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Bds/Herausragende Fundstellen

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Diskussion6
  • Seite 17: Schon auf der ersten Seite der Einleitung finden sich nicht ausgewiesene Übernahmen aus vier Quellen. Auf drei der vier Autoren wird dann auch im weiteren Verlauf der Dissertation ausgiebig zurückgegriffen, meist ohne Kenntlichmachung.
  • Seite 27: Diese Seite wird komplett inklusive Zitaten und Fußnote aus zwei Quellen zusammengestückelt.
  • Seite 43, Seite 44: Wörtliche Übernahmen mit leichten Anpassungen aus einem Projektzwischenbericht von 1999, der als PDF-Dokument auf Servern des Forschungszentrums Karlsruhe bereitgestellt wird. Auf den Bericht selbst wird in der Dissertation nicht verwiesen. Dieses Plagiat beginnt auf Seite 43 (7 Zeilen) und setzt sich fast über die gesamte Seite 44 fort.
  • Seite 54: Bis auf einen kurzen Füllsatz wird die Seite vollständig ohne hinreichende Kenntlichmachung aus drei Quellen kompiliert.
  • Seite 60, Seite 61, Seite 62, Seite 63 und Seite 64:
    Die „wissenschaftliche“ Arbeitsweise auf den Seiten 60-64 ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert:
    1. Lange Passagen aus einer Image-Broschüre der PVC-Industrie aus 2005 sind ohne Kennzeichnung wörtlich übernommen.
    2. Keine der Quellen für die in der Dissertation auf den Seiten 60-64 angegebenen 2006er Statistikdaten – weder die vermutlich durchgängig benutzte Quelle (PVCplus 2005) noch die angegebenen Quellen (PVCplus 2005, AgPU 2006a, PlasticsEurope 2006) – enthält tatsächlich derartige Daten für das Jahr 2006. S.a. Tabelle.
    3. Die in diesen Quellen angegebenen, unterschiedlichsten statistischen Daten beziehen sich vielmehr auf die Jahre 2002-2005. Sie wurden unisono in das Jahr 2006 verlegt. Das suggeriert Aktualität – auch wenn Zahlen nicht stimmen; statt 202 Mio t wurden 2006 lt. PlasticsEurope 2008 weltweit beispielsweise 245 Mio t Kunststoff produziert.
    4. Die derzeit nicht vorliegende Quelle PlasticsEurope 2006 kann keine der angegebenen Daten für das Kalenderjahr 2006 enthalten, da diese frühestens 2007 aggregiert und veröffentlicht hätten werden können. Tatsächlich hat PlasticsEurope die Marktdaten für 2006 im Jahr 2008 veröffentlicht.
    5. Der laxe Umgang mit Quellen und Zahlen zeigt sich auf allen fünf Seiten: Prozentangaben aus Tabellen und Kuchendiagrammen werden unpassenderweise als – zudem ungenügend beschriftete – Balkendiagramme visualisiert, teils mit fehlerhaften Angaben wie Polyurethan 5% statt 5,5% (S. 60); fehlerhafte Übernahme und Nicht-Referenzierung der Deutschlandzahlen (S. 62); falsche Seitenzahlangaben, wenn die tatsächliche Quelle einmal genannt ist (S. 62 und 63); ansonsten durchgehend Verweise auf „Quellen“, die diese Angaben nicht enthalten.
  • Seite 70: Eine Collage von Textabschnitten, die von verschiedenen Stellen einer Quelle fast wörtlich übernommen werden: ein gutes Beispiel dafür, wie das Ausmaß der Übernahmen vollkommen verschleiert wird, obwohl die Quelle im Text genannt wird.
  • Seite 159, Seite 163, Seite 171, Seite 172 und Seite 176: Übereinstimmungen mit Textstellen aus drei Image-Publikationen der PVC-Wirtschaft, einer Veröffentlichung des „Institut für industrielle Ökologie“ und einem Kongressbeitrag; interessant ist hierbei, dass diese in der Dissertation innerhalb gekennzeichneter Zitate der anonymen Interviewpartner „Nr. 8“, „Nr. 9“, „Nr. 3“ und „Nr. 1“ zu finden sind. Da dem Verfasser laut Literaturverzeichnis zudem vier dieser Titel bekannt waren, ist es schwer verständlich, wie es seiner Aufmerksamkeit entgehen konnte, dass etliche mündliche Äußerungen seiner Interviewpartner frappierende Ähnlichkeit mit Passagen daraus aufweisen bzw. warum er sie verwendet hat, obwohl dadurch einem sehr unschönen Verdacht Raum gegeben wird. Im ersten Fall stimmen sogar zwei Äußerungen verschiedener Interviewpartner beinahe wörtlich mit zwei aufeinanderfolgenden Sätzen aus derselben Broschüre überein.
  • Seite 186: Ein Absatz, in dem Befragungsdaten aus dem empirischen Teil der Dissertation zusammengefasst werden, ist augenscheinlich aus einer wissenschaftlichen Abhandlung übernommen, die mehr als 10 Jahre zuvor veröffentlicht wurde.
  • Das – vorsichtig ausgedrückt – eher moderate Interesse des Verfassers an seinem Untersuchungsthema wird dadurch deutlich, dass sogar das Vorwort zu der Arbeit bis auf wenige Sätze aus dem Vorwort der 2002 erschienenen Dissertation von Sonja Endlweber zusammengestellt wird. Lediglich der Name eines Betreuers und die der engsten Bezugspersonen werden ersetzt. (Das Vorwort ist gleichwohl nicht Teil der Plagiatsdokumentation im engeren Sinne.)


Illustration

Folgende Grafik illustriert das Ausmaß und die Verteilung der dokumentierten Fundstellen. Die Farben bezeichnen den diagnostizierten Plagiatstyp:
(grau=Komplettplagiat, rot=Verschleierung, gelb=Bauernopfer)

Bds col.png

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