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Chk/121

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[1.] Chk/Fragment 121 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 17:30:52 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1989, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 121, Zeilen: 1-4, 6-17, (18-22), 22-48
Quelle: MSZ 1989
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
[Ein Roboter kann] mit solchen Vorrausetzungen [sic] leben, und auch die automatische Luftbildanalyse – der wichtigste Einsatzzweck des künstlichen Sehens – wird mit brauchbarem Erfolg Panzer von Traktoren unterscheiden können.

Roboter schließlich sind ein Anwendungsfeld intelligenter Software, das die Vorstellung vom Humunculus [sic] beflügelte, weil es sich um automatisierte Mechanismen handelt. Historisch sind Industrieroboter ein Produkt der Maschinenbauer. Das Bedürfnis, Handhabungsautomaten "intelligenter" zu machen, also Ergebnisse der KI-Forschung zu nutzen, rührte einerseits aus den Schwierigkeiten ihrer Programmierung. So wurde der Roboter, um die richtige Bewegung zu lernen, d.h., die einzelnen Winkelstellungen zu registrieren, zunächst geführt. Zum anderen sollte der Roboter keine genau definierte und konstante Umgebung brauchen, also, wiewohl programmiert, noch Variationen in Position, Orientierung oder Art des zugeführten Arbeitsgegenstandes verkraften. Statt also einer minutiös vorweg definierten Bewegung zu folgen, sollte der Roboter deren Details selbständig anhand einer Beschreibung des Ziels und einer Wahrnehmung der aktuellen Situation aussuchen und zusammensetzen. Man bemühte sich deshalb auch, Techniken der Bild- und Wissensverarbeitung zu implementieren. Ingenieure definieren Roboter im VDI-Entwurf 2860 folgendermaßen: "Industrieroboter sind universell einsetzbare Bewegungsautomaten mit mehreren Achsen, deren Bewegung hinsichtlich Bewegungsfolge und -wegen bzw. -winkel frei programmierbar (d.h. ohne mechanischen Eingriff veränderbar) und ggf. sensorgeführt sind. Sie sind mit Greifer, Werkzeugen oder anderen Fertigungsmitteln ausrüstbar und können Handhabungs- und/oder Fertigungsaufgaben ausführen.“ Roboter sind also Mechanismen, die Werkzeuge, d.h. Mittel der Einwirkung auf einen Arbeitsgegenstand, führen. Im Unterschied zu herkömmlichen Maschinen, die um ihre Werkzeuge gleichsam herumgebaut sind, operieren Roboter nicht in festgelegten Bahnen; sie sind allgemeine Handhaber. Ihr mechanischer Bau erlaubt grundsätzlich jede wünschenswerte Bewegung des Werkzeugs; der jeweilige Ablauf wird durch einen Computer gesteuert und durch dessen Programm spezifiziert. Der gelegentliche Streit, was genau den Titel eines Roboters führen darf, wieviel frei programmierbare Achsen er z.B. haben muß, mag die Leistung des Konstrukteurs messen oder japanische Weltrekordansprüche im Roboterbau in Zweifel ziehen. Vom ökonomischen Standpunkt aus ist solche Definitionskunst obsolet, insofern sie die Aufgabe solcher Maschinen im Produktionsprozeß ignoriert. Die volkstümlich-literarische Meinung, nach der der Roboter ein guter oder böser Kamerad aus Blech ist, irrt sich hinsichtlich der inneren Werte und der äußeren Gestalt. Einem Menschen ähnlich ist ein Roboter, insofern er dessen Platz in der Produktion einnehmen kann. Dazu hat aber der menschliche Arbeiter vorher selber den Charakter einer bloßen Naturkraft zugewiesen bekommen. Er wird als lebendiges kybernetisches Element, als Verbindung von Auge, Hirn und Hand, von einem Maschinensystem angewendet, das selber die Spezifik und Zweckmäßigkeit des produktiven Vorgangs verkörpert und als dessen übergreifendes Subjekt erscheint. Im Vergleich zu diesem Produktionsapparat nimmt sich die Leistung des Roboters eher schlicht und kläglich aus; er bewegt nur ein einzelnes Werkzeug, womöglich gar ein primitives Substitut der menschlichen Hand. Seine Bestimmung ist eben auch nur, eine unter Umständen profitable Alternative zur einfachen Arbeitskraft zu bieten. Rein technisch handelt(e) es sich um ein eher unsinniges Programm, erst Fließbandarbeitsplätze zu schaffen und dann manche von ihnen mit Automaten zu besetzen; denn vom Stand der Technik her ist die menschliche Arbeit ein weitgehend entbehrliches Element in der Produktion. Doch wußten die Ingenieure wirtschaftliche Gründe für den Robotereinsatz an Fließbändern anzugeben, die genauso wie für die moderne Neuorganisation der menschlichen Arbeit in „Fertigungsinseln“ auf eine [Kampfansage an den menschlichen Kostenfaktor hinauslaufen.]

Ein Roboter kann mit solchen Vorrausetzungen [sic] leben, und auch die automatische Luftbildanalyse, dies ist der wichtigste selbständige Zweck des künstlichen Sehens, wird mit brauchbarem Erfolg russische Panzer von russischen Traktoren unterscheiden können.

Roboter

Techniker definieren Roboter so:

"Industrieroboter sind universell einsetzbare Bewegungsautomaten mit mehreren Achsen, deren Bewegung hinsichtlich Bewegungsfolge und -wegen bzw. -winkel frei programmierbar (d.h. ohne mechanischen Eingriff veränderbar) und ggf. sensorgeführt sind. Sie sind mit Greifer, Werkzeugen oder anderen Fertigungsmitteln ausrüstbar und können Handhabungsund/oder [sic] Fertigungsaufgaben ausführen." (VDI-Entwurf 2860)

Roboter sind Mechanismen, die Werkzeuge, d.h. Mittel der Einwirkung auf einen Arbeitsgegenstand, führen. Im Unterschied zu herkömmlichen Maschinen, die um ihre werkzeuge gleichsam herumgebaut sind, operieren Roboter nicht in festgelegten Bahnen; sie sind allgemeine Handhaber. Ihr mechanischer Bau erlaubt grundsätzlich jede wünschenswerte Bewegung des Werkzeugs; der jeweilige Ablauf wird durch einen Computer gesteuert und durch dessen Programm spezifiziert.

Der gelegentliche Streit, was genau den Titel eines Roboters führen darf, also wieviel frei programmierbare Achsen u.ä. er haben muß, mag die Leistung des Konstrukteurs messen oder japanische Weltrekordansprüche im Roboterbau in Zweifel ziehen. Vom ökonomischen Standpunkt aus taugt solche Definitionskunst nichts, insofern sie die Aufgabe solcher Maschinen im Produktionsprozeß ignoriert. Die volkstümlich-literarische Meinung, nach der der Roboter ein guter oder böser Kamerad aus Blech ist, irrt sich hinsichtlich der inneren Werte und der äußeren Gestalt. Einem Menschen ähnlich ist ein Roboter, insofern er dessen Platz in der Produktion einnehmen kann. Dazu hat aber der menschliche Arbeiter vorher selber den Charakter einer bloßen Naturkraft zugewiesen bekommen. Er wird als lebendiges kybernetisches Element, als Verbindung von Auge, Hirn und Hand, von einem Maschinensystem angewendet, das selber die Spezifik und Zweckmäßigkeit des produktiven Vorgangs verkörpert und als dessen übergreifendes Subjekt erscheint.

Ingenieure halten die menschliche Arbeit heute für ein weitgehend entbehrliches Element in der Produktion, solche Ersparnis aber für unwirtschaftlich: [...] Im Vergleich zum eigentlichen Produktionsapparat erscheint die Leistung eines solchen Roboters ausgesprochen schlicht und kläglich; er bewegt nur ein einzelnes Werkzeug, womöglich gar ein primitives Substitut der menschlichen Hand. Seine Bestimmung ist eben auch nur, eine unter Umständen profitable Alternative zur einfachen Arbeitskraft zu bieten. Für ihr "rein technisch" eher hirnrissiges Programm - erst schafft man Fließbandarbeitsplätze und dann besetzt man manche von ihnen mit Automaten - wissen Techniker gute Gründe anzugeben, die alle auf eine Kampfansage an den menschlichen Kostenfaktor hinauslaufen:

[...]

Industrieroboter sind historisch ein Produkt der Maschinenbauer, das erst jetzt mit der einschlägigen AI-Forschung zu verschmelzen beginnt. Das Bedürfnis, Handhabungsautomaten "intelligenter" zu machen, rührt einerseits aus den Schwierigkeiten ihrer Programmierung. (Das wichtigste Verfahren ist immer noch, daß der Roboter, um die richtige Bewegung zu lernen, d.h, die einzelnen Winkelstellungen zu registrieren, zunächst geführt wird.) Zum anderen soll der Roboter keine genau definierte und konstante Umgebung brauchen, also, wiewohl programmiert, noch Variationen in Position, Orientierung oder Art des zugeführten Arbeitsgegenstandes verkraften. Statt also einer minutiös vorweg definierten Bewegung zu folgen, soll der Roboter deren Details selbständig anhand einer Beschreibung des Ziels und einer Wahrnehmung der aktuellen Situation aussuchen und zusammensetzen; man bemüht sich deshalb, ihm die oben beschriebenen Techniken der Bild- und Wissensverarbeitung aufzupfropfen.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Das Zitat des VDI und der letzte Satz der Seite wurden nicht in die Zeilenzählung mitaufgenommen.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


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