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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Stemmann et al 2004
Seite(n): 1 (Internet), Zeilen: 0
[Es fällt auf, dass es Lebenssituationen gibt, in denen Allergien selten in Erscheinung treten, nämlich dann, wenn der Betroffene auf einem höheren Stressniveau] lebt37 z.B. bei Auslandsaufenthalten und im Krieg.38 Zum anderen ist es der Urlaub, in dem der Betroffene entspannt ist, so dass nennenswerte Stressanstiege und -abfälle, die für die Beschwerden verantwortlich sind, nicht stattfinden.

Es ist noch nicht geklärt, weshalb ein Mensch auf ein Allergen mit Asthma und ein anderer mit Neurodermitis reagiert. Der psychosomatische Ansatz bietet dafür die Erklärung, dass der Inhalt eines traumatisch empfunden Erlebnisses die Organwahl festlegt.39 Die moderne Zivilisation tut sich schwer mit dem Zulassen von Gefühlen und Stress, da eine weit verbreitete Meinung ist, dass das Leben überwiegend durch logische Überlegungen und rationale Entscheidungen bestimmt wird. Allerdings erlernt ein Neugeborenes erst das Sein und Fühlen, das logische Denken folgt später. Auch im täglichen Leben reagiert der Mensch in vielen Situationen unbewusst. Der Grund für dieses Verhalten ist die Dominanz von Stammhirn und Zwischenhirn40, in denen ein Großteil der Gefühle, die instinktiven Reaktionen gebildet sowie die körpereigenen Immun- und Abwehrmechanismen übergeordnet gesteuert und koordiniert werden.

Traumatische Erlebnisse beeinflussen das künftige Verhalten der Betroffenen.41 Mit Fortbestehen der allergischen Krankheit wird die Situation, die Symptome hervorruft, immer unspezifischer. Sogar Stress, der durch Freude produziert wird, kann Symptome provozieren. Ein Betroffener, der nach dem geschilderten Vorgang eine Allergie erwirbt, ist an der Erkrankung ebenso wenig schuld wie seine Umgebung, da das gesunde Gehirn nicht die Chance hatte, das Trauma, welches ihn vorwiegend auf der unbewussten Ebene trifft, zu verhindern. Hinzu kommt noch erschwerend, dass der Betroffene nicht weiß, was geschehen ist, denn die Symptome [treten erst zu einem Zeitpunkt auf, an dem das Stressereignis vorüber ist.42]


37 Derartige Situationen ahmt der Kranke gewissermaßen nach, wenn er sich durch regelmäßige tägliche Einnahme von Medikamenten wie z.B. Kortison medikamentös chronisch unter Stress setzt.

38 In den untersuchten Zeitraum fallen sowohl die Kriege in Afghanistan als auch im Irak. Die Rückwirkungen dieser Kriege auf die Allergien werden erst in den kommenden Jahren statistisch erfasst werden können.

39 Stemmann et al. 2004, 12.

40 Ebd.

41 Ebd. Bei an Neurodermitis erkrankten Kindern konnte statistisch bestätigt werden, dass ihre Allergie überdurchschnittlich oft durch Trennungstraumata (Kaiserschnitt, Trennung der Eltern, Umzug in eine neue Umgebung, Abgabe des Säuglings an die Großeltern) hervorgerufen wird.

[42 Stemmann et al. 2004, 12.]

Das sind zum einen Auslandsaufenthalt, Krieg, falls der Betroffene dadurch auf einem höheren Stressniveau lebt. Eine derartige Situation ahmt der Kranke gewissermaßen nach, wenn er sich durch regelmäßige tägliche Einnahme von Sympathomimetikum, Kortison medikamentös chronisch unter Stress setzt. Zum anderen ist es der Urlaub, in dem der Betroffene derartig entspannt ist, dass nennenswerte Stressanstiege und -abfälle (sie sind für die Beschwerden verantwortlich) nicht stattfinden.

Unklar ist, weshalb der eine Mensch auf ein Allergen mit Asthma, ein anderer mit Neurodermitis oder einer anderen Organmanifestation reagiert. Auch hier liefert die Psychosomatik eine Erklärungsmöglichkeit:

[...]

Die moderne Gesellschaft tut sich schwer mit Gefühl und Stress. Wieso soll ein Säugling schon Stress, geschweige denn Gefühle haben? Es geht ihm doch gut. Nach Ansicht der Gesellschaft wird das heutige Leben überwiegend durch logische Überlegungen und rationale Entscheidungen bestimmt, nach dem Leitsatz: ich denke, also bin ich. Wenn der Mensch auf die Welt kommt, gibt es erst das Sein und Fühlen, das logische Denken erlernt er erst später. Der Leitsatz lautet besser: ich fühle und deshalb denke ich und also bin ich. Der Mensch reagiert noch so wie seine Vorfahren in der Steinzeit, vorwiegend unbewusst. Der Grund für dieses Verhalten, das ca. 80 % seines täglichen Lebens ausmacht, ist die Dominanz von Stammhirn und Zwischenhirn (Hypothalamus, Amygdala), in denen ein Großteil der Gefühle, die instinktiven Reaktionen gebildet und die körpereigenen Immun-, Abwehrmechanismen übergeordnet gesteuert und koordiniert werden.

[...]

Mit Fortbestehen der allergischen Krankheit wird die Situation, die Symptome hervorruft, immer unspezifischer. Hinterher genügt sogar Stress, der durch Freude ausgelöst wird, um Symptome zu provozieren (Beispiel: Kindergeburtstag).

Der Betroffene, der nach dem geschilderten Vorgang eine Allergie erwirbt, trägt daran ebensowenig Schuld wie seine Eltern. Sein gesundes Gehirn hatte nicht den Hauch einer Chance, das Trauma, das ihn vorwiegend auf der unbewussten Ebene trifft, zu verhindern. Erschwerend kommt hinzu, dass der Betroffene nicht weiß, was geschehen ist, denn seine Symptome treten erst zu einem Zeitpunkt auf, an dem das Stresserlebnis längst vorüber ist und deshalb gelten traumatische Erlebnisse nicht als Ursache der Allergien.

Anmerkungen

Die Quelle ist zwar mehrfach nachgewiesen, Art und Umfang der Übernahme bleiben jedoch ungekennzeichnet.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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