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Ast/Fragment 010 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dimpfelmoser
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 010, Zeilen: 01-21, 101-110
Quelle: Brüggemann 2005
Seite(n): 011, 012, Zeilen: 11: 03-21, 102-111;, 12: 01-04, 101
2.1.3 Sachleistungsprinzip

Die Nachfrage nach den Leistungen der GKV erfolgen grundsätzlich nach dem Sachleistungsprinzip24. Die Versicherten erhalten für ihre Beitragszahlungen einen Leistungsanspruch in Form der Krankenversicherungskarte. Gegen Vorlage dieser Karte können die Versicherten im Bedarfsfall als Patienten medizinische Leistungen beziehen. Die Leistungserbringer im stationären und ambulanten Sektor oder deren Vertreter (im ambulanten Sektor die kassenärztliche Vereinigung) rechnen direkt mit den Krankenkassen ab. Die Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen ist damit für die Versicherten unabhängig von Kostenüberlegungen25. Ausnahmen bilden Zuzahlungen wie z. B. für Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln, für Zahnersatz oder Krankenhausaufenthalt26. In der Regel stehen den Versicherten die Leistungen der GKV aber als scheinbar freie Güter zur Verfügung, die uneingeschränkt und kostenlos in Anspruch genommen werden können. Mit der Einführung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes haben erstmals alle Versicherten die Wahl zwischen der Inanspruchnahme der Leistungen nach dem Sachleistungs- oder nach dem Kostenerstattungsprinzip27. Im Rahmen des bei privaten Krankenversicherungen üblichen Kostenerstattungsprinzips rechnet der Versicherte direkt mit dem Erbringer der in Anspruch genommenen Leistungen ab. Die Behandlungskosten werden dem Versicherten nach Einreichung der Rechnung durch die Krankenversicherung erstattet. Der Gesetzgeber erhofft sich mit dieser Regelung die Kostentransparenz für medizinische Leistungen bei den Patienten zu erhöhen und dadurch mittel- bis langfristig Kosteneinsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung zu erwirken28.


24 Die mit dem 2. GKV Verordnungsgesetz für alle Versicherten eingeführte Wahlfreiheit zwischen dem Bezug von Sachleistungen und der Kostenerstattung wurde mit dem GKV Solidaritätsstärkungsgesetz auf freiwillig gesetzlich Versicherte beschränkt. Vgl. hierzu 2 GKV-NOG Artikel 1 Abs. 1 und GKV-SolG Artikel 1 Abs. 1.

25 Vgl. Oberender. A (1996). S. 96 f.

26 Vgl. Hierzu u. a Meyer (2007), S. 61. Als weitere Ausnahme ist die mit den Modernisierungsgesetzen eingeführte Wahlmöglichkeit bei den Versicherungskonditionen anzuführen. Danach haben die Krankenkassen heute das Recht, ihren Mitgliedern z.B. Tarife mit Beitragsrückgewähr oder Selbstbehalten anzubieten. Vgl. hierzu Artikel 1 Abs. 35 GMG, sowie §§ 53-54 SGB V.

27 Vgl. hierzu Artikel 1 Abs. 4 GMG sowie § 13 SGB V.

28 Vgl. hierzu Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung (2003), S. 168.

- Sachleistungsprinzip

Die Nachfrage nach den Leistungen der GKV erfolgen grundsätzlich nach dem Sachleistungsprinzip27. Die Versicherten erhalten für ihre Beitragszahlungen einen Leistungsanspruch in Form der Krankenversicherungskarte. Gegen Vorlage dieser Karte können die Versicherten im Bedarfsfall als Patienten medizinische Leistungen beziehen. Die Leistungserbringer im stationären und ambulanten Sektor oder deren Vertreter (im ambulanten Sektor die Kassenärztliche Vereinigung) rechnen direkt mit den Krankenkassen ab. Die Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen ist damit für den Versicherten unabhängig von Kostenüberlegungen28. Ausnahmen bilden Zuzahlungen wie z.B. für Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln, für den Zahnersatz oder für Krankenhausaufenthalte29. In der Regel stehen den Versicherten die Leistungen der GKV aber scheinbar freie Güter zur Verfügung, die uneingeschränkt und kostenlos Anspruch genommen werden können.

Mit der Einführung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes haben erstmals alle Versicherten die Wahl zwischen der Inanspruchnahme der Leistungen nach dem Sachleistungs- oder nach dem Kostenerstattungsprinzip30. Im Rahmen des bei privaten Krankenversicherungen üblichen Kostenerstattungsprinzips rechnet der Versicherte direkt mit dem Erbringer der in Anspruch genommenen Leistungen ab. Die Behandlungskosten werden dem Versicherten nach Einreichung der Rechnung durch die Krankenversicherung

[Seite 12]

erstattet. Der Gesetzgeber erhofft sich mit dieser Regelung die Kostentransparenz für medizinische Leistungen bei den Patienten zu erhöhen und dadurch mittel- bis langfristig Kosteneinsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung zu erwirken31.


27 Die mit dem 2. GKV-Neuordnungsgesetz für alle Versicherten eingeführte Wahlfreiheit zwischen dem Bezug von Sachleistungen und der Kostenerstattung wurde mit dem GKV-. Solidaritätsstärkungsgesetz auf freiwillig gesetzlich Versicherte beschränkt. Vgl. hierzu 2. GKV-NOG Artikel 1 Abs.1 und GKV-SolG Artikel 1 Abs.1.

28 Vgl. hierzu und zu folgendem Oberender, A. (1996), S. 96 f.

29 Vgl. hierzu Meyer (1993), S. 61. Als weitere Ausnahme ist die mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz eingeführte Wahlmöglichkeit bei Versicherungskonditionen anzuführen. Danach haben Krankenkassen heute das Recht, freiwilligen Mitgliedern z.B. Tarife mit Beitragsrückgewähr oder Selbstbehalten anzubieten. Vgl. hierzu Artikel 1 Abs. 35 GMG sowie §§ 53-54 SGB V.

30 Vgl. hierzu Artikel 1 Abs. 4 GMG sowie § 13 SGB V.

31 Vgl. hierzu Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung (2003), S. 168.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Dimpfelmoser) Schumann

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