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Die rechtliche Regulierung von Sterbehilfegesellschaften

von Dr. Carmen Marie Gottwald

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Cmg/Fragment 100 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-14 19:39:08 WiseWoman
Cmg, Fragment, Gesichtet, Roxin 2007, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
TaBi
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 01-13
Quelle: Roxin 2007
Seite(n): 351, 352, Zeilen: 27-35; 01-02
[Insoweit erscheint es nicht möglich, einen Verstoß gegen] die Menschenwürde zu erkennen, wenn ein Sterbewilliger in dem Wunsch, unerträglichem Leiden ein Ende zu setzen, den Tod wünscht. Er würde dann selbst seine Menschenwürde preisgeben – dies kann jedoch keinen Strafgrund rechtfertigen. Selbst einem Beihilfe leistenden Arzt kann in dieser Hinsicht keine Verletzung der Menschenwürde vorgeworfen werden, da es schon daran fehlt, dass er niemanden für fremde Zwecke instrumentalisiert. In diesem Zusammenhang deshalb allein auf religiöse bzw. theologische Argumente abzustellen, überzeugt nicht, zumal auch auf diesen in der heutigen Zeit nicht allein eine Strafbarkeit gründen kann. Selbst wenn man allein auf diese Motive abstellt, ist es schwer vorstellbar, dass Gott einem kranken Menschen unerträgliche Qualen zumuten will – so auch Schreiber: „Gott kann ich mir nicht anders vorstellen, als dass er dafür Verständnis haben wird, wenn ich ihm das mir gegebene Leben in hoffnungsloser Leidenssituation vorzeitig zurückgebe, mich zu ihm flüchte, wenn meine Krankheit unerträglich wird.“329

329 Roxin, S. 351 f.

[...]Zudem würde ein Verstoß gegen die eigene Menschenwürde noch keinen Bestrafungsgrund (auch nicht für Außenstehende) abgeben. Auch dem Arzt könnte man keinen Menschenwürdeverstoß vorwerfen. Denn er instrumentalisiert niemanden für fremde Zwecke. Auch theologische Argumente haben in diesem Zusammenhang keinen Raum. Abgesehen davon, dass sie in einem laizistischen Staat ohnehin zur Strafbegründung untauglich sind, kann man nicht annehmen, dass Gott einem kranken Menschen unerträgliche Qualen zumuten will. Mit Recht sagt Schreiber:97 „Gott kann ich mir nicht anders vorstellen, als dass er dafür Verständnis haben wird, wenn ich ihm das mir gegebene Leben in hoffnungsloser Leidenssituation vorzeitig zurückgebe, mich zu ihm flüchte, wenn meine Krankheit unerträglich wird."

97 Schreiber, in: FS für Rudolphi, S. 543, 550.

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 99: Flächige Übernahme einer Passage, die in der Fußnote zwar angegeben, aber inhaltlich sehr ähnlich wiedergegeben wird. Die Fußnote erweckt den Eindruck, durch sie würde nur das wörtliche Zitat abgedeckt. Tatsächlich ist der Wortlaut Roxins in der Arbeit mehr als deutlich zu erkennen. Allein das "f." hinter der Seitenangabe könnte als Indiz gedeutet werden, dass hier mehr übernommen worden ist als das Zitat. Zudem wird Schreiber hier nicht aus der Urquelle zitiert, sondern über den Verweis auf Roxin.

Sichter
SleepyHollow02

[2.] Cmg/Fragment 100 22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-08 18:39:39 Sotho Tal Ker
BauernOpfer, Cmg, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schwarzenegger 2007

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Strafjurist, Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 22-29
Quelle: Schwarzenegger 2007
Seite(n): 3, Zeilen: re. Sp. 12-33
Insbesondere Ludwig Minelli, Generalsekretär von Dignitas, ficht in verschiedenen Publikationen dafür, dass der Staat nicht nur den freiverantwortlichen Suizid tolerieren müsse, sondern dass aus der verfassungsrechtlich garantierten persönlichen Freiheit (Art. 2 Abs. 1 GG) bzw. auch aus dem konventionalrechtlich gewährleisteten Schutz des Privatlebens (Art. 8 EMRK) eine Pflicht abzuleiten sei, die Ausübung dieses Freiheitsrechts faktisch nicht durch das Heilmittel- oder Betäubungsmittelrecht zu beschränken. Daraus leite sich ein Anspruch jedes Individuums – nicht nur des terminal Kranken – gegenüber dem Staat ab, den selbstverantwortlich beschlossenen Suizid [risiko- und schmerzfrei vornehmen zu können. Der Staat müsse deshalb dafür sorgen, dass ein Suizidwilliger Zugang zu Natrium-Pentobarbital erhält.331]

331 Schwarzenegger, SAeZ 2007, S. 3.

Insbesondere Ludwig A. Minelli ficht in verschiedenen Publikationen dafür [20], dass der Staat nicht nur den freiverantwortlichen Suizid tolerieren müsse, sondern dass aus der verfassungsrechtlich garantierten persönlichen Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV) bzw. auch aus dem konventionalrechtlich gewährleisteten Schutz des Privatlebens (Art. 8 EMRK) eine Pflicht abzuleiten sei, die Ausübung dieses Freiheitsrechts faktisch nicht durch das Heilmittel- oder Betäubungsmittelrecht zu verunmöglichen. Daraus leite sich ein Anspruch jedes Individuums – nicht nur des terminal oder sonst wie körperlich Schwerkranken – gegenüber dem Staat ab, den selbstverantwortlich beschlossenen Suizid risiko- und schmerzfrei vornehmen zu können. Der Staat müsse deshalb dafür sorgen, dass einem Suizidwilligen der Zugang zu Natrium-Pentobarbital ermöglicht werde, etwa indem gerichtlich festgehalten werde, dass ihm dieses von einem Apotheker über eine Suizidbegleitungsorganisation zur Verfügung zu stellen sei.
Anmerkungen

Der Beleg in der Absatzfußnote auf der Folgeseite weist zwar auf die Quelle hin, macht aber weder Umfang noch Intensität der Übernahme im Wortlaut und dem Sinn nach deutlich. Der Leser kann daraus nicht ableiten, dass hier im Wesentlichen die Vorlage Schwarzenegger wiedergegeben wird.

Der gesetzliche Bezugsrahmen wurde von schweizerischen ("Art. 10 Abs. 2 BV") auf deutsche Verhältnisse umgearbeitet ("Art. 2 Abs. 1 GG"). Ein Verweis auf Minelli findet sich in der Fn. nicht, obwohl gerade seine Ansicht ausweislich des ersten Satzes im Haupttext referiert werden soll.

Sichter
(Graf Isolan), TaBi


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:WiseWoman, Zeitstempel: 20130914194104

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