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Chg/Fragment 059 16

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 16-31
Quelle: Rösl 2002
Seite(n): 73, Zeilen: 1 ff.
Dem dezentralen Ansatz des ESZB folgend verzichtet die EZB allerdings weitgehend auf eine eigene operative Durchführung der Geldpolitik und überläßt diese Aufgabe den nationalen Zentralbanken des Eurosystems. Letztere haben die geldpolitischen Operationen nach den Leitlinien und Weisungen der EZB durchzuführen. Nach der gegenwärtigen Aufgabenverteilung im Eurosystem konzentriert sich die EZB in operativer Hinsicht auf die Durchführung der »Feinsteuerungsoperationen«.100 Selbst diese Operationen sollen nur in Ausnahmefällen direkt über die EZB abgewickelt werden. Daher entstehen für die Zentralbank nur in sehr geringem Umfang Erträge aus der Abwicklung der gemeinsamen Geldpolitik.

Die EZB überläßt den nationalen Zentralbanken auch das Inumlaufbringen und den Einzug der Euro-Noten. Seit Einführung des Euro-Bargeldes stellt die EZB jedoch acht Prozent des Gesamtwerts der umlaufenden Banknoten in ihre Bilanz ein. Im Gegenzug enthält sie entsprechende »Intra-Eurosystem-Forderungen aus Banknoten« an die nationalen Zentralbanken, die sich im einzelnen nach dem gezahlten EZB-Kapitalanteil richten.101 Da diese Forderungen in [Höhe des Satzes für Hauptrefinanzierungsgeschäfte verzinst werden, sind substantielle Auswirkungen auf die Ertragslage der EZB zu erwarten.102]


100 Ausführlich dazu VIII 4 c bb (2).

101 Vgl. EZB, Beschluß der Europäischen Zentralbank vom 6. Dezember 2001 über die Ausgabe von Euro-Banknoten (EZB/2001/15), S. 4 ff., in: http://www.ecb/int/pub/legal/ecb200115de.pdf; siehe auch EZB, Beschlüsse über die Ausgabe von Euro-Banknoten und die Verteilung der monetären Einkünfte, Pressemitteilungen der EZB vom 6. Dezember 2001.

102 Zu den Beträgen im einzelnen Rösl, Seigniorage in der EWU, 2002, S. 73.

Allerdings verzichtet die EZB - dem dezentralen Ansatz des Eurosystems folgend - weitgehend auf eine eigene operative Durchführung der Geldpolitik. Diese Aufgabe überläßt sie den NZBen des Eurosystems, die die geldpolitischen Operationen gemäß den Leitlinien und Weisungen der EZB auszuführen haben84. So sieht die Aufgabenverteilung im Eurosystem gegenwärtig vor, daß sich die EZB in operativer Hinsicht rein auf die Durchführung von sogenannten „Feinsteuerungsoperationen“ konzentrieren und diese auch nur in Ausnahmefällen direkt über die EZB erfolgen sollen.

[...] Bis Ende des Jahres 2000 sind der EZB somit keine Aufwendungen und Erträge aus der Abwicklung der gemeinsamen Geldpolitik entstanden86.

Die EZB überläßt den NZBen auch das Inumlaufbringen und den Einzug der ihr zugeteilten Euro-Noten. Die EZB stellt jedoch seit der Einführung des Euro- Bargelds acht Prozent des Gesamtwerts der umlaufenden Euro-Banknoten in ihre Bilanz ein. Im Gegenzug erhält sie hierfür entsprechende „Intra- Eurosystem-Forderungen aus Banknoten“ an die NZBen, die sich im einzelnen nach dem gezahlten EZB-Kapitalanteil richten87. Da diese Forderungen in Höhe des Satzes für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte verzinst werden, sind substantielle Auswirkungen auf die EZB-Ertragslage zu erwarten88.


84 Vgl. hierzu auch die Ausführungen zum Kapitel V.2.1. Abschnitt 2..

86 Die „Forderungen bzw. Verbindlichkeiten der EZB in Euro an Kreditinstitute im Euro- Währungsgebiet“, die sie in der Bilanz zum 31.12.2000 (nach geänderter Bilanzstruktur gegenüber dem Jahresausweis für 1999) ausweist, stehen nicht im Zusammenhang mit den geldpolitischen Operationen des Eurosystems, sondern dienen der Veranlagung der EZB-Eigenmittel. Vgl. Europäische Zentralbank (2001d), S. 197 f..

87 Vgl. Europäische Zentralbank (2001f), S. 4 ff. und Europäische Zentralbank (2001h).

88Dies gilt zumindest dann, wenn die EZB von Interimsausschüttungen ihrer so erwirtschafteten Banknoteneinkünfte absieht.

Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn. 102 genannt.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

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