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Cmg/086

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Die rechtliche Regulierung von Sterbehilfegesellschaften

von Dr. Carmen Marie Gottwald

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Cmg/Fragment 086 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-01-03 20:30:46 Hindemith
BauernOpfer, Böckenförde 2008, Cmg, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
TaBi, Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 86, Zeilen: 02-20
Quelle: Böckenförde 2008
Seite(n): 256, Zeilen: 03-22
Vom freiheitsbezogenen, zur Autonomie führenden Menschenbild ausgehend, wie es insbesondere auch in der Philosophie Immanuel Kants (1724-1804) zum Ausdruck kommt, ist ebenso kein Selbstverfügungsrecht über das eigene Leben gegeben. Zwar meint Autonomie nicht, wie oft gedeutet, Beliebigkeit, da sie ihre „Grundlage im Menschen als Zweck an sich selbst hat.“ Weil er Zweck an sich selbst ist, ist er als Subjekt zur Autonomie berufen, d.h. zur Selbstgesetzgebung im Sinn einer Aufstellung verallgemeinerungsfähiger Maximen und Verhaltensnormen.“

Dieser Art von Selbstgesetzgebung sind im Widerspruch mit sich selbst Grenzen gesetzt. „Der Mensch als Zweck an sich selbst und Subjekt verantwortlichen Handelns setzt die Bejahung seiner Subjektstellung und damit des eigenen Lebens voraus, denn sein Leben ist die Voraussetzung seiner Selbstbestimmung.“277 Dabei meint Selbstbestimmung aber nicht, über die Subjektstellung selbst, also die Selbstbestimmungsfähigkeit, verfügen zu können, sondern vielmehr aus der eigenen Subjektstellung heraus selbstbestimmt zu handeln und zu verfügen. Insoweit wird auch nach dieser Ansicht Selbsttötung als Widerspruch in sich gesehen, da sie „die Existenz des Menschen als sittliches Subjekt und damit die eigene Würde“ zerstört. Dennoch aber erscheint ein Sterbenlassen statt möglicher Verlängerung des Sterbeprozesses „aus der Annahme der Endlichkeit des Lebens“ gerechtfertigt, wie auch die Vermeidung eines lediglich vegetierenden Lebens.278


277 Böckenförde, Stimmen der Zeit, 4/2008, S. 256.

278 Böckenförde, Stimmen der Zeit, 4/2008, S. 256.

Geht man vom freiheitsbezogenen, zur Autonomie führenden Menschenbild aus, wie es insbesondere in der Philosophie Kants zum Ausdruck kommt, ergibt sich folgendes: Autonomie meint nicht, wie oftmals mißgedeutet, einfachhin Beliebigkeit, denn sie hat ihre Grundlage im Menschen als Zweck an sich selbst. Weil er Zweck an sich selbst ist, ist er als Subjekt zur Autonomie berufen, d. h. zur Selbstgesetzgebung im Sinn einer Aufstellung verallgemeinerungsfähiger Maximen und Verhaltensnormen. Solche Selbstgesetzgebung findet aber ihre Grenze am Widerspruch mit sich selbst.

Der Mensch als Zweck an sich selbst und Subjekt verantwortlichen Handelns setzt die Bejahung seiner Subjektstellung und damit des eigenen Lebens voraus, denn sein Leben ist die Voraussetzung seiner Selbstbestimmung. Selbstbestimmung meint, aus der eigenen Subjektstellung heraus selbstbestimmt handeln und verfügen, aber nicht über die Subjektstellung selbst, d. h. die Selbstbestimmungsfähigkeit zu verfügen. Selbsttötung ist daher ein Widerspruch in sich, zerstört die Existenz des Menschen als sittliches Subjekt und damit die eigene Würde24.

Auch dieses Menschenbild trägt somit keine freie Verfügbarkeit über das Leben, wohl aber rechtfertigt es aus der Annahme der Endlichkeit des Lebens ein Geschehenlassen des Sterbens statt möglicher Hinauszögerung des Sterbeprozesses; und ebenso trägt es die Vermeidung nur vegetativer Fortexistenz als eines sinnlosen Lebens.


24 E.-W. Böckenförde, Vom Wandel des Menschenbildes im Recht (Münster 2001) 25–36.

Anmerkungen

Umfangreiche inhaltlich und teils wörtliche Übernahme der Vorlage. Durch die gelegentliche Verwendung von Anführungszeichen wird der Eindruck verstärkt, in der untersuchten Arbeit würden sich zwischen den zitierten Abschnitten nur eigene Formulierungen bzw. eigene inhaltliche Beiträge finden. Dieser Eindruck täuscht allerdings.

Sichter
SleepyHollow02


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20130103203518

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