Fandom

VroniPlag Wiki

Chk/047

< Chk

31.380Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Chk/Fragment 047 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 17:58:55 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 2-17
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Und diese ganz neue Bequemlichkeit hat das Bemühen beflügelt, die verschiedenartigsten Gedächtnisinhalte - z.B. die Vokabeln verschiedener Sprachen - in eindeutigen Zahlenwerten darzustellen und ihre jeweils zweckmäßige Anwendung in Kombinationsregeln für diese Zahlenwerte zu „übersetzen“. Das Ergebnis heißt zurecht Datenverarbeitung: Es geht um das Aufbewahren, Zurverfügungstellen und Verknüpfen eigentlich numerischer und ähnlich abstrakt aufgefaßter Information. Sie operiert mit Prüfungen auf Gleichheit und Ungleichheit; ihr Element ist der prozedural, deklarativ oder objektorientiert programmierte Datensatz.

Auch wenn Computer nicht mit Schlüssen142 operieren und ihr Element nicht das Urteil ist, sie also die geistigen Fähigkeiten des Menschen nicht erweitern, so können sie es ihm aber ersparen, seinen Kopf auf ganz mechanische Weise anzustrengen, also seinen Verstand in einer Weise zu gebrauchen, wo das Nachdenken eher stört und zu Fehlern führt. Dabei übertrifft die Maschine die Intelligenz bei weitem hinsichtlich des Umfangs der bewältigten Aufgaben. Dank seiner Universalität legt ein Computer weit weniger als andere Maschinerie schon technisch fest, wie an und mit ihm und für welchen Zweck gearbeitet wird.


142 Von Expertensystemen wird behauptet, daß sie zu schlußfolgern imstande seien, auch wenn von den vollmundigen Versprechungen der Anfangszeit, die Systeme könnten den menschlichen Experten überflüssig machen und sogar übertrumpfen, abgerückt wurde. Das Ende der 50er Jahre von H. A. Simon und A. Newell entwickelte Programm GPS (General Problem Solver) faßte einfache Probleme, für die sog. Standardsoftware aber ausreichend war. Der Schluß, den Informatiker daraus zogen, verrät einiges über ihre implizite Definition schlußfolgernden Denkens: „Systematisches Raten und Ausprobieren, das Entwickeln von Lösungsmöglichkeiten und ihr Abgleichen mit den Bedingungen des Ausgangsproblems erfordert eine Unmenge von Wissen, das für den Menschen oft selbstverständlich ist, aber dem Computer erst explizit mitgeteilt werden muß. Vor allem die Menge dieses Hintergrundwissens, das auf den Rechner zu bringen wäre, stellt eine unüberwindbare Schranke dar.“ (Zitiert aus: A. Flögel, H. Kleine Büning (1994). Wissensbasierte Technologie - was ist das eigentlich? DIFF: Tübingen, S. 11.) Was die Menge an Wissen anbelangt, das in einem Computer gespeichert und nach programmierten Regeln oder einer anderen programmierten Abarbeitungsstruktur abgerufen und verknüpft wird, so dürfte er es mit dem Gedächtnis des einzelnen gut aufnehmen können; aber gleichgültig dagegen, mit wieviel Aufwand und Kunst des Programmierens Systeme gebaut werden: der Kasten kommt nie von den in ihm abgelegten abstrakten Vorstellungen zur Kenntnis der diesen Abstrakta wesentlichen Merkmale und Bestimmungen. Daß Computer zu prozeduralen Ergebnissen, soll heißen zu automatischen Veränderungen und Ergänzungen der in ihnen abgelegten Daten kommen, hängt an der Inferenzkomponente, mit der der Suchablauf gesteuert wird, verläßt also keineswegs die Kombinatorik als diejenige Anstrengung des Gehirns, die sich mechanisieren läßt. Deswegen wird der Aufwand des Programmierens bisweilen für zu hoch befunden im Verhältnis zum Ergebnis, das durch Rechnereinsatz erreicht wird.

Und diese Bequemlichkeit hat ganz außerordentlich das Bemühen beflügelt, die verschiedenartigsten Gedächtnisinhalte - z.B. die Vokabeln verschiedener Sprachen - in eindeutigen Zahlenwerten darzustellen und ihre jeweils zweckmäßige Anwendung in Kombinationsregeln für diese Zahlenwerte zu "übersetzen".

Das Ergebnis heißt zurecht "Datenverarbeitung": Es geht um das Aufbewahren, Zurverfügungstellen und Verknüpfen eigentlich numerischer und ähnlich abstrakt aufgefaßter Information. Sie operiert nicht mit Schlüssen, sondern Prüfungen auf Gleichheit und Ungleichheit; ihr Element ist nicht das Urteil, sondern der "Datensatz", d.h. eine Kombination von Angaben wie Name, Beruf, Gehalt, Steuerklasse. [...]

Der Computer kann es einem Menschen ersparen, seinen Kopf auf ganz mechanische Weise anzustrengen, wo das Nachdenken eher stört und zu Fehlern führt, und die Maschine übertrifft hier die Intelligenz lässig im Umfang der bewältigten Aufgaben. [...] Dank seiner Universalität legt ein Computer weit weniger als andere Maschinerie schon technisch fest, w i e an und mit ihm gearbeitet wird.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Guckar, Zeitstempel: 20131028175906

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki