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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 1, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Kuehn 2008
Seite(n): 1-2, Zeilen: S. 1: 1ff., S. 2: 1-9
1. Einleitung

1.1 Anatomische Grundlagen

Die Harnleiter sind retroperitoneal gelegene, beim Erwachsenen etwa 25 cm - 35 cm lange Tuben mit einem luminalen Durchmesser von 4 mm - 7 mm. Auf jeder Körperseite verbindet ein Harnleiter die jeweilige Niere mit dem Hohlorgan Harnblase. Die Einteilung des Verlaufs der Harnleiter erfolgt in eine Pars abdominalis und eine Pars pelvina, die Pars abdominalis ist etwa 14 cm lang und beginnt am Übergang des Nierenbeckens in den Ureter, eine exakte Trennung dieser beiden Strukturen ist nicht eindeutig möglich. Die Pars abdominalis reicht bis zur Linea terminalis des Beckens, liegt auf dem Musculus psoas auf, wird in ihrem Verlauf von den Vasa testikularia überkreuzt und quert selbst die Vasa iliacae. Die Radix mesenterii zieht über den rechten, das Mesokolon sigmoideum über den linken Ureter. Die Pars pelvina ist ebenfalls etwa 14 cm lang und erstreckt sich von der Linea terminalis bis zum Ostium ureteris. In ihrem Verlauf liegt sie der seitlichen Beckenwand an, durchbricht schräg von dorsal die Blasenwand und mündet mit dem schlitzförmigen Ostium ureteris in das Blasenlumen.

Im Harnleiterverlauf finden sich drei physiologische Einengungen: Die erste befindet sich am Übergang vom Nierenbecken zum Harnleiter, die zweite an der Überkreuzung der Vasa iliacae, die dritte und engste Stelle bildet die Mündung des Ureters in die Blase.

Die Blutversorgung des Harnleiters erfolgt aus den Arterien, die seinem Verlauf am nächsten liegen. Der obere Teil des Ureters wird durch ein oder zwei Äste der Arteria renalis, manchmal auch über Äste der Aorta, der Nierenpol-, Nierenkapsel- oder Nierenrindenarterie versorgt. In der Beckenregion ziehen Äste aus der A. iliaca interna und externa, A. testicularis bzw. A. ovarica, der A. pudenda interna, A. rectalis superior und der A. vesicalis inferior zum Ureter. Der venöse Blutabstrom erfolgt über Venen, die in ihrem Verlauf die Arterien begleiten sowie über im Beckenbereich liegende Venengeflechte.

Die neuronale Innervation des Ureters erfolgt durch Fasern aus dem Ganglion coeliacum, Ganglion mesentericum und Ganglion aortico renale, außerdem aus dem Plexus aortae, Plexus hypogastricus superior und Plexus inferior. Das Zentrum der sympathischen Innervation des Ureters sind die präganglionären Rückenmarksegmente Th 11, Th 12 und L1. Die parasympathische Innervation des oberen Segments des Ureters erfolgt aus dem Plexus coeliacus. Der untere Anteil wird aus den Sakralsegmenten S2, S3 und S4 versorgt. Die afferenten Fasern des oberen Teils erreichen den Spinalkanal mit den sympathischen Nervenfasern bei Th 11, Th 12 und L1, die afferenten Fasern aus dem unteren Teil treten über den Plexus pelvicus bei S2, S3 und S4 in den Spinalkanal ein (1). Über die Wertigkeit der verschiedenen autonomen Nerven in der Kontrolle der Ureterfunktion besteht keine eindeutige Klarheit. HERTLE & NAWRATH (1986) vermuten eine Dominanz des Sympathikus und geben ein Verhältnis von sympathischer zu parasympathischer Innervation von 50:1 an (2). Da im Ureter vor allem exzitatorische alpha-Rezeptoren nachgewiesen worden sind, postulieren sie, daß dem parasympathischen System keine physiologische Bedeutung für die Kontrolle [der Harnleiterperistaltik zukommt.]


1. Boyarsky S., Kirshner N., Labay P. (1966) The control of ureteral function. Med. Serv. J. Can. 22: 601 - 613

2. Hertle L., Nawrath H. (1986) Wirkungen von Pharmaka am oberen Harntrakt des Menschen. Urologe [A] 25: 252 - 258

1. Einleitung

1.1 Anatomische Grundlagen

Die Harnleiter sind retroperitoneal gelegene, beim Erwachsenen etwa 25 cm - 35 cm lange Tuben mit einem luminalen Durchmesser von 4 mm - 7 mm (1,2). Auf jeder Körperseite verbindet ein Harnleiter die jeweilige Niere mit dem Hohlorgan Harnblase. Die Einteilung des Verlaufs der Harnleiter erfolgt in eine Pars abdominalis und eine Pars pelvina, die Pars abdominalis ist etwa 14 cm lang und beginnt am Übergang des Nierenbeckens in den Ureter, eine exakte Trennung dieser beiden Strukturen ist nicht eindeutig möglich. Die Pars abdominalis reicht bis zur Linea terminalis des Beckens, liegt auf dem Musculus psoas auf, wird in ihrem Verlauf von den Vasa testikularia überkreuzt und kreuzt selbst die Vasa iliacae. Die Radix mesenterii zieht über den rechten, das Mesokolon sigmoideum über den linken Ureter. Die Pars pelvina ist ebenfalls etwa 14 cm lang und erstreckt sich von der Linea terminalis bis zum Ostium ureteris. In ihrem Verlauf liegt sie der seitlichen Beckenwand an, durchbricht schräg von dorsal die Blasenwand und mündet mit dem schlitzförmigen Ostium ureteris in das Blasenlumen.

Im Harnleiterverlauf finden sich drei physiologische Einengungen: Die erste befindet sich am Übergang vom Nierenbecken zum Harnleiter, die zweite an der Überkreuzung der Vasa iliacae, die dritte und engste Stelle bildet die Mündung des Ureters in die Blase.

Die Blutversorgung des Harnleiters erfolgt aus den Arterien, die seinem Verlauf am nächsten liegen. Der obere Teil des Ureters wird durch ein oder zwei Äste der Arteria renalis, manchmal auch über Äste der Aorta, der Nierenpol-, Nierenkapsel- oder Nierenrindenarterie versorgt. In der Beckenregion ziehen Äste aus der A. iliaca interna und externa, A. testicularis bzw. A. ovarica, der A. pudenda interna, A. rectalis superior und der A. vesicalis inferior zum Ureter. Der venöse Blutabstrom erfolgt über Venen, die in ihrem Verlauf die Arterien begleiten sowie über im Beckenbereich vorhandene Venengeflechte.

Die neuronale Innervation des Ureters erfolgt durch Fasern aus dem Ganglion coeliacum, Ganglion mesentericum und Ganglion aortico renale, außerdem aus dem Plexus Aortae, Plexus hypogastricus superior und Plexus inferior. Das Zentrum der sympathischen Innervation des Ureters sind die präganglionären Rückenmarksegmente Th11, Th12 und L1. Die parasympathische Innervation des oberen Segments des Ureters erfolgt aus dem Plexus coeliacus. Der untere Anteil wird aus den Sakralsegmenten S2, S3 und S4 versorgt. Die afferenten Fasern des oberen Teils erreichen den Spinalkanal mit den sympathischen Nervenfasern bei Th11, Th12 und L1, die afferenten Fasern aus dem unteren Teil treten über den Plexus pelvicus bei S2, S3 und S4 in den Spinalkanal ein (2).

[Seite 2]

Über die Wertigkeit der verschiedenen autonomen Nerven in der Kontrolle der Ureterfunktion besteht keine eindeutige Klarheit. HERTLE & NAWRATH (3) vermuten eine Dominanz des Sympathicus und geben ein Verhältnis von sympathischer zu parasympathischer Innervation von 50:1 an. Da im Ureter vor allem exzitatorische -Rezeptoren nachgewiesen worden sind, postulieren sie, daß dem parasympathischen System keine physiologische Bedeutung für die Kontrolle der Harnleiterperistaltik zukommt.


1. Waldeyer A., Mayet A. Die Organe des Retroperitonealraums. In: Anatomie des Menschen. Teil I, 13. Auflage, Verlag Walter de Gruyter, Berlin 1976, pp 248 - 260

2. Davis J.E., Hagedorn J.P., Bergman L.L. Anatomy and Ultrastructure of the Ureter. In: Bergmann H. (Ed.) The Ureter. 2nd Edition, Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, London, Paris, Tokio, Hong Kong, Barcelona, Budapest 1981, pp 55 - 70

3. Hertle L., Nawrath H. (1986) Wirkungen von Pharmaka am oberen Harntrakt des Menschen. Urologe A 25: 252 - 258

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt. Verf. lässt zwei Literaturangaben der Quelle weg und ersetzt sie durch 1 neue.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

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