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Illness, Media, and Culture - Ein interkultureller Vergleich der Darstellung von Allergien in englischen und US-amerikanischen Lifestyle-Magazinen

von Dr. Andrea Schöndube

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Asc/Fragment 056 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-21 20:48:08 Graf Isolan
Asc, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Kottow 2004, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 56, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Kottow 2004
Seite(n): 48, 49, Zeilen: 48:26 - 49:18
[In welchem Diskurs und mit welchen Charakteristika behaftet, tauchen diese Krankheitsbil-]der auf? Inwiefern ist der medizinische Diskurs über diese Krankheiten mit ihrer literarischen Darstellung und Verarbeitung zu vergleichen?

Eine der wichtigsten Fragen, die auftauchen, wenn es um die theoretische Beschreibung des Verhältnisses von Krankheit und Literatur geht, gilt der Bezugnahme auf „empirische“ Krankheit und den Repräsentationen von Krankheit.3 Die erste theoretische Entscheidung, die getroffen werden muss, ist die Akzeptanz oder Ablehnung der Trennlinie zwischen Empirie und Repräsentation. Gibt es eine Realität, die den repräsentativen Vorstellungen von Realität vorausgeht, oder konstituiert sich „Realität“ nur über Repräsentationen?4 Diskursanalytische Ansätze, die sich an Foucault orientieren, sehen den Diskurs als eine im Ensemble der Sprachcluster mittransportierte Weltansicht, also die subjektunabhängige Verknüpfung von Elementen und Argumenten.5 Deshalb können Diskurse in diesem Kontext mit Repräsentation gleichgesetzt werden.6 Jegliche soziale Praxis fällt unter den Begriff des „Diskurses“: Dieser ist die einzige Möglichkeit, mit der und über die „Realität“ zu kommunizieren.

Eine andere Fragestellung setzt die verschiedenen Formen der Repräsentation von Krankheit in Beziehung.7 Ist ein literarisch gezeichnetes Bild von Krankheit etwas anderes als eine wissenschaftliche Konstruktion von Krankheit? In poststrukturalistischen Anschauungsweisen, denen der Begriff des „Textes“ zu Grunde liegt, sind kulturelle Diskurse und Praktiken als Zeichensysteme zu verstehen, die eine eigene Bedeutung aufweisen und eine Ebene der Bezugnahme zu anderen Kommunikationssystemen besitzen.8 Von innen her bildet ein spezifischer kultureller Diskurs ein System, dessen Elemente in diesem Modell aufeinander bezogen sind. Auf einer anderen Ebene kommuniziert dieses Zeichensystem mit anderen Modellen, die aus anderen Elementen zusammengesetzt sind. Unterschiedliche Zeichensysteme können in ihren differenten Funktionsweisen verglichen werden. Es handelt sich jeweils um Repräsentationssysteme, die zwar auf interner Ebene verschiede-[ne Regulierungsmechanismen aufweisen, deren Bezug zur „Realität“ jedoch durch ähnliche Entfremdungscharakteristika gekennzeichnet ist.9]


3 Kottow 2004, 48.

4 Ebd., 50.

5 www.utb-stuttgart.de/2791_Leseprobe.pdf – 05.04.2009, 228.

6 Kottow 2004, 48.

7 Ebd., 49.

8 Ebd.

Eine der zentralen Fragen, die auftauchen, wenn es um die Theoretisierung des Verhältnisses von Krankheit und Literatur geht, richtet sich auf die Bezugnahme auf ‚empirische’ Krankheit und Repräsentationen von Krankheit. Die erste theoretische Entscheidung, die hierbei fallen muss, ist die Akzeptanz oder Ablehnung der Trennungslinie zwischen Empirie und Repräsentation. Gibt es eine Realität, die den repräsentativen Vorstellungen von Realität vorausgeht oder konstituiert sich ‚Realität’ nur über Repräsentationen? Diskursanalytische Ansätze, die sich an Foucault anlehnen, negieren die Möglichkeit der Aussage über eine

[Seite 49]

außerhalb des Diskurses liegende Realität. Diskurs kann in diesem Kontext mit Repräsentation gleichgesetzt werden. Jegliche soziale Praxis fällt unter den Begriff des ‚Diskurses’: Dieser ist die einzige Möglichkeit, mit der und über die ‚Realität’ zu kommunizieren.

Eine andere Fragestellung stellt die verschiedenen Formen der Repräsentation von Krankheit in Beziehung. Ist ein literarisches Bild von Krankheit anders als eine wissenschaftliche Konstruktion von Krankheit? Lassen sich Funktionsweise und Operationsmechanismen unterschiedlicher Diskurse vergleichen? In poststrukturalistischen Anschauungsweisen, denen der Begriff des ‚Textes’ zu Grunde liegt, sind kulturelle Diskurse und Praktiken als Zeichensysteme zu verstehen, die eine immanente Dimension aufweisen und eine Ebene der Bezugnahme zu anderen Kommunikationssystemen besitzen. Intrinsisch bildet ein spezifischer kultureller Diskurs ein System, dessen Elemente in diesem Modell aufeinander bezogen sind. Auf einer anderen Ebene kommuniziert dieses Zeichensystem mit anderen Modellen, die aus anderen Baussteinen konstituiert werden. Unterschiedliche Zeichensysteme können in ihren differenten Funktionsweisen verglichen werden. Es handelt sich jeweils um Repräsentationssysteme, die zwar auf interner Ebene verschiedene Regulierungsmechanismen aufweisen, deren Bezug zur ‚Realität’ jedoch durch ähnliche Entfremdungscharakteristika markiert ist.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf Art und Umfang der Übernahmen.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20130921204841

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