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Strategische Steuerung von Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung im Fallpauschalen-Vergütungssystem der Diagnose Related Groups (DRG)

von Dr. Andreas Schubert

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ast/Fragment 034 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-01-31 07:39:08 Klgn
Ast, Augurzky et al 2008, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 1ff (ganze Seite)
Quelle: Augurzky et al 2008
Seite(n): 16-17, Zeilen: S. 16: 23ff, S. 17: 3ff
[Die] Ertragslage der Krankenhäuser hat sich zwischen 2003 und 2005 verbessert. Die Umsatzrendite des repräsentativen Krankenhauses erhöhte sich in dieser Zeit von 0,5 % auf 1,9 %. Ohne betriebliche oder politische Gegenmaßnahmen dürfte sich die Situation in den kommenden Jahren aber erheblich verschlechtern. Der Anteil der Häuser im roten Bereich könnte bis 2020 auf fast 50 % steigen. Eine Marktbereinigung, die 20 % der Krankenhäuser beträfe, würde langfristig die Lage der verbliebenen 80 % aber verbessern. Die günstige Ausgangslage des Jahres 2006 wurde dennoch nicht wieder erreicht.

Mit dem Auslaufen des Sanierungsbeitrags Ende 2008 und einer Vergütungsanpassung 2009 von 2,4 % wird sich die Lage etwas verbessern, aber ebenfalls nicht die Situation des Jahres 2006 wieder erreicht werden.

Vor diesem Hintergrund muss damit gerechnet werden, dass die kommunalen Häuser verstärkt privatisiert werden, weil nicht nur die Defizite kommunaler Krankenhäuser zunehmen, sondern womöglich auch die Steuereinnahmen der Kommunen in den kommenden Jahren konjunkturell bedingt rückläufig sein könnten.

3.1.5 Zusammenhang von Qualität und Wirtschaftlichkeit

Innerhalb der ADMED-Studie wurde erstmalig der Zusammenhang zwischen Wirtschaftlichkeit und Qualität durch die Verknüpfung von veröffentlichten Qualitätsdaten der BQS mit den Jahresabschlussdaten untersucht. Der Anteil an Häusern mit festgestellten qualitativen Auffälligkeiten liegt je nach Indikator meist unter 0,5 %, nur selten über 1-2 %. Krankenhäuser mit qualitativen Auffälligkeiten weisen tendenziell ein schlechteres Rating auf. Der Unterschied ist statistisch nicht signifikant. Es lässt sich aber festhalten, dass eine höhere Wirtschaftlichkeit nicht zu Lasten der Qualität geht, sondern umgekehrt möglicherweise sogar mit höherer Qualität in Verbindung gebracht werden kann.

3.1.6 Maßnahmen

Außer Frage steht, dass Krankenhäuser zur Reduktion der aktuellen Finanzierungslücken gezielt betriebliche Gegenmaßnahmen ergreifen müssen. Angesichts der Anstrengungen zur Erhöhung der Produktivität in den vergangenen Jahren dürfte das Heben weiterer Effizienzreserven aber zunehmend schwer fallen. Es ist daher davon auszugehen, dass eine Marktbereinigung stattfinden wird, der einige Häuser zum Opfer fallen werden. Sollten die wirtschaftlich schwächsten Krankenhäuser ausscheiden, verbessert sich dadurch jedoch die wirtschaftliche Lage der verbleibenden, ohne dass betriebliche Maßnahmen durchgeführt werden müssten. Schließlich muss die Politik vor dem Hintergrund hoher Tariflohnsteigerungen die Art der Vergütungsanpassung nach der Grundlohnsumme hinterfragen, die [Sektorengrenze zwischen ambulanter und stationärer Versorgung weiter abbauen und sich zur Steigerung der Zahl der Beitragszahler in die sozialen Sicherungssysteme mit dem Heben von „gesellschaftlichen Effizienzreserven“ auseinandersetzen.].

Die Ertragslage der Krankenhäuser hat sich zwischen 2003 und 2005 verbessert. Die Umsatzrendite des repräsentativen Krankenhauses erhöhte sich in dieser Zeit von 0,5% auf 1,9%. Ohne betriebliche oder politische Gegenmaßnahmen dürfte sich die Situation in den kommenden Jahren aber erheblich verschlechtern. Der Anteil der Häuser im roten Bereich könnte bis 2020 auf fast 50% steigen. Eine Marktbereinigung, die 20% der Krankenhäuser betrifft, würde langfristig die Lage der verbliebenen 80% aber verbessern. Die günstige Ausgangslage des Jahres 2006 würde dennoch nicht wieder erreicht. Mit dem Auslaufen des Sanierungsbeitrags Ende 2008 und einer Vergütungsanpassung 2009 von 2,4% würde sich die Lage etwas verbessern, aber ebenfalls nicht die Situation des Jahres 2006 wieder erreicht werden.

Vor diesem Hintergrund muss damit gerechnet werden, dass die Privatisierungswelle bald wieder an Fahrt gewinnen wird, weil nicht nur die Defizite kommunaler Krankenhäuser zunehmen, sondern womöglich auch die Steuereinnahmen der Kommunen in den kommenden Jahren konjunkturell bedingt wieder rückläufig sein könnten.

[Seite 17]

Zusätzlich untersucht der Report erstmalig den Zusammenhang zwischen Wirtschaftlichkeit und Qualität durch die Verknüpfung von veröffentlichten Qualitätsdaten der BQS mit den Jahresabschlussdaten. Der Anteil an Häusern mit festgestellten qualitativen Auffälligkeiten liegt je nach Indikator meist unter 0,5%, nur selten über 1 bis 2%. Krankenhäuser mit qualitativen Auffälligkeiten weisen tendenziell ein schlechteres Rating auf. Der Unterschied ist statistisch nicht signifikant. Es lässt sich aber festhalten, dass eine höhere Wirtschaftlichkeit nicht zu Lasten der Qualität geht, sondern umgekehrt möglicherweise sogar mit höherer Qualität in Verbindung gebracht werden kann.

Maßnahmen

Außer Frage steht, dass Krankenhäuser zur Reduktion der aktuellen Finanzierungslücken gezielt betriebliche Gegenmaßnahmen ergreifen müssen. Angesichts der Anstrengungen zur Erhöhung der Produktivität in den vergangenen Jahren dürfte das Heben weiterer Effizienzreserven aber zunehmend schwer fallen. Es ist daher davon auszugehen, dass eine Marktbereinigung stattfinden wird, der einige Häuser zum Opfer fallen werden. Sollten die wirtschaftlich schwächsten Krankenhäuser ausscheiden, verbessert sich dadurch jedoch die wirtschaftliche Lage der verbleibenden, ohne dass betriebliche Maßnahmen durchgeführt werden müssten. Schließlich muss die Politik vor dem Hintergrund hoher Tariflohnsteigerungen die Art der Vergütungsanpassung nach der Grundlohnsumme hinterfragen, die Sektorengrenze zwischen ambulanter und stationärer Versorgung weiter abbauen und zur Steigerung der Zahl der Beitragszahler in die sozialen Sicherungssysteme sich mit dem Heben von „gesellschaftlichen Effizienzreserven“ auseinandersetzen.

Anmerkungen

Mit "ADMED-Studie" ist möglicherweise die Quelle gemeint: siehe Fragment 030 19.

Sichter
(PlagProf:-), Hindemith


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20160130171031

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