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Chk/Fragment 045 07

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 7-15, 18-21
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Mit dem Computer kommt eine neue Sorte geistiger Arbeit in die Welt135: das halbkünstlerische Gebaren der Softwareentwicklung.136 Halbkünstlerisch deswegen, weil diese Arbeit es mit Formalisierungen des Berechenbaren zu tun hat und keine Grenzen des Berechenbaren akzeptiert. Als Komplement dazu kommt die „Softwarekrise" in die Welt, die nach allgemeiner Meinung noch bis ins nächste Jahrtausend den Engpaß der Technik bildet: Gefordert wird „egoless programming“, ein ingenieursmäßiges Berufsethos, und dies beinhaltet neben rigider Führung, Arbeitsteilung, Dokumentation und Kontrolle die, wo möglich, computergestützte Variation und Kombination früher erarbeiteter Programmstücke.

[...]

Der erste Ansatzpunkt dafür, dieser Technik eine gesellschaftsrevolutionäre Qualität zuzusprechen, liegt in der weitverbreiteten Auffassung, daß der Computer die geistigen Fähigkeiten des Menschen genauso erweitere, wie die stoff-umwandelnde Maschinerie sein körperliches Vermögen ausdehnt.


135 Es handelt sich um „Methoden der Formalisierung, Algorithmisierung, Programmierung und Ausführung auf Rechnern“. Ob diese neue Sorte geistiger Arbeit aber auch neue Menschen erfordert? Dies wird jedenfalls durch das Selbstzeugnis einer Informatikerin nahegelegt: „Die programmierten Repräsentationen setzen dem Verständnis der Abläufe enge Grenzen durch die kognitiven Schwierigkeiten des Menschen, mit Abstraktem, unvorstellbaren Größen und komplexen Strukturen explizit umzugehen.“ Aber Schinzel zweifelt den gewöhnlichen Verstand an, um den des Informatikers damit gemein zu machen und vor der „Undurchschaubarkeit der Folgen“ von Informationstechnik zu warnen. Britta Schinzel (Hrsg.) (1996). Schnittstellen, S. 1.

136 Eine Richtung in der Informatik (vgl. z.B. im deutschen Raum im Anschluß an skandinavische Ansätze Arno Rolf oder Christiane Floyd) versteht diese als „Gestaltungswissenschaft“, die im Unterschied zur „Konstruktion“ der alten Ingenieursdisziplinen sich im Schnittpunkt von Politik und Ökonomie, von Kunst und Technik vollziehe. Neu ist der künstlerische Gesichtspunkt; denn auch die Ingenieursdisziplinen denken sich in die praktischen Problemstellungen ein, für deren Bewältigung sie neue technische Mittel und Verfahren entwickeln.

Mit dem Computer kommt so eine neue Sorte geistiger Arbeit in die Welt und des weiteren die "Softwarekrise", die nach allgemeiner Meinung noch bis ins nächste Jahrtausend den Engpaß der schönen Technik bildet. Das Problem ist weniger ein Mangel an Personal als dessen Neigung, einen eigenen Kopf zu haben, wenn es sich denselben schon so "kreativ" zerbricht. Die Antwort auf das halbkünstlerische Gebaren dieser Leute heißt "egoless programming" und beinhaltet neben rigider Führung, Arbeitsteilung und Kontrolle die womöglich computergestützte Variation und Kombination früher erarbeiteter Programmstücke.

II.

Das typische Urteil über den Computer lautet, daß er die geistigen Fähigkeiten des Menschen erweitere, genauso wie die stoffumwandelnde Maschinerie sein körperliches Vermögen ausdehnte.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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