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Chg/114

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Das Recht der Europäischen Zentralbank. Unabhängigkeit und Kooperation in der Europäischen Währungsunion

von Prof. Dr. Charlotte Gaitanides

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Chg/Fragment 114 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-03-25 16:39:15 Schumann
BauernOpfer, Chg, Fragment, Gesichtet, Görgens et al 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 114, Zeilen: 1-15
Quelle: Görgens et al 2001
Seite(n): 186, Zeilen: 12 ff.
Hingegen wird dem Gläubiger beim Pfandkredit ein durchsetzbares Sicherungsrecht am Pfandobjekt eingeräumt. Die Sicherheiten verbleiben im Eigentum des Schuldners. Welche dieser Alternativen Verwendung findet, liegt in der Hand der nationalen Zentralbank. Eine wesentliche Rahmenbedingung für diese Entscheidung ist das jeweilige nationale Rechtssystem. Nicht alle Mitgliedsländer der Währungsunion kennen beispielsweise das Rechtsinstitut der Verpfändung in inhaltsgleicher Ausgestaltung.366

Die Deutsche Bundesbank wickelt liquiditätszuführende befristete Transaktionen aus Gründen der Vereinfachung nicht mehr wie früher auf der Basis der Pensionsgeschäfte ab, sondern nur gegen Verpfändung von refinanzierungsfähigen Sicherheiten.367 Die Pfandlösung hat den Vorteil, daß das jeweilige Pfand nicht einem bestimmten Refinanzierungsgeschäft zugeordnet werden muß. Auf einem Pfandkonto werden vielmehr alle refinanzierungsfähigen Sicherheiten eines Kreditinstituts eingestellt, die »en bloc« der Besicherung aller Arten von Notenbankkrediten dienen.


366 Vgl. Görgens/Ruckriegel/Seitz, Europäische Geldpolitik, 2. Aufl., 2001, S. 186.

367 Görgens/Ruckriegel/Seitz, Europäische Geldpolitik, 2. Aufl., 2001, S. 186.

Beim Pfandkredit hingegen wird dem Gläubiger ein durchsetzbares Sicherungsrecht an den hinterlegten Pfändern eingeräumt, wobei die Sicherheiten im Eigentum des Schuldners verbleiben. Es liegt in der Hand der jeweiligen nationalen Zentralbank, welche Alternative Verwendung findet. Eine entscheidende Rahmenbedingung hierfür stellt das jeweilige nationale Rechtssystem dar. So kennen z.B. nicht alle Mitgliedsländer der Währungsunion das Rechtsinstitut der Verpfändung.

Aus Gründen der Vereinfachung wickelt die Deutsche Bundesbank liquiditätszuführende befristete Transaktionen nicht mehr (wie früher) auf der Basis von Pensionsgeschäften, sondern nur noch gegen Verpfändung von refinanzierungsfähigen Sicherheiten ab. Die Pfand-Lösung (Pfandpoolverfahren bzw. pooling System) weist gegenüber der „Repo"-Lösung den Vorteil auf, dass die einzelnen Pfänder nicht einem bestimmten Refinanzierungsgeschäft zugeordnet werden müssen. Entscheidend ist der Gesamtbeleihungswert auf dem Pfandkonto. Auf dem Pfandkonto werden alle refinanzierungsfähigen Sicherheiten eines Kreditinstituts eingestellt. Sie dienen „en bloc“ der Besicherung aller Arten von Notenbankkrediten.

Anmerkungen

Quelle ist in beiden Fn. genannt. Daraus wird aber nicht erkenntlich, dass die Verf. auf S. 112-115 eng dieser Quelle folgt.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[2.] Chg/Fragment 114 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-03-23 15:15:11 PlagProf:-)
BauernOpfer, Chg, Fragment, Gesichtet, Görgens et al 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 114, Zeilen: 24-34
Quelle: Görgens et al 2001
Seite(n): 188, Zeilen: 8 ff.
Als Instrumente der Liquiditätsbereitstellung kommen befristete Transaktionen (Kredite) mit wenigen Tagen Laufzeit sowie definitive Käufe, d.h. Käufe von Wertpapieren oder sonstigen Aktiva ohne Rückkaufsverpflichtung des Verkäufers, und schließlich Devisenswaps369 in Betracht. Feinsteuerungsoperationen können aber auch der Liquiditätsabschöpfung dienen. Will das Eurosystem dem Markt Liquidität entziehen, kann es Devisenswapgeschäfte auch umgekehrt einsetzen und per Kassa Devisen verkaufen, bei gleichzeitigem Rückkauf per Termin. Bankenliquidität kann auch dadurch entzogen werden, daß das Eurosystem von den Kreditinstituten kurzfristig Termineinlagen hereinnimmt. Als liquiditätsentziehende Maßnahmen kommen überdies befristete Transaktionen in Form von Wertpapierpensionsgeschäften370 sowie defi-[nitive Verkäufe von Wertpapieren oder sonstiger Aktiva in Betracht.]

369 Bei Devisenswaps kauft das Eurosystem im Falle einer beabsichtigten Liquiditätszuführung Devisen (Fremdwährungsforderungen) von den Kreditinstituten und verkauft sie zugleich per Termin wieder an sie zurück.

370 D.h. Verkauf von Wertpapieren aus dem Eigenbestand des Eurosystems bei Rückkauf zu einem späteren Zeitpunkt.

Zur kurzfristigen Liquiditätsbereitstellung kommen befristete Transaktionen (Kredite) mit wenigen Tagen Laufzeit (A.2 steigt), definitive Käufe, also Käufe von Wertpapieren oder sonstiger Aktiva (A.3 bzw. A.i - Fremdwährungsforderungen - steigt) ohne Rückkaufsverpflichtung des Verkäufers (outright transaction) sowie Devisenswaps (foreign exchange swap) in Betracht. Bei Devisenswapgeschäften kauft das Eurosystem im Falle einer beabsichtigten Liquiditätszuführung Devisen (Fremdwährungsforderungen) von den Kreditinstituten (A.i steigt) und verkauft sie zugleich per Termin wieder an sie zurück.

[...] Feinsteuerungsoperationen können aber auch darauf gerichtet sein, Liquidität abzuschöpfen. Will das Eurosystem dem Markt Liquidität entziehen, so kann es Devisenswapgeschäfte auch umgekehrt einsetzen und per Kassa Devisen verkaufen (A.i und P.2 - Einlagen auf Girokonten sinken während der Laufzeit des Geschäftes) bei gleichzeitigem Rückkauf per Termin. Eine andere Möglichkeit Bankenliquidität abzuschöpfen besteht darin, von den Kreditinstituten kurzfristig Termineinlagen hereinzunehmen (P.2 - Einlagen auf Girokonten sinkt, P.2 - Termineinlagen steigt). Als liquiditätsentziehende Maßnahmen kommen aber auch befristete Transaktionen in Form von Wertpapierpensionsgeschäften - Verkauf von Wertpapieren aus dem Eigenbestand des Eurosystems bei Rückkauf zu einem späteren Zeitpunkt - (P.2 - Einlagen auf Girokonten sinkt, P.2 Feinsteuerungsoperationen in Form befristeter Transaktionen steigt)105 sowie definitive Verkäufe von Wertpapieren oder sonstigen Aktiva (A.3 bzw. A.i - Fremdwährungsforderungen - und P.2 - Einlagen auf Girokonten sinken gleichzeitig) in Betracht.

Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 371 genannt.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:PlagProf:-), Zeitstempel: 20160323151639

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