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Illness, Media, and Culture - Ein interkultureller Vergleich der Darstellung von Allergien in englischen und US-amerikanischen Lifestyle-Magazinen

von Dr. Andrea Schöndube

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Asc/Fragment 057 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-12-07 17:12:37 Schumann
Asc, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Kottow 2004, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 57, Zeilen: 01-05, 11-28
Quelle: Kottow 2004
Seite(n): 49, 50, Zeilen: 49:15-28; 50:08-21
[Es handelt sich jeweils um Repräsentationssysteme, die zwar auf interner Ebene verschiede-]ne Regulierungsmechanismen aufweisen, deren Bezug zur „Realität“ jedoch durch ähnliche Entfremdungscharakteristika gekennzeichnet ist.9 Als Beispiel möge der Essay Illness as Metaphor („Krankheit als Metapher“) von Susan Sontag aus dem Jahre 1975 dienen. Er veranschaulicht die Beziehung von Krankheit und Literatur, von „realer“ und „ästhetischer“ Krankheit.

[...] Susan Sontag plädiert für eine ethisch begründete Abkehr von der „Krankheit als Metapher“, um den „realen“ Kranken als Ausgangs- und Endpunkt ihres Gedankengangs nehmen zu können.

Ausgangspunkt ihrer Analyse in ihrem Text „Krankheit als Metapher“ ist der Kranke selbst. Was geschieht mit dem Kranken, welches Leid wird dem kranken Menschen zugefügt, indem er und seine Krankheit in die Literatur und die ihr eigenen Strategien einbezogen werden? Die Amerikanerin versucht eher, der ‚kranken Realität‘ hinter den literarischen Texten gerecht zu werden, als eine Textwelt zu erhellen und ihre Repräsentationseigenheit herauszustellen.10 Ihre Textstrategie führt oft ohne Übergänge von literarischen Textbeispielen zu medizinischen Tatbeständen, um Differenzen hervorzuheben und die Literatur als eine Art Lüge zu entlarven. Das Verhältnis von Krankheit und Literatur gestaltet sich aus ihrer Sicht als eine ungerechte Behandlungsweise von Seiten der Ästhetik gegenüber der Realität, die sie als Ausgangspunkt wählt.

Strukturell geht Sontag so vor, dass sie Literatur als einen Diskurs über eine schon vorhandene und für sich existierende Realität betrachtet. Literarische Texte werden so zu kulturellen Zweitprodukten, die sich in erster Linie auf bestimmte Weise mit einem empirischen Erstprodukt – der Realität – auseinandersetzen.11


9 Kottow 2004, 49.

10 Sontag 1991, 27-28.

11 Ebd., 25.

Es handelt sich jeweils um Repräsentationssysteme, die zwar auf interner Ebene verschiedene Regulierungsmechanismen aufweisen, deren Bezug zur ‚Realität’ jedoch durch ähnliche Entfremdungscharakteristika markiert ist.

Im Folgenden werden drei Theoretiker und ihre jeweilige Herangehensweise an die Problematik der Beziehung von Krankheit und Literatur vorgestellt. Susan Sontag, Sander Gilman und Thomas Anz postulieren drei verschiedene Formen, die Beziehung von Krankheit und Literatur, von ‚realer’ und ‚ästhetischer’ Krankheit zu denken. In den Differenzen ihrer Anschauungen werden bestimmte Problematiken, die bei dem Theoretisieren über das Verhältnis von Krankheit und Literatur auftauchen, besonders deutlich und es werden jeweils unterschiedliche Wege eingeschlagen, um Lösungen auf theoretische Fragen zu geben.

Susan Sontag plädiert für eine ethisch bedingte Abkehr von der „Krankheit als Metapher“, um den ‚realen’ Kranken als Ausgangs- und Endpunkt ihres Gedankengangs zu nehmen.

[Seite 50]

Ausgangspunkt der Sontagschen Analyse in ihrem Text Krankheit als Metapher81 ist der Kranke selbst. Was geschieht mit dem Kranken, welches Leid wird dem kranken Menschen zugefügt, indem er und seine Krankheit in die Literatur und die ihr eigenen Strategien einbezogen werden? Die Amerikanerin versucht eher, der ‚kranken Realität‘ hinter den literarischen Texten gerecht zu werden als eine Textwelt zu erhellen und ihre Repräsentationseigenheit vorzuweisen. Ihre Textstrategie führt oft übergangslos von literarischen Textbeispielen zu medizinischen Tatbeständen, um klaffende Differenzen hervorzuheben und die Literatur als eine Art ‚Lüge‘ zu entlarven. Das Verhältnis von Krankheit und Literatur gestaltet sich aus ihrer Sicht als eine ungerechte Behandlungsweise von Seiten der Ästhetik gegenüber der Realität, die sie als Ausgangspunkt wählt.

Strukturell geht Sontag so vor, dass sie Literatur als einen Diskurs über eine schon vorhandene und für sich existierende Realität betrachtet. Literarische Texte werden so zu kulturellen Zweitprodukten, die sich in erster Linie auf bestimmte Weisen mit einem empirischen Erstprodukt - der Realität - auseinandersetzen.


81 Susan Sontag, Krankheit als Metapher, Frankfurt am Main: 1996. Eine ähnliche Argumentationslinie verfolgt Sontag in ihrem späteren und komplementären Essay Aids and its Metaphors, London: 1988.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf Art und Umfang der Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20131207171741

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