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Chg/113

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Das Recht der Europäischen Zentralbank. Unabhängigkeit und Kooperation in der Europäischen Währungsunion

von Prof. Dr. Charlotte Gaitanides

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Chg/Fragment 113 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-03-25 16:34:17 Schumann
BauernOpfer, Chg, Fragment, Gesichtet, Görgens et al 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 113, Zeilen: 1-14
Quelle: Görgens et al 2001
Seite(n): 203, 184, 186, Zeilen: 203: 3 ff.; 184: 25 ff.; 186: 1 ff.
[Der Zinssatz,] den die Zentralbank für den Abschluß dieses Geschäfts von den Kreditinstituten verlangt, ist der entscheidende Referenzsatz für den Tagesgeldsatz unter den Banken.359 Die verbleibenden Offenmarktgeschäfte und die ständigen Fazilitäten wirken flankierend. Neben den Hauptrefinanzierungsgeschäften gibt es im monatlichen Rhythmus angebotene längerfristige Refinanzierungsgeschäfte mit einer dreimonatigen Laufzeit. Im Gegensatz zu den Hauptrefinanzierungsgeschäften verfolgt das Eurosystem bei längerfristigen Refinanzierungsgeschäften weder den Zweck, die Liquiditätsversorgung zu steuern, noch dem Markt Zinssignale zu geben.360 Die längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte machen rund ein Drittel des gesamten Refinanzierungsvolumens aus.361 Es handelt sich um befristete Transaktionen, d.h. um Geschäfte, bei denen die Zentralbank gemäß einer Rückkaufsvereinbarung Vermögenswerte kauft bzw. verkauft oder befristete Kredite gegen Verpfändung von Sicherheit gewährt bzw. befristete Einlagen entgegennimmt.

358 Die empirische Literatur verweist zunehmend auf die Bedeutung des »Preises« für Zentralbankgeld (Zinssätze); siehe z.B. Nautz, Die Geldmarktsteuerung der Europäischen Zentralbank und das Geldangebot der Banken, 2000, S. 8.

359 Görgens/Ruckriegel/Seitz, Europäische Geldpolitik, 2. Aufl., 2001, S. 203.

360 EZB, Der Handlungsrahmen des Eurosystems: Beschreibung und erste Beurteilung, in: Monatsbericht 1999, S. 33 ff.; EZB, Jahresbericht 2001, S. 74.

361 Das Volumen belief sich im Jahr 2000 im Jahresdurchschnitt auf 45 Mrd. Euro; siehe EZB, Jahresbericht 2002, S. 228.

[Seite 203:]

Der Zinssatz, den die Zentralbank für den Abschluss dieses Geschäftes von den Kreditinstituten verlangt, ist der entscheidende Referenzsatz für den Tagesgeldsatz unter den Banken. Die verbleibenden Offenmarktgeschäfte sowie die Ständigen Fazilitäten wirken flankierend.

[Seite 184:]

Neben diesen Hauptrefinanzierungsgeschäften gibt es im monatlichen Rhythmus angebotene längerfristige Refinanzierungsgeschäfte (longer-term refinancing operations) mit einer dreimonatigen Laufzeit. Im Gegensatz zum den Hauptrefinanzierungsgeschäften verfolgt das Eurosystem bei längerfristigen Refinanzierungsgeschäften nicht die Absicht, dem Markt Zinssignale zu geben.104 Die längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte machten im Jahr 2000 im Jahresdurchschnitt mit gut 57 Mrd. € rund ein Viertel des gesamten Refinanzierungsvolumens aus.

[Seite 186:]

Bei beiden Geschäften handelt es sich um befristete Transaktionen. Allgemein sind befristete Transaktionen (reverse transactions) Geschäfte, bei denen die Zentralbank gemäß einer Rückkaufsvereinbarung (repurchase agreement) Vermögenswerte kauft oder verkauft oder befristet Kredite gegen Verpfändung von Sicherheiten (Pfandkredit) gewährt bzw. befristet Einlagen entgegennimmt.


104 „Bei einem monatlichen Tender tritt das Eurosystem... in der Regel als Preisnehmer auf, da es den Zinssatz akzeptiert, der sich aus dem Zinstender ergibt, d.h. der Satz, bei dem die Gebote der Kreditinstitute den vorher angekündigten Zuteilungsbetrag erreichen.“ EZB, 1999b, 35.

Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 359 erwähnt.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[2.] Chg/Fragment 113 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-03-23 15:06:43 PlagProf:-)
BauernOpfer, Chg, Fragment, Gesichtet, Görgens et al 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 113, Zeilen: 23-29
Quelle: Görgens et al 2001
Seite(n): 186, Zeilen: 6 ff.
Hauptrefinanzierungsgeschäfte oder längerfristige Refinanzierungsgeschäfte können entweder als Pensionsgeschäfte oder in Form von Pfandkrediten durchgeführt werden.365 Bei Pensionsgeschäften wird das Eigentum an einem Vermögenswert dem Gläubiger übertragen. Gleichzeitig vereinbaren die Parteien, die Transaktion mit der Rückübertragung des Vermögenswertes zum Ende der Laufzeit des Geschäftes abzuschließen. Die von der Deutschen Bundesbank in der Vergangenheit verwendeten Wertpapierpensionsgeschäfte fuß-[ten auf diesem Prinzip.]

365 Siehe dazu Görgens/Ruckriegel/Seitz, Europäische Geldpolitik, 2. Aufl., 2001, S. 186.

Haupt- und Basistender können entweder als Pensionsgeschäfte oder in Form von Pfandkrediten durchgeführt werden. Bei Pensionsgeschäften (repo operations) wird das Eigentum an einem Vermögenswert dem Gläubiger übertragen, wobei die Parteien gleichzeitig vereinbaren, die Transaktionen durch eine Rückübertragung des Vermögenswertes zum Ende der Laufzeit des Geschäftes (Rückkaufstag bzw. repurchase date) umzukehren. Die von der Deutschen Bundesbank früher verwendeten Wertpapierpensionsgeschäfte fußten auf diesem Prinzip.
Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 365 genannt.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:PlagProf:-), Zeitstempel: 20160323150751

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