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13 gesichtete, geschützte Fragmente: Plagiat

[1.] Chh/Fragment 003 02 - Diskussion
Bearbeitet: 27. October 2014, 20:17 Singulus
Erstellt: 9. October 2014, 10:43 (Hindemith)
Chh, Fragment, Gesichtet, Lehmann 2014, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 3, Zeilen: 2-7, 10-14, 15-22
Quelle: Lehmann 2014
Seite(n): 5, 6, Zeilen: 5: letzter Abschnitt; 6: 1ff
1.1. In-situ-Ablationsverfahren

In-situ-Ablationsverfahren wurden in den letzten 25 Jahren als alternative Behandlungsmethoden für die Therapie von Tumoren und Metastasen parenchymatöser Organe entwickelt. Hierbei handelt es sich um Verfahren, wie die RFA, die LITT, die Kryotherapie, die selektive interne Radiotherapie (SIRT) oder die Mikrowellenablation [1].[...] Von der Vielzahl an Verfahren sind die hyperthermen Ablationstechniken RFA und LITT klinisch am weitesten etabliert [6]. Zudem liegt zu diesen Verfahren eine umfangreiche Evidenzbasis vor. Im engeren Sinne werden deshalb im Folgenden unter dem Begriff „In-situ-Ablationsverfahren“ die hyperthermen Techniken RFA und LITT beschrieben.

[...]

Bei den hyperthermen In-situ-Ablationsverfahren werden Tumore/ Metastasen durch Zufuhr thermischer Energie innerhalb des jeweiligen Organs, also in-situ zerstört. Die hierbei verwendeten nadelförmigen Applikatoren werden direkt in den zu destruierenden Tumor eingebracht (Abb. 1). Dies kann sowohl perkutan, als auch offen chirurgisch erfolgen [7,8]. Die im Zielgewebe entstehenden Temperaturen führen zur Ausbildung einer Thermonekrose des Tumorgewebes. In-situ-Ablationsverfahren werden sowohl als Monotherapie, als auch in Kombination mit einer chirurgischen Resektion angewendet, um bei primär inoperabel erscheinenden [Metastasen noch eine vollständige Tumordestruktion erzielen zu können.]


1. Barber FD, Mavligit G, Kurzrock R. Hepatic arterial infusion chemotherapy for metastatic colorectal cancer: a concise overview. Cancer Treat Rev. 2004; 30: 425-36.

6. Habash RWY, Bansal R, Krewski D, Alhafid HT. Thermal therapy, Part III: ablation techniques. Crit Rev Biomed Eng 2007; 35:37–121

7. Hammill CW, Billingsley KG, Cassera MA, Wolf RF, Ujiki MB, Hansen PD. Outcome after laparoscopic radiofrequency ablation of technically resectable colorectal liver metastases. Ann Surg Oncol 2011; 18:1947–1954

8. Bown SG. Phototherapy in tumors. World J Surg 1983; 7:700–709

1.2. In-situ-Ablation von Lebermetastasen

In-situ-Ablationsverfahren wurden in den letzten 25 Jahren als alternative Behandlungsmethoden für die Therapie von Lebermetastasen entwickelt. Hierbei handelt es sich um Verfahren, wie die Radiofrequenzablation (RFA), die laserinduzierte Thermotherapie

[Seite 6]

(LITT), die Kryotherapie, die selektive interne Radiotherapie (SIRT) oder die Mikrowellenablation [7]. [...] Von der Vielzahl an Verfahren sind die hyperthermen Ablationstechniken RFA und LITT klinisch am weitesten etabliert [8]. Zudem liegt zu diesen Verfahren eine umfangreiche Evidenzbasis vor. Im engeren Sinne werden deshalb im Folgenden unter dem Begriff „In-situ-Ablationsverfahren“ die hyperthermen Techniken RFA und LITT beschrieben.

[...]

Bei den hyperthermen in-situ-Ablationsverfahren werden Lebertumore durch Zufuhr thermischer Energie innerhalb der Leber, also in-situ zerstört. Die hierbei verwendeten nadelförmigen Applikatoren werden direkt in den zu destruierenden Tumor eingebracht (Abbildung 1). Dies kann sowohl perkutan, als auch chirurgisch während einer Laparoskopie oder Laparotomie erfolgen [6,9]. Die im Zielgewebe entstehenden Temperaturen führen zur Ausbildung einer Thermonekrose des Tumorgewebes. In-situ-Ablationsverfahren werden sowohl als Monotherapie, als auch in Kombination mit einer chirurgischen Resektion angewendet, um bei primär inoperabel erscheinenden Metastasen noch eine vollständige Tumordestruktion erzielen zu können.


6. Loss M, Jung EM, Scherer MN, Farkas SA, Schlitt HJ (2010) [Surgical treatment of liver metastases]. Chirurg 81:533–541

7. Pathak S, Jones R, Tang JMF, Parmar C, Fenwick S, Malik H, Poston G (2011) Ablative Therapies for Colorectal Liver Metastases (CRLM): a Systematic Review. Colorectal Dis 13:252–265

8. Habash RWY, Bansal R, Krewski D, Alhafid HT (2007) Thermal therapy, Part III: ablation techniques. Crit Rev Biomed Eng 35:37–121

9. Hammill CW, Billingsley KG, Cassera MA, Wolf RF, Ujiki MB, Hansen PD (2011) Outcome after laparoscopic radiofrequency ablation of technically resectable colorectal liver metastases. Ann Surg Oncol 18:1947–1954

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Singulus

[2.] Chh/Fragment 004 06 - Diskussion
Bearbeitet: 27. October 2014, 19:42 Singulus
Erstellt: 9. October 2014, 10:50 (Hindemith)
Chh, Fragment, Gesichtet, Lehmann 2014, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 4, Zeilen: 6-39
Quelle: Lehmann 2014
Seite(n): 6, 7, Zeilen: 6: letzter Abschnitt; 7: 1ff
Allerdings kann im Gegensatz zur chirurgischen Resektion bei den in-situ-Ablationsverfahren keine histologische Untersuchung und somit keine Sicherung der vollständigen Tumorzerstörung erfolgen. Der Therapieplanung kommt somit eine besondere Bedeutung zu.

1.1.1. Technik der Laserinduzierten Thermotherapie

Das Prinzip der LITT wurde bereits 1983 beschrieben [8]. Für die LITT werden ein oder mehrere Laserapplikatoren mittels Punktion in den Tumor eingebracht. Das durch den Applikator in das Gewebe abgestrahlte Laserlicht wird absorbiert und führt zu einer lokalen Temperaturerhöhung zwischen 45 und 150 °C und damit zur Gewebekoagulation. Hierdurch entstehen eine sofortige, sowie durch eine Denaturierung von Proteinen verzögerte Gewebenekrose. Bei adäquater Dosierung kann so eine vollständige Tumordestruktion einschließlich des in der chirurgischen Resektion geforderten Sicherheitssaumes erzielt werden.

Für die LITT werden optische Fasern eingesetzt, die geeignet sind, eine hohe Laserenergie in die Zielregion einzubringen. Wegen ihrer großen optischen Eindringtiefe werden Laser des nahen Infrarotlichtes verwendet (Wellenlänge 800 – 1200 nm), wobei klinisch überwiegend Nd:YAG-Laser (Neodym-dotierter Yttrium- Aluminium-Granat-Laser) mit einer Wellenlänge von 1064 nm benutzt werden. Je nach Ausdehnung des Tumors kann eine Behandlung durch Einfachapplikation oder auch durch simultane bzw. fraktionierte Mehrfachapplikation erfolgen. Es stehen verschiedene Applikatortypen zur Verfügung, die für unterschiedliche Leistungsbereiche und Tumorgrößen optimiert sind [5,15-17].

Auf die Ausbreitung des Laserlichtes im Gewebe nehmen die Wellenlänge des Laserlichtes, die Art und Anzahl der Applikatoren und die Dauer der Laserexposition Einfluss. Im Gegensatz zu diesen externen, vom Anwender beeinflussbaren, Faktoren stehen die spezifischen optischen Parameter des laserbehandelten Gewebes (Absorptionskoeffizient, Streukoeffizient, Anisotropiefaktor, optische Eindringtiefe), welche eine wesentliche Rolle in der Laser-Gewebe-Interaktion spielen und das Läsionsvolumen im Gewebe bestimmen [18].

1.1.2. Technik der Radiofrequenzablation (RFA)

Dem Prinzip der RFA liegt die interstitielle Tumordestruktion durch hochfrequenten Wechselstrom zugrunde. Eine oder mehrere Nadelelektroden (Applikatoren) werden in den Tumor eingebracht.


5. Ritz JP, Isbert C, Roggan A, Buhr HJ, Germer CT Laser-induced thermotherapy of liver metastases. Front Radiat Ther Oncol 2004; 38: 106-121

8. Bown SG. Phototherapy in tumors. World J Surg 1983; 7:700–709

15. Germer CT, Roggan A, Ritz JP, Isbert C, Albrecht D, Muller G, Buhr HJ. Optical properties of native and coagulated human liver tissue and liver metastases in the near infrared range. Lasers Surg Med 1998; 23:194–203

16. Albrecht D, Germer CT, Isbert C, Ritz JP, Roggan A, Muller G, Buhr HJ. Interstitial laser coagulation: evaluation of the effect of normal liver blood perfusion and the application mode on lesion size. Lasers Surg Med 1998; 23:40–47

17. Vogl TJ, Straub R, Eichler K, Sollner O, Mack MG. Colorectal carcinoma metastases in liver: laser-induced interstitial thermotherapy--local tumor control rate and survival data. Radiology 2004: 230:450–458

18. Ritz JP, Isbert C, Roggan A, Germer CT, Albrecht D, Buhr HJ. Thermal laser dosimetry in treatment of liver tumors--correlation of optical tissue parameters with in vivo temperature distribution in VX-2 tumors and healthy liver tissue] [sic]. Langenbecks Arch Chir Suppl Kongressbd 1998; 115:1445–1447

Im Gegensatz zur chirurgischen Resektion kann bei den in-situ-Ablationsverfahren keine histologische Untersuchung und somit keine Sicherung der vollständigen Tumorzerstörung erfolgen. Der Therapieplanung kommt somit eine besondere Bedeutung zu.

[Seite 7]

1.2.1. Technik der Laserinduzierten Thermotherapie (LITT)

Das Prinzip der LITT wurde bereits 1983 beschrieben [10]. Für die LITT werden ein oder mehrere Laserapplikatoren mittels Punktion in den Tumor eingebracht. Das durch den Applikator in das Gewebe abgestrahlte Laserlicht wird absorbiert und führt zu einer lokalen Temperaturerhöhung zwischen 45 und 150 °C und damit zur Gewebekoagulation. Hierdurch entstehen eine sofortige, sowie eine verzögerte Gewebenekrose. Bei adäquater Dosierung kann so eine vollständige Tumordestruktion einschließlich des in der chirurgischen Resektion geforderten Sicherheitssaumes erzielt werden.

Für die LITT werden optische Fasern eingesetzt, die geeignet sind, eine hohe Laserenergie in die Zielregion einzubringen. Wegen ihrer großen optischen Eindringtiefe werden Laser des nahen Infrarot verwendet (Wellenlänge 800 – 1200 nm), wobei klinisch überwiegend Nd:YAG-Laser (Neodym-dotierter Yttrium-Aluminium-Granat-Laser) mit einer Wellenlänge von 1064 nm benutzt werden. Je nach Ausdehnung des Tumors kann eine Behandlung durch Einfachapplikation oder auch durch simultane bzw. fraktionierte Mehrfachapplikation erfolgen. Es stehen verschiedene Applikatortypen zur Verfügung, die für unterschiedliche Leistungsbereiche und Tumorgrößen optimiert sind [11–14].

Auf die Ausbreitung des Laserlichtes im Gewebe nehmen die Wellenlänge des Laserlichtes, die Art und Anzahl der Applikatoren und die Dauer der Laserexposition Einfluss. Im Gegensatz zu diesen externen, vom Anwender beeinflussbaren, Faktoren stehen die spezifischen optischen Parameter des laserbehandelten Gewebes (Absorptionskoeffizient, Streukoeffizient, Anisotropiefaktor, optische Eindringtiefe), welche eine wesentliche Rolle in der Laser-Gewebe-Interaktion spielen und das Läsionsvolumen im Gewebe bestimmen [15,16].

1.2.2. Technik der Radiofrequenzablation (RFA)

[...]

Dem Prinzip der RFA liegt die interstitielle Tumordestruktion durch hochfrequenten Wechselstrom zugrunde. Eine oder mehrere Nadelelektroden (Applikatoren) werden in den Tumor eingebracht.


10. Bown SG (1983) Phototherapy in tumors. World J Surg 7:700–709

11. Germer CT, Roggan A, Ritz JP, Isbert C, Albrecht D, Muller G, Buhr HJ (1998) Optical properties of native and coagulated human liver tissue and liver metastases in the near infrared range. Lasers Surg Med 23:194–203

12. Albrecht D, Germer CT, Isbert C, Ritz JP, Roggan A, Muller G, Buhr HJ (1998) Interstitial laser coagulation: evaluation of the effect of normal liver blood perfusion and the application mode on lesion size. Lasers Surg Med 23:40–47

13. Ritz JP, Isbert C, Roggan A, Buhr HJ, Germer CT (2004) Laser-induced thermotherapy of liver metastases. Front Radiat Ther Oncol 38:106–121

14. Vogl TJ, Straub R, Eichler K, Sollner O, Mack MG (2004) Colorectal carcinoma metastases in liver: laser-induced interstitial thermotherapy--local tumor control rate and survival data. Radiology 230:450–458

15. Cheong W, Prahl S, Welch A A review of the optical properties of biological tissues. IEEE J Quant Electron 26:2166–2185

16. Ritz JP, Isbert C, Roggan A, Germer CT, Albrecht D, Buhr HJ (1998) [Thermal laser dosimetry in treatment of liver tumors--correlation of optical tissue parameters with in vivo temperature distribution in VX-2 tumors and healthy liver tissue]. Langenbecks Arch Chir Suppl Kongressbd 115:1445–1447

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

In der Literaturangabe Nr. 16 der Quelle steht der Titel der Arbeit in eckigen Klammern. Bei der Übernahme (Nr. 18 in der untersuchten Arbeit) wird nur die Klammer zu Beginn des Titels entfernt.

In der Literaturangabe Nr. 15 der Quelle fehlt die Jahresangabe. Diese Literaturangabe wird nicht übernommen.

Sichter
(Hindemith) Singulus

[3.] Chh/Fragment 005 01 - Diskussion
Bearbeitet: 27. October 2014, 19:52 Singulus
Erstellt: 9. October 2014, 11:10 (Hindemith)
Chh, Fragment, Gesichtet, Lehmann 2014, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 5, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Lehmann 2014
Seite(n): 7, 8, 9, Zeilen: 7: 31ff; 8: 1ff
[Die Applikation kann je nach Tumorlokalisation, Anzahl] der Tumore, Tumorgröße, anatomischer Situation und weiterer Faktoren perkutan oder offen chirurgisch eingebracht werden. Hochfrequenter Wechselstrom von 375 bis 480 kHz wird über einen Generator eingeleitet und führt über Ionenbewegung zu einer Erhitzung des Zielgewebes. Eine Gewebeerhitzung von 50 - 55 °C über 4 - 6 Minuten führt durch eine irreversible Proteinkoagulation zum Zelltod. Ab 60 °C wird durch eine im Gewebe entstehende Koagulationsnekrose ein sofortiger Zelltod erzielt. Bei Temperaturen von mehr als 100 °C wird Gewebe vaporisiert und karbonisiert [19-22].

Die RFA wurde initial als monopolares System entwickelt. Hierbei wird ein hochfrequentes Spannungsfeld zwischen der punktförmigen Fläche des Applikators und einer großflächigen, am Patienten angebrachten Neutralelektrode hergestellt. Dieses Design führt zu einer hohen Stromdichte in Umgebung des Applikators und damit zur lokalen Gewebeerhitzung. Das genaue Ausmaß der Thermodestruktion ist von einer Vielzahl von Faktoren, wie z.B. Gewebeleitfähigkeit, technischem Design von Generator, Applikator und Neutralelektrode, umgebenden Organen und Strukturen abhängig und schwer vorherzusagen [23,24]. Der unkontrollierte Stromfluss kann zudem zu thermischen Schäden an benachbarten Organstrukturen, zu Hautverbrennungen, verminderter Effektivität und einer daraus resultierenden erhöhten Lokalrezidivrate führen [25].

Eine Weiterentwicklung stellt die bipolare RFA dar, welche die o.g. Probleme der monopolaren Technik vermeidet. Bipolare RFA-Applikatoren tragen jeweils eine voneinander isolierte positive und negative Elektrode, zwischen denen der Stromfluss stattfindet (Abb. 2). Der Energieeintrag ist somit über eine kurze Distanz gerichtet und kann genauer kontrolliert werden [26,27].

Chh 05a diss.png

Abbildung 2: a) Thermoläsion einer bipolaren RFA. Makroansicht der Spitze eines bipolaren Applikators mit zwei voneinander isolierten Elektroden. b) Schematische Darstellung der multipolaren RFA. Drei bipolare Applikatoren mit insgesamt sechs einzelnen Elektroden, welche alternierend untereinander verschaltet sind.


19. Wong SL, Mangu PB, Choti MA, Crocenzi TS, Dodd GD, Dorfman GS, Eng C, Fong Y, Giusti AF, Lu D, Marsland TA, Michelson R, Poston GJ, Schrag D, Seidenfeld J, Benson AB (2010) American Society of Clinical Oncology 2009 clinical evidence review on radiofrequency ablation of hepatic metastases from colorectal cancer. J Clin Oncol 28:493–508

20. Curley SA (2001) Radiofrequency ablation of malignant liver tumors. Oncologist 6:14–23

21. Goldberg SN, Gazelle GS, Mueller PR (2000) Thermal ablation therapy for focal malignancy: a unified approach to underlying principles, techniques, and diagnostic imaging guidance. AJR Am J Roentgenol 174:323–331

22. Lencioni R, Crocetti L (2007) Radiofrequency ablation of liver cancer. Tech Vasc Interv Radiol 10:38–46

23. Pereira PL, Trübenbach J, Schmidt D (2003) [Radiofrequency ablation: basic principles, techniques and challenges]. Rofo 175:20–27

24. Goldberg SN, Gazelle GS (2001) Radiofrequency tissue ablation: physical principles and techniques for increasing coagulation necrosis. Hepatogastroenterology 48:359–367

25. Mulier S, Ni Y, Jamart J, Ruers T, Marchal G, Michel L (2005) Local recurrence after hepatic radiofrequency coagulation: multivariate metaanalysis and review of contributing factors. Ann Surg 242:158–171

26. Ritz J-P, Lehmann KS, Isbert C, Reissfelder C, Albrecht T, Stein T, Buhr HJ. In-vivo evaluation of a novel bipolar radiofrequency device for interstitial thermotherapy of liver tumors during normal and interrupted hepatic perfusion. J Surg Res 2006; 133:176–184

27. Zurbuchen U, Frericks B, Roggan A, Lehmann K, Bössenroth D, Buhr H-J, Ritz J-P. Ex vivo evaluation of a bipolar application concept for radiofrequency ablation. Anticancer Res 2009; 29:1309–1314

Die Applikation kann je nach Tumorlokalisation, Anzahl der Tumore, Tumorgröße, anatomischer Situation und weiterer Faktoren perkutan, während einer Laparoskopie oder während einer Laparotomie erfolgen. Hochfrequenter Wechselstrom von 375 bis 480 kHz wird über einen Generator eingeleitet und führt über Ionenbewegung zu einer Erhitzung des Zielgewebes. Eine Gewebeerhitzung von 50 - 55 °C über 4 - 6 Minuten führt durch eine irreversible Proteinkoagulation zum Zelltod. Ab 60 °C wird

[Seite 8]

ein sofortiger Zelltod erzielt, bei Temperaturen von mehr als 100 °C wird Gewebe vaporisiert und karbonisiert [20–23]. [...]

[...]

Monopolare RFA: Die RFA wurde initial als monopolares System entwickelt. Hierbei wird ein hochfrequentes Spannungsfeld zwischen der punktförmigen Fläche des Applikators und einer großflächigen, am Patienten angebrachten Neutralelektrode hergestellt. Dieses Design führt zu einer hohen Stromdichte in Umgebung des Applikators und damit zur lokalen Gewebeerhitzung. Das genaue Ausmaß der Thermodestruktion ist von einer Vielzahl von Faktoren, wie z.B. Gewebeleitfähigkeit, technischem Design von Generator, Applikator und Neutralelektrode, umgebenden Organen und Strukturen abhängig und schwer vorherzusagen [18,24,27]. Der unkontrollierte Stromfluss kann zudem zu thermischen Schäden an benachbarten Organstrukturen, zu Hautverbrennungen, verminderter Effektivität und einer daraus resultierenden erhöhten Lokalrezidivrate führen [19].

Bipolare und multipolare RFA: Eine Weiterentwicklung stellt die bipolare RFA dar, welche die o.g. Probleme der monopolaren Technik vermeidet. Bipolare RFA-Applikatoren tragen jeweils eine voneinander isolierte positive und negative Elektrode, zwischen de-

[Seite 9]

nen der Stromfluss stattfindet (Abbildung 2). Der Energieeintrag ist somit über eine kurze Distanz gerichtet und kann genauer kontrolliert werden [28,29]. [...]

Chh 05a source.png

Abbildung 2: a) Thermoläsion einer bipolaren RFA. Makroansicht der Spitze eines bipolaren Applikators mit zwei voneinander isolierten Elektroden. b) Prinzip der multipolaren RFA. Drei bipolare Applikatoren mit insgesamt sechs einzelnen Elektroden werden synchron in den Tumor eingebracht (links: Längsschnitt, rechts: Querschnitt).


18. Helmberger T (2010) [Interventional procedures for hepatic metastases]. Chirurg 81:542–550

19. Mulier S, Ni Y, Jamart J, Ruers T, Marchal G, Michel L (2005) Local recurrence after hepatic radiofrequency coagulation: multivariate meta-analysis and review of contributing factors. Ann Surg 242:158–171

20. Wong SL, Mangu PB, Choti MA, Crocenzi TS, Dodd GD, Dorfman GS, Eng C, Fong Y, Giusti AF, Lu D, Marsland TA, Michelson R, Poston GJ, Schrag D, Seidenfeld J, Benson AB (2010) American Society of Clinical Oncology 2009 clinical evidence review on radiofrequency ablation of hepatic metastases from colorectal cancer. J Clin Oncol 28:493–508

21. Curley SA (2001) Radiofrequency ablation of malignant liver tumors. Oncologist 6:14–23

22. Goldberg SN, Gazelle GS, Mueller PR (2000) Thermal ablation therapy for focal malignancy: a unified approach to underlying principles, techniques, and diagnostic imaging guidance. AJR Am J Roentgenol 174:323–331

23. Lencioni R, Crocetti L (2007) Radiofrequency ablation of liver cancer. Tech Vasc Interv Radiol 10:38–46

24. Pereira PL, Trübenbach J, Schmidt D (2003) [Radiofrequency ablation: basic principles, techniques and challenges]. Rofo 175:20–27

27. Goldberg SN, Gazelle GS (2001) Radiofrequency tissue ablation: physical principles and techniques for increasing coagulation necrosis. Hepatogastroenterology 48:359–367

28. Ritz J-P, Lehmann KS, Isbert C, Reissfelder C, Albrecht T, Stein T, Buhr HJ (2006) Invivo evaluation of a novel bipolar radiofrequency device for interstitial thermotherapy of liver tumors during normal and interrupted hepatic perfusion. J Surg Res 133:176–184

29. Zurbuchen U, Frericks B, Roggan A, Lehmann K, Bössenroth D, Buhr H-J, Ritz J-P (2009) Ex vivo evaluation of a bipolar application concept for radiofrequency ablation. Anticancer Res 29:1309–1314

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Singulus

[4.] Chh/Fragment 006 01 - Diskussion
Bearbeitet: 27. October 2014, 20:12 Singulus
Erstellt: 9. October 2014, 11:59 (Hindemith)
Chh, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Lehmann 2014, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 1-16, 28-39
Quelle: Lehmann 2014
Seite(n): 5, 9, Zeilen: 5: 20ff; 9: 5ff
Während die bipolare Applikation typische Probleme der monopolaren RFA vermeidet, sind für die klinische Anwendung häufig größere Ablationsvolumina erforderlich. Die Technik wurde daher zur Effektivitätssteigerung als multipolare RFA weiterentwickelt. Bei der multipolaren RFA werden mehrere bipolare Applikatoren zeitgleich in oder nahe um den Tumor eingebracht (Abbildung 2). Klinisch werden meist drei bipolare Applikatoren verwendet, so dass für die Ablation sechs einzelne Elektroden zur Verfügung stehen. Mit einem speziell für diese Technik entwickelten Generator werden die Elektroden alternierend untereinander verschaltet. Hierbei stehen 15 verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, welche vom Generator automatisch nach der Gewebeimpedanz und damit nach dem Grad der Austrocknung und Karbonisation des Gewebes dynamisch ausgewählt werden. Durch diese Technik wird die Koagulationsnekrose entsprechend der Bio-Heat- Gleichung vergrößert und damit eine höhere Effektivität erreicht. Die einzelnen, sich zwischen den Elektrodenpaaren entwickelnden Koagulationsareale konfluieren zu einer Thermonekrose, die einen Durchmesser von bis zu 90 mm bei einem Volumen von bis zu 52 cm3 erreichen kann [28-30].

[...]

Bislang ist die chirurgische Resektion von Lebermetastasen das einzige Therapieverfahren mit gesicherter kurativer Zielsetzung. Die Leberteilresektion hat je nach Resektionsausmaß und Erfahrung des operierenden Zentrums eine Operationsletalität von 3 - 5 % bei einer Fünfjahresüberlebensrate von 20 - 40 % [31,39-41]. Unter Berücksichtigung prognoserelevanter Faktoren kommen jedoch nur 6 - 15 % der Patienten für eine chirurgische Resektion in Betracht [40]. Nach potentiell kurativer Leberresektion muss zusätzlich in bis zu 70 % der Patienten mit einem Rezidiv in der Restleber gerechnet werden [39]. Für eine Re-Resektion kommen weniger als 30 % der Patienten in Betracht.

Hieraus ergibt sich für die Mehrzahl der Patienten mit Lebermetastasen kolorektalen Ursprungs die Forderung nach alternativen, parenchymsparenden und wiederholbaren Behandlungsstrategien.


28. Frericks BB, Ritz JP, Roggan A, Wolf KJ, Albrecht T. Multipolar radiofrequency ablation of hepatic tumors: initial experience. Radiology 2005; 237:1056–1062

29. Ritz JP, Lehmann KS, Reissfelder C, Albrecht T, Frericks B, Zurbuchen U, Buhr HJ. Bipolar radiofrequency ablation of liver metastases during laparotomy. First clinical experiences with a new multipolar ablation concept. Int J Colorectal Dis 2006; 21:25–32

30. Snoeren N, van Hillegersberg R. Radiofrequency ablation for liver tumors: going multipolar? Expert Rev Med Devices 2011; 8:1–2

31. Chua TC, Morris DL (2012) Therapeutic potential of surgery for metastatic colorectal cancer. Scand J Gastroenterol 47:258–268

39. Brouquet A, Andreou A, Vauthey J-N. The management of solitary colorectal liver metastases. Surgeon 2011; 9:265–272

40. Cummings LC, Payes JD, Cooper GS. Survival after hepatic resection in metastatic colorectal cancer: a population-based study. Cancer 2007; 109:718–726

41. Loss M, Jung EM, Scherer MN, Farkas SA, Schlitt HJ. Surgical treatment of liver metastases] [sic]. Chirurg 2010; 81:533–541

Bislang ist die chirurgische Resektion von Lebermetastasen das einzige Therapieverfahren mit gesicherter kurativer Zielsetzung. Die Leberteilresektion hat je nach Resektionsausmaß und Erfahrung des operierenden Zentrums eine Operationsletalität von 3 - 5 % bei einer Fünfjahresüberlebensrate von 20 - 40 % [1,4–6]. Unter Berücksichtigung prognoserelevanter Faktoren kommen jedoch nur 6 - 15 % der Patienten für eine chirurgische Resektion in Betracht [5]. Nach potentiell kurativer Leberresektion muss zusätzlich in bis zu 70 % der Patienten mit einem Rezidiv in der Restleber gerechnet werden [4]. Für eine Re-Resektion kommen weniger als 30 % der Patienten in Betracht.

Hieraus ergibt sich für die Mehrzahl der Patienten mit Lebermetastasen kolorektalen Ursprungs die Forderung nach alternativen, parenchymsparenden und wiederholbaren Behandlungsstrategien.

[Seite 9]

Während die bipolare Applikation typische Probleme der monopolaren RFA vermeidet, sind für die klinische Anwendung häufig größere Ablationsvolumina erforderlich. Die Technik wurde daher zur Effektivitätssteigerung als multipolare RFA weiterentwickelt. Bei der multipolaren RFA werden mehrere bipolare Applikatoren zeitgleich in oder nahe um den Tumor eingebracht (Abbildung 2). Klinisch werden meist drei bipolare Applikatoren verwendet, so dass für die Ablation sechs einzelne Elektroden zur Verfügung stehen. Mit einem speziell für diese Technik entwickelten Generator werden die Elektroden alternierend untereinander verschaltet. Hierbei stehen 15 verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, welche vom Generator automatisch nach der Gewebeimpedanz und damit nach dem Grad der Austrocknung und Karbonisation des Gewebes dynamisch ausgewählt werden. Durch diese Technik wird die Koagulationsnekrose entsprechend der Bio- Heat-Gleichung vergrößert und damit eine höhere Effektivität erreicht. Die einzelnen, sich zwischen den Elektrodenpaaren entwickelnden Koagulationsareale konfluieren zu einer Thermonekrose, die einen Durchmesser von bis zu 90 mm bei einem Volumen von bis zu 52 cm3 erreichen kann [30–32].


1. Chua TC, Morris DL (2012) Therapeutic potential of surgery for metastatic colorectal cancer. Scand J Gastroenterol 47:258–268

4. Brouquet A, Andreou A, Vauthey J-N (2011) The management of solitary colorectal liver metastases. Surgeon 9:265–272

5. Cummings LC, Payes JD, Cooper GS (2007) Survival after hepatic resection in metastatic colorectal cancer: a population-based study. Cancer 109:718–726

6. Loss M, Jung EM, Scherer MN, Farkas SA, Schlitt HJ (2010) [Surgical treatment of liver metastases]. Chirurg 81:533–541

30. Frericks BB, Ritz JP, Roggan A, Wolf KJ, Albrecht T (2005) Multipolar radiofrequency ablation of hepatic tumors: initial experience. Radiology 237:1056–1062

31. Ritz JP, Lehmann KS, Reissfelder C, Albrecht T, Frericks B, Zurbuchen U, Buhr HJ (2006) Bipolar radiofrequency ablation of liver metastases during laparotomy. First clinical experiences with a new multipolar ablation concept. Int J Colorectal Dis 21:25–32

32. Snoeren N, van Hillegersberg R (2011) Radiofrequency ablation for liver tumors: going multipolar? Expert Rev Med Devices 8:1–2

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Die eckigen Klammern aus der Quellenangabe Nr. 16 wurden bei der Übernahme unvollständig entfernt.

Sichter
(Hindemith) Singulus

[5.] Chh/Fragment 008 16 - Diskussion
Bearbeitet: 31. October 2014, 19:19 Singulus
Erstellt: 9. October 2014, 09:19 (Hindemith)
Chh, Fragment, Gesichtet, Ritz 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 16-30, 32-34, 37-39
Quelle: Ritz 2006
Seite(n): 21, Zeilen: 1ff
1.3. Problemstellung und Zielsetzung

Sekundär bösartige Neubildungen parenchymatöser Organe infolge einer Metastasierung stellen eine der häufigsten onkologischen Erkrankungen dar und beeinflussen wesentlich die Prognose der betroffenen Patienten. Bislang ist die chirurgische Resektion von parenchymatösen Tumoren das einzige Therapieverfahren mit gesicherter kurativer Zielsetzung. Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung kann jedoch aus onkologischen und operationstechnischen Gründen nur eine Minderheit der Patienten einer chirurgischen Therapie zugeführt werden. Zusätzliche Probleme stellen die vom Ausmaß der Parenchymverluste abhängige Komplikationsrate der chirurgischen Therapie sowie das Risiko eines Rezidivs nach erfolgter Resektion dar. Um diesen Problemen entgegenzuwirken wurden in den letzten Jahren In-situ-Ablationsverfahren als Alternative zur chirurgischen Resektion entwickelt, welche perkutan oder offen chirurgisch zur Anwendung kommen können. Hierbei haben vor allem die RFA und die LITT klinische Verbreitung gefunden. [...] Diese lokalen Verfahren bieten die Möglichkeit die Tumore zu zerstören, ohne das umliegende gesunde Parenchym wesentlich zu beeinflussen und können im Falle eines Rezidivs wiederholt eingesetzt werden. [...] Limitiert wird der sichere klinische Einsatz der In-situ-Ablation bislang vorwiegend durch technische und onkologische Kriterien. Hierzu zählen vor allem:

1.7 Problemstellung und Zielsetzung

Sekundäre bösartige Neubildungen in der Leber stellen eine der häufigsten onkologischen Erkrankungen dar und beeinflussen wesentlich die Prognose der betroffenen Patienten. Bislang gilt lediglich das lokale Verfahren der chirurgischen Resektion als die einzige potentiell kurative Behandlungsoption für Lebertumoren. Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung kann jedoch aus onkologischen oder operationstechnischen Gründen nur eine Minderheit der Patienten einer chirurgischen Therapie zugeführt werden. Zusätzliche Probleme stellen die vom Ausmaß der Parenchymverlustes [sic] abhängige Komplikationsrate der chirurgischen Therapie sowie das Risiko der intrahepatischen Rezidive nach erfolgter Resektion dar. Um diesen Problemen entgegenzuwirken, wurden in den letzten Jahren In-Situ-Ablationsverfahren als Alternative zur chirurgischen Resektion entwickelt, bei denen ein percutan, laparoskopisch oder per Laparotomie eingebrachter Applikator zur lokalen thermischen Zerstörung des Tumorgewebes verwendet wird. Vor allem die Radiofrequenztherapie und die laserinduzierte Thermotherapie haben dabei klinische Verbreitung gefunden. Diese lokalen Verfahren bieten die Möglichkeit, komplikationsarm und minimal invasiv Tumoren zu zerstören, ohne das umliegende gesunde Leberparenchym wesentlich zu beeinflussen und können im Falle eines Rezidivs wiederholt eingesetzt werden. Obwohl randomisierte Studien bislang fehlen, scheinen vor allem Patienten mit lokal begrenzter Tumorerkrankung von diesen Verfahren zu profitieren. Limitiert wird der sichere klinische Einsatz der In-Situ Ablation bislang vorwiegend durch technische und onkologische Kriterien. Hierzu zählen vor allem:

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Singulus

[6.] Chh/Fragment 009 01 - Diskussion
Bearbeitet: 3. November 2014, 17:01 Singulus
Erstellt: 9. October 2014, 09:28 (Hindemith)
Chh, Fragment, Gesichtet, Ritz 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 1-7
Quelle: Ritz 2006
Seite(n): 21, Zeilen: 21ff
[Hierzu zählen vor allem:]
  • Die Kenntnis der Lichtausbreitung im Gewebe, um eine Vorhersage über das Ausmaß der entstehenden Thermoläsionen zu treffen und die geeigneten Applikationsparameter für eine vollständige Tumorzerstörung im Vorfeld der Behandlung festlegen zu können.
  • Die sichere Induktion ausreichend großer Läsionen mit vollständiger intraläsionärer Zerstörung des Zielgewebes unter Schonung der umliegenden Strukturen.
Hierzu zählen vor allem:

[...]

II. Die sichere Induktion ausreichend großer Läsionen in der Radiofrequenztherapie und laserinduzierten Thermotherapie mit vollständiger intraläsionärer Zerstörung des Zielgewebes, inklusive eines Sicherheitssaumes, zur Verhinderung eines Lokalrezidivs.

III. Die Kenntnis der Licht- und Wärmeausbreitung im Gewebe, um eine Vorhersage über das Ausmaß der entstehenden Thermoläsion zu treffen und die geeigneten Applikationsparameter für eine vollständige Tumorzerstörung im Vorfeld der Behandlung festlegen zu können.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Fortsetzung der Übernahme von der Vorseite: Chh/Fragment 008 16

Sichter
(Hindemith) Singulus

[7.] Chh/Fragment 071 01 - Diskussion
Bearbeitet: 12. October 2014, 13:12 Hindemith
Erstellt: 18. September 2014, 10:03 (SleepyHollow02)
Chh, Fragment, Gesichtet, Ritz 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 71, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Ritz 2006
Seite(n): 147-149, Zeilen: 147: 27 ff.; 148: 1 ff.; 149: 6ff
3. Diskussion

3.1. Bestimmung optischer Gewebeparameter von kolorektalen Lebermetastasen und deren Primärtumoren für die Dosimetrie der LITT

Optische Gewebeparameter unterliegen in Abhängigkeit von der Wellenlänge des verwendeten Lichtes, mit dem das Gewebe durchstrahlt wird, einer erheblichen Varianz [78]. Darüber hinaus stehen in der Literatur für humanes Lebermetastasengewebe bzw. für kolorektale Primärtumoren nur unzureichende Daten über die optischen Parameter zur Verfügung [79]. In der hier durchgeführten Arbeit erfolgte die Bestimmung der optischen Parameter von Lebermetastasengewebe und Gewebe kolorektaler Karzinome bei drei ausgewählten Wellenlängen, die für die LITT relevant sind (850, 980, 1064 nm, Dioden-Laser, Neodym:YAG-Laser). Um die Möglichkeiten zur Bestimmung von optischen Parametern zu vereinfachen, sollten in einem weiteren Versuchsansatz die Unterschiede bzw. Übereinstimmungen von Lebermetastasen und deren kolorektalen Primärtumoren verglichen werden.

Da Ravikumar bereits zeigen konnte, dass durch eine Thermokoagulation selbst Veränderungen der optischen Parameter entstehen [69], wurden darüber hinaus im gleichen experimentellen Ansatz die Veränderungen der optischen Parameter vor und nach vollständiger Thermokoagulation des Zielgewebes untersucht.

Die optischen Parameter wurden unter Anwendung eines Messplatzes nach dem Prinzip des „Doppel-Ulbrichkugel-Systems“ [sic] bestimmt. Der Messplatz besteht aus einer monochromatischen Lichtquelle und einer mit hochreflektierendem Material beschichteten Ulbrichkugel [sic], die mit Photodetektoren versehen ist. Das Doppel- Ulbrichkugel-System [sic] kann als Messverfahren mit der höchsten Präzision angesehen werden [78,80]. Berücksichtigt werden muss bei diesem methodischen Ansatz, dass die optischen Parameter in-vitro bestimmt werden. Dabei sind vor allem Unterschiede zur in-vivo Situation durch die Absorptionseigenschaften und Oxygenierung des Blutes zu erwarten [78]. Mit diesem System wurden eine Reihe von Untersuchungen zur Messung der optischen Eigenschaften von biologischem Gewebe durchgeführt [78,81,82].

Bei der Bestimmung der optischen Parameter von Metastasengewebe der Leber im nicht koagulierten Gewebezustand zeigten sich zwischen 850 nm und 1064 nm mit zunehmender Wellenlänge ein signifikanter Abfall des Absorptionskoeffizienten und des Streuungskoeffizienten bei einer nur geringen Veränderung des Anisotropiefaktors. Hieraus resultierte eine Zunahme der optischen Eindringtiefe. Der Bereich der geringsten Absorption und der höchsten Eindringtiefe korrelieren direkt [miteinander und lagen damit in dem von Parrish 1981 als „optisches Fenster von biologischen Gewebe“ bezeichneten Wellenlängenbereich [83].]


69. Ravikumar TS. Interstitial therapies for liver tumors. Surg Oncol Clin North Am 1996; 2: 365 – 377

78. Cheong WF, Prahl SA, Welch AJ A review of the optical properties of biological tissues. IEEE J Quant Electron 1990; 26: 2166–2185

79. Zhu D, Luo Q, Cen J Effects of dehydration on the optical properties of in vitro porcine liver. Lasers Surg Med 2003; 33: 226-231

80. Terenji A, Willmann S, Osterholz J, Hering P, Schwarzmaier HJ. Measurement of the Coagulation Dynamics of Bovine Liver Using the Modified Microscopic Beer-Lambert Law. Lasers Surg Med 2005; 36: 365 – 370

81. Jacques SL. Laser-tissue interactions; photochemical, photothermal and photomechanical. Surg Clin N Am 1992; 72: 531 – 558

82. Marchesini R, Pignoli E, Tomatis S, Fumagalli S, Sichirollo AE, Di Palma S, Dal Fante M, Spinelli P, Croce AC, Bottiroli G. Ex vivo optical properties of human colon tissue. Lasers Surg Med 1994; 15: 351-357

83. Parrish JA. New concepts in therapeutic photomedicine: photochemistry, optical targeting and the therapeutic window. J Invest Dermatol 1981; 77: 45- 50

Optische Gewebeparameter unterliegen in Abhängigkeit von der Wellenlänge des verwendeten Lichtes, mit dem das Gewebe durchstrahlt wird, einer erheblichen Varianz [41]. Darüber hinaus stehen in der Literatur für humanes Lebermetastasengewebe bzw. für kolorektale Primärtumore nur unzureichende Daten über die optischen Parameter zur Verfügung [275]. In der hier durchgeführten Versuchsreihe erfolgte die Bestimmung der

[Seite 148:]

optischen Parameter von Lebermetastasengewebe und Gewebe kolorektaler Karzinome bei drei ausgewählten Wellenlängen, die für die laserinduzierte Thermotherapie relevant sind (850, 980, 1064 nm, Dioden-Laser, Neodym:YAG-Laser). Um die Möglichkeiten zur Bestimmung von optischen Parametern zu vereinfachen, sollten in einem weiteren Versuchsansatz die Unterschiede bzw. Übereinstimmungen von Lebermetastasen und deren kolorektalen Primärtumoren verglichen werden. Die Probengewinnung wäre hier durch die in jedem Fall stattfindende Kolonoskopie gewährleistet und würde eine direkte Probengewinnung aus der Metastase unnötig machen.

Da aus der Literatur bekannt ist, dass durch eine Thermokoagulation selbst Veränderungen der optischen Parameter entstehen [31, 60, 147, 274], wurden darüber hinaus im gleichen experimentellen Ansatz die Veränderungen der optischen Parameter vor und nach vollständiger Thermokoagulation des Zielgewebes untersucht.

Die optischen Parameter wurden unter Anwendung eines Messplatzes nach dem Prinzip des “Doppel-Ulbrichtkugel-Systems” bestimmt. Der Messplatz besteht aus einer monochromatischen Lichtquelle und einer mit hochreflektierendem Material beschichteten Ulbrichtkugel, die mit Photodetektoren versehen ist. Das Doppel- Ulbrichtkugel-System kann als Messverfahren mit der höchsten Präzision angesehen werden [41, 246]. Berücksichtigt werden muss bei diesem methodischen Ansatz, dass die optischen Parameter in-vitro bestimmt werden. Dabei sind vor allem Unterschiede zur in-vivo Situation durch die Absorptionseigenschaften und Oxygenierung des Blutes zu erwarten [41, 197]. Mit diesem System wurden eine Reihe von Untersuchungen zur Messung der optischen Eigenschaften von biologischem Gewebe durchgeführt [21, 41, 111, 142, 165, 197, 222].

[Seite 149:]

Bei der Bestimmung der optischen Parameter von Metastasengewebe der Leber im nicht koaguliertem Gewebezustand, zeigten sich zwischen 850 nm und 1064 nm die folgenden Ergebnisse: mit zunehmender Wellenlänge kam es zu einem signifikanten Abfall des Absorptionskoeffizienten (in mm-1: 850nm: 0,062±0,02, 980nm: 0,064±0,022, 1064nm: 0,028±0,02) und des Streukoeffizienten (in mm-1: 850nm: 10,18±0,88, 980nm: 9,7±0,86, 1064nm: 9,28±1,04) bei nur geringer Veränderung des Anisotropiefaktors (850nm: 0,875±0,04, 980nm: 0883±0,03, 1064nm: 0,885±0,04). Hieraus resultierte eine Zunahme der optischen Eindringtiefe bis zu einem Maximum von 4,08±1,73 mm bei 1064 nm (in mm: 850nm: 2,21±0,61, 980nm: 2,24±0,54), entsprechend der Emissionswellenlänge des Nd:YAG-Lasers (s. 3.3.1.2.1; S. 108 ff.). Der Bereich der geringsten Absorption und der höchsten Eindringtiefe korrelieren direkt miteinander und lagen damit in dem von Parrish 1981 als „optisches Fenster von biologischem Gewebe“ bezeichneten Wellenlängenbereich [172].


21. Beek JF, Blokland P, Posthumus P, Aalders M, Pickering JW, Sterenborg HJ, van Gemert MJC In vitro double-integrating-sphere optical properties of tissues between 630 and 1064 nm. Phys Med Biol 1997; 42:2255-2261

31. Bosman S Heat-induced structural alterations in myocardium in relation to changing optical properties. App. Opt 1993; 32: 461-463

41. Cheong WF, Prahl SA, Welch AJ A review of the optical properties of biological tissues. IEEE J Quant Electron 1990; 26: 2166–2185

60. Derbyshire GJ, Bogen DK, Unger M Thermally induced optical property changes in myocardium at 1.06 microns. Lasers Surg Med 1990; 10: 28-34

111. Jacques SL Laser-tissue interactions; photochemical, photothermal and photomechanical. Surg Clin N Am 1992; 72: 531-558

142.Marchesini R, Pignoli E, Tomatis S, Fumagalli S, Sichirollo AE, Di Palma S, Dal Fante M, Spinelli P, Croce AC, Bottiroli G Ex vivo optical properties of human colon tissue. Lasers Surg Med 1994; 15: 351-357

147.Melo CA, Lima Al, Brasil IR, Marcassa LG, Bagnato VS Characterization of light penetration in rat tissues. J Clin Laser Med Surg 2001; 19: 175-179

165.Nau WH, Roselli RJ, Milam DF Measurement of thermal effects on the optical properties of prostate tissue at wavelength of 1,064 and 633 nm. Lasers Surg Med 1999; 24: 38 - 47

172. Parrish JA New concepts in therapeutic photomedicine: photochemistry, optical targeting and the therapeutic window. J Invest Dermatol 1981; 77: 45-50

197.Roggan A Dosimetrie thermischer Laseranwendungen in der Medizin-Untersuchung der optischen Gewebeeigenschaften und physikalisch-mathematische Modellentwicklung. In: Müller G, Berlien HP (Hrsg.) Fortschritte in der Lasermedizin Ecomed, Landsberg, München, Zürich. 1997

222. Skinner MG, Everts S, Reid AD, Vitkin IA, Lilge L, Sherar MD Changes in optical properties of ex vivo rat prostate due to heating. Phys Med Biol 2000; 45: 1375 – 1386

246.Terenji A, Willmann S, Osterholz J, Hering P, Schwarzmaier HJ Measurement of the Coagulation Dynamics of Bovine Liver Using the Modified Microscopic Beer-Lambert Law. Lasers Surg Med 2005; 36: 365 – 370

274.Yamasaki T, Kimura T, Kurokawa F, Aoyama K, Tajima K, Yokoyama Y, Takami T, Omori K, Kawaguchi K, Tsuchiya M, Terai S, Sakaida I, Okita K Percutaneous radiofrequency ablation with cooled electrodes combined with hepatic arterial balloon occlusion in hepatocellular carcinoma. J Gastroenterol 2005; 40: 171-178

275.Zhu D, Luo Q, Cen J Effects of dehydration on the optical properties of in vitro porcine liver. Lasers Surg Med 2003; 33: 226-231

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Die Ulbricht-Kugel ist nach dem Ingenieur Richard Ulbricht benannt.

Sichter
(SleepyHollow02), Hindemith

[8.] Chh/Fragment 072 01 - Diskussion
Bearbeitet: 12. October 2014, 13:12 Hindemith
Erstellt: 18. September 2014, 12:48 (SleepyHollow02)
Chh, Fragment, Gesichtet, Ritz 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 72, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Ritz 2006
Seite(n): 149-151, Zeilen: 149: 15ff; 150: 1 ff.; 151 1: ff.
[Der Bereich der geringsten Absorption und der höchsten Eindringtiefe korrelieren direkt] miteinander und lagen damit in dem von Parrish 1981 als „optisches Fenster von biologischen Gewebe“ bezeichneten Wellenlängenbereich [83].

Betrachtet man die Werte der hier gemessenen optischen Parameter von Metastasengewebe mit Werten von gesundem Lebergewebe aus Vorversuchen der eigenen Arbeitsgruppe [84], zeigen sich signifikante Unterschiede zwischen benignem und malignem Gewebe. Für den klinischen Einsatz ist der Vergleich der optischen Eindringtiefe von Bedeutung. Dieser war bei allen drei untersuchten Wellenlängen im Tumorgewebe um durchschnittlich 33 % größer als im gesunden Gewebe. Bei 850 nm resultierte eine um 0,51 mm, bei 980 nm eine um 0,52 mm und bei 1064 nm sogar eine um 1,24 mm höhere optische Eindringtiefe [84]. Van Hillegersberg berichtete beim Vergleich der optischen Parameter von gesundem und tumorösen Rattenlebergewebe bei 633 nm gleichfalls über eine erhöhte Absorption im gesunden Gewebe. Der Absorptionskoeffizient betrug in seiner Studie 0,38 mm-1 im gesunden und 0,14 mm-1 im Tumorgewebe. Ebenso fand van Hillegersberg eine um 60 % erhöhte Eindringtiefe in tumorösen Rattenlebergewebe [85,86]. Als vergleichbare Untersuchung steht weiterhin die Studie von Nakamura zur Verfügung, in der die optische Eindringtiefe von gesunder und metastatisch veränderter humaner Leber bei 410, 630 und 670 nm bestimmt wurde [87]. Hier war eine um durchschnittlich 1,3 mm höhere Eindringtiefe in das Tumorgewebe nachweisbar.

Eine mögliche Erklärung für diese Ergebnisse kann im unterschiedlichen Gehalt an Wasser, Hämoglobin, Zellbestandteilen, Chromophoren, Mitochondrien und der unterschiedlichen Gewebezusammensetzung gesehen werden. Schon vom makroskopischen Aspekt erscheint das Gewebe kolorektaler Metastasen weisslich-blass, was auf einen niedrigeren Anteil an Chromophoren als im gesunden Lebergewebe hinweist. Beauvoit fand im Tumorgewebe einen signifikant geringeren Anteil an Hämoglobin, mitochondrialer Cytochromoxidase, Mitochondrien und DNA-Gehalt. Gleichzeitig konnte er aufzeigen, dass Absorption, Streuung und die hieraus resultierende optische Eindringtiefe im Gewebe wesentlich durch den Anteil an diesen Faktoren beeinflusst wird [88,89]. Die höhere optische Eindringtiefe in Tumorgewebe spricht für eine Tumorselektivität interstitieller Laseranwendungen. Hierdurch können im Tumorgewebe größere Mengen an Lichtenergie in das Gewebe eingebracht und somit größere Läsionsvolumina erzielt werden.

Um zu vergleichen, welche Unterschiede in den optischen Parametern zwischen Lebermetastasen und kolorektalen Primärtumoren bestehen, erfolgte die Bestimmung beider Parameter bei Patienten mit synchron hepatisch metastasierten Kolonkarzinomen. Dabei zeigte sich, dass es mit ansteigender Wellenlänge sowohl bei Kolonkarzinom- als auch bei Lebermetastasengewebe zur Abnahme des Absorptions- und Streuungskoeffizienten kam. Der Anisotropiefaktor und die optische Eindringtiefe nahmen hingegen mit steigender Wellenlänge bei beiden Gewebearten signifikant zu. Die höchste Eindringtiefe (7,45 mm) und niedrigste Absorption fanden sich im Kolonkarzinomgewebe wiederum bei 1064 nm. Quantitativ zeigten die [optischen Eigenschaften des Primärtumors und der Lebermetastasen somit ein analoges Verhalten mit zunehmender Wellenlänge.]


83. Parrish JA. New concepts in therapeutic photomedicine: photochemistry, optical targeting and the therapeutic window. J Invest Dermatol 1981; 77: 45- 50

84. Ritz JP, Roggan A, Germer CT, Isbert C, Müller G, Buhr HJ. Continuous changes in the optical properties of liver tissue during laser-induced interstitial thermotherapy. Lasers Surg Med 2001; 28: 307-312

85. Van Hillegersberg R, Pickering JW, Aalders M, Beek JF. Optical properties of rat liver and tumor at 633 nm and 1064 nm: photofrin enhances scattering. Lasers Surg Med 1993; 13: 31-39

86. Van Hillegersberg R, Pickering JW, Aalders M, Beek JF. Optical properties of rat liver and tumor at 633 nm and 1064 nm: photofrin enhances scattering. Lasers Surg Med 1993; 13: 31-39

87. Nakamura S, Niskiwaki Y, Suzuki S, Sakaguchi S, Yamashita Y, Ohta K. Light attenuation of human liver and hepatic tumors after surgical resection. Lasers Surg Med 1990; 10: 12 – 15

88. Beauvoit B, Evans SM, Jenkins TW, Miller EE, Chance B. Correlation between the light scattering and the mitochondrial content of normal tissues and transplantable rodent tumors. Analyt Biochem 1995; 226: 167-174

89. Beauvoit B, Kitai T, Chance B Contribution of the mitochondrial compartment to the optical properties of the rat liver: a theoretical and practical approach. Biophys J 1994; 67: 2501-2510

Der Bereich der geringsten Absorption und der höchsten Eindringtiefe korrelieren direkt miteinander und lagen damit in dem von Parrish 1981 als „optisches Fenster von biologischem Gewebe“ bezeichneten Wellenlängenbereich [172].

[...]

Betrachtet man die Werte der hier gemessenen optischen Parameter von Metastasengewebe mit Werten von gesundem Lebergewebe aus Vorversuchen der eigenen Arbeitsgruppe [191], zeigen sich signifikante Unterschiede zwischen benignem und malignem Gewebe. Für den klinischen Einsatz ist der Vergleich der optischen Eindringtiefe von Bedeutung. Diese war bei allen drei untersuchten Wellenlängen im Tumorgewebe um durchschnittlich 33% größer als

[Seite 150]

im gesunden Gewebe. Bei 850 nm resultierte eine um 0,51 mm, bei 980 nm eine um 0,52 mm und bei 1064 nm sogar eine um 1,24 mm höhere optische Eindringtiefe (s. 3.3.1.2.1; S. 108 ff.). Van Hillegersberg berichtete beim Vergleich der optischen Parameter von gesundem und tumorbösen Rattenlebergewebe bei 633 nm gleichfalls über erhöhte Absorption im gesunden Gewebe. Der Absorptionskoeffizient betrug in seiner Studie 0,38 mm-1 im gesunden und 0,14 mm-1 im Tumorgewebe. Ebenso fand van Hillegersberg eine um 60% erhöhte Eindringtiefe in tumorösem Rattenlebergewebe [250, 251]. [...] Als vergleichbare Untersuchung steht weiterhin die Studie von Nakamura zur Verfügung, in der die optische Eindringtiefe von gesunder und metastatisch veränderter humaner Leber bei 410, 630 und 670 nm bestimmt wurde [164]. Hier war eine um durchschnittlich 1,3 mm höhere Eindringtiefe in das Tumorgewebe nachweisbar.

Eine mögliche Erklärung für diese Ergebnisse kann im unterschiedlichen Gehalt an Wasser, Hämoglobin, Zellbestandteilen, Chromophoren, Mitochondrien und der unterschiedlichen Gewebezusammensetzung gesehen werden. Schon vom makroskopischen Aspekt erscheint das Gewebe kolorektaler Lebermetastasen weißlich-blass, was auf einen niedrigeren Anteil an Chromophoren als im gesunden Lebergewebe hinweist. Beauvoit fand in Tumorgewebe einen signifikant geringeren Anteil an Hämoglobin, mitochondrialer Cytochromoxidase, Mitochondrien und DNA-Gehalt. Gleichzeitig konnte er aufzeigen, dass Absorption, Streuung und die hieraus resultierende optische Eindringtiefe im Gewebe wesentlich durch den Anteil an diesen Faktoren beeinflusst wird [18,19]. Die höhere optische Eindringtiefe in Tumorgewebe spricht für eine Tumorselektivität interstitieller Laseranwendungen. Hierdurch können im Tumorgewebe größere Mengen an Lichtenergie in das Gewebe eingebracht und somit größere Behandlungsvolumina erzielt werden. [...]

Um zu vergleichen, welche Unterschiede in den optischen Parametern zwischen Lebermetastasen und kolorektalen Primärtumoren bestehen, erfolgte die Bestimmung beider Parameter bei Patienten mit synchron hepatisch metastasierten Kolonkarzinomen. Dabei

[Seite 151]

zeigte sich, dass es mit ansteigender Wellenlänge sowohl bei Kolonkarzinom- als auch bei Lebermetastasengewebe zur Abnahme des Absorptionskoeffizienten und Streukoeffizienten kam. Der Anisotropiefaktor und die optische Eindringtiefe nahmen hingegen mit steigender Wellenlänge bei beiden Gewebearten signifikant zu. Die höchste Eindringtiefe (7,45 mm) und niedrigste Absorption fanden sich im Kolonkarzinomgewebe wiederum bei 1064 nm. Quantitativ zeigten die optischen Eigenschaften des Primärtumors und der Lebermetastasen somit ein analoges Verhalten mit zunehmender Wellenlänge (s. 3.3.1.3.1; S. 113 ff.).


18. Beauvoit B, Evans SM, Jenkins TW, Miller EE, Chance B Correlation between the light scattering and the mitochondrial content of normal tissues and transplantable rodent tumors. Analyt Biochem 1995; 226: 167-174

19. Beauvoit B, Kitai T, Chance B Contribution of the mitochondrial compartment to the optical properties of the rat liver: a theoretical and practical approach. Biophys J 1994; 67: 2501-2510

164.Nakamura S, Niskiwaki Y, Suzuki S, Sakaguchi S, Yamashita Y, Ohta K Light attenuation of human liver and hepatic tumors after surgical resection. Lasers Surg Med 1990; 10: 12 - 15

172. Parrish JA New concepts in therapeutic photomedicine: photochemistry, optical targeting and the therapeutic window. J Invest Dermatol 1981; 77: 45-50

191.Ritz JP, Roggan A, Germer CT, Isbert C, Müller G, Buhr HJ Continuous changes in the optical properties of liver tissue during laser-induced interstitial thermotherapy. Lasers Surg Med 2001; 28: 307-312

250.Van Hillegersberg R, Pickering JW, Aalders M, Beek JF Optical properties of rat liver and tumor at 633 nm and 1064 nm: photofrin enhances scattering. Lasers Surg Med 1993; 13: 31-39

251.Van Hillegersberg R, Pickering JW, Aalders M, Beek JF Optical properties of rat liver and tumor at 633 nm and 1064 nm: photofrin enhances scattering. Lasers Surg Med 1993; 13: 31-39

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte: in der Quelle sind die Referenzen 250 und 251 identisch. In der untersuchten Arbeit sind entsprechend die Referenzen 85 und 86 identisch.

Sichter
Hindemith

[9.] Chh/Fragment 073 01 - Diskussion
Bearbeitet: 12. October 2014, 13:12 Hindemith
Erstellt: 19. September 2014, 08:29 (SleepyHollow02)
Chh, Fragment, Gesichtet, Ritz 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 73, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Ritz 2006
Seite(n): 151 f., Zeilen: 151: 6 ff.; 152: 1 ff.
[Quantitativ zeigten die] optischen Eigenschaften des Primärtumors und der Lebermetastasen somit ein analoges Verhalten mit zunehmender Wellenlänge. Beim Vergleich der absoluten Werte zwischen nativem Primärtumor- und Lebermetastasengewebe traten dagegen signifikante Unterschiede auf. Der Absorptionskoeffizient und der Streuungskoeffizient waren im Kolonkarzinom stets niedriger, während der Anisotropiefaktor und die optische Endringtiefe stets höher als im Lebermetastasengewebe waren. Wir haben mit diesen Untersuchungen erstmalig nachweisen können, dass die optischen Parameter im Laufe des Metastasierungsprozesses verändert werden. Die Unterschiede werden offenbar vorwiegend durch streuende Faktoren verursacht und können daher in einem unterschiedlichen Gehalt an Gefäßen, Zellzahl und brechenden Zellbestandteilen eine mögliche Erklärung finden, wie sie Nakamura in seinen Untersuchungen nachgewiesen hat [87].

Für die Erstellung einer Dosimetrie war es weiterhin von Bedeutung, Informationen über den Einfluss der thermischen Koagulation auf die optischen Parameter zu gewinnen. Daher erfolgte nach Vermessung der optischen Parameter im nativen Zustand eine weitere Messung des Gewebes nach vollständiger thermischer Koagulation. Sowohl für das Lebermetastasengewebe als auch für das Gewebe der kolorektalen Primärtumore traten qualitativ vergleichbare Veränderungen durch die Thermokoagulation auf. Der Absorptionskoeffizient wurde durch den Einfluss der Koagulation nicht beeinflusst. Pickering fand bei der Koagulation von Rattenleber eine Reduktion um 30% [90]. Der Streuungskoeffizient wies in unseren Versuchen durch die Koagulation der Gewebeprobe eine Zunahme von 4 % für das Lebergewebe und 36 % für das Kolongewebe auf. Essenpreis und Pickering berichteten in ihren tierexperimentellen Studien über Zunahmen um 25 % [90,91]. Eine wesentliche Ursache für die Veränderungen des Streuungskoeffizienten kann im thermisch induzierten Aufbrechen von Disulfidbrücken und damit in der Veränderung der Protein-Tertiärstruktur gesehen werden, wie sie von Mirza beschrieben wurde [92]. Hieraus resultierte eine Erhöhung der Streuzentrendichte und somit eine Veränderung des Streuverhaltens.

Der Anisotropiefaktor zeigte nach Koagulation eine signifikante Abnahme. Dieses Verhalten wird in der Literatur widersprüchlich beschrieben. Essenpreis fand bei 1064 nm einen Anstieg von 0,870 auf 0,855, Pickering dagegen eine Abnahme von 0,920 auf 0,839 [90,91]. Nach Roggan ist diese Veränderung wellenlängenabhängig. In seinen Untersuchungen verringerte sich der Anisotropiefaktor durch Koagulation unterhalb einer Wellenlänge von 1400 nm, während oberhalb von 1400 nm eine leichte Zunahme zu verzeichnen war [93]. Diese thermisch induzierten Unterschiede des Anisotropiefaktors sind ebenso wie die Veränderungen des Streuungskoeffizienten durch Strukturveränderungen von Proteinen und den daraus resultierenden Veränderungen des wellenlängenabhängigen Brechungsindex erklärbar.


87. Nakamura S, Niskiwaki Y, Suzuki S, Sakaguchi S, Yamashita Y, Ohta K. Light attenuation of human liver and hepatic tumors after surgical resection. Lasers Surg Med 1990; 10: 12 – 15

90. Pickering JW, Prahl SA, Van Wieringen N, Beek JF, Sterenborg HJCM, Van Gemert MJC, Double-integrating sphere system for measuring the optical properties of tissue. Appl Opt 1993; 32: 399-412

91. Essenpreis M. Thermally induced changes in optical properties of biological tissues. PhD Dissertation, University College, London. 1992

92. Mirza UA, Cohen SL, Chait BT. Heat-induced conformational changes in proteins studied by electrospray ionization mass spectrometry. Anal Chem 1993; 65: 1-6

93. Roggan A, Schädel D, Netz U, Ritz JP, Germer CT, Müller G. The effect of preparation technique on the optical parameters of biological tissue. Appl Phys B 1999;69 445-453

Quantitativ zeigten die optischen Eigenschaften des Primärtumors und der Lebermetastasen somit ein analoges Verhalten mit zunehmender Wellenlänge (s. 3.3.1.3.1; S. 113 ff.). Beim Vergleich der absoluten Werte zwischen nativem Primärtumor- und Lebermetastasengewebe traten dagegen signifikante Unterschiede auf. Der Absorptionskoeffizient (in mm-1: 850nm: 0,049±0,083, 980nm: 0,048±0,007, 1064nm: 0,018±0,006) und der Streukoeffizient (in mm-1: 850nm: 7,14±0,45, 980nm: 6,32±0,48, 1064nm: 5,97±0,57 )waren im Kolonkarzinom stets niedriger, der Anisotropiefaktor (850nm: 0,923±0,005, 980nm: 0,920±0,004, 1064nm: 0,921±0,006) und die optische Eindringtiefe (in mm: 850nm: 3,79±0,45, 980nm: 3,61±0,33, 1064nm: 7,47±2,89) waren stets höher als im Lebermetastasengewebe. Wir haben mit diesen Untersuchungen erstmalig nachweisen können, dass die optischen Parameter im Laufe des Metastasierungsprozesses verändert werden. Die Unterschiede werden offenbar vorwiegend durch streuende Faktoren verursacht und können daher in einem unterschiedlichen Gehalt an Gefäßen, Zellzahl und brechenden Zellbestandteilen eine mögliche Erklärung finden, wie sie Nakamura in seinen Untersuchungen nachgewiesen hat [164].

Für die Erstellung einer Dosimetrie war es weiterhin von Bedeutung, Informationen über den Einfluss der thermischen Koagulation auf die optischen Parameter zu gewinnen. Daher erfolgte nach der Vermessung der optischen Parameter im nativen Zustand eine weitere Messung des Gewebes nach vollständiger thermischer Koagulation. Die Gewebekoagulation erfolgte in einem Wasserbad, da die thermische Proteindenaturierung nicht von der Art der Wärmequelle abhängt [5, 246]. Sowohl für das Lebermetastasengewebe als auch für das Gewebe der kolorektalen Primärtumore traten qualitativ vergleichbare Veränderungen durch die Thermokoagulation auf. Der Absorptionskoeffizient wurde durch den Einfluss der Koagulation nicht beeinflusst (Leber [in mm-1]: 850nm: 0,066±0,026, 980nm: 0,068±0,022, 1064nm: 0,036±0,021; Kolon: 850nm: 0,046±0,007, 980nm: 0,054±0,007, 1064nm: 0,025±0,006). Pickering fand bei der Koagulation von Rattenleber eine Reduktion um 30% [182]. Splinter beschrieb für Myocardgewebe eine koagulationsbedingte Abnahme von μa um 19% [227]. Der Streukoeffizient μs wies in unseren Versuchen durch die Koagulation der Gewebeproben eine Zunahme von 4% für das Lebergewebe und 36 % für das Kolongewebe

[Seite 152:]

auf (Leber [in mm-1]: 850nm: 10,03±1,11, 980nm: 9,81±0,99, 1064nm: 9,64±0,94; Kolon: 850nm: 9,75±0,55, 980nm: 9,50±0,47, 1064nm: 9,39±0,54; s. 3.3.1.3.2; S. 117). Essenpreis und Pickering berichteten in ihren tierexperimentellen Untersuchungen über Zunahmen um 25%, beziehungsweise 100% [73, 182]. Eine wesentliche Ursache für die Veränderung des Streukoeffizienten kann im thermisch induzierten Aufbrechen von Disulfidbindungen und damit in der Veränderung der Protein-Tertiärstruktur gesehen werden, wie sie von Mirza et al. beschrieben wurde [152]. Hieraus resultiert eine Erhöhung der Streuzentrendichte und somit eine Veränderung des Streuverhaltens. [...]

[...] Dieses Verhalten wird in der Literatur widersprüchlich beschrieben. Essenpreis fand bei 1064 nm einen g- Anstieg von 0,870 auf 0,885, Pickering dagegen eine Abnahme von 0,920 auf 0,893 [73, 182]. Nach Roggan ist diese Veränderung wellenlängenabhängig. In seinen Untersuchungen verringerte sich der Anisotropiefaktor durch Koagulation unterhalb einer Wellenlänge von 1400 nm, während oberhalb von 1400 nm eine leichte Zunahme zu verzeichnen war [196]. Diese thermisch induzierten Unterschiede des Anisotropiefaktors sind ebenso wie die Veränderungen des Streukoeffizienten durch Strukturveränderungen von Proteinen und den daraus resultierenden Veränderungen des wellenlängenabhängigen Brechungsindex erklärbar.


5. Agah R, Gandjbakhche AH, Motamedi M, Nossal R, Bonner RF Dynamics of temperature dependent optical properties of tissue: dependence on thermally induced alteration. IEEE Trans Biomed Eng 1996; 43: 839-846

73. Essenpreis M Thermally induced changes in optical properties of biological tissues. PhD Dissertation, University College, London. 1992

152.Mirza UA, Cohen SL, Chait BT Heat-induced conformational changes in proteins studied by electrospray ionization mass spectrometry. Anal Chem 1993; 65: 1-6

164.Nakamura S, Niskiwaki Y, Suzuki S, Sakaguchi S, Yamashita Y, Ohta K Light attenuation of human liver and hepatic tumors after surgical resection. Lasers Surg Med 1990; 10: 12 - 15

182. Pickering JW, Prahl SA, Van Wieringen N, Beek JF, Sterenborg HJCM, Van Gemert MJC Double-integrating sphere system for measuring the optical properties of tissue. Appl Opt 1993; 32: 399-412

196.Roggan A, Schädel D, Netz U, Ritz JP, Germer CT, Müller G The effect of preparation technique on the optical parameters of biological tissue. Appl Phys B 1999;69 445-453

227. Splinter R, Svenson R, Littmann L, Tuntelder JR, Chuang CH, Tatsis GP, Thompson M Optical properties of normal, diseased, and laser photocoagulated myocardium at the Nd: YAG wavelength. Lasers Surg Med 1991; 11: 117-124

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), Hindemith

[10.] Chh/Fragment 074 01 - Diskussion
Bearbeitet: 12. October 2014, 13:12 Hindemith
Erstellt: 19. September 2014, 08:36 (SleepyHollow02)
Chh, Fragment, Gesichtet, Ritz 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 74, Zeilen: 1-21
Quelle: Ritz 2006
Seite(n): 152, 153, Zeilen: 152: 23 ff.; 153: 1 ff.
Die Untersuchungen des Koagulationseinflusses auf die optische Eindringtiefe zeigte insgesamt eine signifikante Abnahme nach Koagulation von bis zu 51% im Kolongewebe und 33% im Lebergewebe. Verfügbare Angaben zur optischen Eindringtiefe bei gesundem Lebergewebe finden sich lediglich bei Essenpreis, der über eine Abnahme um 26% nach Koagulation berichtete [91]. Diese Abnahme der optischen Eindringtiefe muss im Wesentlichen auf die starke Veränderung des Streuverhaltens zurückgeführt werden, da die geringe Veränderung der Absorption durch die Koagulation diesem entgegenwirkt und zu einer Zunahme der Eindringtiefe führen würde.

Während im nativen Gewebe noch signifikante Unterschiede beim direkten Vergleich zwischen Primärtumor und Lebermetastase zu finden waren, konnten in unserem Versuchsansatz für das koagulierte Gewebe dieser beiden Entitäten keine Unterschiede mehr für den Absorptions- und Streuungskoeffizienten sowie für die optische Eindringtiefe nachgewiesen werden. Eine mögliche Erklärung hierfür könnte sein, dass durch die thermische Gewebekoagulation die Proteine denaturiert und der spezifische Gewebeaufbau soweit zerstört wird, dass die Unterschiede der optischen Parameter nivelliert werden. Vergleichbare Daten in der Literatur zum Verhalten der optischen Parameter von Primärtumor und Metastasengewebe nach Koagulation liegen nicht vor, da diese Untersuchungen im Rahmen dieser Arbeit erstmalig erfolgten.


91. Essenpreis M. Thermally induced changes in optical properties of biological tissues. PhD Dissertation, University College, London. 1992

Die Untersuchung des Koagulationseinflusses auf die optische Eindringtiefe zeigte insgesamt eine signifikante Abnahme nach Koagulation von bis zu 51% im Kolongewebe und 33% im Lebergewebe (Leber [in mm]: 850nm: 1,63±0,47, 980nm: 1,68±0,39, 1064nm: 2,72±1,1; Kolon: 850nm: 2,17±0,23, 980nm: 2,15±0,21, 1064nm: 2,15±0,85; s. 3.3.1.3.4; S. 119). Verfügbare Angaben zur optischen Eindringtiefe bei gesundem Lebergewebe finden sich lediglich bei Essenpreis, der über eine Abnahme nach Koagulation von 2,13 mm auf 1,57 mm (26%) berichtete [73]. Splinter berichtete über eine Abnahme der Eindringtiefe in Myocardgewebe von 3,86 mm auf 2,86 mm (26%) nach Koagulation [227]. Diese Abnahme der optischen Eindringtiefe muss im wesentlichen auf die starke Veränderung des Streuverhaltens zurückgeführt werden, da die geringe Veränderung der Absorption durch die Koagulation diesem entgegenwirkt und zu einer Zunahme der Eindringtiefe führen würde.

[Seite 153]

Während im nativen Gewebe noch signifikante Unterschiede beim direkten Vergleich zwischen Primärtumor und Lebermetastase zu finden waren, konnten in unserem Versuchsansatz für das koagulierte Gewebe dieser beiden Entitäten keine Unterschiede mehr für μa, μs und d nachgewiesen werden. Eine mögliche Erklärung hierfür könnte sein, dass durch die thermische Gewebekoagulation die Proteine denaturiert und der spezifische Aufbau des Gewebes soweit zerstört wird, dass die Unterschiede der optischen Gewebeparameter nivelliert werden. Vergleichbare Literaturangaben zum Verhalten der optischen Parameter von Primärtumor und Metastasengewebe nach Koagulation liegen nicht vor, da diese Untersuchungen erstmalig im Rahmen dieses Projekts erfolgten.


73. Essenpreis M Thermally induced changes in optical properties of biological tissues. PhD Dissertation, University College, London. 1992

227. Splinter R, Svenson R, Littmann L, Tuntelder JR, Chuang CH, Tatsis GP, Thompson M Optical properties of normal, diseased, and laser photocoagulated myocardium at the Nd: YAG wavelength. Lasers Surg Med 1991; 11: 117-124

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Schwer zu verstehen ist, dass die in der Arbeit (abgeschlossen 2014) beschriebenen Untersuchungen im Rahmen dieser Arbeit erstmalig erfolgten, während ausweislich der Quelle (erschienen 2006) diese Untersuchungen erstmalig im Rahmen dieses Projekts erfolgten.

Sichter
(SleepyHollow02), Hindemith

[11.] Chh/Fragment 075 01 - Diskussion
Bearbeitet: 3. November 2014, 18:21 Singulus
Erstellt: 19. September 2014, 08:56 (SleepyHollow02)
Chh, Fragment, Gesichtet, Ritz 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 75, Zeilen: 1-2, 4-15, 18-20, 22-39
Quelle: Ritz 2006
Seite(n): 142, Zeilen: 1ff
3.2. Therapiestudien bei Patienten mit kolorektalen Lebermetastasen zur Optimierung der LITT

Zur Behandlung auch größer Lebermetastasen wurde eine Optimierung der LITT angestrebt. Tierexperimentelle Arbeiten der eigenen Arbeitsgruppe konnten zeigen, dass eine Perfusionsunterbrechung während der LITT eine Effektivitätssteigerung im Hinblick auf die Größe der erzielten Läsionsvolumina mit sich bringt [70,94]. In der hier durchgeführten klinischen Arbeit sollte die LITT in Kombination mit einer kompletten oder selektiven Perfusionsunterbrechung hinsichtlich ihrer Effektivität im Vergleich zur normalen Perfusion bei Patienten mit irresektablen hepatischen Metastasen untersucht werden. Insbesondere sollte hierbei der Frage nachgegangen werden, ob die experimentell beobachteten positiven Effekte auch unter klinischen Aspekten nachvollziehbar sind.

In Hinblick auf die Beurteilung der Effektivität der Blutflussunterbrechung bestätigte diese Studie die Ergebnisse der vorausgegangenen experimentellen Untersuchungen:

[...]

Bei der Berechnung der postinterventionellen thermischen Läsionsvolumina zeigte sich in allen drei Gruppen ein signifikant höheres Volumen als das Ausgangsvolumen der Metastase, wobei die LITT in Kombination mit einem Pringle-Mannöver das größte Läsionsvolumen erzielen konnte im Vergleich zur LITT ohne Gefäßunterbrechung sowie in Kombination mit Stärkemikrosphären. Yamasaki untersuchte den Einfluss einer Ballonokklusion der Arteria hepatica während der RFA von Patienten mit hepatozellulärem Karzinom auf die Größe der Thermoläsionen. Hierbei konnte gezeigt werden, dass die Okklusion eine signifikante Steigerung des größten Läsionsdurchmessers von 35,5 mm auf 47,6 mm erzielen konnte [95]. Miyamoto beschrieb nach kompletter Perfusionsunterbrechung durch einen arteriellen und venösen Ballonkatheter bei 4 Patienten einen maximalen Läsionsdurchmesser von 56,5 mm [96]. Diese Daten machen deutlich, dass eine Perfusionsunterbrechung während der LITT eine enorme Effizienzsteigerung zur Folge hat.

Hinsichtlich ihrer Komplikationsrate können In-situ-Ablationsverfahren als sicher eingestuft werden. In einer Übersichtsarbeit von über 3800 mittels RFA behandelten Patienten beschrieb Mulier eine Major-Komplikationsrate von 9 % und eine Letalität von 0,5 % [97]. Bei bislang etwas 1500 in der Literatur beschriebenen Patienten, die durch eine LITT behandelt wurden, fanden sich ähnliche Ergebnisse mit einer Minor-Morbidität von 15 – 20 %, einer Major-Morbidität von unter 2 % und einer Letalität von 0,3 % [98,99]. Diese Daten spiegeln sich in den Ergebnissen unserer Studie wider, in der wir eine Gesamt-Komplikationsrate von 21,4 % zu verzeichnen hatten.


70. Ritz JP, Roggan A, Schuppan D, Rühl M, Buhr HJ, Germer CT. Enhancement of the immune response to residual intrahepatic tumor tissue by laser-induced thermotherapy (LITT) compared to hepatic resection. Isbert C, Lasers Surg Med. 2004;35(4):284-92

94. Germer,C.T., Isbert C., Albrecht D., Roggan A., Pelz J., Ritz J.P., Müller G., Buhr H.J. Laser-induced Thermotherapy combined with hepatic arterial embolization in the treatment of liver tumors in a rat model Ann of surgery 1999; 230: 55-62.

95. Yamasaki T, Kimura T, Kurokawa F, Aoyama K, Tajima K, Yokoyama Y, Takami T, Omori K, Kawaguchi K, Tsuchiya M, Terai S, Sakaida I, Okita K. Percutaneous radiofrequency ablation with cooled electrodes combined with hepatic arterial balloon occlusion in hepatocellular carcinoma. J Gastroenterol 2005; 40: 171-178

96. Miyamoto M, Tsuji K, Sakurai Y, Nishimori H, Kang JH, Mitsui S, Maguchi H. Percutaneous radiofrequency ablation for unresectable large hepatic tumours during hepatic blood flow occlusion in four patients. Clin Radiol 2004; 59: 812-818

97. Mulier S, Ni Y, Miao Y, Rosiere A, Khoury A,Marchal G, Michel L. Size and geometry of hepatic radiofrequency lesions. Eur J Surg Oncol 2003; 29: 867-878

98. Vogl TJ, Straub R, eichler [sic] K, Woitaschek D, Mack MG. Malignant liver tumors treated with MR imaging-guided laser-induced thermotherapy: experience with complications in 899 patients (2,520 lesions). Radiology 2002; 225: 367-377

99. Eggermont A, Steller P, Sugarbaker P Laparotomy enhances intraperitoneal tumor growth and abrogates the antitumor effects of interleukin 2 and lymphokine activated killer cells. Surgery 1987; 102: 71-78

4.2.2.4 Perfusionsunterbrechung bei Patienten mit kolorektalen Lebermetastasen

Durch die vorherigen experimentellen Versuchsreihen wurde belegt, dass die komplette und selektive Unterbrechung der hepatischen Perfusion zu einer Effektivitätssteigerung der thermischen In-Situ-Ablationsverfahren im Hinblick auf das induzierbare Läsionsvolumen, die onkologische Effektivität, die vollständige intraläsionäre Tumorzerstörung und die lokale Tumorkontrolle führt. Diese Untersuchungen bildeten die Grundlage für die Anwendung dieser Kombinationstherapie im Rahmen einer klinischen Pilotstudie. Dabei war es das Ziel, die laserinduzierte Thermotherapie in Kombination mit einer kompletten oder selektiven Blutflussunterbrechung hinsichtlich ihrer Effektivität, Komplikationsrate, Durchführbarkeit und prognostischer Relevanz bei Patienten mit irresektablen hepatischen Metastasen zu überprüfen. Insbesondere sollte dabei der Frage nachgegangen werden, ob die experimentell beobachteten positiven Effekte auch unter klinischen Aspekten nachvollziehbar sind, in welcher Größenordnung sich die mit Hilfe der Laserbehandlung erzielten Läsionsvolumina bewegen, welche Komplikationen auftreten und welchen Verlauf das Tumorleiden der Patienten in den ersten 6 Monaten nach der Ablation einnimmt.

Im Hinblick auf die Beurteilung der Effektivität der Blutflussunterbrechung bestätigte diese Studie die Ergebnisse der vorausgegangenen experimentellen Untersuchungen. Bei der Berechnung der postinterventionellen thermischen Läsionsvolumina zeigte sich in allen drei Gruppen ein signifikant höheres Volumen als das Ausgangsvolumen an der Metastase.

Yamasaki et al. untersuchten den Einfluss einer Ballonokklusion der Arteria hepatica während der RFA von Patienten mit hepatozellulären Karzinomen auf die Größe der Thermoläsion. Sie fanden durch die Okklusion eine signifikante Steigerung des größten Läsionsdurchmessers von 35,3 mm auf 47,6 mm [273]. Miyamoto beschrieb nach kompletter Blutflussunterbrechung durch einen arteriellen und venösen Ballonkatheter bei 4 Patienten einen maximalen Läsionsdurchmesser von 56,5 mm [154].

Diese Daten machen deutlich, dass eine Perfusionsunterbrechung während der LITT eine enorme Effizienzsteigerung zur Folge hat. Hinsichtlich ihrer Komplikationsrate können In-situ-Ablationsverfahren als sicher eingestuft werden. Dies gilt besonders für die zumeist in Lokalanästhesie vorgenommene percutane Ablation. In einer Übersichtsarbeit von über 3800 mittels RFA behandelten Patienten beschrieb Mulier eine Major-Morbidität von 9 % (0-35) und eine Letalität von 0,5% (0-3) [158]. Bei bislang etwa 1500 in der Literatur beschriebenen Patienten, die durch eine LITT behandelt wurden, fanden sich ähnliche Ergebnisse mit einer Minor-Morbidität von 15-20% (0-40), einer Major-Morbidität von unter 2% (0-35) und einer Letalität von 0,3% (0-2) [259, 72].

Diese Daten spiegeln sich in den Ergebnissen unserer Pilotstudie wider, in der wir eine Gesamt-Komplikationsrate von 21,4% zu verzeichnen hatten.


72. Eggermont A, Steller P, Sugarbaker P Laparotomy enhances intraperitoneal tumor growth and abrogates the antitumor effects of interleukin 2 and lymphokine activated killer cells. Surgery 1987; 102: 71-78

154.Miyamoto M, Tsuji K, Sakurai Y, Nishimori H, Kang JH, Mitsui S, Maguchi H Percutaneous radiofrequency ablation for unresectable large hepatic tumours during hepatic blood flow occlusion in four patients. Clin Radiol 2004; 59: 812-818

158.Mulier S, Ni Y, Miao Y, Rosiere A, Khoury A,Marchal G, Michel L Size and geometry of hepatic radiofrequency lesions. Eur J Surg Oncol 2003; 29: 867-878

259.Vogl TJ, Straub R, eichler [sic] K, Woitaschek D, Mack MG Malignant liver tumors treated with MR imaging-guided laser-induced thermotherapy: experience with complications in 899 patients (2,520 lesions). Radiology 2002; 225: 367-377

273.Wilson BC, Jacques SL Optical reflectance and transmittance of tissues: principles and applications. IEEE J Quant Electron 1990; 26: 2186

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Die Kleinschreibung "eichler K" findet sich ebenfalls in der Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Singulus

[12.] Chh/Fragment 076 01 - Diskussion
Bearbeitet: 3. November 2014, 16:57 Singulus
Erstellt: 19. September 2014, 09:04 (SleepyHollow02)
Chh, Fragment, Gesichtet, Ritz 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 1-13
Quelle: Ritz 2006
Seite(n): 143 f., Zeilen: 143 unten; 144: 1 ff.
Patienten nach offener LITT wiesen mit 26,1 % eine höhere Morbidität auf, als Patienten nach perkutaner Ablation mit Applikation von Stärkemikrosphären mit 15,7 %, wobei die Kombination der LITT mit einer selektiven Perfusionsunterbrechung mittels DSM zu keiner Erhöhung der Komplikationsrate geführt hat. Die interventionelle Platzierung eines Therapiekatheters in der Arteria hepatica und die Applikation der Stärkemirkosphären [sic] verlief für die Patienten technisch einwandfrei und ohne nachweisbare Probleme. Der Verschluss der Leberarterie ist bei einigen Patienten mit einem dumpfen Druckgefühl im Oberbauch assoziiert [100,101]. Durch die komplette Unterbrechung der Blutzufuhr im Rahmen des Pringle-Manövers ist ein erhöhtes Schädigungsrisiko für thermosensitive Strukturen wie Blutgefäße und größere Gallengänge denkbar. Weder in unseren Ergebnissen noch in anderen bislang vorliegenden klinischen Studien kann dieses Risiko allerdings sicher belegt werden [95,96,102].

95. Yamasaki T, Kimura T, Kurokawa F, Aoyama K, Tajima K, Yokoyama Y, Takami T, Omori K, Kawaguchi K, Tsuchiya M, Terai S, Sakaida I, Okita K. Percutaneous radiofrequency ablation with cooled electrodes combined with hepatic arterial balloon occlusion in hepatocellular carcinoma. J Gastroenterol 2005; 40: 171-178

96. Miyamoto M, Tsuji K, Sakurai Y, Nishimori H, Kang JH, Mitsui S, Maguchi H. Percutaneous radiofrequency ablation for unresectable large hepatic tumours during hepatic blood flow occlusion in four patients. Clin Radiol 2004; 59: 812-818

100. Kemeny N, Fata F. Hepatic-arterial chemotherapy. Lancet Oncol. 2001; 2: 418-428

101. Link KH, Sunelaitis E, Kornmann M, Schatz M, Gansauge F, Leder G, Formetini A, Staib L, Pillasch J, Beger HG. Regional chemotherapy of nonresectable colorectal liver metastases with mitoxantrone, 5-fluorouracil, folinic acid, and mitomycin C may prolong survival. Cancer 2001; 92: 2746-2753

102. Rossi S, Garbagnati F, Lencioni R, Allgaier HP, Marchiano A, Fornari F, Quaretti P, Tolla GD, Ambrosi C, Mazzaferro V, Blum HE, Bartolozzi C. Percutaneous radio-frequency thermal ablation of nonresectable hepatocellular carcinoma after occlusion of tumor blood supply. Radiology 2000; 217: 119-126

Patienten nach offener LITT wiesen mit 26,1% eine höhere Morbidität auf, als die Patienten nach percutaner Ablation mit Applikation von Stärkemikrosphären mit 15,7%. Die niedrige Invasivität der interventionellen Applikation

[Seite 144:]

spiegelte sich auch in der stationären Liegedauer unserer Patienten wider. Während Patienten, die einer LITT mit Pringle-Manöver unterzogen wurden durchschnittlich 12,8 Tage stationär lagen, wurden die Patienten mit einer LITT und DSM-Applikation im Durchschnitt bereits nach 5,7 Tagen entlassen (s. 3.2.3.3; S. 104). Die Kombination der LITT mit einer selektiven Perfusionsunterbrechung durch DSM hat in der von uns durchgeführten Studie zu keiner Erhöhung der Komplikationsrate geführt. Die interventionelle Platzierung eines Therapiekatheters in die Arteria hepatica und die Applikation der Stärkemikrosphären verlief für die Patienten technisch einwandfrei und ohne nachweisbare Probleme. Der Verschluss der Leberarterien ist bei einigen Patienten mit einem dumpfen Druckgefühl im Oberbauch assoziiert, ein irreversibler Schaden des Lebergewebes ist bisher nicht beschrieben worden. [121, 133, 136]. Durch die komplette Unterbrechung der Blutzufuhr im Rahmen des Pringle-Manövers ist ein erhöhtes Schädigungsrisiko für thermosensitive Strukturen wie Blutgefäße und größere Gallengänge denkbar. Weder in unseren Ergebnissen noch in den anderen bisher vorliegenden klinischen Studien kann dieses Risiko allerdings sicher belegt werden.


121.Kemeny N, Fata F Hepatic-arterial chemotherapy. Lancet Oncol. 2001; 2: 418-428

133.Link KH, Sunelaitis E, Kornmann M, Schatz M, Gansauge F, Leder G, Formetini A, Staib L, Pillasch J, Beger HG Regional chemotherapy of nonresectable colorectal liver metastases with mitoxantrone, 5-fluorouracil, folinic acid, and mitomycin C may prolong survival.

136.Lorenz M, Müller HH, Mattes E, Gassel HJ, Junginger T, Saeger HD, Schramm H, Staib-Segler E, Vetter G, Heinrich S, Kohne CH Phase II study of weekly 24-hour intra-arterial high-dose infusion of 5-fluorouracil and folinic acid for liver metastases from colorectal carcinomas.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Singulus

[13.] Chh/Fragment 086 22 - Diskussion
Bearbeitet: 3. November 2014, 16:47 Singulus
Erstellt: 9. October 2014, 09:42 (Hindemith)
Chh, Fragment, Gesichtet, Ritz 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 86, Zeilen: 22-30
Quelle: Ritz 2006
Seite(n): 169, Zeilen: 7ff
Im Ergebnis konnten wir mit der in dieser Arbeit erfolgten experimentellen und klinischen Evaluation neuer Applikationsmodi und Planungsmöglichkeiten Lösungswege aufzeigen, die geeignet sind, den bisherigen Limitationen im Einsatz der LITT und RFA entgegen zu wirken. Durch die im Rahmen dieser Arbeit erfolgte Bestimmung der optischen Gewebeparameter von Lebermetastasen und deren kolorektalen Primärtumoren wurden die Grundlagen für die Entwicklung und erste Evaluation eines Dosimetrie-Modells für die LITT an der Leber geschaffen, wodurch es möglich ist, die Applikationsparameter für eine sichere und vollständige Tumorzellzerstörung prätherapeutisch zu ermitteln. Zusammenfasend [sic] konnten wir mit der in dieser Arbeit erfolgten experimentellen und klinischen Evaluation neuer Applikationssysteme, Applikationsmodi und Planungsmöglichkeiten Lösungswege aufzeigen, die geeignet sind, den bisherigen Limitationen im Einsatz der Radiofrequenztherapie und laserinduzierten Themotherapie entgegen zu wirken. [...]

Ein weiterer Ansatz, die Effektivität und Sicherheit der In-Situ-Ablation im klinischen Einsatz zu erhöhen, liegt in der Erstellung eines Dosimetrie-Modells. Durch die im Rahmen dieser Arbeit erfolgte Bestimmung der optischen Parameter von Lebermetastasen und deren kolorektalen Primärtumoren wurden die Grundlagen für die Entwicklung und erste Evaluation eines solchen Modells für die laserinduzierte Thermotherapie geschaffen. Mit diesem Hilfsmittel ist es möglich, die Applikationsparameter für eine sichere und vollständige Tumorzerstörung im Vorfeld der Therapie zu ermitteln.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Singulus

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