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Cad/Befunde

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BefundeBearbeiten

  • Es gibt in der untersuchten Dissertation so großflächige Übernahmen aus der drei Jahre zuvor an der gleichen Universität angefertigten Dissertation Hauer (2003), dass eine kleinteilige Fragmentierung zur Dokumentation der Textparallelen zunächst nicht effizient erschien, aber gleichwohl – für einen großen Teil der betroffenen Seiten – vorgenommen wurde. (Auf eine fragmentierende Aufbereitung wurde bei einigen Unterkapiteln des Teils 3 verzichtet, weshalb in der "Barcode"-Visualisierung lediglich ca. 54 % betroffene Seiten ausgewiesen werden.)
  • Um sich einen schnellen Überblick zu verschaffen kann man das Online-Textvergleichswerkzeug des Wikis verwenden:
    • Man nehme die Dissertation (Download) und kopiere den gesamten Text in das rechte Fenster des Textvergleichtools.
    • Dann nehme man die Quelle (Download), kopiere deren gesamten Text in das linke Fenster des Textvergleichtools, und drücke auf den "Text vergleichen!"-Knopf.
    • Unter den Fenstern erscheinen nun die Texte, die verglichen werden, wobei Textparallelen farbig unterlegt sind.
  • Es gibt sehr weitläufige Übernahmen:
  • Die Kapitel 1.1 und 1.2 (Seiten 5-14) sind bis auf marginale Anpassungen wörtlich aus der Quelle übernommen.
  • Genauso sind die Kapitel 2.1, 2.2, 2.3, 2.41, 2.4.2 und 2.4.3 (Seiten 18-27) nahezu eins-zu-eins übernommen.
  • Weiter geht es im gleichen Stil mit den Kapiteln 2.5.1, 2.5.2 und 2.5.3 (Seiten 30-31, 33) und mit geringfügig substantielleren Anpassungen auch Kapitel 2.6 (Seiten 34-36).
  • Im Kapitel 3 (Ergebnisse) wandelt sich der Übernahmestil und zumeist werden nur der Text und die Organisation der Ergebnisse übernommen, die Ergebnisse selbst aber abgeändert. In diesem Stil sind die Kapitel 3.1, 3.2 und 3.3. übernommen (Seiten 37-54).
  • Im Rest des Kapitels 3, im Kapitel 4 (Diskussion) und Kapitel 5 (Zusammenfassung) werden dann vereinzelte Textblöcke wörtlich übernommen (auf den Seiten: 55, 63, 65, 68 und 70).
  • Im Literaturverzeichnis sind die Einträge 1-93 und 95 mit der Quelle komplett identisch bis ins kleinste Detail der Formatierung.
  • Der Autor hat im Wesentlichen die Messreihen von Hauer (2003) mit anderen Probanden wiederholt und um einige zusätzliche Messungen erweitert. Die untersuchte Dissertation verwendet die Quelle Hauer (2003) als Gerüst, erweitert sie um Texte, die sich auf die zusätzlichen Messungen beziehen, und ersetzt die alten Messwerte durch neue. Dabei wird Hauer (2003) nirgends in der untersuchten Dissertation erwähnt, was neben der Plagiatsproblematik auch deshalb unverständlich ist, weil es aus wissenschaftlicher Sicht interessant gewesen wäre, die alten Messungen mit den neuen zu vergleichen.
  • Insgesamt gibt es auf 49 Seiten des 67 Seiten umfassenden Hauptteils der Dissertation Übernahmen (das entspricht 73 % der Seiten). Die Quelle der Übernahme Hauer (2003) ist nirgends in der Dissertation erwähnt und fast immer handelt es sich um großflächige wörtliche Übernahmen.

Exemplarische FundstellenBearbeiten

  • Fragment 005 01: exemplarisch aus Kapitel 1 (Einleitung): die erste Seite der Dissertation ist mitsamt aller Quellenverweise und ohne Verweis auf Hauer (2003) kopiert.
  • Fragment 019 01: exemplarisch aus Kapitel 2 (Material und Methoden): eine ganzseitige Übernahme ohne Verweis auf die Quelle.
  • Fragment 040 01: exemplarisch aus Kapitel 3 (Ergebnisse): Der Text ist übernommen, die Messdaten sind angepasst. Ähnlich auch Fragment 048 01.
  • Fragment 065 12: Auch im Kapitel 4 (Diskussion) gibt es ungekennzeichnete Übernahmen.
  • Fragment 070 01: exemplarisch aus Kapitel 5 (Zusammenfassung).

Herausragende FundstellenBearbeiten

  • Fragment 039 01: untypisch für den die Arbeit prägenden Stil ist die ganzseitige Übernahme auf Seite 39: hier wurden auch die Messergebnisse mitkopiert.

Andere BeobachtungenBearbeiten

  • Herr Professor Dr. Stephan Jacob war der Betreuer sowohl der untersuchten Dissertation (2006) als auch der Dissertation von Hauer (2003), die weitreichenden Textparallelen zwischen den beiden Dissertationen konnten ihm also ohne Weiteres auffallen. Auch aus inhaltlichen Gründen ist erstaunlich, dass er als Betreuer und Prüfer nicht sichergestellt hat, dass die Vorgängerstudie erwähnt und ihre Ergebnisse zum Vergleich herangezogen wurden.
  • Es fällt auf, dass die Dissertation keinerlei nähere Angaben enthält, welches Probandenkollektiv untersucht wurde und wann die Untersuchungen stattfanden. Man findet nur auf Seite 18: "Alle Probanden wurden aus dem Tübinger Familien Früherfassung Projekt (TÜFF-Projekt) rekrutiert.", ein Satz, der sich genauso auch bei Hauer (2003) findet (dort auch auf Seite 18). Der einzige Unterschied in der Beschreibung des Probandenkollektivs zwischen Cad (2006) und Hauer (2003) besteht in der Anzahl der Probanden (31 bei Cad (2006) und 24 bei Hauer (2003), jeweils Seite 19), sowie in einigen anthropometrischen Daten (z.B. Geschlechts- und Altersverteilung) der jeweiligen Gesamtgruppe (Seite 37 bei Cad (2006), Seite 34 bei Hauer (2003)).
  • Es gibt jeweils in der Dissertation und auch der Quelle zwei Versionen des Literaturverzeichnisses: eine numerisch und eine alphabetisch geordnete Version. Interessant ist der Eintrag 104, denn dieser ist in der untersuchten Dissertation unterschiedlich in den zwei Versionen des Literaturverzeichnisses. Im numerisch geordneten Literaturverzeichnis trägt der Eintrag Ek et al.(2001) die Nummer 104, im alphabetisch geordneten Literaturverzeichnis aber der Eintrag Goodpaster & Kelley (1998). In der Quelle steht die Nummer 104 in beiden Versionen des Literaturverzeichnisses bei Goodpaster & Kelley (1998).
  • Es fällt auf, dass der Autor seine mündliche Prüfung schon am 26.11.2003, ca. 3 Jahre vor der Publikation der Dissertation abgelegt hat [1]. Auch der Autor der Quelle hat seine mündliche Prüfung schon mehr als zwei Jahre vor der Publikation seiner Dissertation abgelegt, am 3.5.2001 [2].
  • Die zum Zeitpunkt der Abgabe der Dissertation gültige Promotionsordnung der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen vom 25. Mai 2001 enthält u.a. folgende Bestimmung:
  • § 5 Zulassung zum Promotionsverfahren
    "(2) Dem Antrag auf Einleitung des Promotionsverfahrens sind beizufügen, soweit dies nicht bereits im Rahmen eines Annahmeverfahrens geschehen ist:
    [...]
    f) eine Erklärung des Bewerbers/der Bewerberin folgenden Inhalts:
    'Ich erkläre hiermit, dass ich die der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen zur Promotion eingereichte Arbeit mit dem Titel :
    „--- Thema der Arbeit ---“
    selbständig ohne unzulässige Hilfe Dritter und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt habe; die aus fremden Quellen direkt oder indirekt übernommenen Gedanken sind als solche kenntlich gemacht. Ich versichere an Eides statt, dass diese Angaben wahr sind und dass ich nichts verschwiegen habe. Mir ist bekannt, dass die falsche Abgabe einer Versicherung an Eides statt mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft wird.[']"

StatistikBearbeiten

  • Es sind bislang 36 gesichtete Fragmente dokumentiert, die als Plagiat eingestuft wurden. Bei diesen handelt es sich um Übernahmen ohne Verweis auf die Quelle („Verschleierungen“ oder „Komplettplagiate“).
  • Die untersuchte Arbeit hat 67 Seiten im Hauptteil. Auf 36 dieser Seiten wurden bislang Plagiate dokumentiert, was einem Anteil von 53.7% entspricht.
    Die 67 Seiten lassen sich bezüglich des Textanteils, der als Plagiat eingestuft ist, wie folgt einordnen:
Plagiatsanteil Anzahl Seiten
keine Plagiate dokumentiert 31
0%-50% Plagiatsanteil 5
50%-75% Plagiatsanteil 1
75%-100% Plagiatsanteil 30
Ausgehend von dieser Aufstellung lässt sich abschätzen, wieviel Text der untersuchten Arbeit gegenwärtig als plagiiert dokumentiert ist: es sind, konservativ geschätzt, rund 37% des Textes im Hauptteil der Arbeit.


IllustrationBearbeiten

Folgende Grafik illustriert das Ausmaß und die Verteilung der dokumentierten Fundstellen. Die Farben bezeichnen den diagnostizierten Plagiatstyp:
(grau=Komplettplagiat, rot=Verschleierung, )

Cad col.png

Die Nichtlesbarkeit des Textes ist aus urheberrechtlichen Gründen beabsichtigt.

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken.


Anmerkung: Die Grafik repräsentiert den Analysestand vom 22. April 2014, wobei auf eine fragmentierende Aufbereitung einiger tabellendominierter Unterkapitel des Teils 3 verzichtet wurde, weshalb hier – wie auch bei der "Barcode"-Visualisierung – lediglich ca. 54 % betroffene Seiten ausgewiesen werden.

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