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Chk/Fragment 124 21

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 124, Zeilen: 21-42
Quelle: Marxistische Gruppe 1987
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Was sie dabei als logische Form eines Urteils festhält, sind aber nur die sprachlichen Mittel, in denen logische Verhältnisse ausgedrückt werden können (und; oder; entweder-oder; wenn-dann etc.). Denn die sprachlichen Konjunktionen drücken insofern notwendige Zusammenhänge aus, wie sie die Rolle logischer Partikel im Urteil spielen, also gedacht werden. Abstrahiert man aber vom Inhalt eines Schlusses, so abstrahiert man auch von der logischen Formbestimmung dieses Inhalts, die sprachlich in den verschiedenen Konjunktionen ausgedrückt wird. Dieselben Konjunktionen taugen genauso gut dazu, Sätze zu bilden, die keine Spur von logischer Notwendigkeit enthalten. Indem der formale Logiker das sprachliche Ausdrucksmittel für logische Verhältnisse mit dem logischen Verhältnis identifiziert, bereinigt er einerseits die Logik gerade von dem Logischen, von der gedanklichen Leistung, die innere Notwendigkeit einer Sache oder eines Sachverhalts herauszufinden. Wenn ein „entweder-oder“ z.B. einen logischen Zusammenhang bezeichnet, dann besteht dieser in dem notwendigen Verhältnis einer Gattung zu ihren Arten, die sich wechselseitig ausschließen und in ihrer Vollständigkeit die Gattung ausmachen - Hegel nennt dieses Verhältnis das der Disjunktion. Für dieses logische Verhältnis ist der Inhalt des Gattungsbegriffs keineswegs belanglos, weil sich aus diesem Inhalt erst ergibt, in welche Arten sich die Gattung aufgliedert. Andererseits will der formale Logiker als Spezialist für Konjunktionen in dem Vorhaben, die theoretische Notwendigkeit getrennt vom Inhalt des Gedankens am Gebrauch der grammatischen Mittel ihres Ausdrucks zu überprüfen, kein Grammatiker werden, sondern Logiker bleiben. Nach wie vor geht es ihm um die logische Wahr[heit, um zwingende Schlüsse, und hierfür macht er dann seine eigene „Sprache der Logik“ produktiv:] Abstrahiert man nämlich von dem Inhalt eines Schlusses, so abstrahiert man damit auch von der logischen Formbestimmung dieses Inhalts, die sprachlich in den verschiedenen Konjunktionen ("wenn ... dann", "weil" usf.) ausgedrückt wird. Wenn ein "entweder ... oder" beispielsweise einen logischen Zusammenhang bezeichnet, dann besteht dieser in dem notwendigen Verhältnis einer Gattung zu ihren Arten, die sich wechselseitig ausschließen und in ihrer Vollständigkeit die Gattung ausmachen (Hegel nennt dieses Verhältnis das der Disjunktion). Für dieses logische Verhältnis ist der Inhalt des Gattungsbegriffs keineswegs belanglos, weil sich aus diesem Inhalt erst ergibt, in welche Arten sich die Gattung aufgliedert. [...]

Was KEMMERLING für die logische Form eines Urteils hält, sind denn auch nur die sprachlichen Mittel, in denen logische Verhältnisse ausgedrückt werden können, sofern solche notwendige Zusammenhänge nämlich gedacht werden, die sprachlichen Konjunktionen also die Rolle logischer Partikel im Urteil spielen, und die ansonsten ebenso dazu taugen, Sätze zu bilden, die keine Spur von logischer Notwendigkeit enthalten, [...].

Indem KEMMERLING das sprachliche Ausdrucksmittel für logische Verhältnisse mit dem logischen Verhältnis identifiziert, bereinigt er einerseits die Logik gerade von dem Logischen, von der gedanklichen Leistung, die innere Notwendigkeit einer Sache herauszufinden. Andererseits will er als Spezialist für Konjunktionen gerade in dem Vorhaben, die theoretische Notwendigkeit getrennt vom Inhalt des Gedankens am Gebrauch der grammatischen Mittel ihres Ausdrucks zu überprüfen, kein Grammatiker werden, sondern Logiker bleiben. Nach wie vor geht es ihm um "logische Wahrheit", "zwingende Schlüsse", also um das Feld der theoretischen Notwendigkeit und deren Überprüfung. [...] Deren Untersuchung fällt nicht in sein Gebiet, und so wird neben der behaupteten Identität von Logik und ihren sprachlichen Ausdrucksmitteln auch die Differenz beider als Problem produktiv gemacht:

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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