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Chk/Fragment 044 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 1-30
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
[Moderne Systeme erlauben des weiteren eine Vielzahl von Ein- und Ausgabegeräten, insbesondere die aus Bildschirm und Tastatur bestehenden Arbeitsplätze, und eine] eindrucksvolle Fülle gleichzeitiger Arbeiten, insbesondere, wenn sie miteinander vernetzt sind: Der eine Benutzer entwickelt neue Software, der zweite tippt Kundendaten ein, der dritte spielt Mondlandung, der vierte surft durchs Internet usw. usf.

Eine derart „komfortable Benutzeroberfläche“ kommt dem Computer nicht von Haus aus zu; im Gegenteil. Als potentieller Alleskönner ist der Computer an sich zu nichts nutze; er benötigt Programme. Um ihn zweckmäßig zu verwenden, sind erhebliche Kenntnisse seiner technischen Details, mathematische Kenntnisse und Erfindungsgabe sowie peinlichste Sorgfalt bei der Bitfummelei erforderlich. Das Programmieren besteht darin, zu dem Zweck, dem ein Computer dienen soll, z.B. einen Algorithmus anzugeben und in einer Programmiersprache zu fixieren; d.h., die jeweilige Vorgabe, was die Maschine leisten soll, muß übersetzt werden in ein Verfahren, wie sie es tun kann und soll. Um ihn über den Kreis seiner Erbauer hinaus zu verbreiten, war es nötig, einen Teil der Arbeiten, die aus dem Gebrauch eines Computers entspringen, wieder an diesen selbst zu übertragen. Statt den Anwender mit der nackten Apparatur zu konfrontieren, wird ihm mit Hilfe der Systemsoftware eine wesentlich leichter zu bedienende (aber immer noch universelle) Maschine geboten; d.h., die Programme werden nicht unmittelbar, sondern durch die Wirkung anderer Programme ausgeführt. Das Betriebssystem übernimmt die Funktionen eines Operateurs und geht dabei weit über das hinaus, was ein Mensch hier zu leisten vermag. Es lädt, startet, überwacht Programme, regelt den Gebrauch von Betriebsmitteln wie Speicher oder Drucker und erlaubt erst die Geschwindigkeit der Maschine durch Mehrprogrammbetrieb (scheinbar gleichzeitig verzahnte Ausführung) auszunutzen. „Programmiersprachen" und dazu gehörige Übersetzungsprogramme steigern die Produktivität des Programmierers, indem sie ihn von der prohibitiven Mühsal und Fehleranfälligkeit der binären Codierung befreien. An die Stelle der eigentlichen Maschinenbefehle treten zunächst „aussagefähige Namen“, die sich ein Mensch besser merken kann als die Bitkombinationen selbst, und des weiteren „höhere Sprachkonstrukte“, die aus der Formelsprache der Mathematiker entlehnt oder aus den Erfahrungen und Bedürfnissen des Programmierens heraus erfunden wurden und vom Übersetzerprogramm in komplizierte Gebilde aus Maschinenbefehlen transformiert werden.

Sie erlauben eine Vielzahl von Ein- und Ausgabegeräten, insbesondere die aus Bildschirm und Tastatur bestehenden Arbeitsplätze, und eine eindrucksvolle Fülle gleichzeitiger Arbeiten: Der eine Benutzer entwickelt neue Software, der zweite tippt Kundendaten ein, der dritte spielt Mondlandung, und zu Nutz und Frommen der Geschäftsleitung läuft außerdem noch ein Programm, das über die Aktivitäten der lieben Mitarbeiter Buch führt.

Eine derart "komfortable Benutzeroberfläche" kommt dem Computer nicht von Haus aus zu; im Gegenteil. Um ihn zweckmäßig zu verwenden, sind erhebliche Kenntnisse seiner technischen Details, mathematische Bildung und Erfindungsgabe sowie peinlichste Sorgfalt bei der Bitfummelei erforderlich, mit anderen Worten, akademische Grade und die Qualitäten von Schwachsinnigen. Wollte man das Ding über den Kreis seiner Erbauer hinaus verbreiten und zu einem Geschäftserfolg machen, war es nötig, einen Teil der Arbeiten, die aus dem Gebrauch eines Computers entspringen, wieder an diesen selbst zu übertragen. Statt den Anwender mit der nackten Apparatur zu konfrontieren, wird ihm mit Hilfe der "Systemsoftware" eine wesentlich leichter zu bedienende (aber immer noch universelle) Maschine dargeboten; das heißt, seine Programme werden nicht unmittelbar, sondern durch die Wirkung anderer Programme ausgeführt.

Das "Betriebssystem" übernimmt die Funktionen eines Operateurs und geht dabei weit über das hinaus, was ein Mensch hier zu leisten vermöchte. Es lädt, startet, überwacht Programme, regelt den Gebrauch von Betriebsmitteln wie Speicher oder Drucker und erlaubt erst dei Geschwindigkeit der Maschine durch Mehrprogrammbetrieb (scheinbar gleichzeitig verzahnte Ausführung) auszunutzen. "P r o g r a m m i e r s p r a c h e n" und dazugehörige Übersetzungsprogramme steigern die Produktivität des Programmierers, indem sie ihn vor der schier prohibitiven Mühsal und Fehleranfälligkeit der binären Codierung befreien. An die Stelle der eigentlichen Maschinenbefehle treten zunächst "aussagefähige Namen", die sich ein Mensch besser merken kann als die Bitkombinationen selbst, und des weiteren "höhere Sprachkonstrukte", die aus der Formelsprache der Mathematiker entlehnt oder aus den Erfahrungen und Bedürfnissen des Programmierens heraus erfunden wurden und vom Übersetzerprogramm in komplizierte Gebilde aus Maschinenbefehlen transformiert werden.

[...]

Als potentieller Alleskönner ist der Computer an sich zu nichts nutze; er benötigt Programme. Das Programmieren besteht darin, zu dem Zweck, dem ein Computer dienen soll, einen Algorithmus anzugeben und in einer Programmiersprache zu fixieren; das heißt, die jeweilige Vorgabe, was die Maschine leisten soll, muß übersetzt werdden [sic] in ein Verfahren, wie sie es tun kann und soll.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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