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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 01 ff. (komplett)
Quelle: Lehmann 2003
Seite(n): 31, Zeilen: 03-28
[Besonders die Berichterstattung über Krankheiten,] Epidemien und deren mögliche Gefahren fordert die Medien auf, verantwortungsbewusst mit diesen Themen umzugehen trotz oft unzureichender Hintergrundinformationen und divergierender politischer Ziele. Welche Informationen sollten der Öffentlichkeit mitgeteilt werden? Wie genau sollten Daten wissenschaftlich belegt sein, bevor über sie öffentlich berichtet wird und sie zur Beweisführung genutzt werden? Bei unterschiedlichen wissenschaftlichen Interpretationen – wem soll man vertrauen? Fragen, die heftige Debatten auslösen und von ökonomischen Interessen genauso wie politischem Glauben beeinflusst werden.

Die Berichterstattung in den Medien ist eine Art Entertainment.9. Ziel der Medien ist es, Sensationen oder dramatische Begebenheiten zu erfassen und sie publik zu machen („sex sells”). Unfälle, Tragödien sind von großem Interesse ganz besonders dann, wenn sie private Dramen enthalten und menschliches Mitgefühl erregen10, genauso wie neueste Forschungsergebnisse auf dem Gebiet gefürchteter Krankheiten (zum Beispiel die Entwicklung von Impfstoffen gegen Allergien). Über Kontroversen (zum Beispiel bezüglich der richtigen Behandlungsmethoden) wird ebenfalls ausgiebig berichtet. Weniger von Interesse sind chronische Probleme oder solche, die als Routine angesehen werden.11

Eine von Fritz Muthny und Michael Bechtel 1985 durchgeführte Studie untersuchte den Stellenwert chronischer Erkrankungen in der Medizinberichterstattung. Sie zeigte, dass vor allem Krebs, koronare Herzerkrankungen, und AIDS ein Thema sind. In der jüngsten Zeit nahm die Berichterstattung in den Medien über Allergien signifikant zu. Eine ebenfalls recht häufige chronische Erkrankung, die Multiple Sklerose, war hingegen stark unterrepräsentiert, da sie möglicherweise „...journalistisch weniger ergiebig ist im Vergleich zu den besser bekannten und mit drastischeren Assoziationen versehenen Erkrankungen Krebs, Koronare Herzerkrankung und AIDS.“ Insgesamt nahm der Aspekt der Lebensbedrohlichkeit den höchsten Stellenwert ein.12


9 Nelkin 1991, 293: 295.

10 Sandman, Peter und Paden, Mary, At three mile island. Columbia Journalism Review, 18 1979, 43–58, 43: 43-58.

11 Nelkin 1991, 293: 295.

12 Muthny, Fritz A. und Bechtel, Michaela, Chronische körperliche Erkrankungen in der Sicht der Medien. Eine Inhaltsanalyse der Medizinberichterstattung in Publikumszeitschriften unter besonderer Berücksichtigung psychosozialer Aspekte. Medizin Mensch Gesellschaft, 13.1 1988, 188–189, 188: 188-189.

Besonders die Berichterstattung über Krankheiten, Epidemien und deren möglichen Gefahren fordert die Medien heraus, verantwortlich mit diesen Themen umzugehen, trotz oft unzureichender Hintergrundinformationen und divergierender politischer Ziele. Welche Informationen sollten der Öffentlichkeit mitgeteilt werden? Wie genau sollten Daten wissenschaftlich belegt sein, bevor über sie öffentlich berichtet wird und sie zur Beweisführung genutzt werden. Bei unterschiedlichen wissenschaftlichen Interpretationen - wem soll man vertrauen? Fragen, die heftige Debatten auslösen und von ökonomischen Interessen genauso wie politischem Glauben beeinflußt werden.

Die Berichterstattung in den Medien ist eine Art Entertainment. (Nelkin 1991:295) Ziel der Medien ist es, Sensationen oder dramatische Begebenheiten zu erfassen und darüber Bericht zu erstatten. Unfälle, Tragödien sind von großem Interesse ganz besonders dann, wenn sie private Dramen enthalten und menschliches Mitgefühl erregen (Sandman 1979:44), genauso wie neueste Forschungsergebnisse auf dem Gebiet gefürchteter Krankheiten (zum Beispiel die Heilung von Krebs oder mögliche AIDSTherapien). Über Kontroversen (zum Beispiel bezüglich Grippeimpfstoffe) wird ebenfalls ausgiebig berichtet. Weniger von Interesse sind chronische, andauernde Probleme oder solche, die als Routine angesehen werden. (Nelkin 1991:295)

Eine von Fritz Muthny und Michael Bechtel 1985 durchgeführte Studie untersuchte den Stellenwert chronischer Erkrankungen in der Medizinberichterstattung. Sie zeigte, daß vor allem Krebs, koronare Herzerkrankung und AIDS ein Thema sind. Eine ebenfalls recht häufige, chronische Erkrankung, die Multiple Sklerose, war hingegen stark unterrepräsentiert, da sie möglicherweise „...journalistisch weniger ergiebig ist, im Vergleich zu den besser bekannten und mit drastischeren Assoziationen versehenen Erkrankungen Krebs, Koronare Herzerkrankung und AIDS.“ Insgesamt nahm in der Berichterstattung der Aspekt der Lebensbedrohlichkeit den höchsten Stellenwert ein. (1988:188)


Nelkin, Dorothy: AIDS and the News media. Milb Quart 69/2(1991) 293-307.

Sandman, P und M. Paden: At three mile island. Columbia Journalism Review 18(1979) 43-58.

Muthny, F.A. & Bechtel, M: Chronische körperliche Erkrankungen in der Sicht der Medien. Eine Inhaltsanalyse der Medizinberichterstattung in Publikumszeitschriften unter besonderer Berücksichtigung psychosozialer Aspekte. Medizin, Mensch, Gesellschaft 13 (1988) 188-189.

Anmerkungen

Kein Hinweise auf eine Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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