979) die Ursache für die nach einer Bestrahlung häufig anzutreffenden foudroyant verlaufenden äußeren Veränderung der Zähne in der Obliteration der pulpalen Gefäße.

Um die gefürchtete Komplikation der strahlenbedingten Osteoradionekrose auszuschließen, wurden in den letzten Jahrzehnten verschiedene Philosophien vertreten. Während anfänglich alle [DEL REGATO, 1939] bzw. nur die im Strahlenfeld befindlichen Zähne extrahiert wurden [SILVERMAN und CHIERICI, 1965], wird heutzutage die selektive Entfernung von (nicht sanierbaren) Zähnen mit fraglicher Prognose propagiert [BAHN, 1987; DALY, 1980; ESPOSITO und MATHEIS, 1987; FATTORE et al., 1987; MARCIANI und OWNBY, 1992; MARCIANI und PLEZIA, 1974; MCCLURE et al., 1987; REGEZZI et al., 1976; THIEL, 1989b].

Einigkeit herrscht über die strahleninduzierte Schädigung der Gefäßendstromgebiete, die sich in Form von Verschluß der Kapillaren, Verdickung der Blutgefäßwände und fortschreitender Hyalinisierung und Fibrosierung äußert (BAKER, 1982). Diese Komplikationen haben wahrscheinlich einen direkten Einfluß auf die Mikrozirkulation der Pulpa, so daß die Trophik der Zähne, die im bestrahlten Gebiet liegen, negativ beeinträchtigt ist, Folge der gestörten arteriellen Versorgung ist eine reduzierte Antikörperkonzentration, die für die gesteigerte Infektanfälligkeit mitverantwortlich sein dürfte. Eine Verdickung der Blutgefäße der Pulpa sowie eine mögliche Obliteration wurde von GOWGIEL (1960) beschrieben. KNOWLES et al. (1986) machen die gestörte arterielle Versorgung für das langfristig zu beobachtende Nachlassen der Sensibilität verantwort-

[Seite 35]

lich, auch wenn die neuro-histologische Untersuchung keine Veränderungen ergab. Im Gegensatz zu oben gesagtem sehen MOSS et al. (1979) die Ursache für die nach einer Bestrahlung häufig anzutreffenden foudroyant verlaufenden äußeren Veränderung der Zähne in der Obliteration der pulpalen Gefäße.

[Seite 39]

Um die gefürchtete Komplikation der strahlenbedingten septischen Osteoradionekrose auszuschließen, wurden in den letzten Jahrzehnten verschiedene Philosophien vertreten. Während anfänglich alle (DEL REGATO, 1939) bzw. nur die im Strahlenfeld befindlichen Zähne extrahiert wurden (SILVERMAN und CHIERICI, 1965), wird heutzutage die selektive Entfernung von nicht sanierbaren Zähnen mit fraglicher Prognose propagiert (BAHN, 1987; DALY, 1980; ESPOSITO und MATHEIS, 1987; FATTORE et al., 1987; MARCIANI und OWNBY, 1992; MARCIANI und PLEZIA, 1974; McCLURE et al., 1987; REGEZZI et al., 1976; THIEL, 1989).

Anmerkungen

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Ank fügt zwei Sätze hinzu.

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[19.] Ank/Fragment 129 21 - Diskussion
Bearbeitet: 26. October 2016, 18:03 (WiseWoman)
Erstellt: 22. October 2016, 10:22 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 129, Zeilen: 21-26.27-33
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 64, Zeilen: 10 ff.
Für die postradiotherapeutisch zu beobachtenden Veränderungen der Dentition wurde ein strahlenbedingter Schaden bzw. eine Restrukturierung des mineralisierten Gewebes der Zähne verantwortlich gemacht [FISHER et al., 1971; GEOFFROY und TOCHON-DANGUY, 1985; MARKITZIU et al., 1986; SHULIN, 1989], Die Bestrahlung von Dentin führt offensichtlich zu einer Veränderung des Kristallgefüges sowie zu einer reduzierten Widerstandsfähigkeit des Dentins [DAVIS, 1975; JERVØE, 1979]. Darüber hinaus scheinen die organischen Komponenten des Dentins ebenfalls durch die Bestrahlung beeinflußt zu werden. Es ist nämlich bekannt, daß Kollagenmoleküle durch die Bestrahlung an verschiedenen Stellen aufgebrochen werden können [FISHER et al., 1971], Desweiteren wurden langlebige Radikale in bestrahltem Apatit gefunden [CEVC et al., 1972; GEOFFROY und TOCHON-DANGUY, 1985]. Diese Radikale könnten ebenfalls zu unerwünschten Reaktionen der Zahnhartgewebe führen und darüber hinaus zu einem Strahlenschaden beitragen, der über den Zeitraum der Bestrahlung hinaus anhält. Für die postradiotherapeutisch zu beobachtenden Veränderungen der Dentition wurde ein strahlenbedingter Schaden bzw. eine Restrukturierung des mineralisierten Gewebes der Zähne verantwortlich gemacht (FISHER et al., 1971; GEOFFROY und TOCHAN-DANGUY, 1985; MARKITZIU et al., 1986; SHULIN, 1989). Die Bestrahlung von Dentin führt offensichtlich zu einer Veränderung des Kristallgefüges (JERVØE, 1970). Darüber hinaus scheinen die organischen Komponenten des Dentins ebenfalls durch die Bestrahlung beeinflußt zu werden. Es ist nämlich bekannt, daß Kollagenmoleküle durch die Bestrahlung an verschiedenen Stellen aufgebrochen werden können (FISHER et al., 1971). Desweiteren wurden langlebige Radikale in bestrahltem Apatit gefunden (CEVC et al., 1972; GEOFFROY und TOCHAN-DANGUY, 1985). Diese Radikale könnten ebenfalls zu unerwünschten Reaktionen der Zahnhartgewebe führen und darüber hinaus zu einem Strahlenschaden beitragen, der über den Zeitraum der Bestrahlung hinaus anhält.
Anmerkungen

Aus dem Teil 6. Diskussion => 6.2.1 Auswirkungen auf die Mikrohärte.

Ank verbessert "TOCHAN-DANGUY" zum richtigen "TOCHON-DANGUY", was ein Hinweis darauf sein könnte, dass ihm die Arbeit D.s vorlag.

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[20.] Ank/Fragment 130 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 22:41 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 10:39 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 130, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 64, 65, Zeilen: 64: 23 ff., 65: 1 ff.
Ein weiterer Grund für die strahlenbedingten Veränderungen der Mikrohärte von Dentin könnte in der Tatsache liegen, daß die Proben in der vorliegenden Studie während der Bestrahlung feucht gelagert wurden. Hierbei sollte berücksichtigt werden, daß Wasser mehrere chemische Reaktionen im Falle einer Bestrahlung zeigt. Die wässrige Lösung (Kochsalzlösung) wurde zwar täglich nach der Bestrahlung erneuert. Das Dentin selbst enthält jedoch etwa 25 Volumenprozent Wasser. Auf diese Weise könnte eine strahlenbedingte Entstehung von freien hydrogenen Radikalen bzw. von Wasserstoffperoxid im Dentin selbst für die Denaturierung der organischen Komponenten verantwortlich sein [COLE und SILVER, 1963; FISHER et al., 1971]. Die im azidogenen Milieu erfolgende Denaturierung und darauffolgende Auflösung des Kollagens wurde von KLONT und TEN CATE (1987) beschrieben. Die Zerstörung dieser organischen Komponenten könnte in einer reduzierten inneren Stabilität des Dentins resultieren [PIOCH et al., 1993], Das Kollagen ist nämlich mit etwa 30% für einen nicht unerheblichen Anteil der Zugfestigkeit des Dentins verantwortlich, während die restlichen 70% allein durch den Mineralanteil bedingt sind [SANO et al., 1994],

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen, daß Dentin durch die Bestrahlung schwer geschädigt wird. Hierdurch könnte die Fähigkeit, den bedeckenden Schmelzmantel zu stützen, verlorengehen. Der klinisch häufig zu beobachtende teilweise Verlust des bedeckenden Schmelzes bis hin zum vollständigen Verlust des Schmelzmantels [JANSMA et al., 1993; JONGEBLOED et al., 1988] findet mit den strahlenbedingten Veränderungen des Dentins eine mögliche Erklärung. Diese Auswirkung wäre in gewisser Weise vergleichbar mit dem Krankheitsbild der Dentinogenesis imperfecta, bei der ebenfalls Veränderungen der Transluzenz des Schmelzes beobachtet werden und Schmelzlamellen aufgrund des weichen, die klinische Krone nicht unterstützenden Dentinkerns abplatzen [FULLMER, 1984],

Gleichzeitig könnte die Erweichung des den Schmelzmantel unterstützenden Dentinkerns zu klinisch unbemerkten Mikrofrakturen in inzisalen oder okklusalen Regionen führen, die bei bestrahlten Patienten zu einer extremen mikrobiellen Besiedelung mit verstärkter Demineralisation führen würde. Auf ähnliche Weise läßt sich auch die bei bestrahlten Zähnen zu beobachtende Spaltbildung an der Schmelz-Dentin-Grenze erklären, die bereits mehrfach beschrieben wurde [JANSMA et al., 1993; JONGEBLOED et al., 1988; OSSWALD, 1963; PIOCH und MAYER et al., 1997; RAAB et al., 1990]. Bedingt durch die häufig irreversible, [strahlenbedingte Xerostomie ist eine remineraüsierende Wirkung des Speichels bei bestrahlten Patienten nicht zu erwarten. Aus diesem Grunde würden die angenommenen Mechanismen in massiven kariösen Angriffen resultieren.]

Ein weiterer Grund für die strahlenbedingten Veränderungen der Mikrohärte von Dentin könnte in der Tatsache liegen, daß die Proben in der vorliegenden Studie während der Bestrahlung feucht gelagert wurden. Hierbei sollte berücksichtigt werden, daß Wasser im Falle einer Bestrahlung mehrere chemische Reaktionen zeigt. Die wässrige Lösung (Kochsalzlösung) wurde zwar täglich nach der Bestrahlung erneuert. Dentin enthält jedoch selbst etwa 25 Volumenprozent Wasser. Auf diese Weise könnte eine strahlenbedingte Entstehung von freien hydrogenen Radikalen bzw. von Wasserstoffperoxid im Dentin für die Denaturierung der organischen Komponenten verantwortlich sein (COLE und SILVER, 1963; FISHER et al., 1971). Die im azidogenen Milieu erfolgende Denaturierung und darauffolgende Auflösung des Kollagens wurde von KLONT und TEN

[Seite 65]

CATE (1987) beschrieben. Die Zerstörung dieser organischen Komponenten könnte in einer reduzierten inneren Stabilität des Dentins resultieren (PIOCH et al., 1992). Das Kollagen ist nämlich mit etwa 30% für einen nicht unerheblichen Anteil der Zugfestigkeit des Dentins verantwortlich, während die restliche Festigkeit dieser Zahnhartsubstanz (70%) allein durch den Mineralanteil bedingt ist (SANO et al., 1994).

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen, daß Dentin durch die Bestrahlung schwer geschädigt wird. Hierdurch könnte die Fähigkeit, den bedeckenden Schmelzmantel zu stützen, verlorengehen. Der klinisch häufig zu beobachtende teilweise Verlust des bedeckenden Schmelzes bis hin zum vollständigen Verlust des Schmelzmantels (JANSMA et al., 1993; JONGEBLOED et al., 1988) findet mit den strahlenbedingten Veränderungen des Dentins eine mögliche Erklärung. Diese Auswirkung wäre in gewisser Weise vergleichbar mit dem Krankheitsbild der Dentinogenesis imperfecta, bei der ebenfalls Veränderungen der Transluzenz des Schmelzes beobachtet werden und Schmelzlamellen aufgrund des weichen, die klinische Krone nicht unterstützenden Dentinkerns abplatzen (FULLMER, 1984).

Gleichzeitig könnte die Erweichung des den Schmelzmantel unterstützenden Dentinkerns zu klinisch unbemerkten Mikrofrakturen in inzisalen oder okklusalen Regionen führen, die bei bestrahlten Patienten zu einer extremen mikrobiellen Besiedlung mit verstärkter Demineralisation führen würde. Auf ähnliche Weise läßt sich auch die bei bestrahlten Zähnen zu beobachtende Spaltbildung an der Schmelz-Dentin-Grenze erklären, die bereits mehrfach beschrieben wurde (JANSMA et al., 1993; JONGEBLOED et al., 1988; OSSWALD, 1963; PIOCH und MAYER, 1997; RAAB et al., 1990). Bedingt durch die häufig irreversible, strahlenbedingte Mundtrockenheit ist eine ausreichende remineralisierende Wirkung des Speichels bei bestrahlten Patienten nicht zu erwarten. Aus diesem Grunde würden die angenommenen Mechanismen in massiven kariösen Angriffen resutieren.

Anmerkungen

Aus dem Teil 6. Diskussion => 6.2.1 Auswirkungen auf die Mikrohärte.

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[21.] Ank/Fragment 133 04 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 22:40 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 11:41 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 133, Zeilen: 4-20, 26-34
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 5, 31, 32, 66, Zeilen: 5: 11-19; 31: 27 ff., 32: 1 f.; 66: 2 ff.
Da die Karies in erster Linie Zahnkronen befällt, wurden in der Vergangenheit De- bzw. Remineraiisationsvorgänge vornehmlich am Schmelz untersucht. Dem Zahnbein wurde demgegenüber allgemein vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit geschenkt. In besonderem Maße gilt dies für Untersuchungen zum Einfluß der Radiotherapie auf die Kariesentstehung im Dentin. Zu dieser Thematik gibt es in der zugänglichen Literatur nur vereinzelte Hinweise, die sich zudem auf klinische Beobachtungen [MÜHLEMANN, 1945; WILLICH et al., 1988] bzw. auf indirekte und zumeist mit dem Schmelz in Verbindung stehende Folgeerscheinungen stützen [POYTON, 1968; PIOCH et al., 1993 und 1997]. Bei In-vitro- Versuchen mit bestrahltem Dentin wurde eine im Vergleich zu unbestrahltem Dentin reduzierte Löslichkeit beschrieben [MARKiTZiuet al., 1986], die jedoch von anderen Autoren nicht bestätigt werden konnte [RÖSSLER et al., 1995a].

Untersuchungen zur Mikrohärte von Dentin wurden in der Vergangenheit sowohl bei In-vitro- [DEBBRECHT und GEURTSEN, 1996; FEATHERSTONE und Fu, 1987] als auch bei In-situ-Studien durchgeführt [SCHMIDT et al., 1994], Nach den Ausführungen von FEATHERSTONE et al. (1983) besteht auch für Dentin eine gute Korrelation zwischen Mineralgehalt und Mikrohärte. Die Mikrohärteprüfung wird daher bevorzugt zur Abschätzung von Minerverlusten eingesetzt [ZERO, 1995]. In der vorliegenden Studie zeigten die Knoop-Härten der Kontrollgruppe (Ausgangshärte) mit etwa 66 KHN eine gute Übereinstimmung mit der aus der Literatur bekannten Mikrohärte des Dentins [FEATHERSTONE et al., 1983; MEREDITH et al., 1996].

Die Mikrohärtebestimmung von Dentin wird jedoch nicht von allen Autoren uneingeschränkt positiv beurteilt [WHITE et al., 1992]. Die Dentinhärte wird nämlich u.a. von der Lokalisation (pulpafern vs. pulpanah) und dem Mineralisationsgrad (sklerosiertes Dentin) bestimmt. Vergleichende Untersuchungen sind zudem schwer zu interpretieren, da darüber hinaus die Orientierung der mikrostrukturellen Elemente (Kollagen, Apatitkristalle) von Probe zu Probe variiert [JONES und BOYDE, 1987], Diese Problematik wurde in der vorliegenden Untersuchung berücksichtigt, indem die Mikrohärtebestimmung zu den verschiedenen Untersuchungszeitpunkten (Ausgangswerte, Werte nach Bestrahlung, Werte [nach In-situ-Exposition) jeweils in zu Beginn der Studie definierten Arealen stattfand.]

Da die Karies in erster Linie Zahnkronen befällt, wurden zur Klärung möglicher Effekte einer tumortherapeutischen Bestrahlung in der Vergangenheit vornehmlich Schmelzproben untersucht.

Der Kariesentstehung im bestrahlten Dentin wurde demgegenüber vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Zu dieser Thematik gibt es in der zugänglichen Literatur nur vereinzelte Hinweise, die sich zudem auf klinische Beobachtungen (MÜHLEMANNf, 1945; WILLICH et ah, 1988) bzw. auf indirekte und zumeist mit dem Schmelz in Verbindung stehende Folgeerscheinungen stützen (PIOCH et ah, 1992; POYTON, 1968).

[Seite 31]

Der Kariesentstehung im Dentin wurde demgegenüber vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Zu dieser Thematik gibt es in der zugänglichen Literatur nur vereinzelte Hinweise, die sich zudem auf klinische Beobachtungen (MÜHLEMANN, 1945; WILLICH et al., 1988) bzw. auf indirekte und zumeist mit dem Schmelz in Verbindung stehende Folgeerscheinungen stützen (PIOCH et al, 1992; POYTON, 1968). Bei In-vitro-Versuchen mit bestrahltem Dentin wurde eine im Vergleich zu unbestrahltem

[Seite 32]

Dentin verringerte Löslichkeit beschrieben (MARKITZIU, 1986), die jedoch von anderen Autoren nicht bestätigt werden konnte (RÖßLER et ah, 1995a).

[Seite 66]

Untersuchungen zur Mikrohärte von demineralisiertem Dentin wurden in der Vergangenheit sowohl bei In-vitro- (DEBBRECHT und GEURTSEN, 1996) als auch bei In- situ-Studien durchgeführt (SCHMIDT et ab, 1994). Nach den Ausführungen von FEATHERSTONE et al. (1983) besteht auch für Dentin eine gute Korrelation zwischen Mineralgehalt und Mikrohärte. Die Mikrohärtebestimmung bei kariös verändertem Dentin wird jedoch nicht von allen Autoren uneingeschränkt positiv beurteilt Die Dentinhärte wird nämlich u.a. von der Lokalisation (pulpafem vs. pulpanah) und dem Mineralisationsgrad (sklerosiertes Dentin) bestimmt. Vergleichende Untersuchungen sind zudem schwer zu interpretieren, da darüber hinaus die Orientierung der mikrostrukturellen Elemente (Kollagen, Apatitkristalle) von Probe zu Probe variiert (JONES und BOYDE, 1987). Diese Problematik wurde in der vorliegenden Untersuchung berücksichtigt, indem die Mikrohärtebestimmung zu den verschiedenen Untersuchungszeitpunkten (Ausgangswerte, Werte nach Bestrahlung, Werte nach In-situ-Exposition) jeweils in zu Beginn der Studie definierten Arealen stattfand.

Anmerkungen

Aus dem Teil 6. Diskussion => 6.3.1 Quantitative Auswertung.

D. verwendet einen Doppelsatz zweifach; Ank fügt zwei Sätze hinzu.

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[22.] Ank/Fragment 134 03 - Diskussion
Bearbeitet: 27. October 2016, 12:04 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 12:04 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 134, Zeilen: 3-35
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 66, 67, Zeilen: 66: 16 ff., 67: 1-13
Die Bestrahlung führte zu einer über 50%igen Reduktion der Härte, die im weiteren Versuchsablauf in der ungeputzten Versuchsgruppe auf 3,9 KHN (x0) bzw. 21,7 KHN (x0) in der Gruppe mit regelmäßiger Mundhygiene fiel. Diese Werte unterschieden sich geringfügig von den nach In-situ-Exposition bei den unbestraften Dentinproben ermittelten Mikrohärten.

Die Bestimmung der Mikrohärte erfolgte auch hier jeweils bei feuchten Dentinproben. Demineralisiertes Dentin schrumpft nämlich bei Austrocknung um bis zu 29% [ARENDS und RÜBEN, 1995; RÜBEN und ARENDS, 1993a und 1993b; VAN STRIJP et al., 1995], Eine Prüfung der Mikrohärte auf trockenem Dentin hätte daher zu deutlich höheren Mikrohärtewerten geführt. Auch auf ein Abwarten bis zur vollständigen elastischen Rückstellung (etwa 24 h) wurde in der vorliegenden Untersuchung verzichtet, da dies den klinischen Gegebenheiten bei einer möglichen Belastung (z.B. beim Kauen) nicht entspricht. Aufgrund der bei demineralisiertem menschlichem Dentin zu beobachtenden Rückstellung kann jedoch davon ausgegangen werden, daß die Längsdiagonale des Knoopstempels nach 24 h um etwa 25% kleiner geworden wäre [HERKSTRÖTER et al., 1989], Die Mikrohärte (xo) der unbestrahlten Dentinproben betrüge in diesem Fall theoretisch 52,5 KHN (geputzte Dentinproben) bzw. 7,8 KHN (ungeputzte Proben). Für die bestrahlten Dentinproben ergäben sich Härtewerte von 38,6 KHN (geputzte Dentinproben) bzw. 6,9 KHN (ungeputzte Proben). Diese Berechnung zeigt noch deutlicher, daß insbesondere die für die ungeputzten Dentinproben ermittelten Werte wesentlich durch die in der vorliegenden Studie unterlassene Mundhygiene beeinflußt wurden.

Die Tatsache, daß auch in der Versuchsgruppe mit regelmäßig durchgeführter Mundhygiene eine Reduzierung der Mikrohärte ermittelt wurde, entspricht den bei bestrahltem bzw. unbestraftem Schmelz beobachteten Ergebnissen. Dies ist nicht überraschend, da die Dentinproben auch in dieser In-situ-Studie in den Kunststoff eingelassen und dadurch einer vollständigen Reinigung schwer zugänglich waren. Die Auswirkungen einer geringen Plaquemenge auf die Demineralisation von Dentin wurden bereits früher beschrieben. Hier zeigten sowohl die mit massiver Plaque bedeckten, als auch die „sauberen“ Dentinproben (mit dünner Plaqueschicht) nach siebenwöchiger In-situ-Exposition einen vergleichbar hohen Kalziumverlust [TEN CATE et al., 1987]. Dies wurde darauf zu-[rückgeführt, daß Dentin eine sehr viel höhere Löslichkeit als Schmelz besitzt [ARENDS et al., 1987c; PHANKOSOL et al., 1985b; HOPPENBROUWERS et al.f 1986] und bereits bei deutlich höheren pH-Werten demineralisiert [HOPPENBROUWERS et al., 1987a; NYVAD und FEJERSKOV, 1994].]

Die nach der Bestrahlung reduzierte Dentinhärte fiel im weiteren Versuchsablauf in der ungeputzten Versuchs gruppe auf 3,9 KHN (x0) bzw. 21,7 KHN (x0) in der Gruppe mit regelmäßiger Mundhygiene ab. Diese Werte waren annähernd mit den nach In-situ-Exposition bei den unbestrahlten Dentinproben ermittelten Mikrohärtewerten vergleichbar. Die Bestimmung der Mikrohärte erfolgte auch hier jeweils bei feuchten Dentinproben. Demineralisiertes Dentin schrumpft nämlich bei Austrocknung um bis zu 29% (RÜBEN und ARENDS, 1993). Dies hätte in der vorliegenden Untersuchung zu deutlich höheren Mikrohärtewerten geführt. Auch auf ein Abwarten bis zur vollständigen elastischen Rückstellung (etwa 24 h) wurde verzichtet, da dies den klinischen Gegebenheiten bei einer möglichen Belastung (z.B. durch Kauen) nicht entspricht. Aufgrund der bei demineralisiertem menschlichem Dentin zu beobachtenden Rückstellung kann jedoch davon ausgegangen werden, daß die Längsdiagonale des Knoopstempels nach 24 h um etwa 25% kleiner geworden wäre (HERKSTRÖTER et al., 1989). Die Mikrohärte der unbestrahlten Dentinproben würde in diesem Fall theoretisch 52,5 KHN (geputzte Dentinproben) bzw. 7,8 KHN (ungeputzte Proben) betragen. Für die bestrahlten Dentinproben ergäben sich Härtewerte von 38,6 KHN (geputzte Dentinproben) bzw. 6,9 KHN

[Seite 67]

(ungeputzte Proben). Diese Berechnung zeigt noch deutlicher, daß insbesondere die für die ungeputzten Dentinproben ermittelten Werte wesentlich durch die in der vorliegenden Studie unterlassene Plaqueentfernung beeinflußt wurden.

Die Tatsache, daß auch in der Versuchsgruppe mit regelmäßig durchgeführter Mundhygiene eine Verringerung der Mikrohärte ermittelt wurde, ist nicht überraschend, da die Dentinproben in dieser In-situ-Studie in den Kunststoff eingelassen und dadurch einer vollständigen Reinigung schwer zugänglich waren. Die Auswirkungen einer geringen Plaquemenge auf die Demineralisation von Dentin wurden bereits früher beschrieben. Hier zeigten sowohl mit massiver Plaque bedeckte als auch „saubere“ Dentinproben (mit dünner Plaqueschicht) nach siebenwöchiger In-situ-Exposition einen vergleichbar hohen Kalziumverlust (TEN CATE et al., 1987). Dies wurde darauf zurückgeführt, daß Dentin eine sein viel höhere Löslichkeit als Schmelz besitzt und bereits bei deutlich höheren pH- Werten demineralisiert.

Anmerkungen

Aus dem Teil 6. Diskussion => 6.3.1 Quantitative Auswertung.

Ank fügt Quellen hinzu, was darauf hinweisen könnte, dass ihm D.s Arbeit vorlag

Aufgrund der zeitlichen Nähe "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[23.] Ank/Fragment 135 04 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 22:37 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 12:10 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 135, Zeilen: 4-16, 22-35
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 67, 68, 69, Zeilen: 67: 13 ff., 68: 12-14, 20-22; 69: 4-8
Aus diesem Grund reichen bereits relativ geringe Plaquemengen, um einen Mineralverlust herbeizuführen.

Ein weiterer Grund für die auch bei den regelmäßig geputzten Dentinproben reduzierten Mikrohärtewerte dürfte darüber hinaus im Versuchdesign zu suchen sein. Die aus dem Zahnhalsbereich stammenden Dentinproben wurden vor Versuchsbeginn aus methodischen Gründen von oberflächlichen Zement- bzw. Schmelzresten befreit. Neben der durch diese Einebnung erzielten Standardisierung wurde damit eine der klinischen Situation vergleichbare, frei zugängliche Dentinoberfläche geschaffen. Gleichzeitig wurden hierdurch jedoch Dentinkanälchen freigelegt, die im In-situ-Experiment mikrobiell besiedelt werden konnten, so daß eine geringgradige Demineralisation, wie sie häufig auch klinisch bei frisch exponierten Wurzeloberflächen (nach parodontalchirurgischer Behandlung) beobachtet wird [SELVIG, 1969], von vornherein in Kauf genommen wurde.

Damit entsprach das hier gewählte Vorgehen weitestgehend der klinisch zu beobachtenden Kariesentstehung auf der Wurzeloberfläche. Auch in diesem Fall fehlt in der Regel die das gesunde Dentin bedeckende Zementschicht, und es entwickelt sich eine primär auf das unter der Oberfläche liegende Zahnbein begrenzte Demineralisation [WESTBROOK et al., 1974; WEFEL et al., 1985; NYVAD und FEJERSKOV, 1987]. Die nach Abschluß der Untersuchung zu beobachtende, erhöhte Streuung der ermittelten Mikrohärten findet ihre Erklärung in den bereits in Kapitel 6.1.1 dargelegten Ausführungen über die interindividuellen Unterschiede hinsichtlich der Plaque- und Speichelzusammensetzung, die auch für diesen Versuchsteil gültig sind [ARENDS et al., 1989a; NYVAD et al., 1989].

Die bei den regelmäßig gesäuberten Dentinproben ermittelten Mikrohärtewerte waren jedoch etwa sechsmal höher als bei den nicht geputzten Proben. Damit konnten auch in diesem Versuchsteil die positiven Auswirkungen einer regelmäßigen Mundhygiene belegt werden. Bei Betrachtung der Ergebnisse zur Veränderung der Mikrohärte kann somit davon ausgegangen werden, daß die kariöse Zerstörung in den geputzten Proben weniger stark ausgeprägt waren, als in den nicht geputzten.

Initiale kariöse Veränderungen im Dentin lassen sich nämlich primär mit der säurebedingten Demineralisation des Mineralanteils von inter- und peritu-[bulärem Dentin erklären [FRANK, 1990].]

[Seite 67]

Aus diesem Grund reichen bereits relativ geringe Plaquemengen, um einen Mineralverlust herbeizuführen.

Ein weiterer Grund für die auch bei den regelmäßig geputzten Dentinproben verringerten Mikrohärtewerte dürfte darüber hinaus im Versuchdesign zu suchen sein. Die aus dem Zahnhalsbereich stammenden Dentinproben wurden vor Versuchsbeginn aus methodischen Gründen von oberflächlichen Zement- bzw. Schmelzresten befreit. Neben der durch diese Einebnung erzielten Standardisierung wurde damit eine der klinischen Situation vergleichbare, frei zugängliche Dentinoberfläche geschaffen. Gleichzeitig wurden hierdurch jedoch Dentinkanälchen freigelegt, die im In-situ-Experiment mikrobiell besiedelt werden konnten, so daß eine geringgradige Demineralisation, wie sie häufig auch klinisch bei frisch exponierten Wurzeloberflächen (nach parodontalchirurgischer Behandlung) beobachtet wird, von vornherein in Kauf genommen wurde. Die nach Abschluß der Untersuchung zu beobachtende, erhöhte Streuung der ermittelten Mikrohärten findet ihre Erklärung in den für In-situ-Untersuchungen bekannten, interindividuellen Unterschieden (Plaquezusammensetzung, Speichel) der Probanden (FEJERSKOV et al., 1992).

[Seite 68]

Die bei den regelmäßig gesäuberten Dentinproben ermittelten Mikrohärtewerte waren nämlich etwa sechsmal höher als bei den nicht geputzten Proben.

[Seite 69]

Bei Betrachtung der Ergebnisse der vorliegender Untersuchung zur Veränderung der Mikrohärte kann davon ausgegangen werden, daß die kariöse Zerstörung in den geputzten Proben weniger stark ausgeprägt war, als in den nicht geputzten. Eine regelmäßige Mundhygiene besitzt demnach einen sein hohen kariesprophylaktischen Stellenwert.

[Seite 68]

Initiale kariöse Veränderungen im Dentin lassen sich primär mit der säurebedingten Auflösung des Mineralanteils von inter- und peritubulärem Dentin erklären (FRANK, 1990).

Anmerkungen

Aus dem Teil 6. Diskussion => 6.3.1 Quantitative Auswertung.

Ank fügt eine Quelle und zwei Sätze hinzu, was dafür sprechen könnte, dass ihm D.s Arbeit vorlag.

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[24.] Ank/Fragment 136 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 17:19 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 12:30 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 136, Zeilen: 1-7
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 68, Zeilen: 14 ff.
Erst danach erfolgt eine enzymatisch gesteuerte Degradation der organischen Matrix [KAWASAKI und FEATHERSTONE, 1997; KLETER et al., 1994; KLONT und TEN CATE, 1991b; VAN STRIJP et al., 1994]. Im initialen Stadium der Demineralisation ist die Mikrohärte dementsprechend relativ hoch.

Diese Beobachtungen wurden in der vorliegenden Untersuchung durch die mikroradiographische Bestimmung des Mineralverlustes bestätigt.

Erst danach erfolgt eine enzymatisch gesteuerte Degradation der organischen Matrix (KLONT und TEN GATE, 1987). Aus diesem Grund müssen auch bei bestrahltem Dentin primär die mineralischen Bestandteile aufgelöst werden, so daß zwischen der initiale Karies im bestrahlten bzw. im unbestrahlten Dentin kein wesentlicher Unterschied besteht. Darüber hinaus ist im initialen Stadium der Demineralisation die Mikrohärte dementsprechend höher als bei einer weit fortgeschrittenen Karies. Dies wurde auch in der vorliegenden Studie beobachtet.
Anmerkungen

Aus dem Teil 6. Diskussion => 6.3.1 Quantitative Auswertung.

Durch die zeitliche Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[25.] Ank/Fragment 138 08 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 17:20 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 12:39 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 138, Zeilen: 8-15
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 68, Zeilen: 2-8
Die polarisationsmikroskopischen Aufnahmen der initialen Dentinkaries lassen keinen Rückschluß auf einen strahlenbedingten Effekt zu. Vielmehr entsprechen die dargestellten Strukturen der bei unbestrahltem Dentin zu beobachtenden initialen Demineralisation [FEATHERSTONE et al., 1987; WEFEL et al., 1985]. Auch bei bestrahltem Dentin bildet sich im Bereich des Läsionskörpers eine im polarisationsoptischen Bild mit Chinolin darstellbare, zweigeteilte Zone aus. Die in diesen Zonen unterschiedlich hohe Konzentration des Imbibitionsmediums läßt Rückschlüsse auf den unterschiedlich hohen Mineralgehalt zu. Die polarisationsmikroskopischen Aufnahmen der initialen Dentinkaries lassen keinen Rückschluß auf einen strahlenbedingten Effekt zu. Vielmehr entsprechen die dargestellten Strukturen der bei unbestrahltem Dentin zu beobachtenden initialen Demineralisation (WEFEL et al., 1985). Auch bei bestrahltem Dentin bildet sich im Bereich des Läsionskörpers eine im polarisationsoptischen Bild mit Chinolin darstellbare, zweigeteilte Zone aus. Die in diesen Zonen unterschiedlich hohe Konzentration des Imbibitionsmediums läßt Rückschlüsse auf den unterschiedlich hohen Mineralgehalt zu (Abb. 5b).
Anmerkungen

Aus dem Teil 6. Diskussion => 6.3.2 Qualitative Auswertung.

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Ank fügt eine Quelle hinzu, was dafür sprechen könnte dass ihm D.s Arbeit vorlag.

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[26.] Ank/Fragment 142 25 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 17:21 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 12:48 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 25-33
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 70, Zeilen: 7-15
Hierdurch können die klinisch häufig zu beobachtenden Nebenwirkungen der Bestrahlung (Schmelzverlust, Spaltbildung an der Schmelz-Dentin-Grenze und darauffolgende Kariesentstehung in der Zahnhalsregion) erklärt werden. Die mikrobielle Besiedlung dieser einer ordnungsgemäßen Mundhygiene nicht zugänglichen Spalten führt zu einer fortschreitenden Demineralisation, die bei im Kopf-/Halsbereich bestrahlten Patienten durch die sonstigen, schwerwiegenden Nebenwirkungen in besonderem Maße akzentuiert wird. Eine remineralisierende Wirkung ist bei dieser Patientenguppe aufgrund der häufig ausgeprägten Radio-Dyssialie nämlich nicht zu erwarten. Hierdurch können die klinisch häufig zu beobachtenden Nebenwirkungen der Bestrahlung (Schmelzverlust, Spaltbildung an der Schmelz-Dentin-Grenze und darauffolgende Kariesentstehung in der Zahnhalsregion) erklärt werden. Die mikrobielle Besiedlung dieser einer ordnungsgemäßen Mundhygiene nicht zugänglichen Spalten führt zu einer fortschreitenden Demineralisation, die bei im Kopf-/Halsbereich bestrahlten Patienten durch die sonstigen, schwerwiegenden Nebenwirkungen in besonderem Maße akzentuiert wird. Eine remineralisierende Wirkung ist bei dieser Patientenguppe aufgrund der häufig ausgeprägten Radio-Dyssialie nämlich nicht zu erwarten.
Anmerkungen

Aus dem Teil 6. Diskussion => 6.3.3 Abschließende Überlegungen.

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[27.] Ank/Fragment 143 13 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 17:22 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 12:52 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 13-20
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 70, Zeilen: 16 ff.
Darüber hinaus lassen die Ergebnisse der vorliegenden Studie, bei der erstmals in vitro bestrahltes Dentin den kariogenen In-vivo-Bedingungen ausgesetzt wurde, den Schluß zu, daß hinsichtlich der Kariesentstehung zwischen bestrahltem und unbestrahltem Dentin kein wesentlicher Unterschied besteht. Eine regelmäßig durchgeführte mechanische Plaqueentfernung kann die Demineralisationsvorgänge auch im bestrahlten Dentin weitgehend verhindern. Dies gilt jedoch nach oben gesagtem nur für die den üblichen Hygienemaßnahmen frei zugänglichen Dentinoberflächen. Darüber hinaus lassen die Ergebnisse der vorliegenden Studie, bei der erstmals in vitro bestrahltes Dentin den kariogenen In-vivo-Bedingungen ausgesetzt wurde, den Schluß zu, daß hinsichtlich der Kariesentstehung zwischen bestrahltem und unbestrahltem Dentin kein Unterschied besteht.

Als wichtigstes Ergebnis bleibt festzuhalten, daß die regelmäßig durchgeführte mechanische Plaqueentfemung die Demineralisationsvorgänge auch im bestrahlten Dentin weitgehend verhindern kann. Dies gilt jedoch nach oben gesagtem nur für die den üblichen Hygienemaßnahmen frei zugänglichen Dentinoberflächen.

Anmerkungen

Aus dem Teil 6. Diskussion => 6.3.3 Abschließende Überlegungen.

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[28.] Ank/Fragment 145 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 17:23 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 13:00 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 1-6
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 70, Zeilen: 2-6
Die pathogenetische Bedeutung einer quantitativ und qualitativ veränderten Mundhöhlenökologie beim tumortherapeutisch bestrahlten Patienten ist in der Literatur eindeutig belegt. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen jedoch, daß es sich bei der „radiogenen Karies“ um einen Kombinationsschaden, und nicht um das Ergebnis eines monokausalen Pathomechanismus handelt. Die pathogenetische Bedeutung einer quantitativ und qualitativ veränderten Mundhöhlenökologie beim tumortherapeutisch bestrahlten Patienten ist in der Literatur eindeutig belegt. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen jedoch, daß es sich bei der „radiogenen Karies“ um einen Kombinationsschaden, und nicht um das Ergebnis eines monokausalen Pathomechanismus handelt.
Anmerkungen

Aus dem Teil 7. Schlussfolgerungen.

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[29.] Ank/Fragment 146 03 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 17:30 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 13:06 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 3-5
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 71, Zeilen: 2-4
Ziel dieses Teils der Untersuchungen war es, die Auswirkung der tumortherapeutischen Radiatio auf die Entwicklung von initialen Kariesläsionen im Schmelz unter verschiedenen Hygienebedingungen zu untersuchen. Ziel dieser Arbeit war, die Auswirkung der tumortherapeutischen Bestrahlung mit 60 Gy auf die Entwicklung von initialen Kariesläsionen im Dentin unter verschiedenen Hygienebedingungen zu untersuchen.
Anmerkungen

Aus dem Teil 8. Zusammenfassung.

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[30.] Ank/Fragment 148 11 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 22:43 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 13:15 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 11-24, 29-33
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 71, Zeilen: 2 ff.
Ziel dieses Untersuchungsteils war es, die Auswirkung der tumortherapeutischen Radiatio auf Entwicklung von initialen Kariesläsionen im Dentin unter verschiedenen Mundhygienebedingungen zu untersuchen.

Aus dem Bereich der oralen und bukkalen Zahnhälse von 48 frisch extrahierten Weisheitszähnen wurde je eine Dentinprobe präpariert und poliert. Je eine Probe eines jeden Zahnes wurde fraktioniert bestrahlt (60 Gy Gesamtdosis). Die übrigen Dentinproben wurden nicht bestrahlt. Zwei bestrahlte und zwei unbestrahlte Proben wurden in die bukkalen Flügel von intraoralen Platten eingelassen, die von zwölf Probanden für den Zeitraum von fünf Wochen ganztags getragen wurden. Während dieses Zeitraumes wurde eine Seite der Platte zweimal täglich mit einer fluoridfreien Zahnpaste geputzt. Die andere Seite wurde nicht gesäubert. Die Bestimmung der Mikrohärte (Knoop) der Dentinoberflächen erfolgte sowohl vor als auch nach der Bestrahlung sowie zu Ende des In-situVersuchs (50 N). Die histologische Untersuchung der Dentinläsionen erfolgte polarisationsoptisch an Schliffen von 150 pm Dicke. Der Mineralverlust sowie die Tiefe der entstandenen Läsionen wurde mikroradiographisch bestimmt. Die mikromorphologische Charakterisierung der Dentinkaries erfolgte rasterelektronenmikroskopisch an Bruchpräparaten.

Nach der Bestrahlung war die Mikrohärte des menschlichen Dentins um mehr als 50% reduziert (p < 0,001). Nach In-situ-Exposition der unbestrahlten Proben unterschieden sich die Knoop-Härten des ungeputzten (6,4% des Ausgangswertes) und des geputzten Bereichs (44,9%) signifikant (p < 0,001). Bei den bestrahlten Proben waren die Mikrohärten im ungeputzten (5,7%) bzw. ge-[putzten Bereich (32,4%) ebenfalls signifikant unterschiedlich (p < 0,001). Die jeweiligen Unterschiede zwischen den bestrahlten bzw. den unbestrahlten Proben waren in den Gruppen mit ungeputztem Dentin zufällig, während bei den geputzten Proben ein signifikanter Unterschied festgestellt wurde (p < 0,01).]

Ziel dieser Arbeit war, die Auswirkung der tumortherapeutischen Bestrahlung mit 60 Gy auf die Entwicklung von initialen Kariesläsionen im Dentin unter verschiedenen Hygienebedingungen zu untersuchen.

Aus den oralen und bukkalen Flächen von 48 in die Mundhöhle durchgebrochenen, kariesfreien, frisch extrahierten Weisheitszähnen wurde je eine Dentinprobe präpariert und poliert. Je eine Probe eines jeden Zahnes wurde fraktioniert bestrahlt (60 Gy Gesamtdosis). Die übrigen Dentinproben wurden nicht bestrahlt. Zwei bestrahlte und zwei unbestrahlte Proben wurden in die bukkalen Flügel von intraoralen Platten eingelassen, die von zwölf speichelgesunden Probanden für den Zeitraum von fünf Wochen ganztags (24 h) getragen wurden. Während dieses Zeitraumes wurde eine Seite der Platte zweimal täglich mit einer weichen Zahnbürste und einer fluoridfreien Zahnpaste geputzt. Die andere Seite wurde nicht gesäubert. Während der Mahlzeiten wurden die Apparaturen in 10%ige Saccharoselösung eingelegt. Die Bestimmung der Mikrohärte (Knoop) der Dentinoberflächen erfolgte sowohl vor als auch nach der Bestrahlung sowie zu Ende des In-situ-Versuchs. Nach der Bestrahlung war die Mikrohärte des Dentins um mehr als 50% reduziert (p < 0,001). Nach In-situ-Exposition der unbestrahlten Proben unterschieden sich die Knoop-Härten des ungeputzten (6,4% des Ausgangswertes, x0) und des geputzten Bereichs (44,9%, x0) signifikant (p < 0,001). Bei den bestrahlten Proben waren die Mikrohärten im ungeputzten (5,7%, x0) bzw. geputzten Bereich (32,4%, x0) ebenfalls signifikant unterschiedlich (p < 0,001). Die jeweiligen Unterschiede zwischen den bestrahlten bzw. den unbestrahlten Proben waren in den Gruppen mit ungeputztem Dentin zufällig, während bei den geputzten Proben ein signifikanter Unterschied festgestellt wurde (p < 0,01).

Anmerkungen

Aus dem Teil 8. Zusammenfassung => 8.3 Untersuchungen bei bestrahltem menschlichem Dentin.

Ank fügt drei Sätze hinzu.

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

[31.] Ank/Fragment 149 21 - Diskussion
Bearbeitet: 24. October 2016, 17:28 (Schumann)
Erstellt: 22. October 2016, 13:20 Langerhans123
Ank, Dornfeld 1998, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 149, Zeilen: 21, 27-30
Quelle: Dornfeld 1998
Seite(n): 71, Zeilen: 28 ff.
Durch eine Bestrahlung wird Dentin schwer geschädigt. Damit findet die post radiationem häufig zu beobachtende Ablösung von makroskopisch erkennbaren Schmelzpartikeln bis hin zum völligen Verlust des Schmelzmantels eine mögliche Erklärung. In diesem Zusammenhang auftretende Frakturspalten können mikrobiell besiedelt werden und führen zusammen mit den sonstigen nach einer Bestrahlung zu beobachtenden Nebenwirkungen zu einer foudroyant verlaufenden Demineralisierung. Hinsichtlich der Entstehung von kariösen Läsionen unterscheiden sich frei zugängliches bestrahltes und unbestrahltes Dentin im mikroskopischen Bild nicht. Regelmäßig durchgeführte Hygienemaßnahmen reduzieren die Kariesentstehung im bestrahlten Dentin. Durch eine Bestrahlung wird menschliches Dentin schwer geschädigt. Hinsichtlich der Entstehung von kariösen Läsionen unterscheiden sich bestrahltes und unbestrahltes Dentin im mikroskopischen Bild nicht. Regelmäßig durchgeführte Hygienemaßnahmen reduzieren die Kariesentstehung im bestrahlten Dentin.
Anmerkungen

Aus dem Teil 8. Zusammenfassung. Zugleich letzter Absatz in beiden Arbeiten.

Ank fügt zwei Sätze ein.

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Arbeiten "keine Wertung".

Sichter
(Langerhans123), Schumann

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