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Chk/122

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[1.] Chk/Fragment 122 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 17:41:53 Graf Isolan
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1989, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 122, Zeilen: 01-24, 29-48
Quelle: MSZ 1989
Seite(n): Internetquelle, Zeilen: -
[Doch wußten die Ingenieure wirtschaftliche Gründe für den Robotereinsatz an Fließbändern anzugeben, die genauso wie für die moderne Neuorganisation der menschlichen Arbeit in „Fertigungsinseln" auf eine] Kampfansage an den menschlichen Kostenfaktor hinauslaufen. Die Vorteile, die vor zehn Jahren noch für Automateneinsatz an Fließbändern sprachen, lesen sich heutzutage wie das Protokoll über die Vorteile der Gruppenarbeit: Leatham-Jones führte 1986 in seiner Abhandlung der „Elements of Industrial Robotics“ Unfälle, Verletzungen, Krankheit, Überdruß, Langeweile, Nachlässigkeit, Verspätung, Müdigkeit, Aufs-Klo-Gehen, Waschen und Essen, Abwesenheit, Streiks, Überstunden- und Schichtzuschläge usw. als diejenigen Elemente menschlicher Arbeiter auf, die zu Stillstandszeiten oder zusätzlichen Kosten führen, und wertet sie als Schwächen, die Roboter und Automaten nicht haben. Denn sie können jederzeit an die Arbeit gestellt werden, brauchen keine häufigen Ruhepausen, arbeiten auch zu unsozialen Zeiten und ohne dauernde Aufsicht, sie können unangenehme Arbeitsumstände aushalten und häufigen Wechsel tolerieren und bewältigen. Seit die Kosten für menschliche Arbeit im Namen von Arbeitsplatzerhalt kontinuierlich gesenkt werden, sprechen ökonomische Gründe gegen den Robotereinsatz: Bei ihnen handelt es sich um fixe Kosten, die unabhängig von der Ausbringung anfallen. Daraus folgt, daß aus Effizienzgründen entweder die Produktion für ein gegebenes Niveau fixer Kosten maximiert werden muß, oder, insofern die Produktion nicht ins Unendliche wachsen kann, solche Kosten auf ein möglichst niedriges Niveau gedrückt werden müssen.

Auch diejenigen fixen Kostenelemente, die zum Betrieb von Robotern gehören und durch Programmierung, Wartung, technische Produktionsplanung, Preisverfall usw. entstehen, sind mitterweile [sic] höher als die fixen Kosten, die zum Gebrauch menschlicher Arbeit gehören und zu denen Leatham juristischen Aufwand, Sozialleistungen und Sicherheitsvorkehrungen, Aufsicht, Zeitüberwachung, Arbeitsplanung und Administration, Gestaltung der Arbeitsumgebung usw. zählt. Die Vorstellung, daß die Fabriken einmal ganz menschenleer sein könnten, abstrahiert von diesen ökonomischen Vergleichskriterien zwischen Automat und menschlichem Arbeiter. Der Computereinsatz im Gemeinkostenbereich hat dazu beigetragen, daß die menschliche Arbeit sich auch an der Front der Fixkosten behaupten konnte.

Zur Herkunft des KI-Programms

Am Roboter wird deutlich, was IT praktisch mit Intelligenz zu tun hat. Sie wird nicht nachgebaut und ersetzt, denn die Inhaber der Intelligenz haben beim Arbeiten auf deren Gebrauch längst verzichtet, soweit es die „Natur“ ihrer Tätigkeit erfordert. Soweit ihre Funktion im Arbeitsprozeß darin besteht, die mechanischen Leistungen des Menschengeistes ausgiebig zu gebrauchen, haben sich Willen und Bewußtsein darauf zu richten, daß der Einsatz dieser mechanischen Fertigkeiten gewohnheitsmäßig und effektiv erfolgt. Wegen der ruinösen Folgen, die das auf Körper und Geist hat, haben dann manche das Loblied auf den technischen Fortschritt angestimmt, als die Konstruktion tatsächlich abgetrennter, selbständiger Mechanismen gelang. Die Ideologie der künstlichen Intelligenz kennzeichnet also ihre Anhänger nicht nur als Leute, die mit der gewöhnlichen vorhandenen Intelligenz nichts Besseres anzustellen wissen, als sie mit Apparaten zu simulieren. Ihr Programm besteht in der theoretischen Verabsolutierung des Umgangs mit der Intelligenz, der aus der kapitalistischen Kostenrechnung folgt: Intelligenz gilt den KI-Ideologen als ein Set brauchbarer Fähigkeiten, deren Äußerungen anderen von Nutzen zu sein hat. Dieser Anspruch an das „unbekannte Wesen“ - die Künstliche Intelligenz - bildet die Quelle und den Motor des ständigen Vergleichs, den nicht nur die „harten“ KI-Forscher anstellen. Beharrlich wird sich auf die Begutachtung von Identität und Differenz verlegt, wie sie aus Funktionen der Hard- und Software und dem Vermögen der tatsächlichen [Intelligenz hervorgehen.]

Für ihr "rein technisch" eher hirnrissiges Programm - erst schafft man Fließbandarbeitsplätze und dann besetzt man manche von ihnen mit Automaten - wissen Techniker gute Gründe anzugeben, die alle auf eine Kampfansage an den menschlichen Kostenfaktor hinauslaufen:

"Stillstandzeiten, aus welchem Grund auch immer, müssen minimiert und womöglich vermieden werden. Menschliche Arbeiter tragen wahrscheinlich mehr zu Ausfällen bei als Automaten. Zu den Gründen zählen Unfall, Verletzung, Krankheit, Überdruß, Langeweile, Nachlässigkeit, Verspätung, Müdigkeit, Aufs-Klo-Gehen, Waschen und Essen, Abwesenheit, Streiks usw. Roboter und Automaten haben die meisten dieser menschlichen Schwächen nicht...

Idealerweise sollten Produktionselemente eingesetzt werden, die jederzeit an die Arbeit gestellt werden können, keine häufigen Ruhepausen brauchen, ohne große Vorwarnung und zu unsozialen Zeiten, einschließlich Feiertagen arbeiten können, ohne dauernde Aufsicht arbeiten können, unangenehme Arbeitsumstände aushalten können und häufigen Wechsel tolerieren und bewältigen... Die Kosten des Robotereinsatzes bleiben ungefähr gleich, was auch immer der Einsatzzeitpunkt. Die Kosten für menschliche Arbeit können sich beträchtlich erhöhen durch Überstunden, unsoziale Zeiten oder Feiertage...

Fixe Kosten sind solche, die unabhängig von der Ausbringung anfallen. Es folgt, daß aus Effizienzgründen entweder die Produktion für ein gegebenes Niveau fixer Kosten maximiert werden muß, oder, insofern die Produktion nicht ins Unendliche wachsen kann, solche Kosten auf ein möglichst niedriges Niveau gedrückt werden müssen. Fixe Kostenelementem, [sic] die zum Betrieb von Robotern gehören, schließen ein Programmierung, Wartung, technische Produktionsplanung, Preisverfall usw. Fixe Kosten, die zum Gebrauch menschlicher Arbeit gehören, entstehen aus juristischem Aufwand, Sozialleistungen und Sicherheitsvorkehrungen, Aufsicht, Zeitüberwachung, Arbeitsplanung und Administration, Gestaltung der Arbeitsumgebung usw. Ganze Abteilungen sind oft für solche Betreuung der eigentlichen Arbeitsmannschaft nötig." (B. Leatham-Jones: Elements of Industrial Robotics, 1986)

[...]

Zur Herkunft des Programms

Am Roboter wird deutlich, was Kisten und Kästen praktisch mit Intelligenz zu tun haben. Sie wird nicht nachgebaut und ersetzt, sondern ausgeschaltet, weil sie sich in der kapitalisitisch [sic] organisierten Arbeit und dem zugrunde liegenden Rechnungswesen störend bemerkbar macht. Das ist insofern zu machen, als zuvor die Inhaber der Intelligenz beim Arbeiten auf deren Gebrauch verzichtet haben, soweit es die "Natur" ihrer Tätigkeit erforderte. Zugunsten ihrer Funktion im Arbeitsprozeß, die auf dem ausgiebigen Gebrauch der mechanischen Leistungen des Menschengeistes beruht, haben sich Willen und Bewußtsein darauf zu richten, daß der Einsatz dieser mechanischen Fertigkeiten gewohnheitsmäßig und effektiv erfolgt. Wegen der ruinösen Folgen, die das auf Körper und Geist hat, haben dann manche das Loblied auf den technischen Fortschritt angestimmt, als die Konstruktion tatsächlich abgetrennter, selbständiger Mechanismen gelang.

Die Ideologie der künstlichen Intelligenz kennzeichnet ihre Anhänger nicht nur als Leute, die mit der gewöhnlichen vorhandenen Intelligenz nichts Besseres anzustellen wissen, als sie mit Apparaten zu simulieren. Ihr Programm besteht im theoretischen Fanatismus der Einstellung, die in der bürgerlichen Arbeitswelt so ausgiebig zum Zuge kommt: Intelligenz gilt ihnen schlicht als ein Set brauchbarer Fähigkeiten, deren Äußerungen anderen von Nutzen zu sein hat. Dieser Anspruch an das unbekannte Wesen, auf dessen "Anpassungs"leistungen die Forscher so neugierig sind, bildet die Quelle und den Motor des ständigen Vergleichs, den sie anstellen. Stur verlegen sie sich auf die Begutachtung von Identität und Differenz, wie sie aus Funktionen ihrer hard- und software und dem Vermögen der tatsächlichen Intelligenz hervorgehen.

Anmerkungen

Ein Satz wird Leatham-Jones zugeschrieben, aber die Basis für die gesamte Seite ist klar die MSZ.

Sichter
(WiseWoman) Schumann


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