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Debattenbeitrag: Düsseldorfer Erziehungswissenschaftler Hartmut Steuber zur Causa Schavan

KayH 13. Februar 2013 Benutzer Blog:KayH

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Einen lesenswerten Gastbeitrag bietet heute Hartmut Steuber, Düsseldorfer Erziehungswissenschaftler i. R., auf Spiegel Online: [1]. Er schlägt in diesem ein differenzierteres Bewertungsmodell für den Umgang mit Plagiatsvorwürfen vor:

Stufe 1: Mindere handwerkliche Mängel (Flüchtigkeitsfehler): Falls sie bereits bei der Abgabe entdeckt werden, Rückgabe zur Korrektur oder Herabstufung der Note; keine Konsequenzen bei späterer Entdeckung.
Stufe 2: Größere handwerkliche Mängel, wie meines Erachtens bei Schavan: Rückgabe zur Neubearbeitung oder Ablehnung des Promotionswunsches direkt nach Einreichung der Arbeit; falls diese Mängel erst später - gegebenenfalls auch Jahrzehnte später - entdeckt werden, Verpflichtung des Verfassers, die Mängel in einer digitalen Zusatzpublikation zu beseitigen, die auf einem zentralen Server unter dem gleichen Namen und Titel wie die Dissertation mit dem Zusatz "Korrekturen vom [Datum]" öffentlich bereitgestellt wird. Keine Aberkennung des Titels, wenn die Auflage erfüllt wird.
Stufe 3: Betrugsfälle oder unkorrigierbare handwerkliche Fehler (wie bei Guttenberg): Aberkennung des Titels.

Gleichzeitig weist er jedoch darauf hin, daß die Abgrenzung zwischen diesen Stufen uns wiederum vor neue Bewertungsprobleme stellt. Ich bin noch unsicher, ob diese Differenzierung wirklich tragfähig ist. Aber immerhin zeigt sie einen Weg jenseits von "Kopf-ab, Kopf-dran", den ich begrüßenswert finde.

Update: Hartmut Steuber ist übrigens einer der Herausgeber der Düsseldorfer Materialien zum Studium der Erziehungswissenschaft 1, das im Verfahren gegen Annette Schavan eine nicht unwichtige Rolle spielte.[2] Er ist einer der Mitentwickler der Literaturverwaltungssoftware Citavi, auf deren Webseiten sich dankenswerterweise auch ein Scan dieser Materialien findet: [3].

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