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Aos/Fragment 056 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Marcusb, Graf Isolan, Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 56, Zeilen: 1-29
Quelle: Sponeck 2001
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: --
Laboreinrichtungen und Computer sind meistens nicht vorhanden. Es werden 50 Mio. Schulbücher pro Jahr gebraucht, doch aufgrund von Ersatzteil- und Papiermangel ist die Staatsdruckerei außer Betrieb. Lehrer und Professoren haben keine Gelegenheit, ihr Fachwissen zu erneuern. Grund für die desolate Lage im Bildungswesen sind hauptsächlich fehlender Gelder und Sanktionsbestimmungen, mit denen die Ausfuhr von Bildungsmaterial in den Irak verhindert wird.

1987 waren laut UNESCO 80% der Bevölkerung lese- und schreibkundig, 10 Jahre zuvor waren 52% gewesen. 1995 war die Zahl der lese- und schreibkundigen wieder auf 58% abgesunken.

1.1.5.3.3 Sanktionen im Nordirak

Die Resolution 688 im Jahr 1991 des UN-Sicherheitsrates beauftragte den Generalsekretär, sich für die Versorgung irakischer Minoritäten einzusetzen, besonders für die Kurden im Nordirak[FN 16]. Resolution 986 im Jahr 1995 gab den Vereinten Nationen ein Mandat für die direkte Durchführung des Programms „Öl für Nahrung[FN 17] “ in den drei nördlichen Provinzen von Duhok, Erbil und Sulaimaniyah.

Die kurdischen Provinzen wurden bei der Implementierung des Programms gegenüber den von Baghdad kontrollierten Landesteilen deutlich privilegiert. Die Kurden, 19% der irakischen Gesamtbevölkerung, erhielten fast 20% der irakischen Ölgelder zugeteilt.

Während der Wert der im Sanktionskomitee blockierten Güter für den von Baghdad verwalteten Teil des Irak seit Jahren kontinuierlich anstieg, blieben die blockierten Güter für den Norden immer unter 2%. Im Norden könnten UN-Sonderorganisationen mit kurdisch-irakischen Firmen Verträge abschließen und mit Bargeld bezahlen, ebenso konnten die Beamter der vereinten Nationen im Norden Geräte lokal einkaufen. Sanktionsbestimmungen verbieteten dies für Baghdad kontrollierten Teil des Landes.

Diese Infusion von Geld wie auch die Möglichkeit, frei über die Grenzen mit Syrien und dem Iran und besonders mit der Türkei Handel zu treiben, hat die kurdische Wirtschaft erheblich belebt. Dieser Umstand und die günstigeren klimatischen Bedingungen des kurdischen Nordens mit seiner Bergwelt haben hier soziale Fortschritte erlaubt, die wenig damit zu tun hatten, dass diese Provinzen nicht durch Baghdad verwaltet werden.


[FN 16] UNO-Resolution 688 [FN 17] UNO-Resolution 986, Öl für Nahrung

Laboreinrichtungen und Computer sind meist nicht vorhanden. Es werden 50 Millionen Schulbücher pro Jahr gebraucht, doch auf Grund von Ersatzteil- und Papiermangel ist die Staatsdruckerei außer Betrieb. [...] Lehrer und Professoren haben keine Gelegenheit , ihr Fachwissen zu erneuern. Grund für die desolate Lage im Bildungswesen sind hauptsächlich fehlende Gelder und Sanktionsbestimmungen, mit denen die Ausfuhr von Bildungsmaterial in den Irak verhindert wird. [...] 1987 waren laut UNESCO 80 Prozent der Bevölkerung lese- und schreibkundig – zehn Jahre zuvor waren es nur 52 Prozent gewesen. [...] 1995 war die Zahl der Lese- und Schreibkundigen wieder auf 58 Prozent abgesunken.

[...]

Sanktionen und das UN Mandat für den kurdischen Nordirak

1. Die Resolution 688 (1991) des UN-Sicherheitsrats beauftragte den Generalsekretär, sich für die Versorgung irakischer Minoritäten einzusetzen, besonders für die Kurden im nördlichen Irak. Resolution 986 (1995) gab den Vereinten Nationen ein Mandat für die direkte Durchführung des Programms "Öl für Nahrung" in den drei nördlichen Provinzen von Dohuk, Erbil und Suleimaniyah. Die kurdischen Provinzen werden bei der Implementierung des Programms gegenüber den von Bagdad kontrollierten Landesteilen deutlich privilegiert. Die Kurden, 13 Prozent der irakischen Gesamtbevölkerung, erhalten fast 20 Prozent der irakischen Ölgelder zugeteilt. Während der Wert der im Sanktionskomitee blockierten Güter für den von Bagdad verwalteten Teil des Irak seit Jahren kontinuierlich ansteigt, blieben die blockierten Güter für den Norden immer unter zwei Prozent. Im Norden können UN-Sonderorganisationen mit kurdisch-irakischen Firmen Verträge abschließen und mit Bargeld bezahlen, ebenso kann von den Vereinten Nationen im Norden Gerät lokal eingekauft werden. Sanktionsbestimmungen verbieten dies für den von Bagdad kontrollierten Teil des Landes. Diese Infusion von Geld wie auch die Möglichkeit, frei über die Grenzen mit Syrien und dem Iran und besonders der Türkei Handel zu treiben, hat die kurdische Wirtschaft erheblich belebt. Dieser Umstand und die günstigeren klimatischen Bedingungen des kurdischen Nordens mit seiner Bergwelt haben hier soziale Fortschritte erlaubt, die wenig damit zu tun haben, dass diese Provinzen nicht durch Bagdad verwaltet werden.

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 54-55. Aufgrund eines vermutlichen Abschreibfehlers (aus dem Anteil an der Gesamtbevölkerung von "13 Prozent" in der Vorlage wird "19%") ist in der untersuchten Arbeit nicht mehr ersichtlich, warum die betreffende Bevölkerungsgruppe bei einer Zuweisung von "20% der irakischen Ölgelder" "deutlich privilegiert" sei.

Sichter
(Marcusb) Graf Isolan Klicken

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