Fandom

VroniPlag Wiki

Asc/079

< Asc

31.268Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Share

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Illness, Media, and Culture - Ein interkultureller Vergleich der Darstellung von Allergien in englischen und US-amerikanischen Lifestyle-Magazinen

von Dr. Andrea Schöndube

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Asc/Fragment 079 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-28 12:53:54 Graf Isolan
Anz 1989, Asc, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 1-14
Quelle: Anz 1989
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[Die kulturellen] Konstrukte dessen, was normal und was abweichend ist, sind eng mit der Definition von Gesundheit und Krankheit verknüpft. Das normative Selbstverständnis moderner Kulturen ist von solchen Konstrukten und Definitionen in besonderem Maße geprägt.

”Bestimmte Verhaltensweisen oder Verhältnisse machen krank und sollten vermieden oder verändert werden”, so lautet das beschriebene Schema normativer Erklärungen. Die kulturellen Vorstellungen über Krankheitsursachen produzieren Tabus und Vermeidungsregeln, deren Missachtung zu Krankheiten führen können. Im professionellen Diskurs der Medizin betrifft dies die Ätiologie und ihre normativen Implikationen.60 Ebenso durchsetzt von normativen Ansprüchen wie die Vorstellungen über das, was krank macht, sind freilich die (aus ihnen oft abgeleiteten) Annahmen über das, was vor Krankheiten bewahrt, die Gesundheit erhält und Kranken zur Genesung verhilft, im medizinischen Diskurs also vor allem die Diätetik, Hygiene und Therapeutik.


60 www.literatutkritik.de/public/rezension.php?rez_id=7944.

'Bestimmte Verhaltensweisen oder Verhältnisse machen krank, sie sind also zu vermeiden oder zu verändern', so lautete das bisher beschriebene Schema normativer Argumentation. Die kulturellen Vorstellungen über Krankheitsursachen produzieren Tabus und Vermeidungsregeln, deren Missachtung, so wird gedroht, zu Krankheiten führen können. Im professionellen Diskurs der Medizin betrifft dies die Ätiologie, die Lehre von den Krankheitsursachen, und ihre normativen Implikationen. Ebenso durchsetzt von normativen Ansprüchen wie die Vorstellungen über das, was krank macht, sind freilich die (aus ihnen oft abgeleiteten) Annahmen über das, was vor Krankheiten bewahrt, die Gesundheit erhält und Kranken zur Genesung verhilft, im medizinischen Diskurs also vor allem die Diätetik, Hygiene und Therapeutik.
Anmerkungen

Der in Fn. 60 angegebenene Link führt(e) zwar zur Quelle, Art und Umfang der Übernahme bleiben aber ungekennzeichnet.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[2.] Asc/Fragment 079 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-21 17:39:53 Graf Isolan
Asc, Fragment, Gesichtet, Hülstrunk 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 15-29
Quelle: Hülstrunk 2000
Seite(n): 1 (Internet), Zeilen: 0
Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit der Neuen Innerlichkeit und dem

Psychoboom der 1970er Jahre. Das ästhetische Interesse an Krankheiten bezieht sich vor allem auf psychische und psychosomatische Krankheiten (Krebs, Depression), die als rätselhaft angesehen werden.

Krebs wurde als böse, hässliche Krankheit wahrgenommen, die verunstaltet, unnatürlich, wuchernd, erdrückend, ungeistig und unsinnlich ist. Er wird als Ausdruck unterdrückter Aggression gesehen, der die Vitalität, den Appetit und die Begierde tötet. Der Krebstod ist schmerzhaft, unästhetisch und elend. Krebs wird als eine gängige Metapher für eine korrupte und verdorbene Gesellschaft, Normabweichler und Oppositionelle gebraucht. In der Gesellschaft sehen sich – laut Sontag – Krebskranke als „loser“, als willensschwache Menschen.

Während Krebs von innen böse wuchert, sind Allergien das Fremde, der Feind, der von außen eindringt, eine unfassbare Krankheit, die alle Menschen unabhängig von Erbgut und Veranlagung treffen kann. Auch gesellschaftlich gesehen ist das Kranke häufig das Fremde, das Unverstandene. Daher werden Krankheitsur[sachen möglichst weit weggeschoben:]

Die Entwicklung steht in Zusammenhang mit der sog. Neuen Innerlichkeit und dem Psychoboom der 70er. Das ästhetische Interesse an Krankheiten bezieht sich vor allem auf psychische und psychosomatische Krankheiten (v.a. Schizophrenie, Depression, Krebs) als rätselhafte, kaum heilbare Krankheiten.

[...]

Krebs gilt als böse, häßliche Krankheit, aggressiv. verunstaltend verzerrt, unnatürlich, wuchernd, ausbreitend, erstickend, erdrückend, ungeistig, unsinnlich. (undurchschaubarer Körper) Ausdruck unterdrückter Aggressionen, tötet Vitalität, Appetit, Begierde. Der Krebstod ist zumeist schmerzhaft, unästhetisch, elend. Krebs ist eine gängige Metapher für eine korrupte, verdorbene Gesellschaft, aber auch für Normabweichler, Oppositionelle, die Stadt als sich ausbreitendes Krebstgeschwulst. Diktaturen gebrauchen die Krebsmetapher gerne.

[...]

Während Krebs von Innen böse wuchert, ist Aids das Fremde, der Feind der von Außen eindringt, eine Art Invasion von Aliens in den Körper. Auch gesellschaftlich gesehen, ist das Kranke häufig auch das Fremde, das Unverstandene. Daher werden Krankheitsursachen auch möglichst weit weg geschoben.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20130928125458

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki