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Die rechtliche Regulierung von Sterbehilfegesellschaften

von Dr. Carmen Marie Gottwald

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Cmg/Fragment 130 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-08 19:21:55 Sotho Tal Ker
Cmg, Fragment, Gesichtet, Roxin 2007, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
TaBi
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 130, Zeilen: 13-33
Quelle: Roxin 2007
Seite(n): 344, 345, Zeilen: 05-28; 06-08
Beihilfe zum Suizid generell, bzw. unter Beizug eines Arztes, wird von den meisten Ärzten ebenso wie in den Grundsätzen der Bundesärztekammer abgelehnt. Ihrer Ansicht nach „widerspricht die Mitwirkung des Arztes bei der Selbsttötung dem ärztlichen Ethos und kann strafbar sein.“ Ähnlich äußerten sich Erzbischof Robert Zollitsch (Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz) und der Chef der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber425 Auch im Nationalen Ethikrat bestehen „nach überwiegender Auffassung [...] grundlegende Bedenken gegen jede Form der organisierten Vermittlung von Suizidbeihilfe.“ Aber ob eine derartige ärztliche Verweigerung bei unheilbaren und unerträglichen Leidenszuständen richtig ist, hat schon die Bioethik-Kommission des Landes Rheinland-Pfalz in ihrem Bericht über Sterbehilfe und Sterbebegleitung mit Recht bezweifelt. Denn wenn der Sterbewillige in aussichtlosen Situationen keine ärztliche Hilfe erhalten kann, muss er versuchen, den Suizid (ohne medizinische Hilfe) selbst in die Wege zu leiten, was zu erhöhten Qualen und in vielen Fällen (Beispiel Sturz aus großer Höhe oder Versuch, sich vor Bahnen oder Kraftfahrzeuge zu werfen) auch zur Gefährdung Unbeteiligter führen kann. Zudem ist angesichts der internationalen Sterbehilfe-Diskussion zu bedenken, dass die unbeschränkte Strafbarkeit der Tötung auf Verlangen, die in Deutschland ganz überwiegend befürwortet wird, auf die Dauer nur aufrechtzuerhalten sein wird, wenn auch standesrechtlich klargestellt wird, dass in ausweglosen Fällen die ärztliche Assistenz bei einer Selbsttötung zulässig ist. Auch der Deutsche Juristentag empfahl 2006, dass statt der ausnahmslosen standesrechtlichen Missbilligung des ärztlich [assistierten Suizids eine differenzierte Beurteilung stattfinden solle.]

425 http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/522659/kirchen-aerztekammerfordern-humanere-medizin.html?sh=225&h=-641406097 (28.11.2008).

Obwohl die Beihilfe zum Suizid generell und, wie der Fall Hackethal zeigt (oben E I), auch die Beihilfe von Seiten eines Arztes straflos ist, wird sie von den meisten Ärzten ebenso wie in den Grundsätzen der Bundesärztekammer73 abgelehnt. Danach „widerspricht die Mitwirkung des Arztes bei der Selbsttötung dem ärztlichen Ethos und kann strafbar sein“ (wobei der Hinweis auf die Möglichkeit einer Strafbarkeit sich nur auf die Fälle einer nicht verantwortlichen Selbsttötung beziehen kann; dazu oben E I 1). Auch im Nationalen Ethikrat74 bestehen „nach überwiegend vertretener Auffassung... grundlegende Bedenken gegen jede Form der organisierten Vermittlung von Suizidbeihilfe“. Ob eine solche ärztliche Verweigerung bei unheilbaren und unerträglichen Leidenszuständen allemal richtig ist, hat schon die Bioethik- Kommission des Landes Rheinland-Pfalz in ihrem Bericht über Sterbehilfe und Sterbebegleitung75 mit Recht bezweifelt. Denn wenn der Sterbewillige in aussichtslosen Situationen keine ärztliche Hilfe erhalten kann, muss er versuchen, den Suizid auf dilettantische Weise selbst in die Wege zu leiten, was zu erhöhten Qualen und in vielen Fällen (beim Sturz aus einem hoch gelegenen Fenster oder bei dem Versuch, sich vor Bahnen oder Kraftfahrzeuge zu werfen) auch zur Gefährdung Unbeteiligter führen kann. Auch ist angesichts der internationalen Entwicklung der Sterbehilfe-Diskussion (dazu S. 347ff.) zu bedenken, dass die unbeschränkte Strafbarkeit der Tötung auf Verlangen, die in Deutschland ganz überwiegend befürwortet wird, auf die Dauer nur aufrechtzuerhalten sein wird, wenn auch standesrechtlich klargestellt wird, dass in ausweglosen Fällen die ärztliche Assistenz bei einer Selbsttötung zulässig ist. [...] [S. 345] Eine solche Regelung, [...] hat auch den Beifall des Deutschen Juristentages 200677 gefunden.

73 BÄK-Grundsätze, NJW 1998, 3406.

74 Wie nationale Ethikrat, „Stellungnahme“ , S. 49.

75 http://www.justiz.rep.de

77Abteilung Strafrecht IV, 5, 1. Variante.

Anmerkungen

Roxin wird passagenweise - samt Zitaten - übernommen und nicht einmal in der Fußnote erwähnt.

Sichter
SleepyHollow02


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Sotho Tal Ker, Zeitstempel: 20130808191936

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