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Chk/Fragment 148 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 1-15
Quelle: Bonsiepen 1994
Seite(n): 133, 134, Zeilen: 133:4-7.19-21.27-30; 134:5-9; 136:31-34.103-104
• Auch was die öffentliche Wahrnehmung der IKT anbelangt, so nahm die KI in dieser Zeitspanne eine Sonderstellung ein: Die Spanne der Beiträge reichte von phantastischen Erwartungen zu tiefer Besorgnis.

Die technologische Ausrichtung der KI-Forschung und -Entwicklung, die daneben lief, blieb hinter Erwartungen wie Befürchtungen weit zurück. Von der „Schlüsseltechnologie mit Multiplikatorwirkung“ konnte nicht die Rede sein. Was lief, waren „kulturelle Kämpfe, ... die von den Fragen der technischen Machbarkeit zu Fragen der sicheren Beherrschbarkeit und sozialen Erwünschtheit von bestimmten Computersystemen überleiten.“410 Fragen der technischen Machbarkeit sind fachliche Fragen, letztere öffentlich zu debattierende.

Warum also die Sonderstellung der KI und insbesondere der Expertensystemtechnik? Von der technischen Seite her ist sie eher eine Randerscheinung innerhalb der Informatik als eine Leittechnologie. Denn neben der Expertensystemtechnik gibt es andere Methoden wie Neuronale Netze, Fuzzy Logic, genetische Algorithmen als Lösung für Anwendungsbereiche, die nicht vollständig spezifizierbar sind.


410 Rammert (1992). „Expertensysteme" im Urteil der Experten. Eine neue Wissenstechnologie im Prozeß der Technikfolgenabschätzung. In: ders., Bechmann (Hrsg.) (1992). Technik und Gesellschaft, Jahrbuch 6, S. 244.

[Seite 133]

Die KI und insbesondere die Expertensystemtechnik haben wie kaum ein anderes Gebiet der Informatik Wissenschaftler, Politiker und Gewerkschaftler angeregt, phantastische Erwartungen wie auch tiefe Besorgnis über das Potential dieser Technik und über ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft zu formulieren. [...]

[...] Dies alles begleitete den Fortgang der KI-Forschung und Entwicklung, wobei die Erfolge weit hinter den kurzfristigen Erwartungen der Forscher und Kritiker zurückblieben. [...]

[...]

[...] Die KI, insbesondere ihr praxisrelevantester Teil - die Expertensystemtechnik - wurde als Schlüsseltechnologie mit Multiplikatorwirkung betrachtet, die eine Perspektive breiten technischen und sozialen Fortschritts versprach.

[Seite 134]

»An den Expertensystemen lassen sich die kulturellen Kämpfe beobachten und öffentlich sichtbar austragen, die von den fachlichen Fragen der technischen Machbarkeit zu den öffentlich zu debattierenden Fragen der sicheren Beherrschbarkeit und sozialen Erwünschtheit von bestimmten Computersystemen überleiten.

[Seite 136]

[...]2

Was war die materielle Basis, auf der die anfänglichen Erfolge der KI und der Expertensystemtechnik gedeihen konnten? Diese Frage stellt sich vor allem, um zu klären, ob es sich bei der KI tatsächlich um eine Leittechnologie handelt oder doch nicht eher um eine Randerscheinung innerhalb der Informatik.


2 Es gibt andere Methoden der Informatik, die als Lösung für unzureichend spezifizierbare Anwendungsprobleme geeignet erscheinen, z.B. Neuronale Netze, Fuzzy Logic, genetische Algorithmen.

Anmerkungen

Patchwork ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Bonsiepen (1994) wird im folgenden auch noch mehrfach von Chk zitiert.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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