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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 122, Zeilen: 13-29
Quelle: Köhler 1999
Seite(n): 85 f., Zeilen: 85: 31 ff.; 86 1 ff.
Die Mindestreserve ist ferner bedeutsam für die Zinssteuerung der monetären Aggregate (Geldmengendefinitionen), wie die Geldmenge M3.423 Wenn es zu einer stärkeren Kreditgewährung seitens der Geschäftsbanken und damit zu einer stärkeren Zunahme der Geldmenge kommt, steigt der Bedarf der Geschäftsbanken an zusätzlichem Zentralbankgeld, um das Mindestreservesoll zu erfüllen. Hält sich die Zentralbank bei der zusätzlichen Mittelbereitstellung zurück, steigen die Geldmarktsätze und dämpfen auf diese Weise die begonnene Expansion der Geldmenge.424

Das Mindestreservesystem des ESZB ist so ausgestaltet, daß es stabilisierende Wirkung auf die Zinsentwicklungen am Geldmarkt hat.425 Die Banken müssen ihr Mindestreservesoll nicht täglich erfüllen, sondern nur innerhalb eines Monats im Tagesdurchsschnitt [sic]. Fehlen einer Geschäftsbank kurzfristig liquide Mittel, braucht diese Bank sie nicht am Geldmarkt aufzunehmen, mit der Folge eventuell steigender Zinssätze, sondern kann sie ihrer Mindestreserve entnehmen. Die Geschäftsbank muß lediglich dafür Sorge tragen, daß im Tagesdurchschnitt eines Monats426 das Mindestreserveguthaben das Mindestreservesoll erreicht.427


423 Vgl. oben 4 b aa.

424 Vgl. Köhler, Vertragliche Grundlagen der Europäischen Währungsunion, 1999, S. 85 f.

425 EZB, Die einheitliche Geldpolitik im Euro-Währungsgebiet - Allgemeine Regelungen für die geldpolitischen Instrumente und Verfahren des Eurosystems, April 2002, S. 54.

426 Die Mindestreserveperiode, in der die Mindestreserve zu erfüllen ist, reicht vom 24. eines Monats bis zum 23. des nächsten Monats; siehe EZB, Jahresbericht 1998, S. 69.

427 EZB, Die einheitliche Geldpolitik im Euro-Währungsgebiet - Allgemeine Regelungen für die geldpolitischen Instrumente und Verfahren des Eurosystems, April 2002, S. 6.

Die Mindestreserve ist ferner bedeutsam für die Zinssteuerung monetärer Aggregate. Wenn es zu einer stärkeren von der Zentralbank nicht gern gesehenen Kreditgewährung und damit zu einer stärkeren Zunahme der Geldmenge kommt, steigt sofort der Bedarf der Banken an zusätzlichem Zentralbankgeld,

[Seite 86:]

um das Mindestreservesoll zu erfüllen. Hält sich die Zentralbank bei der zusätzlichen Mittelbereitstellung zurück, dann steigen die Geldmarktsätze. Sie dämpfen die begonnene monetäre Expansion. [...]

Das Mindestreservesystem des ESZB ist so konstruiert, daß es auch geeignet ist, die Zinsentwicklung am Geldmarkt zu glätten. Die Banken brauchen nämlich ihr Mindestreservesoll nicht täglich zu erfüllen, sondern innerhalb eines Monats im Tagesdurchschnitt. Fehlen einmal einer Bank kurzfristig liquide Mittel, dann braucht diese Bank sie nicht am Geldmarkt aufzunehmen, wodurch die Zinssätze steigen könnten, sondern kann die fehlenden Mittel ihrer Mindestreserve entnehmen. Die Bank muß nur dafür sorgen, daß im Tagesdurchschnitt eines Monats das Mindestreserveguthaben das Mindestreservesoll erreicht.

Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 424 genannt.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

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