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Experimentelle und klinische Untersuchungen zur Therapieplanung und Effektivitätssteigerung thermischer In-situ-Ablationsverfahren zur Behandlung von Leber-, Lungen- und Schilddrüsentumoren

von Dr. Christoph Holmer

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Chh/Fragment 005 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-27 19:52:21 Singulus
Chh, Fragment, Gesichtet, Lehmann 2014, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 5, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Lehmann 2014
Seite(n): 7, 8, 9, Zeilen: 7: 31ff; 8: 1ff
[Die Applikation kann je nach Tumorlokalisation, Anzahl] der Tumore, Tumorgröße, anatomischer Situation und weiterer Faktoren perkutan oder offen chirurgisch eingebracht werden. Hochfrequenter Wechselstrom von 375 bis 480 kHz wird über einen Generator eingeleitet und führt über Ionenbewegung zu einer Erhitzung des Zielgewebes. Eine Gewebeerhitzung von 50 - 55 °C über 4 - 6 Minuten führt durch eine irreversible Proteinkoagulation zum Zelltod. Ab 60 °C wird durch eine im Gewebe entstehende Koagulationsnekrose ein sofortiger Zelltod erzielt. Bei Temperaturen von mehr als 100 °C wird Gewebe vaporisiert und karbonisiert [19-22].

Die RFA wurde initial als monopolares System entwickelt. Hierbei wird ein hochfrequentes Spannungsfeld zwischen der punktförmigen Fläche des Applikators und einer großflächigen, am Patienten angebrachten Neutralelektrode hergestellt. Dieses Design führt zu einer hohen Stromdichte in Umgebung des Applikators und damit zur lokalen Gewebeerhitzung. Das genaue Ausmaß der Thermodestruktion ist von einer Vielzahl von Faktoren, wie z.B. Gewebeleitfähigkeit, technischem Design von Generator, Applikator und Neutralelektrode, umgebenden Organen und Strukturen abhängig und schwer vorherzusagen [23,24]. Der unkontrollierte Stromfluss kann zudem zu thermischen Schäden an benachbarten Organstrukturen, zu Hautverbrennungen, verminderter Effektivität und einer daraus resultierenden erhöhten Lokalrezidivrate führen [25].

Eine Weiterentwicklung stellt die bipolare RFA dar, welche die o.g. Probleme der monopolaren Technik vermeidet. Bipolare RFA-Applikatoren tragen jeweils eine voneinander isolierte positive und negative Elektrode, zwischen denen der Stromfluss stattfindet (Abb. 2). Der Energieeintrag ist somit über eine kurze Distanz gerichtet und kann genauer kontrolliert werden [26,27].

Chh 05a diss.png

Abbildung 2: a) Thermoläsion einer bipolaren RFA. Makroansicht der Spitze eines bipolaren Applikators mit zwei voneinander isolierten Elektroden. b) Schematische Darstellung der multipolaren RFA. Drei bipolare Applikatoren mit insgesamt sechs einzelnen Elektroden, welche alternierend untereinander verschaltet sind.


19. Wong SL, Mangu PB, Choti MA, Crocenzi TS, Dodd GD, Dorfman GS, Eng C, Fong Y, Giusti AF, Lu D, Marsland TA, Michelson R, Poston GJ, Schrag D, Seidenfeld J, Benson AB (2010) American Society of Clinical Oncology 2009 clinical evidence review on radiofrequency ablation of hepatic metastases from colorectal cancer. J Clin Oncol 28:493–508

20. Curley SA (2001) Radiofrequency ablation of malignant liver tumors. Oncologist 6:14–23

21. Goldberg SN, Gazelle GS, Mueller PR (2000) Thermal ablation therapy for focal malignancy: a unified approach to underlying principles, techniques, and diagnostic imaging guidance. AJR Am J Roentgenol 174:323–331

22. Lencioni R, Crocetti L (2007) Radiofrequency ablation of liver cancer. Tech Vasc Interv Radiol 10:38–46

23. Pereira PL, Trübenbach J, Schmidt D (2003) [Radiofrequency ablation: basic principles, techniques and challenges]. Rofo 175:20–27

24. Goldberg SN, Gazelle GS (2001) Radiofrequency tissue ablation: physical principles and techniques for increasing coagulation necrosis. Hepatogastroenterology 48:359–367

25. Mulier S, Ni Y, Jamart J, Ruers T, Marchal G, Michel L (2005) Local recurrence after hepatic radiofrequency coagulation: multivariate metaanalysis and review of contributing factors. Ann Surg 242:158–171

26. Ritz J-P, Lehmann KS, Isbert C, Reissfelder C, Albrecht T, Stein T, Buhr HJ. In-vivo evaluation of a novel bipolar radiofrequency device for interstitial thermotherapy of liver tumors during normal and interrupted hepatic perfusion. J Surg Res 2006; 133:176–184

27. Zurbuchen U, Frericks B, Roggan A, Lehmann K, Bössenroth D, Buhr H-J, Ritz J-P. Ex vivo evaluation of a bipolar application concept for radiofrequency ablation. Anticancer Res 2009; 29:1309–1314

Die Applikation kann je nach Tumorlokalisation, Anzahl der Tumore, Tumorgröße, anatomischer Situation und weiterer Faktoren perkutan, während einer Laparoskopie oder während einer Laparotomie erfolgen. Hochfrequenter Wechselstrom von 375 bis 480 kHz wird über einen Generator eingeleitet und führt über Ionenbewegung zu einer Erhitzung des Zielgewebes. Eine Gewebeerhitzung von 50 - 55 °C über 4 - 6 Minuten führt durch eine irreversible Proteinkoagulation zum Zelltod. Ab 60 °C wird

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ein sofortiger Zelltod erzielt, bei Temperaturen von mehr als 100 °C wird Gewebe vaporisiert und karbonisiert [20–23]. [...]

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Monopolare RFA: Die RFA wurde initial als monopolares System entwickelt. Hierbei wird ein hochfrequentes Spannungsfeld zwischen der punktförmigen Fläche des Applikators und einer großflächigen, am Patienten angebrachten Neutralelektrode hergestellt. Dieses Design führt zu einer hohen Stromdichte in Umgebung des Applikators und damit zur lokalen Gewebeerhitzung. Das genaue Ausmaß der Thermodestruktion ist von einer Vielzahl von Faktoren, wie z.B. Gewebeleitfähigkeit, technischem Design von Generator, Applikator und Neutralelektrode, umgebenden Organen und Strukturen abhängig und schwer vorherzusagen [18,24,27]. Der unkontrollierte Stromfluss kann zudem zu thermischen Schäden an benachbarten Organstrukturen, zu Hautverbrennungen, verminderter Effektivität und einer daraus resultierenden erhöhten Lokalrezidivrate führen [19].

Bipolare und multipolare RFA: Eine Weiterentwicklung stellt die bipolare RFA dar, welche die o.g. Probleme der monopolaren Technik vermeidet. Bipolare RFA-Applikatoren tragen jeweils eine voneinander isolierte positive und negative Elektrode, zwischen de-

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nen der Stromfluss stattfindet (Abbildung 2). Der Energieeintrag ist somit über eine kurze Distanz gerichtet und kann genauer kontrolliert werden [28,29]. [...]

Chh 05a source.png

Abbildung 2: a) Thermoläsion einer bipolaren RFA. Makroansicht der Spitze eines bipolaren Applikators mit zwei voneinander isolierten Elektroden. b) Prinzip der multipolaren RFA. Drei bipolare Applikatoren mit insgesamt sechs einzelnen Elektroden werden synchron in den Tumor eingebracht (links: Längsschnitt, rechts: Querschnitt).


18. Helmberger T (2010) [Interventional procedures for hepatic metastases]. Chirurg 81:542–550

19. Mulier S, Ni Y, Jamart J, Ruers T, Marchal G, Michel L (2005) Local recurrence after hepatic radiofrequency coagulation: multivariate meta-analysis and review of contributing factors. Ann Surg 242:158–171

20. Wong SL, Mangu PB, Choti MA, Crocenzi TS, Dodd GD, Dorfman GS, Eng C, Fong Y, Giusti AF, Lu D, Marsland TA, Michelson R, Poston GJ, Schrag D, Seidenfeld J, Benson AB (2010) American Society of Clinical Oncology 2009 clinical evidence review on radiofrequency ablation of hepatic metastases from colorectal cancer. J Clin Oncol 28:493–508

21. Curley SA (2001) Radiofrequency ablation of malignant liver tumors. Oncologist 6:14–23

22. Goldberg SN, Gazelle GS, Mueller PR (2000) Thermal ablation therapy for focal malignancy: a unified approach to underlying principles, techniques, and diagnostic imaging guidance. AJR Am J Roentgenol 174:323–331

23. Lencioni R, Crocetti L (2007) Radiofrequency ablation of liver cancer. Tech Vasc Interv Radiol 10:38–46

24. Pereira PL, Trübenbach J, Schmidt D (2003) [Radiofrequency ablation: basic principles, techniques and challenges]. Rofo 175:20–27

27. Goldberg SN, Gazelle GS (2001) Radiofrequency tissue ablation: physical principles and techniques for increasing coagulation necrosis. Hepatogastroenterology 48:359–367

28. Ritz J-P, Lehmann KS, Isbert C, Reissfelder C, Albrecht T, Stein T, Buhr HJ (2006) Invivo evaluation of a novel bipolar radiofrequency device for interstitial thermotherapy of liver tumors during normal and interrupted hepatic perfusion. J Surg Res 133:176–184

29. Zurbuchen U, Frericks B, Roggan A, Lehmann K, Bössenroth D, Buhr H-J, Ritz J-P (2009) Ex vivo evaluation of a bipolar application concept for radiofrequency ablation. Anticancer Res 29:1309–1314

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Singulus


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